Wie konnte der Euro bei seiner Einführung halb so viel Wert sein? Wer beschließt sowas? Richtet sich eine Währung nicht immer nach dem Markt?

10 Antworten

Der Wert des Euro errechnete sich aus den Werten der beteiligten Währungen.

Ob nun ein Euro =1,96 DM oder 5,7892727 DM spielt keine Rolle, Deutschland hatte mit ca. 1 / 2 einfach nur Glück. In anderen Währungen war es nicht so elegant. Was jedoch geblieben ist, ist das Verhältnis der anderen beteiligten Währungen gegenüber dem DM Wechselkurs.

Der Beschluss über die einzelnen Wechselkurse oblag überigegens der EZB

Was übrigbleibt ist dass 10 Euro nichts mehr wert sind, 140 ATS waren es schon. Die DM war und ist für die übrigen Länder viel zu stark.

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Genau das Gegenteil ist der Fall. Der euro war doppelt soviel wert wie die Mark. Nicht umgekehrt. Ich hab schliesslich 2 Mark für einen euro gezahlt.

Und genau das war auch der Sinn der Sache. Nämlich aufwerten der Währung.

Naja, eigentlich waren es "nur" 1,95583 DM. ^^

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Echt? Und ich dachte, es wäre eine gemeinsame europäische Währung gewesen? schließlich hatten nur die Deutschen den (fast) glatten Umrechungsfaktor von 1:2.

Dazu wurde schon seit den 90ern intern mit Ecu gerechnet, dem Vorläufer des Euro.

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@Spikeman197

Es dürfte wohl für alle EU Staaten eine Aufwertung gewesen sein. Ausser für die Briten die den pfund ja auch behalten haben.

Aber ja du hast Recht. Der eigentliche Grund ist natürlich gewesen die Währungen Europas zu einen.

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@FouLou

Vllt haben wir unterschiedliche Vorstellungen von 'Aufwerten'!

Die Preise und Guthaben wurden nach einem festen Wechselkurs umgerechnet und der hatte sich vorher ergeben und deshalb wurde da nyx 'aufgewertet'! Ob der Umrechnungsfaktor dafür jetzt ×2 oder ÷2 gewesen wäre hat damit schon gar nyx zu tun!

'Aufgewertet' wurden zB die Mio Sparguthaben von DDR-Bürgern, die 1990 pP bis 10'000 M in DM 1:1 tauschen durften(?), OBWOHL ein realer Kurs vllt 1:6 gewesen wäre!

Was sich für viele Europäer geändert hat, war die Stabilität ihrer Währung, was ihnen aber eher Probleme bereitet hat! Statt einfach neues Geld drucken zu können und so durch Inflation sowohl konkurrenzfähig zu bleiben UND den Wert der eigenen Schuld zu verringern, mussten sie plötzlich mit dem relativ harten Euro zurecht kommen, was aber nicht so gut geklappt hat!

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@Spikeman197

Stimmt natürlich. Ich habe aufwerten nur im Sinne gesehen das der einzelne euro mehr wert ist. Hat man ja damals mit der Reichsmark nach der Inflation auch gemacht.

Das die eigene Kaufkraft mehr geworden ist meinte ich damit nicht. Da haben wir wirklich 2 verschiedene Vorstellungen. Das wollte ich aber auch nicht mit meiner Antwort behaupten.

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@FouLou

Naja, nach dem 1. WK musste man Brot mit einer Ladung Scheine aus Schubkarren bezahlen und nach dem 2. WK gab es gar nyx dafür, nur für Zigaretten, weil alle auf die DM gewartet haben!

Ob ich aber n KinoTicket mit Popcorn mit einem 10 DM-Schein oder einem 20 €-Schein zahle, ist ziemlich egal! Auch die Spanier mit ihren Pesetas, Franzosen mit ihrem Franc und Österreicher mit Ihren Schillingen sind gut zurecht gekommen. Nur bei den Italienern wurden die Lira Beträge tatsächlich schon sehr groß (und das nicht zum 1. mal!)

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Eine Euro kann nicht halb soviel Wert sein wie ein Euro.

In Deutschland war der Wechselkurs 2:1. Für 2 DM bekam man einen Euro. In Italien war der Kurs 2.000:1. Für 2.000 Lire bekam man ebenfalls einen Euro. Vorher hatte jedes Land eine eigene Währung und dann hat man halt geschaut wieviel Kaufkraft der Euro in diesen Ländern hat und danach wurde der Wechselkurs berechnet.

Wie konnte der Euro bei seiner Einführung halb so viel Wert sein?

Halb so viel Wert wie WAS?

Ein Vergleich benötigt immer mindestens zwei Dinge, die verglichen werden.

Ich nehme an, du sprichst davon, dass ein 1€ etwa halb so viel Wert war, wie ein Zypern-Pfund oder vielleicht auch eine Maltesische Lira.

Ich kann mich noch gut an die Umstellungsphase erinnern, als die Kassen 2 Währungen in der Schublade hatten.

Einige unseriöse Händler haben den Euro zu Betrügen genutzt und ihre Waren 1:1 in Euro ausgepreist. Seitdem ist natürlich die tolle gemeinsame Währung ordentlich inflationiert und hat ungefähr gefühlte 50 bis 70% ihrer Kaufkraft verloren.

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