Wie kann es passieren das man im Schlaf erfriert?

5 Antworten

Für gewöhnlich wird man wach wenn die Umgebung zu kalt ist, ist der Körper allerdings stark geschwächt fällt dieser Schutzmechanismus schnell mal aus.

In besonders kalten Umgebungen bzw. wenn man den ganzen Tag über sehr tiefen Temperaturen ausgesetzt ist verbraucht der Körper sehr viel Energie, wird dem Körper dann nicht ausreichend Energie zugeführt beginnt der Körper nach und nach gewisse Schutzmechanismen abzuschalten um Energie zu sparen. Schläft man ein dann ein und ist sowieso schon stark geschwächt tritt schnell der Kältetod ein.

Viele Soldaten im 2. WK sind an der Ostfront aufgrund mangelnder Versorgung und zu tiefen Temperaturen erfroren. Sowas ist für uns hier in Deutschland bei eher gemäßigten Temperaturen und unserem Lebensstandard schwer vorstellbar, dieses fehlende Verständnis kann aber schnell in lebensgefährliche Situationen führen.

Der Erfrierungstod ist hierzulande eine nicht seltene Todesursache bei Obdachlosen im Winter.

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@Hamburger02

Bei vielen Obdachlosen die einem solchen Tod ins Antlitz blicken spielt allerdings auch der Faktor Alkohol eine große Rolle. Aber ja, prinzipiell hast du damit schon recht und für ein Land wie Deutschland ist dies eine traurige Tatsache.

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@Hamburger02

Auch bei Btrunkenen oder Drogenabhängigen. Sogar im Sommer. Eine Nacht ungeschtzt in feuchtkalter Ecke oder im kalten Bach einschlafen reicht durchaus aus.

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@FloM1998

Stimmt. Wenn man nüchtern und noch warm ist und legt sich hin und es ist zu kalt, kann man entweder nicht einschlafen oder man wacht nochmal auf, um sich besser zuzudecken. Wenn man zu diesem Zeitpunkt betäubt ist, kann es sein, dass man trotz des Fröstelns nicht aufwacht. Und wenn man dann in die Unterkühlung reingeht, dann kommen auch keine Warnsignale mehr und man kann erfrieren.

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@Hamburger02

Zudem die Drogen/Alkohol den Kreislauf stören: Gefäße erweitern oder verengen, Puls und Atemfrequenz beeinträchtigen.

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@Hamburger02

Sogar sehr bedeutend. Insbesondere Alkohol: erweitert die äußeren Blutgefäße = größerer Wärmeverlust und senkt die Atemfrequenz = weniger Sauerstoff und schnellerer Atemstillstand.

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Auch wenn man wach ist, führt eine starke Unterkühlung zu einer extrem starken Müdigkeit, weil durch die Unterkühlung der gesamte Stoffwechsel heruntergefahren wird und sich der Herzschlag verlangsamt. Daher schläft man dann irgendwann ein und dämmert in den Tod hinüber. Und wenn man sowieso schon schläft, passiert das gleiche.

Da der ganze Stoffwechsel schon heruntergefahren ist und die Müdigkeit extrem wird, gibt es auch keine Alarmzeichen mehr, die einen vor dem Herzstillstand aufwecken würden.

Der Körper beginnt zu zentralisieren, d.h. die Blutgefäße zu den Extremitäten verengen sich, sodass weniger Blut in die vom Körperstamm entfernten Gliedmaßen fließt. Dies betrifft später auch den Kopf, wodurch das Gehirn weniger Sauerstoff bekommt und nur noch "auf Sparflamme" arbeitet, was auch ein Grund für die extreme auftretende Müdigkeit ist.

Wenn du dann Einschläfst, bekommst du bewusst nicht mehr mit, wenn die Körperstamm-Temperatur weiter fällt, bis dein Herz aufhört zu schlagen und somit der Kreislauf zum erliegen kommt.

Beim erfrieren fährt der Körper soweit runter, dass du irgendwann einschläfst und einfach nicht mehr aufwachst. Das einschlafen ist dann schon Teil vom sterben.

Ich schätze weil Erfrieren irgendwie keine Schockwirkung auf den Körper ausübt. Man bemerkt es halt nicht. Da wird kein Alarm ausgelöst. Is aber nur mal ne Idee

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