Weshalb werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer?

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19 Antworten

hi,

Die Börse macht Menschen mit der Zeit reich. Es geht im Regelfall nicht schnell, sondern dauert Jahrzehnte. Wer das „Spiel“ verstanden hat, kann bequem enorme Vermögen aufbauen. Es muss einfach „Klick“ machen.
Es geht im Endeffekt nur darum, Wertpapiere von exzellenten Unternehmen lange genug zu halten. Das machen uns Deutschlands steinreichen Aktionäre vor. Wir Kleinanleger brauchen sie bloß zu kopieren. Es sind die Familien Quandt, Klatten, Hopp, Henkel, Piech, Porsche, Siemens… Keiner von diesen Familien tradet seine Positionen bei einem Discountbroker hin und her, sondern sie sitzen auf ihren Anteilen – über Generationen hinweg. Ich weiß, Nichtstun ist verdammt schwierig.
Die Börse macht vor allem diese Superreichen immer reicher. Die Armen werden immer ärmer, weil denen kein Geld zum Investieren bleibt. Ob in den USA oder Deutschland, die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander.
Im vorigen Jahr legte das Aktienvermögen um 30 Prozent in den USA zu. Die Aktien-Milliardäre wurden also demnach um durchschnittlich 30 Prozent reicher. Der Anstieg des S&P-500-Indexes entsprach einem gewaltigen Plus, wenn Sie sich die wirtschaftlich rauen Zeiten einmal vor Augen führen. Es ist fast atemberaubend.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich diese 30-Prozent-Sprünge so fortsetzen lassen. Der DAX kam um 25 Prozent voran. Das liegt weit über dem langfristigen Börsenanstieg, der wohl irgendwo bei knapp zehn Prozent p.a. liegt (vor der Inflation).
Die Arbeitslosen haben es nach wie vor schwer. Die US-Arbeitslosenquote rangiert bei rund sieben Prozent auf einem hohen Niveau, gut bezahlte Jobs bleiben Mangelware. Der weltgrößte Arbeitgeber ist Wal-Mart, der Einzelhändler bietet nur mickrige Löhne.
In Deutschland ging der Börsenboom an der Mehrheit vorbei. Es besitzen eben hierzulande zu wenige Menschen Aktien. Insofern gibt es beim deutschen Durchschnittssparer wenig zu feiern. Gut, Immobilien befinden sich im Aufwind, dafür stagnierte der Immobilienmarkt jahrzehntelang. Und für Festgelder, Sparbücher und Lebensversicherungen gibt es allenfalls Almosen.

Quelle: http://timschaefermedia.com/warum-die-reichen-immer-reicher-und-die-armen-aermer-werden/

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Kommentar von unbekanntekarto
02.06.2016, 23:02

Vielen Dank,für diese ausführliche und dennoch verständliche Antwort!:-)

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Der Schlüssel zur Antwort liegt in den Einkommensquellen:

Die Armen leben ausschliesslich von ihrem Erwerbseinkommen und benötigen u.U. sogar noch Transferleistungen wie Wohngeld, BaFöG, oder Aufstockung. Sie sind kaum oder gar nicht in der Lage Vermögen zu bilden.

Die Reichen haben vor allem Spekulationseinkommen, z.B. aus Bodensprekulation, Wertpapierspekulation etc. und daraus resultierend Einkommen aus Kaptitalerträgen wie z.B. Mieten, Dividenden. Da sie aber meist nicht alles verbrauchen können oder wollen, investieren sie immer weiter. Das Erwerbseinkommen spielt bei diesen Personen kaum noch eine Rolle.

Natürlich könnte man den Reichen durch eine intelligente Steuerpolitik und Bodenrechtsreform relativ leicht beikommen, nur verwenden sie einen Teil ihres Geldes, um teure Lobbyisten zu finanzieren und so die Politik zu beieinflussen. Das können sich die Armen natürlich nicht leisten.

Zuallererst müsste also mal der ganze Lobbyismus moralisch geächtet werden und ggf. sogar strafbar sein.

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Grundsätzlich ist diese Aussage so pauschal nicht richtig. Es gibt Reiche, die ärmer werden und es gibt Arme, die reicher werden. Das ist aber nicht der Regelfall.

Die Regel ist schon so, dass im Durchschnitt die Reichen reicher werden, während die Armen nach wie vor nichts haben. Das liegt einfach daran, dass gerade Menschen mit niedrigem Einkommen in der Regel alles, was sie verdienen, auch verbrauchen. Sie leben quasi von der Hand in den Mund.

Im Gegensatz dazu können Menschen mit hohem Einkommen einen Teil ihres Geldes auf die Seite legen. Sie können es investieren und durch die Investition weiter vermehren. Somit steigt ihr Vermögen, wenn sie nichts grundlegend falsch machen, stetig an.

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Kommentar von eccojohn
02.06.2016, 23:31

EXAKT  RICHTIG - fehlt nur noch, den Schuldigen dafür zu benennen

UNSERE verlogene POLITIK !

Wenn so mancher Bürger heute wirklich wüßte, in welcher Realität wir tatsächlich leben, hätten wir den ersten Schritt zum Bürgerkrieg vielleicht schon hinter uns, und der Mob wäre schon auf der Straße.

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Kommentar von RipeClown
03.06.2016, 00:53

Um genau zu sein kann jeder ein Teil seines Geldes weglegen.

Die reichen sind nicht reich geboren ( bis auf ein paar Ausnahmen. ) sehr viele haben klein begonnen.

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Da Reichtum fast ausschließlich nur auf Glück basiert, ergibt sich die zunehmende Polarisierung aus der statistischen Normalverteilung ( Gaus'sche Kurve ) des Glücks.

Es ist aber nicht so, dass alle Reiche reicher werden und Arme umgekehrt, sondern es ist so, dass erst durch die Wirkungen des Glück die "Ränder" ( ganz reich, ganz arm ) entstehen können.

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Die lernen wie man mit Geld umgehen muss. Wo hast Du das gelernt? In unseren tollen Schulen lernt man nur sachen die einem im Leben nicht vorran bringen, also sehr viel davon. Wer lernt zb in der Schule was das Leben kostet? Wer aus der Schule raus kommt hat von sowas keine Ahnung, Miete Strom,Wasser, usw was alle bezahlt werden muss. Und dann kommt der Supermüll 0% Kredite für jeden Schrott abschießen weil man ja ein neues Handy braucht. Check mal "Gerald Hörhahn  warum Ihr schuftet und Wir Reich werden" hat meine Augen geöffnet. Wenn auch spät aber immerhin nicht zu spät.

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Das ist ein Mythos ( und eine politische Parole ).

Wenn man sich mal die Daten anschaut, dann sieht man dass weltweit gerade in den letzten Jahren die Armut mehr abgenommen hat als jemals zuvor. Die Zahl der Menschen, die aus absoluter Armut aufgestigen sind in zumindest moderate Lebensverhältnisse geht in die hunderte Millionen. In Deutschland wird ein Armutsbegriff verwendet, der weniger die Armut als die Verteilung des Wohlstandes misst.

Die Reichen werden Reicher und auch die Armen werden weniger Arm. Nur werden die Reichen schneller und stärker reich als die Armen.

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Weil die Reichen einfach anders denken. Die Armen jammern und machen alles und jeden für ihr versagen verantwortlich (Gilt nicht für jeden)

Die Reichen hingegen sind meistens positiv und geben vollgaß wenn es um die Zukunft geht. Ich finde es so ätzend das so viele Menschen die Reichen beschuldigen weil ja "die armen immer ärmer werden" klar werden sie das aber das ist nicht die Schuld der Reichen.

90% der Menschend die Reich sind, sind ein hohes Risiko eingegangen und sind auch oft auf die Nase geflogen. Sie haben das gemacht was sich ein Armer Mensch nicht traut sie haben Risiken auf sich genommen.

Denkt mal darüber nach bevor ihr Menschen beschuldigt.

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Kommentar von sntgnaethawnr
03.06.2016, 10:38

Ein Risiko hat es an sich, das man nicht weiß ob man Erfog hat oder nicht, ein hohes um so mehr. Wenn 90% der Menschen die Reich sind ein hohes Risiko eingegangen sind, wieviele arme Menschen haben das dann also gemacht, die bei diesem Risiko nicht reich geworden sind?

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, wer wagt, muss nicht gewinnen

Zu behaupten, das Reiche nur deshalb Reich sind, weil sie Dinge tun, die Arme nicht tun, heißt genauso, das Gewinner nur gewonnen haben, weils sie ein Rennen gelaufen sind, Verlierer haben von Anfang an nicht teilgenommen. 

Das man Arme eher beschuldigen kann, nichts erreicht und nur neidisch zu sein als Reiche macht Erfolg, Einfluss und Reichtum unantastbarer, Armut und Machtlosigkeit stigmatisiert es zu Mutlosigkeit, Missgünstigkeit und Faulheit. Ein prima Beispiel für einen verbreiteten Mechanismus, der die gestellte Frage zu weiten Teilen beantwortet.

somit gäbe es keine Ungerechtigkleit, nur Schicksal und jeder hätte das was er verdient (zu 90%)

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Tja ich erkläre mir das so. Produkte werden teuer. Arme müssen mehr Geld bezahlen um sie aufzutreiben und reiche werden reicher da sie somit mehr Geld machen

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Ein Grund könnte die effizientere Vernetzung der "Reichen" sein. Ein guter Investitionstipp gegen einen Anderen. So wie bei `Billions`.

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Wie kommst du darauf, dass das so ist? Das wird seit Jahrzehnten erzählt, ist aber bezogen auf Deutschland Schwachsinn. In Deutschland ist niemand arm im Sinne von Mangel an Lebensmitteln, Kleidung und Dach über dem Kopf. Zudem existiert eine breite Mittelschicht.

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Kommentar von eccojohn
02.06.2016, 23:38

Eine breite Mittelschicht ? Eine Mittelschicht aufgrund der allgemein üblichen Deffinition doch wohl bestimmt nicht - du rechnest wohl auch die mit, die sich selbst gerne dazuzählen würden ? 

Wo hast du die breite Mittelschicht denn entdeckt - außer in irgend welchen verbogenen Statistiken unserer Staatsdiener ?

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Großes Kapital ---> große Rendite

Kleines/kein Kapital ---> kleine/keine Rendite

Eine sehr vereinfachte Darstellung des Sachverhaltes, aber so grob dürfte dass zur Beantwortung deiner Frage reichen.

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In akum einem Land der Welt sind die Vermögen so ungerecht verteilt wie gwerade in Deutschland. dies liegt größtenteils am Staat, der die Reichen übermäßig begünstigt, die Armen hingegen deckelt. Wie genau geht das zu?

Nun, allein die Besteuerung der Reichen, ihrer Firmen ,also des Kapitals, ist überaus großzügig bemessen, nicht jedoch die Verbrauchssteuern ,die besonders die finaziell schwachen trifft. Gemeint ist hierbei insbesondere die Mehrwertsteuer. Doch damit nicht genug, die jahrelange Lohnstagnation, bzw. die Lohnzurückhaltung der Gewerkschaften hat zu dieser unappetitlichen Situation beigetragen. In akum einem anderen europäischen Land wird so wenig gestrweikt wie gerade in D. Und nirgendow werden Arbeitslose so abgestraft wie hierzulande, wo sie einfach abgehartzt werden. Hinzu kommen die sonstigen sozilen Sauereien wie z.B. der Rentenklau, so dass es immer mehr Armutsrentner gibt. Unverschämt hoch sind übrigens auch die Kita-Gebühren. 

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Kommentar von Interesierter
03.06.2016, 00:04

Wenn du der Meinung bist, dass ungleich verteiltes Vermögen gleichzusetzen ist mit ungerecht verteiltem Vermögen, dann mag deine These einigermaßen zutreffen. Nur vergisst du dabei, dass Geld jedes Vermögen erst mal verdient und versteuert werden will.

Schau dir einfach mal die Versorgung der Arbeitslosen in Griechenland an. Nach spätestens 12 Monaten gibt es gar nichts mehr. Da wird nicht darüber diskutiert, ob das Geld für kulturelle Teilhabe ausreicht. Es gibt einfach gar nichts. Da sind die deutschen ALG II-Empfänger eindeutig besser dran.

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Weil die reichen anders denken als die Armen.
Es gibt ein interesanntes Buch: "Rich dad, poor dad", das die unterschiedlichen Sichtweisen gegenüber stellt.

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Kommentar von NorwinSchneider
03.06.2016, 08:41

Das Buch kann ich genau so jedem empfehlen. 

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weil die reichen den armen das bisschen, was sie noch haben, wegnehmen

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Weil wir in einer grausamen kranken und vor allem ungerechten Welt leben ..

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Kommentar von palindromxy
02.06.2016, 23:02

die menschen machen die welt zu eben dieser

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So war das schon immer. In der Geschichte sieht man das es wenig reiche und viele arme gibt.

Gerald Hörhan der Investment Punkt hat es meiner Meinung nach am einfachsten erklärt : aus mangelnder ökonomischen Bildung.

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Weil die reichen wissen, wie man effektiv die dummen um ihr Geld bescheißt.

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Weil die Reichen den Armen immer das letzt Geld was sie noch haben aus der Tasche ziehen.

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