Wie erklärt man einem Kind (vegetarisch erzogen), wieso es kein Fleisch essen "soll" (kindgerecht)?

38 Antworten

Bitte nutze die Seite von vegan.eu um Dich entsprechend schlau zu machen. Vor allen Dingen was die Ernährung eines Kleinkindes angeht erst mal. 

Ich hätte in meiner Kindheit gerne weniger Fleisch gegessen. Nicht aus irgendeiner Überzeugung heraus sondern weil es mir zum Hals raus hing und ich tatsächlich an anderer Stelle Defizite erlitt. Tatsächlich hier im Sinne von nachweisbar. Gibt ja Zähne. 

Wenn Dein Kind tatsächlich erst 20 Monate alt ist sollten für Dich jetzt ganz andere Fragen im Vordergrund stehen:

Wie kannst Du dieses kleine Menschenwesen zu einer eigenständigen Person heran führen?

Welche optimale Ernährung ist die beste für ein junges Menschenkind in diesem Alter damit es später als erwachsener Mensch keine chronischen gesundheitlichen Schäden davon trägt?

Wie kannst Du es zu einem eigenen, und zwar wirklich eigenen, Ich begleiten welches sich in der nächsten Zeit entwickeln wird?

Wie wirst Du mit den gerne mal minütlich sich ändernden Ernährungmöglichkeiten des sich entwickelnden Verdauungstraktes bestenfalls umgehen können?

Wie führst Du das Kind zur Fähigkeit komplex denken zu können?

Das sind einige wesentliche Fragen mit denen sich Eltern so junger Menschen beschäftigen sollten. Denn Eltern werden in diesem Staat mit dem weltweit dritthöchsten Steuerbeitrag entlohnt dafür dass sie sich bestmöglich der selbst und freiwillig gewählten Aufgabe stellen können ihr Kind zu einem wertvollen Mitglied der Gesellschaft zu erziehen. 

Ein Kind dazu überreden zu wollen vegatarisch zu leben gehört da nicht mit rein. Ein Kind davon zu überzeugen dass vegetarische Lebensweise für seine Zukunft besser ist ist eine ganz andere Herausforderung. 

Bitte nutze die Suchfunktion des Browers um diesen genannten Aufgaben gerecht werden zu können. 

Denn es gibt reichlich vegane und vegetarische Seiten mit guten Argumenten aber auch von Dir jetzt bitte zu beachtenden Fakten bezogen auf Dein Kind. 

Das Problem an der Ernährung ist nicht das Fleisch. Das Problem ist die Menge und die zum Teil fragliche Herkunft. Das ist aber wie bei allen Dingen. Alles ist in bestimmten Mengen und Zusammensetzungen schädlich oder ungesund. Beim einen ist es das "zu viel", beim anderen das "zu wenig". Etwas pauschal zu verteufeln weil es der eigenen Philosophie widerspricht ist genauso falsch wie alles für richtig zu halten nur weil es andere für richtig halten. Mehr und mehr Ackerflächen in Monokultur zerstören eine gesunde Naturlandschaft genauso wie mit Gülle vergiftete Kräuterwiesen. "Mensch sei schlau und höre auf dich aus der Natur zu ernähren" könnte man da auch ganz leicht sagen! 7 Milliarden Menschen mit Getreide zu ernähren ist ökologisch gesehen genauso unmöglich wie einen Tiger auf vegan zu trimmen. Jeder, auch deine Kinder sollten selbst entscheiden dürfen wie sie diesen Planeten zugrunde richten. Letztendlich wird es nicht das gelegentliche Schnitzel in der Pfanne sein dass für das Ende der Menschheit verantwortlich ist. Es wird seine Engstirnigkeit und sein Egoismus sein.

Das Wörtchen "soll"  spricht eigentlich schon für sich...

Verbote und Dinge, die Kinder  nicht machen sollen,  sind für Kinder besonders interessant und probierenswert.... Man nimmt als Erwachsenerden Dingen diese interessante Exklusivität, in dem man sie nicht gänzlich mit Tabu belegt... Will sagen,  bei uns zu Hause gibt es z.B.  keine Cola, aber bei bestimmten Anlässen (Feiern o.ä.) knn Kind natürlich auch mal welche trinken.

Man kann Kinder zwar vegetarisch aufziehen , aber zum Vegetarismus erziehen geht nicht und es klingt auch sehr totalitär.

Welche Meinung hat eigentlich der Kindsvater dazu? Ist er auch Vegetarier?

Ja, totalitär. Das ist wie bei der religiösen Indoktrination von wehrlosen Kindern. 

Und es wundert mich, dass DIESER Aspekt auf dieser Seite zu kurz kommt ...

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zeig deinem Kind ein Bild von einem süssen rosaroten baby schweinchen und ein Bild von einer Spinne. Dann erklärst du:

Schau das süsse schweinchen besteht aus Fleisch es ist SOOOO süß mit seinen Kulleraugen, Ringelschwänzchen..zum knuddeln und daher darf man es nicht essen. das tut aua.

Dann Zeigst du ihr die Spinne:

Schau und die gehe putt für unser Obst und Gemüse indem der Traktor beim Ernten/Bodenbearbeitung drüber fährt oder sie werden mit Pestiziden vergiftet. Aber die sind hässlich und eklig daher darf man die ruhig putt machen da ist das aua egal.

Dann wird sie verstehen...du kannst natürlich auch statt dem rosaroten baby schweinchen auch das süsse gelbe entchen nehmen


https://youtube.com/watch?v=OpmhPG3vLDA

dann treibst du die Zahl noch etwas höher


Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass Kinder und Jugendliche die Natur
zu einer idyllischen, harmonischen Parallelwelt idealisieren, in der
der Mensch nichts verloren hat. Bäume zu pflanzen ist gut, Bäume zu
fällen ist böse, und der Jäger ist sowieso ein Mörder. »Bambi-Syndrom«
nannten die Forscher das. Bezüglich der lila Kuh konnten sie allerdings
Entwarnung geben – den Unterschied zwischen Werbung und Wirklichkeit
sahen praktisch alle Kinder. Allerdings glaubten 11 Prozent der Kinder
2003, dass Enten gelb seien
– 1997 waren es noch 7 Prozent.


http://www.zeit.de/2007/21/Stimmts-Bambi-Syndrom

Wenn das Kind versteht, was Fleisch ist und wo es herkommt, kann es sich selbst für oder gegen Fleisch als Nahrungsmittel entscheiden. Dazu gehört natürlich ein gewisses Alter. Aber Kälbchen und Ferkel süß finden "können" bereits Kleinkinder. Den Bezug zu dem auf dem Teller herstellen würden sie erst später oder wenn man sie explizit darauf hinweist. "Wieso es kein Fleisch essen soll" ist meiner Meinung nach der falsche Weg. Du kannst das Kind aber behutsam über Fleisch aufklären und dann versteht das Kind von selbst, wieso es das nicht essen will.

Ich wurde z.B. nicht vegetarisch erzogen, aber sobald ich kapiert habe, dass das goldige Kälbchen, das ich vorne am Bauernhof gestreichelt habe, der Bruder von dem Kalbfleisch war, das meine Oma hinten am Bauernhof gekauft hatte, bestand der Sonntagsbraten für mich nur noch aus Knödel mit Blaukraut.

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