Wer verdient an Büchern, wenn der Autor tot ist?

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7 Antworten

Wenn der Autor stirbt, haben seine Erben die Rechte an seinen Werken und natürlich auch diejenigen, die die Rechte von ihm zu seinen Lebzeiten erworben haben. Gibt es keine Erben (es existiert also kein Testament und es gibt auch keine gesetzlichen Erben), erbt der Staat, der dann auch in einem solchen Fall die Rechte an den Werken hat. Am 70. Todestag des Autors erlischen alle Rechte an seinen Werken und seine Werke sind dann für jedermann frei verfügbar. Im übrigen ist das nicht nur bei Autoren so, sondern auch bei allen anderen Urhebern (Komponisten, Malern usw.)

vielen dank :)

also meinst du das so, dass deshalb andere autoren orks in ihren büchern "verwenden" können seit tolkien länger als 70 tage tot is?

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@xXMarc97Xx

@Mike6969: Beste Antwort! Schön ausformuliert auch das mit den 70 Jahren.

@xXMarc97Xx: Nein, Tolkien hat 1973 das Zeitliche gesegnet - das mit den 70 Jahren dauert also noch ein wenig bei ihm.

Die figur der Orks existiert übrigens schon um einiges länger und wurde nicht von Tolkien erfunden. Ist daher kein Problem diese auch in anderen büchern zu verwenden.

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@KittyWu

achso! ich hab das flasch verstanden xD schon klar 70 jahre ich dachte 70 tage ...

wer hat denn die Orks erfunden :O ich dacht immer tolkien ...

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@xXMarc97Xx

Mit 70. Todestag meine ich natürlich den Tag, an dem der Autor seit genau 70 Jahren verstorben ist. An diesem Tag erlischen alle Rechte an seinen Werken. Das bedeutet allerdings nicht, dass man dann einfach den Text kopieren und das als sein eigenes Werk deklarieren kann. Man muss dann schon angeben, wer das ursprünglich geschrieben hat, braucht aber eben nichts mehr an irgendwelche Rechteinhaber zahlen.

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@KittyWu

Ganz gleich, wer die Oks "erfunden" hat und wann - ich könnte sie auch verwenden, wenn sie gestern erst erdacht worden wären. Ideen sind nicht geschützt. Ich müsste nur eben eigene Texte um die Orks schreiben, und schon wär alles gut.

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@Mike6969

Das mit den 70 Jahren gilt nicht in allen Staaten. In manchen liegt die Grenze auch bei 100.

Tolkien entlehnte seine Geschöpfe verschiedenen Sagenwelten. Orks sind ganz grob der Römischen Mythologie zuzurechnen.

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eigentlich ist alles schon ganz gut gesagt. Ich will nur noch ergänzen um es zu präzisieren: Denn es geht dabei immer um zweierlei Dinge:

  1. Das Urheberrecht an einem Werk. Das ist und bleibt mit der Person des Urhebers (in diesem Fall dem Autor/in) verbunden. Das kann er/sie auch selbst nicht weggeben. Das ist das Recht, wie schon richtig beschrieben, dass bis 70 Jahre nach seinem Tode bei ihm (bzw. seinen Erben) bleibt. Aber Achtung: Am Tag nach dem 70sten Todestag, darf man das Werk immer noch nicht kostenlos nachdrucken, denn das Urheberrecht erlischt erst nach dem Jahr in dem der 70ste Todestag war. Wenn also der 70ste Todestag im Mai ist, ist das Werk frühestens im Januar des folgenden Jahres frei!

  2. Das Nutzungsrecht. Das ist das, was der Autor (per Vertrag) an einen Verlag gibt und dafür Honorar bekommt. Wenn der Vertrag das nicht anders regelt, bleiben die Nutzungsrechte bei dem Verlag und die Erben bekommen die Honorare ausbezahlt, wenn der Autor verstorben ist. D.h. die Erben können das Werk des Verstorbenen auch wieder neu an andere Verlage oder z.B. Filmproduktionen verkaufen und sind dabei auch frei in der Vertragsgestaltung oder Honorarforderung.

den größten teil bekommt natürlich der verlag, aber soweit ich weis bekommen noch nachkommen 1. linie sprich sohn/tochter des autors auch noch etwas bin mir aber nicht genau sicher

Wenn die Rechte noch beim Autor liegen dann gehen diese zu den direkten Nachkommen über. sofern es im testament nicht anders festgelegt wurde.

Es ist möglich das die Erben die zukünftigen Tantiemen erben. Wenn der Autor zu lange tot ist (ca. 80 Jahre) gehen die Erben leer aus.

Ich würde auf den Verlag tippen da der ja die Rechte hat die Bücher zu publizieren.

Welcher Verlag? Und was für ein Recht soll das sein Bücher zu publizieren?

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Die Erben die im Testament stehen. Sie können auch die Verbreitung des buches stoppen.

Und warum sollten sie das tun? Auch sie dürfen keine bestehende Verträge brechen.

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