Werden Flüchtlinge unsere Arbeit wegnehmen?

18 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Tja, wie heißt es so schön:

Wenn ein ungelernter Mensch, der der deutschen Sprache eventuell nur mäßig mächtig ist, kein Geld hat und kaum Kontakte Dir Deinen Job wegnehmen kann, dann bist Du eventuell einfach ein Idiot!

Mal ehrlich, die ganze Diskussion gab es früher auch schon. Da waren es Menschen aus der Türkei, die angeblich unsere Jobs wegnahmen.

Außerdem dürfen Flüchtlinge erstmal gar nicht arbeiten. Erst anerkannte Asylbewerberinnen und -bewerber, die vom Bundesamt einen positiven Bescheid erhalten haben, dürfen grundsätzlich uneingeschränkt als Beschäftigte arbeiten und auch einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen.

Und selbst dann ist die Argumentation Deines Freundes völlig hanebüchen! Je besser die Qualifikation ist, desto besser die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Logisch wäre also zu argumentieren, dass man ein Spitzenabi machen sollte und einen Super-Master anschließen, um später nicht den Menschen auf der Tasche zu liegen, die ihr Geld mit Arbeit verdienen.

Alles andere sind faule Ausreden und dämliche AfD/*gida Propaganda.

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Der zweite Absatz bringt es recht gut auf den Punkt ;-)

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Wenn ein ungelernter Mensch, der der deutschen Sprache eventuell nur mäßig mächtig ist, kein Geld hat und kaum Kontakte Dir Deinen Job wegnehmen kann, dann bist Du eventuell einfach ein Idiot!

Diese Aussage ist einfach nur zynisch und noch dumm dazu. Es gibt zahlreiche Jobs bei denen es nicht auf Bildung sondern Körperkraft ankommt, oder sonstige Tätigkeiten wie am Fließband zu stehen. Das hat auch nichts mit Kontakten oder Geld zu tun.

Darüber hinaus ist Bildung keine Pflicht, es gibt zahlreiche Menschen die begnügen sich mit einem Fabrikjob und haben andere Prioritäten im Leben. Du tust ja gerade so als hätte so jemand keinen Anspruch auf einen bezahlten Job wenn er sich nicht unheimlich dafür ins Zeug legt.

Menschen mit allgemein niedrigeren Lebensansprüchen und ohne soziale Verankerung werden da gerne mal bevorzugt da sie nicht rummeckern, oder Gott Bewahre irgendwelche Gewerkschaften bilden. Eventuell arbeiten sie dann noch schwarz, perfekt für den Arbeitgeber.

In den USA wurde der Niedriglohnsektor auch lange Zeit durch schwarz arbeitende illegale Mexikaner ausgehöhlt, da hättest du dich noch so sehr anstrengen können beim Zaun streichen, Dächer renovieren oder Putzen, gegen die Arbeitsleistung kann man einfach nicht ankommen als Einheimischer.


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@DerKleineRacker

Was dumm ist, ist die Aussage: Warum soll ich lernen und mich bilden, wenn mir doch eh alle Jobs weggenommen werden.

Zynisch ist in einem Land zu leben, wo es Jobs gibt, wo kein Krieg herrscht, wo die Mehrzahl der Menschen mehr als genug zum Leben hat und die Anzahl derer, wo das nicht so ist, im Verhältnis gering ist und sich dann darüber zu beschweren, dass Menschen, die alles zurück gelassen haben aus Verzweiflung, in deren Land Krieg herrscht, wo Kinder in Stücke geschossen werden, die hoffnungsvoll hierher kommen eventuell die Chance haben könnten, hier tatsächlich einen Beruf auszuüben. Das ist zynisch.

Weiterhin ist es zynisch, wenn ein Gymnasiastenbübchen, das hinter den Ohren noch nicht trocken ist und alle Chancen auf Bildung hat, allen ernstes erzählen will, wie der Arbeitsmarkt eventuell in 5 Jahren sein wird und lieber jetzt schon plant, mir und allen arbeitenden Menschen auf der Tasche zu liegen als seine Chancen zu nutzen.

Und was in den USA ist - sorry, aber das geht mir wirklich hinten vorbei. Wir sind nicht in den USA.

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@ohwehohach

Was dumm ist, ist die Aussage: Warum soll ich lernen und mich bilden, wenn mir doch eh alle Jobs weggenommen werden.

Das bestreite ich nirgends.



Zynisch ist in einem Land zu leben, wo es Jobs gibt, wo kein Krieg herrscht, wo die Mehrzahl der Menschen mehr als genug zum Leben hat und die Anzahl derer, wo das nicht so ist, im Verhältnis gering ist und sich dann darüber zu beschweren, dass Menschen, die alles zurück gelassen haben aus Verzweiflung, in deren Land Krieg herrscht, wo Kinder in Stücke geschossen werden, die hoffnungsvoll hierher kommen eventuell die Chance haben könnten, hier tatsächlich einen Beruf auszuüben.

Auch das ist ein anderes Thema, du willst hieraus eine Grundsatzdiskussion machen, wo ich bloß den von dir zitierten Satz kritisiert habe. Darüber hinaus sehe ich das etwas differenzierter als du, aber wie gesagt, anderes Thema.



Und was in den USA ist - sorry, aber das geht mir wirklich hinten vorbei. Wir sind nicht in den USA.

Du ignorierst die Tatsache dass ich die USA als Beispiel zitiert habe, wieso sich die Verteilung von Arbeitsplätzen gerade im Niedriglohnsektor häufig eben nicht nach den Richtlinien die du genannt hast orientiert, wer der Schlauste ist, oder wer am meisten Kontakte oder Sprachfähigkeiten hat. Schon klar dass wir nicht über die USA reden danke für den Hinweis.




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Wenn ein Flüchtling, der so viel zurück lassen musste, eine Monate - manchmal Jahre andauernde Flucht hinter sich hat, womöglich aus einem völlig zerstörten Umfeld kommt und somit sehr wahrscheinlich nicht unbedingt einen lückenlosen Bildungsweg beschritten hat, deutschen Hochschulabgängern in großer Zahl die Jobs wegnimmt, dann haben die Abiturienten irgendwas falsch gemacht.

Es ist tatsächlich so, dass heut eigentlich irgendwie jeder nen Schreibtischjob machen will, darum gab es in den letzten Jahren so unfassbar viele Abiturienten.  Aber es gibt nunmal nur eine begrenzte Zahl an solchen Berufen, eigentlich haben wir schon viel zu viele.  Die Mehrzahl dieser Berufe ist nicht wertschöpfend und somit nur in begrenzter Zahl für eine Ökonomie tragbar und wertvoll.

Wenn man darüber nachdenken sollte, ob sich Abitur lohnt, dann wegen der beruflichen Perspektiven überhaupt.

Natürlich schadet ein Abitur nie, wenn man das Zeug dazu hat und auch finanziell damit klar kommt, noch ein paar Jahre länger die Schulbank zu drücken, warum nicht.  Nur ist der Markt eben einigermaßen gesättigt, und man sollte klare Vorstellungen davon haben, wie es nach dem Abi weiter gehen soll.

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In einem Punkt stimme ich nicht ganz zu: die Leute werden zu Schreibtischjobs GEDRÄNGT , da man über die letzten Jahre konsequent die Lohnniveaus heruntergefahren hat. Gleichzeitig dem internationalen Drang zur Hochschulbildung hinterhergehechelt ist, obwohl wir schon immer ein weltweit erstklassiges Ausboldungssystem für alle Berufe hatten.

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@Agentpony

Unsere liebe Mär der sozialen Gerechtigkeit verlangt halt dass man die Ansprüche an den Gymnasien so weit herunterschraubt, bis absolut jeder sein Abi machen kann, und jeder studieren kann, damit man unser Bildungs- und Einwanderungssystem als Erfolgsgeschichte verkaufen kann. Die Hürde ist zu hoch? Immer runter mit dem Niveau.

Ich meine, wenn jemand aus einer Unterschichts- und Einwandererfamilie sein Abi nicht besteht ist ja eindeutig zu 100% das Einkommen der Eltern verantwortlich, nichts weiter!

Schon klar dass der klassische Ausbildungsweg irgendwann nichts mehr wert ist wenn man dort nur die "Bildungsversager" hinschickt die durch das System gefallen sind.

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@Agentpony

Die Leute werden zu Schreibtischjobs GEDRÄNGT

Die Wahl zwischen einem niedrigeren Einkommen und oft gar keinem Einkommen. Denn inzwischen treten sich Studenten zb. der Betriebswirtschaft gegenseitig auf die Zehen während Sie auf freie Stellen warten.

Es gibt genügend hoch qualifizierte Berufe, die auch heute noch ein einigermaßen vernünftiges Einkommen versprechen. Deutschland hat den Facharbeiterstatus, damit lässt es sich ganz gut leben, wenn auch nicht mehr so gut wie ehemals. Ein Facharbeiter mit mehrjähriger Berufserfahrung, der sein Handwerk versteht, ist noch immer eine hochbegehrte Kraft, die mitunter sogar unter den Firmen abgeworben wird.

Es ist immernoch der Schüler, resp. seine Eltern, die die Entscheidung für den höheren Bildungsweg treffen und damit auch das gesellschaftliche Gesamtbild zu dieser Thematik formen.

Mit einem "normalen" Realschulabschluss gilt man ja heut schon fast als Bildungsverweigerer, wobei die darauf aufbauenden Berufe hoch technisiert und die Arbeiter hochqualifiziert sind. 

Ein Abitur ist in vielen dieser Fachrichtungen regelrecht unerwünscht, da 1. durch die längere Schulzeit wichtige Jahre an Berufserfahrung verloren gehen  und oft die Meinung vorherrscht, eine Mischung aus praktischer Begabung und theoretischer Befähigung sei bei manchem Hochschüler nicht unbedingt ausgewogen.

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@DerKleineRacker

Schon klar dass der klassische Ausbildungsweg irgendwann nichts mehr wert ist wenn man dort nur die "Bildungsversager" hinschickt die durch das System gefallen sind.

Wie schon in meinem anderen Kommentar geschrieben. Wenn man einen Facharbeiterberuf in einer der technischen Branchen anstrebt, wird ein Abitur eher nachteilig wirken. Der "klassische" Bildungsweg ist hier die bessere Wahl und der berufliche Bildungsumfang steht dem eines studierten Angestellten in nichts nach.  Im Gegenteil, da technischer Fortschritt immer mehr beschleunigt wird, lernt ein Arbeiter in einem solchen Beruf bis an sein Lebensende, weshalb er auch mit 50+ noch immer sehr gute Chancen am Arbeitsmarkt hat. Das kann kaum ein anderer Bildungs- und Ausbildungsweg von sich behaupten.

Immerhin sind es auch diese Berufe, die wertschöpfenden Tätigkeiten, neben den sozialen und gemeinnützigen Arbeiten, die die Gesellschaft am Laufen halten.

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@Maisbaer78

Ich habe ja auch nirgends eine Wertaussage über diesen Berufssektor getroffen. Ich habe selbst trotz Abitur und Studium mal ein mehrmonatiges Praktikum beim Schreiner gemacht und hohen Respekt vor handwerklicher Arbeit. Das war auch ein Betrieb in dem noch ältere Jahrgänge aus dem früheren Bildungssystem arbeiteten, allesamt sehr kluge Köpfe. 

Allerdings haben die extreme Probleme damit, adäquaten Nachwuchs zu finden. 90% sind irgendwelche Haupt- und teilweise Sonderschüler die keinen Bock auf nichts haben und vorzeitig abbrechen weil es ihnen zu anstrengend ist. Das meinte ich halt. Unser Bildungssystem fördert so etwas. Viele der Jugendlichen die den Hauptschulabschluss machen, hätten den überhaupt nicht verdient und rutschen trotzdem gerade so durch, dank lascher Auflagen des Bildungsministeriums. Außerdem tun sich die Hauptschulen immer noch schwer damit, vollends den handwerklichen Weg vorzugeben und darin eine gute Ausbildung anzubieten.

Ich habe mal vor einigen Tagen bei einer anderen Frage meine Vision dazu vorgestellt, wie man dieses marode Bildungssystem renovieren könnte, zugunsten handwerklicher Arbeit. Es ist auf jeden Fall möglich, aber dazu müsste man zuerst mal damit aufhören jedes Klientel bedienen zu wollen, und es zulassen, dass eben nicht jeder zu allem geeignet ist, diese ständige Gleichmacherei ist Gift fürs System.

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Wer solche Ansichten vertritt dessen IQ ist so niedrig, dass er sich um das Abitur keine Sorgen machen muss, das liegt außerhalb der eigenen Reichweite.

Bleiben also unqualifizierte Helferjobs zum Mindestlohn, ja ich denke die könnte auch ein Flüchtling ausführen, ohne Konakte, kaum Sprache und eben keiner Qualifikation.

Wer denkt auch das die Schule unnötig ist?!

Keiner braucht Schule nur die elteren hier werden warscheinlich sageen ehh schule ist wichtig und so für die Zukunft man lernen und lernen jeden Tag für was gute noten danach kein guter Job weil die meisten Arbeitsplätze schon VOLL sind.

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