Wer war schuld an Jesu Tod?

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19 Antworten

Ruth Lapides Leidenschaft. Aufklärung und Hintergrundwissen der Bibel !Ruth Lapide Geschichtswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Religionen !

Verbreitung des Christentums

Und Pontius Pilatus? Dessen Rolle hätten christliche Endredaktoren des Neuen Testaments verharmlost, um die Verbreitung des Christentums im Römischen Reich zu erleichtern. „Die heidnischen Römer haben doch gefragt: Warum sollen wir einen Mann anbeten, der von uns hingerichtet worden ist? Deswegen wurde Pilatus als Schwächling hingestellt, der dem Wunsch der Juden gefolgt sei, Jesus zu kreuzigen“.

„Die Römer sind schuld . An kaum einem anderen Ereignis sind so viele Mißverständnisse entstanden wie bei dem „angeblichen Prozeß“ Jesu. Es wird immer wieder behauptet, die Juden seien schuld an Jesu Tod, daran sind aber im wesentlichen die Römer schuld .“ Den jüdischen Repräsentanten, allen voran der kleinen Gruppe der Sadduzäer, sei Jesu Tod allenfalls gelegen gekommen, „mehr nicht“.

„Die Römer aber, und an ihrer Spitze der Prokurator Pontius Pilatus, haben Jesus im Blick gehabt, weil er ihnen gefährlich zu werden drohte“,. „Sie mußten ihn in Schach halten, weil er eine riesige Anhängerschaft unter den Juden hatte, Tausende von Menschen.“ Das zeige zum Beispiel die Geschichte von der Brotvermehrung, an der 5000 Männer und ihre Familien teilgenommen hätten, „also etwa 30.000 Menschen“.

Und Jesus sei von vielen seiner Zeitgenossen als Messias angesehen worden, als Retter. „Seine Botschaft vom Königreich Gottes wäre aber ohne eine reale Befreiung der Juden vom Joch der Römer unmöglich gewesen“. „Die Menschen mußten frei ,ja' zu dieser Botschaft vom Reich Gottes, zum Bund mit Gott, sagen können.“ Genau das machte Jesus den Römern suspekt, und deswegen mußte er sterben. „Jesus war ein Märtyrer“ „so wie es mehrere Märtyrer im Judentum gab.“

Dabei habe Pilatus sich für die theologischen Streitigkeiten jüdischer Gelehrter - und Jesus sei einer von diesen gewesen - nicht interessiert. Der Hohepriester hatte nach neutestamentlicher Überlieferung Jesus Gotteslästerung vorgeworfen. „Warum sollte die römische Weltmacht sich über so etwas den Kopf zerbrechen „Zudem ist in Jesu Reden, Tun und Lassen absolut keine Gotteslästerung im jüdischen Sinne festzustellen.“ Es könnte sein , daß einige der Freunde Jesu ihn zur Flucht nach Qumran im Süden des Landes bewegen wollten. „Dem aber hat sich Jesus widersetzt.“ Er war es doch , der gesagt habt „Niemand nimmt mir mein Leben, ich gebe es freiwillig dahin“, und mit den Worten „Ich bin es. Laßt diese da gehen“ hat er sich den römischen Truppen im Garten Gethsemane gestellt .

„Was hätte Judas überhaupt verraten sollen?“ Jesus von Nazareth war ein großer Lehrer. Er war im ganzen Land bekannt. Er kam zu allen Feiertagen nach Jerusalem. Jeder in der Stadt kannte ihn.“ Er hat Judas sogar als „Freund“ bezeichnet.

Jesus habt sich schließlich aus freien Stücken dem Tod überantwortet - als Märtyrer, der im Sinne des Propheten Jesaja stellvertretend für andere stirbt, . Neben ihm, könnten die beiden Jünger Jakobus und Johannes gekreuzigt worden sein. Warum? Weil nur entlaufene Sklaven oder Rebellen gegen das Römische Reich so hingerichtet worden sind, aber keine kleinen „Schächer“, wie es übersetzt wird. Und weil die Mutter der beiden Männer Jesus einmal gefragt habt, ob ihre beiden Söhne zur „Rechten und Linken in seiner Herrlichkeit sitzen“ dürfen. „Die vermeintlich hochmütige Frau wünschte für ihre Söhne damit keine herausgehobenen Posten im Jenseits, wie es gerne interpretiert wird, sondern erklärte sie bereit zum Martyrium.“ Der Ausdruck „Sitzen in Herrlichkeit“ verweise darauf, daß die Römer bei manchen Hinrichtungen einen Sitzpflock an den Kreuzen angebracht hätten. So sei der Sterbeprozeß um mehrere Tage verlängert worden, denn die Gekreuzigten seien viel langsamer erstickt als sonst.

„Ist die Welt etwa erlöst“ Der„Auferweckungsglauben war im Judentum spätestens seit dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert etabliert.“ . „Jesus hat Wunder getan wie vor ihm auch die Propheten Mose, Elia und Elischa. Und auch nach seinem Tod erschien er zuerst nur den Juden. . „Jesus-Gemeinde“ nennt mancher diese jüdische Gruppierung in Jerusalem; auch sie sei bei der Niederschlagung eines jüdischen Aufstands im Jahre 70 nach Christus von den Römern vernichtet worden. Antiochia die erste christliche Gemeinde erwähnt. Anders als für diese Gemeinde und die Christen .ist denn Jesus wirklich der Messias, der von Gott gesandte Retter. „Schauen Wir uns die Welt doch an. Ist sie etwa erlöst?“ . Dieser theologische Dissens wird bleiben. „Es gibt aber keine näher miteinander verwandten Religionen als Judentum und Christentum. Der Heiland der Christen blieb zeitlebens Angehöriger des Judentums“,

Gott braucht kein Menschenopfer um den Himmel aufzutun, Das ist seid Abraham und Isaak bekannt, wenn man die Schriften verstanden hat.

Da gibt es eigentlich 4 Hauptpersonen:

  1. Judas: Er machte es möglich, dass die Tempelpolizei Jesus festnehmen konnte und Jesus anschließend an die Römer auslieferte.
  2. Pontius Pilatus: Er verurteilte Jeus nach langem hin und her zum Tode, obwohl er es eigentlich nicht wollte.
  3. Hohepriester: Diese forderten, dass Jesus gekreuzigt wird, weil sich dieser als Sohn Gottes ausgibt.
  4. Jesus selber: Er verteidigte sich nicht, und gab den Anklägern in einigen Punkten auch noch Recht. 

Jesus wurde als politischer Aufrührer verurteilt, somit war Jesus als Terrorist (wie man heute sagen würde) selbst schuld.

Verstoßen hatte er gegen römisches Recht, das zu seiner Zeit in Judäa Gültigkeit hatte.

Wo kommt nun der Vorwurf her, es wären "die Juden" und nicht "die Römer" gewesen? Nun, das lag daran, dass die sich formierende junge christliche Glaubensgemeinschaft sich bei den Machthabern, also den Römern, einschleimen wollte. So erfanden sie das Märchen vom römischen Statthalter, der nichts gegen Jesus habe und die Mär vom jüdischen Volk, das laut die Hinrichtung Jesu forderte. Das war aber wie gesagt nichts weiter als eine Verdrehung von Tatsachen, um sich bei den Herrschenden, den Römern, einzuschmeicheln. Und es begründete den grundsätzlichen Antisemitismus des Christentums mit all seinen schrecklichen Auswüchsen.

Der Überlieferung nach, und rational gesehen, die Hebräer.

Die Hebräer hatten eine begrenzte Gerichtsbarkeit. Dürften nur bestimmte Vergehen unter sich verhandeln. Todesurteile gehörten nicht dazu. Das dürften nur "die Römer". Üblich im römischen Reich.

Unter sich, beschuldigten die Hohepriester Ihn der Blasphemie. Brachten Ihn dann zum Statthalter, wo sie eine nützliche Anklage formulierten: Er würde sich als König bezeichnen. Er hätte zum Boykott der Steuerzahlungen aufgerufen ... Zusammenfassend: Er wäre eine Gefahr für die römische Macht. Der Vorwurf der Blasphemie wäre kein Fall für den Statthalter gewesen. Die Römer wendeten die Religionsfreiheit an.

Danach, hatten sie immer noch die Möglichkeit, sich gegen Barabbas zu entscheiden.

Demnach, war schon eine gewisse Absicht vorhanden.

Immer noch der Überlieferung nach, war das die Erfüllung der Prophezeiungen. Anders gesagt: Es musste so kommen.

"Wer war schuld an Jesu Tod?"

Ich zum Beispiel.

Im Gruppenzwang hätte ich doch nicht etwa aufbegehrt und wäre mutig gegen den Strom geschwommen.

Gemäss der Bibel: Gott selbst. Er brauchte das Sühneopfer seines Sohnes, um den Menschen verzeihen zu können. Er inspirierte die Propheten des AT zu Vorhersagen dieses Opfertodes, und diese Vorhersagen mussten dann erfüllt werden. Im NT wird immer wieder darauf hingewiesen "dieses muss geschehen, damit die Schrift erfüllt wird". Auch Jesus sagte, dass sein Tod der Wille seines Vaters sei (Vater, lass diesen Kelch an mir vorübergehen, aber nicht mein, sondern dein Wille geschehe).

Wie gesagt, das ist die Version der Bibel. Andere Quellen gibt es nicht (Prozessakten oder so), daher weiss niemand, was wirklich geschah.

RonnyFunk 10.05.2016, 20:10

Liebe Zicke, wenn Gott seinen eigenen Prinzipien treu ist und nicht einfach mal fünfe gerade sein lässt und etwas tut, was ihm extrem schwer gefallen ist, aus Liebe auch zu Dir, dann solltest Du nicht Gott anklagen.

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Zicke52 10.05.2016, 20:50
@RonnyFunk

Nein danke, so möchte ich nicht geliebt werden. Liebe braucht kein Menschenopfer, um zu verzeihen.

Ausserdem habe ich Gott nicht angeklagt, sondern nur erklärt, dass gemäss Bibel er es war, der Jesu Tod beschlossen hatte. Das wollte der FS doch wissen.

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Aus Sicht eines Historkers:

Als Verantwortliche können aufgrund der Hinrichtungsmethode nur die Römer in Frage kommen. Jesus wurde gekreuzigt, was die Strafe der Römer für Aufsässige war. Ein anderes berühmtes Beispiel sind die Überlebenden des Spartacus-Aufstandes, die als aufsässige Sklaven ebenfalls von ihrem Besieger Crassus entlang der Via Appia gekreuzigt wurden. Jesus muss also von der römischen Obrigkeit verurteilt worden sein, und nicht von den Juden, wie es in der Bibel steht.

Hätten die Juden, oder besser gesagt die Pharisäer einen Prozess über Jesus wegen Gotteslästerei oder anderen Vergehen gefordert, so hätten sie die Erlaubnis sicher ohne weiteres von ihrem römischen Statthalter erhalten können, ihn selbst abzuhalten. Aufgrund der aufgeheizten Lage in Jerusalem wäre es aber sehr unklug von Pilatus gewesen, Jesus stattdessen einfach vorzuführen, zu geißeln und ihn dann selbst hinzurichten, da sich Pilatus sonst in die Gerichtsbarkeit der Juden in anmaßender Weise  eingemischt hätte. Die Juden hätten nach so einem Prozess Jesus nicht gekreuzigt, sondern wahrscheinlich gesteinigt.

Jesus muss also der römischen Obrigkeit ein Dorn im Auge gewesen sein, die Geschichte in den Evangelien hat ansonsten wenig Plausibilität. Er war also mit Sicherheit ein Aufrührer und wurde wegen seiner Haltung zu Rom und seinem Kaiser exekutiert - Die Römer waren also nicht die Unschuldslämmer. Warum sie als solche in den Evangelien dargestellt werden, und dort nun die Juden die Bösewichter sind, liegt auf der Hand: Nur den vier Evangelien, welche die Kreuzigung besonders "römerfreundlich" darstellten, erlaubte Kaiser Konstantin beinahe dreihundert Jahre später auf dem Konzil von Nicaea die Aufnahme in die Bibel, alle anderen Evangelien (es gab insgesamt mehr als achtzig!) wurden entkanonisiert.

Auch der Lanzenstich kann aus historischer Sicht nicht nachvollzogen werden: Um zu überprüfen, ob Jesus tatsächlich tot war, hätte man ihm nicht mit einem Speer in die Seite gestochen, sondern ihm die Beine gebrochen - Das Körpergewicht, dass nun die ausgestreckten Arme allein hätten tragen müssen, wäre so groß gewesen, dass die Atemmuskulatur nicht mehr funktioniert hätte - Jesus wäre also schnell erstickt. Diese Vorgehensweise wird als Gnadenakt bei Kreuzigungen in vielen anderen Quellen beschrieben - von Lanzenstichen liest man dort aber nichts.

Aus Sicht eines Theologen:

Einen "Schuldigen" auszumachen ist gar nicht notwendig, weil die Kreuzigung als Opfertod von Anfang an zu Gottes Plan gehört hat: Gott ist selbst Fleisch geworden, hat gelebt wie ein Mensch und uns dadurch seinen Wunsch bewiesen, uns nahezukommen. Um uns mit ihm zu versöhnen und uns seine unbegrenzte Liebe zu zeigen, ließ er sich sogar auf grausamste Weise foltern und töten und vergab uns Menschen diese Tat sogar noch am Kreuz. Christen glauben daran, dass nach diesem ultimativen Opfer der Weg zu Gott für jeden, der seine Sünden aufrichtig bereut, frei sei - er muss dafür weder Geld bezahlen noch irgendein anderes Opfer darbringen, es geht auch so, allein durch den Glauben und das aufrichtige bereuen. Gott ist also selbst Schuld, dass er für uns gestorben ist - er hat es schließlich so gewollt.

Noch ein Satz zu meiner persönlichen Meinung: Es ist wichtig, die Botschaft der Evangelien zu verstehen, nicht sie auf ihre historische Plausibilität zu prüfen. Natürlich ist die Geschichte von Jesus am Kreuz niemals so passiert, wie es in der Bibel steht. Man kann aber trozdem an die Botschaft von Liebe und bedeingungslose Erlösung glauben. Dieser Gedanke war damals nämlich revolutionär!

Es war in erster Linie der Satan (und seine verführten Engel), der von Anfang an nichts anderes im Sinn hatte.

Er hatte natürlich seine Helfershelfer. Und das war nicht nur ein Mensch, sondern eine Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Interessen, die sich gegen ihn gestellt hatten.

Alle Beteiligten an dem Mord waren schuldig. Und auch heute werden Menschen an Jesus noch  schuldig. Das steht in 1. Korinther 11,27 Wer nun unwürdig von dem Brot (des Abendmahls) isst oder aus dem Kelch trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn.

Das gilt natürlich auch für diejenigen, die nicht am Abendmahl teilnehmen und ihrem Wesen nach gottlos sind. Jeder, der sündigt, und nicht Vergebung sucht, ist schuldig am Tod Jesu.

Die praktische Ausführung des Mordes ist dabei gar so sehr von Bedeutung. Wer Jesus ablehnt und seinen Namen verlästert, der ist ebenso sein Mörder, weil er die gleiche Denkungsweise wie die ausführenden Mörder hat. Deshalb sind viele schuldig, obwohl sie das nach gesetzlichen Verständnis ablehnen würden.

Keine spezielle Gruppe, sondern die ganze Menschheit. Ich, du, wir alle, jedenfalls aus biblischer Sicht.

Jesus hat freiwillig den 'Himmel' verlassen, und wurde freiwillig Mensch, sodass er freiwillig für die Sünden von uns allen sterben konnte.

Um uns zu retten und uns den Weg zu Gott frei zu machen.

ColaCola 03.05.2016, 15:44

aber welche Gruppen beteiligt an seinem Tod ? und was haben sie dazu beigetragen

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Natürlich hätten sich die jüdischen Führer auf die Seite von Jesus stellen und ihn als den von den Propheten des Alten Testaments verheißenen Messias annehmen können. Stattdessen ließen sie ihn verhaften und lieferten ihn den Römern aus.

Natürlich hätten die Römer darauf verzichten können, einen völlig unschuldigen zu kreuzigen. Der römische Stadthalter Pontius Pilatus fragte, was Wahrheit und wusch seine Hände, um Unschuld zu demonstrieren.

Aber eigentlich sind wir alle am Tod von Jesus schuld. Der Grund dafür ist, dass Jesus in die Welt kam, um am Kreuz zur Vergebung unserer Sünden zu sterben. 

Alle Menschen sind Sünder und werden vor Gott in Worten, Taten und Gedanken schuldig. Da Gott rein, heilig und gerecht ist, kann er Sünde nicht tolerieren. Deshalb müssten eigentlich alle Menschen in die Hölle kommen, da niemand ein völlig sündloses Leben geführt hat.

Doch Gott hat uns einen Rettungsanker ausgeworfen. Er ist selbst in Jesus Mensch geworden, hat Versuchungen erlebt und hat als einziger jemals ein völlig sündloses Leben geführt. Deshalb konnte er am Kreuz als reines und makelloses Opfer zur Vergebung unserer Sünden sterben. Wenn wir dieses Opfer für uns in Anspruch nehmen, bekommen wir die Vergebung unserer Sünden und können reingewaschen und geheiligt vor Gott stehen. Nach der Bibel gibt es nur diesen einen Weg.

Römer 6,23: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn."

1. Johannes 2,2: "Und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt."

1. Johannes 4,10: "Darin besteht die Liebe - nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden."

Johannes 3,16: "So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat."

In den Evangelien wird ein sehr schlechtes Bild der damaligen jüdischen Oberschicht, besonders der religiösen Gruppen der Pharisäer und der Sadduzäer (denen die meisten Priester angehörten) gezeichnet. Dazu kamen dann noch die politischen Parteigänger des Herodes. Sie alle verurteilte Jesus Christus mit sehr deutlichen und auch scharfen Worten. Siehe z.B. Matthäus, Kapitel 23.

Zusätzlich war der damalige Hohepriester Kaiphas wohl einer der schärfsten Gegner Jesu (gemeinsam mit seinem Schwiegervater Annas, der ebenfalls die Stellung des Hohenpriesters innehatte, bevor er von den Römern abgesetzt wurde). Sie bezogen einen Großteil ihres Reichtums aus den Geschäften, die im Tempelbereich betrieben wurden. Als Jesus die Geschäftemacher aus dem Tempel vertrieb, bedeutete das eine herbe finanzielle Einbuße und bewirkte die entsprechende Reaktion. Siehe dazu Markus, Kapitel 11, Verse 15-18.

Auch wenn der römische Statthalter kein Rückgrat bewies und er Jesus -- obwohl er von seiner Unschuld überzeugt war und ihn freilassen wollte -- schließlich doch hinrichten ließ, sagte Jesus, gemäß dem Johannesevangelium, Kapitel 19, Vers 11 zu ihm: "Jesus antwortete ihm: „Du hättest gar keine Gewalt über mich, wenn sie dir nicht von oben her gewährt worden wäre. Deshalb hat der, welcher mich dir ausgeliefert hat, größere Sünde.“ Damit meinte er seinen Verräter Judas Iskariot und die Oberpriester. Er wusste, dass Pilatus nur ihr Werkzeug geworden war.

Wer aber eigentlich hinter dem Mord an Jesus steckte, das hat Jesus Chrisus schon vor seiner Gefangennahme und Hinrichtung aufgedeckt, indem er deutlich sagte, wer wirklich hinter den Oberpriestern und Pharisäern steckte. In Johannes, Kapitel 8, Vers 44 steht: "Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest ...".

Die Juden. zumindest die Pharisäer weil die Angst hatten dass mehr Leute Jesus Glauben folgen würden als ihrem der sagte dass man ohne Reichtümer viel näher bei Gott wäre. Die Pharisäer waren aber sehr reich. Also sagten sie den Römern dass er einr Verräter gegen Rom war. Und die richteten ihn hin. Ich denke mir dass es war wie heute. Die Reichen wollen ihre Macht nicht verlieren bestechen die Behörden und unterdrücken jeden Widerstand der etwas gegen ihren Reichtum hat.

Eigentlich du und ich..Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Und er hat es getan, weil er dich so sehr liebt und dich retten will. Jetzt muss jeder ganz persönlich dieses Geschenk annehmen..

Wir alle haben "seinen Tod" gebraucht (Röm.3,23), damit wir nicht für ewig sterben müssen und in Gottes Reich weiter leben können (Röm.6,23; Offb.22,14).

Die damaligen "Juden" und ihre "Anführer", gesteuert vom "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) haben Jesu Tod gefordert (Joh.19,15; Mk.15,13).

Alle beteiligten Interessengruppen teilen sich die Schuld. Jede von ihnen hatte einen Grund dafür bzw. ein Interesse, dem sie nachgegeben hat. Der Rest steht in den Evangelien. q.

ColaCola 03.05.2016, 15:44

kannst du mir diese Gründe und Gruppen nennen?

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quopiam 03.05.2016, 15:44
@ColaCola

Lies die BIBEL, die paar Texte wirst Du ja noch abarbeiten können. Wir machen hier keine Hausaufgaben für andere.

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ColaCola 03.05.2016, 15:58
@quopiam

Habe ich gesagt das das eine Hausaufgabe ist? Nicht jede Frage die aus der Schule sein könnte, ist automatisch aus der Schule. Ich darf doch wohl noch eine Frage stellen dürfen, glücklicherweise hat dort oben jemand geantwortet der nicht so stark gereizt ist wie du und mir alles schön aufgeschlüsselt hat.

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quopiam 03.05.2016, 16:02
@ColaCola

Ja, manche geben gern der Faulheit nach. Es sind ein paar Zeilen und der Einsatz von ein BISSCHEN Verstand. Wenn Du das nicht machen willst, warum beschäftigst Du Dich mit dem Thema überhaupt anstatt zu sagen "hab ich keine Lust drauf" und fertig? Wir sitzen hier nicht und beantworten Fragen, um die Trägheit der Leute zu bedienen, sondern um denen weiterzuhelfen, die es wirklich nötig haben.

Wenn Du eine Rüge nicht abkannst, bin nicht ich gereizt, das überleg mal gut.

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in den augen der pharisäer war jesus ein schwerverbrecher, der es sich anmaßte, gottes sohn zu sein

Joh 8,52-59
52 Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du einen bösen Geist hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sprichst: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht schmecken in Ewigkeit.
53 Bist du mehr als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?
54 Jesus antwortete: Wenn ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehrt, von dem ihr sagt: [a ] Er ist unser Gott;
a) Jes 63,16
55 und [a ] ihr kennt ihn nicht; ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagen wollte: Ich kenne ihn nicht, so würde ich ein Lügner, wie ihr seid. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort.
a) Kap 7,28-29
56 Abraham, euer Vater, wurde froh, daß er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.
57 Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen?
58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: [a ] Ehe Abraham wurde, bin ich.
a) Kap 1,1-2
59 Da [a ] hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus.
a) Kap 10,31

Sein Vater = Gott.

Denn Gott sandte seinen Sohn um für alle Sünder der Welt auf dem Kreuz zu sterben.

RonnyFunk 10.05.2016, 20:08

Aha, aber Jesus hätte doch nein sagen können...

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Chaoist 10.05.2016, 21:05
@RonnyFunk

Nein sagen? Wozu? zum Tod auf dem Kreuz?

Damit hätte sich Jesus gegen seinen Vater versündigt, und der ist ja nun nicht grade irgendwer. Das muss man sich mal vorstellen. Alles was bis dahin geschah ( geschehen sein soll ) wäre mit einem Schlag zunichte gemacht. Die Menschheit wäre auf alle Zeit verdammt.

Jesus wusste, dass er verraten wird. Verkauft für eine Hand voll Wüsten-Dollar. Er wusste, dass er es mit dem Kreuz zu tun haben wird. Das war von Anfang an der Plan.

Im Gegensatz zu den Menschen, wusste er sogar was nach dem Tod kommt. Er musste sich also nicht mal davor fürchten. Unter diesen Umständen ist es ja fast schon leicht den Märtyrer zu mimen.

Was wäre die Alternative gewesen? Wie der Sündenbock in die Wüste rennen? Das haben die Juden vor ihm schon gemacht. Und wenn das etwas genutzt hätte, hätte sich Maria den Stress mit Joseph auch ersparen können. Der war vielleicht sauer als er erfuhr, dass seine Frau schwanger ist, obwohl er selbst seit Jahren nicht dran durfte :D

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So wie ich es verstanden habe Gott selber. Er wollte ja das Jesus am Kreuz für unsere Sünden starb. 

Ich gehe zum Konfirmation Unterricht und davon weiß ich,dass er von römischen Soldaten verhaftet und von Pontius Pilatus verurteilt wurde wegen Gotteslästerung

christi12345 03.05.2016, 15:44

Pontius Pilatus wollte das aber gar nicht.

Die jüdischen Hohepriester sind schuld

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