Werde ich nasser, wenn ich im Regen laufe oder wenn ich im Regen gehe?

11 Antworten

Nass ist nass. Für mich spielt es überhaupt keine Rolle, ob ich gehe oder laufe. Du wirst es nicht glauben, aber ich geniesse den Regen richtig. Und wenn ich durchnässt bin, gehts eben unter die Dusche und in trockene Klamotten (vorausgesetzt, ich habe die verkehrte Bekleidung an), wo ist da das Problem? Ich kann mich immer amüsieren, wenn ich die Leute beobachte, wie sie krampfhaft versuchen, möglichst nicht nass zu werden. Um auf Deine Frage genauer einzugehen: Ich denke, es kommt darauf an, was für ein Regen es ist. Bei einem Wolkenbruch ist es egal, ob Du gehst oder läufst. Bei Nieselregen sieht es anders aus. Je kürzer Du Dich im Regen aufhalten musst, desto größer ist die Chance, einigermaßen trocken davon zu kommen.

Hallo gri1su: Mir geht es nur um die (wissenschaftliche) Betrachtung des Problems.

Ich habe keine Probleme damit, im Regen klatschnass zu werden.

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Beim Laufen werde ich nasser. Zum auf mich herabströmenden Regen kommt noch das von mir aufgewirbelte Spritzwasser von unten. Natürlich ist es wichtig welche Strecke ich im Regen zurück legen muß. Nur mal über die Straße komme ich beim Laufen trockener weg.

Das erscheint mir auch logisch, Theorie.

Trotzdem, wird sich nicht viel nehmen.

Im Regen bin ich nass, auch, wenn ich stehen bleibe.

LG

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@Linda1

Das ist bissel wie:

mit Kunstdünger sind die Studien besser.

LG

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Also folgendes Gedankenexperiment:
Voraussetzung:
1. Der Regen ist von konstanter Stärke.
2. Ich vernachlässige die Körperneigung, die bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten auch unterschiedlich ist.
3. Ich vernachlässige den Schweiß, der beim Rennen zu weiterer Nässe führt ;-)
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Nun kann man sich leicht denken, dass man, wenn man steht, am meisten (unendlich viel) Regen abbekommt, bis man am Ziel ist (weil man ja nicht ankommt).
Rennt man aber "unendlich" schnell, sammelt man so zu sagen alle Tropfen auf, die zu einem bestimmten Zeitpunkt im Weg sind. Das wäre das Minimum, das man an Regen abbekommt.
Jede Annahme, die zwischen den beiden Extremen liegt wird im Ergebniss der Nässe auch dazwischen liegen.
Also, meiner Meinung nach: Je schneller, desto weniger nass.
Gruß wiele

Schade, wiele, dass ich nur einen Daumen für Dich habe.... Gäbe Dir gern noch ein, zwei Zehen dazu.....

@Ulf: Übrigens fände ich die Fragestellung interessanter, wenn es um eine bestimmte im Regen verbrachte Zeit ginge, d.h. ohne dass man durch Laufen früher ankäme als durch Gehen. Also: nach, sagen wir, zehn Minuten, in beiden Fällen: regensicherer Unterschlupf, vorher Dauerregen.

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@soust

Danke für Deine Zehen, soust ;-)
Deine Frage nach der gleichen Zeit im Regen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten finde ich auch sehr interessant.
Dazu folgende Überlegung aus dem "Bauch":
Ich gehe wieder von idealen Voraussetzungen aus: Konstante Regenstärke, kein Wind, kein Spritzwasser vom Boden...
Dazu nehme ich den Körper im Regen mal als Quader an, also eine interessierende Fläche ist parallel und eine senkrecht zur Regenrichtung.
Dann müsste das, was auf die obere Fläche (senkrecht zur Regenrichtung) fällt, unabhängig von der Geschwindigkeit sein, denn überall ist die "Regentropfendichte" gleich groß.
Anders ist es bei der vorderen Fläche (parallel zur Regenrichtung): Die "sammelt" mehr Regentropfen auf, wenn sie schneller ist.
Also müsste bei gleicher Zeit gelten: Je langsamer, desto trockener. Oder umgekehrt: Je schneller, desto nasser.
Beim Rennen eines Menschen müsste man noch die Körperneigung beim Rennen berücksichtigen - dazu bin ich jetzt zu müde - gähn ;-)
Gruß wiele

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Gute Frage Ulf. Das müßte man mal wissenschaftlich untersuchen. Denn wenn man geht, verweilt man länger im Regen als wenn man läuft. D.h. die Zeit in der der Regen auf meinen Körper trifft ist ein Maß dafür wie nass ich werde. Wenn ich laufe habe ich zwar eine kürzere Verweilzeit im Regen, dafür aber eine höhere Geschwindigkeit rechtwinklig zum Regen. Dadurch erwische ich natürlich mehr Regentropfen als beim Laufen, da ich mit mehr Regentropfen kollidiere. Auch das ist ein Parameter der meine Nässe beeinflußt.

Ehrlich gesagt ich weiß keine Antwort. Man müßte es wie oben schon erwähnt untersuchen.

Wenn man läuft wird man weniger nass. Einfach Extremwerte untersuchen: 1. Du bleibst stehen. => Bekommst unendlich viele Tropfen ab. 2. Du rennst ganz schnell. => Bekommst nur die Tropfen ab, Tropfendichte pro Raum mal Körperquerschnitt.

Vermutlich gibt es eine optimale Geschwindigkeit abhängig von der Regenstärke, dem Einfallwinkel und dem Körperquerschnitt.

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So, ich habe es mal ausgerechnet. Der Körper der durch den Regen läuft wird durch einen oder mehrere Quader angenähert und der Regen soll senkrecht fallen. Dann gilt, dass die Regenmenge die beim Quader ankommt proportional zu L(h+d*w/v) ist, wobei L die zurückzulegende Strecke, h die Grösse, d die Tiefe (also Abstand Bauch, Rücken) und v die Geschwindigkeit der Person ist. w ist die Fallgeschwindigkeit des Regens.

Man sieht nun, dass wenn die Person stehen bleibt, die aufgenommene Regenmenge gegen unendlich geht (was ja klar ist, da es der Person ständig auf den Kopf regnet, sie aber dem Ziel nicht näher kommt). Auf der anderen Seite; lässt man v gegen unendlich gehen, geht der hintere Term gegen Null - also trägt nur noch die Regenmenge zur Gesamtregenmenge bei, die man von Vorne aufnimmt weil man in den Regen hinein läuft.

Man beeinflusst also mit der Geschwindigkeit die Regenmenge die von oben auf einem herab fällt - die Regenmenge die von vorne an den Körper trifft ist unabhängig von der Geschwindigkeit.

lg Wanja

Hallo Wanja.

Wenn Du v auf Null setzt, spielt die Regenmenge von vorne keine Rolle, daher ist Dein letzter Teilsatz per se nicht korrekt.

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@UlfDunkel

Man steht dann aber auch unendlich lange im Regen, da man nie zum Ziel kommt - die angegebene Formel funktioniert nicht für v=0 und der von dir genannte Fall macht auch nicht wirklich Sinn. Die von mir gemachten Aussagen sind also korrekt, wenn man die sinnlosen Fälle wie v=0 oder v < 0 weglässt.

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