Welche Pflanze ist stärker als Ackerwinde?!

14 Antworten

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Giersch, Ackerwinde, Minze, Quecke... das sind alles die typischen Lehmbodenkräuter.

Meiner Erfahrung nach hilft da nur, erst mal so tief wie möglich den Boden zerkrümeln und alle -auch kleinste- Wurzelreste rausmachen und dann jeden neuen Trieb sofort möglichst tief rausreissen (mithilfe eines Pflanzschäufelchens)- sonst hilft nix!
Und wenn die Triebe aus angrenzendem Boden kommen (Rasen, Nachbar...) hilft gar nix, ausser sie immer wieder in die Schranken zu weisen! Die Wurzeln kann man auch mit kochendem Wasser übergießen oder beim nächsten Grillen in die nicht mehr gebrauchte Glut werfen. Trocknen nützt nichts, die sind unglaublich zäh! Verwelken, aber gehen nicht ein!
Meditative Bodenpflege anstatt ooohm und Giersch als Salat oder Gemüse, wers mag. Aber immer noch besser als die Brombeeren("Disteln und Dornen"...), die sich bei mir jetzt immer wieder einnisten!

Brennesseln kann man ja abschneiden oder rausreissen (soll gut gegen Rheuma sein (vllt hab ich deshalb keins, weiß nicht ;)

Brombeeren und Quecke hab' ich auch (...zu Hauf :) Und ja: Lehmboden...^^

Das mit dem Boden zerkrümeln ist deswegen schwer, weil eine alte Eibe dort wächst und deren Wurzeln reicht weitgreifend sind...

...Bin kurz davor, hier einfach mal den Flammenwerfer drauf zu halten...!

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@Beutelkind

dann doch lieber Chemie, aber unter fachgerechter Anleitung, sonst bringts auch nichts.
"Flammenwerfer": es gibt sogar ("Abflamm"-)Geräte dafür, aber die bringen auch nur das schon ausgetriebene Grünzeug weg!

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@Iamiam

Da fällt mir noch ein: schwarze Folie um die Rosen möglichst dicht rum, mit Rindenschrot beschweren, Die kleinen Löcher um die Rosen rum sind allerdings immer noch neuralgische Punkte, aber doch beherrschbarer als die große Fläche!

(muss ich selber gleich mal ausprobieren, hab das mal im Garten eines Bekannten gesehen, und er schien recht zufrieden damit zu sein.
Warum fällt mir das erst jetzt wieder ein???)
Gegen Brombeeren hab ich übrigens stachellose Var. gepflanzt, Methode "Gegenfeuer"

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@Iamiam

Was ist denn "stachellose Var."?! aufdemschlauchsteh'

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@Machtnix53

Genau, stachellose Sorte. Hab ich vor vielen Jahren mal an Land gezogen und seither immer wieder problemlos vermehrt, über mehrere Gartenwechsel hinweg. Wird etwas später reif, schmeckt dann aber recht gut.
Ich mach das aus folgendem Grund: undurchwurzelter Boden ist eine Einladung an Pflanzen aller Art. Wenn dann dort ein noch dazu ganz nah verwandtes Gewächs wurzelt, entbrennt die Konkurrenz um den Bodenraum.
Kontrollieren muss man es allerdings schon, manchmal würden die stacheligen den Durchbruch schaffen, wenn man sie nicht auch ein wenig bekämpft. Aber lang nicht so dramatisch wie sonst!
Zum Hauptthema fällt mir noch ein (wenn das mit der schwarzen Folie irgendwie nicht ginge): nur Pflanzen, die im Winter abfrieren und früh im Frühjahr dicht wachsen.
Ich könnte mir Spinat abwechselnd mit Buschbohnen vorstellen, deren Kultur muss ja mehrmals im Jahr neu angelegt werden, dabei zwangsläufig Ent-Unkrautung (es sei denn, Du hängst an den Rosen). Phacelia wächst zu schwach, das mit der Bienennahrung soll auch ein Gerücht sein: angeblich locken Phacelias Bienen nur an, haben aber kaum Nektar.
Gerühmt werden Kartoffeln, aber nur deshalb, weil man zur Ernte den Boden tief aufgraben muss (und als Kleingärtner dabei sowieso säubert).
Beinwell wächst schneller -Blätter auch äusserst schnell nach- und ich kann mich nicht erinnern, in einer Beinwell-Reihe jemals eine Winde gehabt zu haben, kann aber auch an ganz Anderem liegen.

Noch ein ganz anderer Ansatz: Lehmiger Boden reisst beim Austrocknen. Ich erhielt mal den Rat, die Risse mit Sand zu füllen, das macht den Boden insgesamt lockerer, Regenwürmer sorgen im Lauf der Zeit für Durchmischung (umgraben erst recht). Vllt kriegst du dadurch deinen Boden pflegeleichter?

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@Iamiam

Der Boden als Solcher ist oberflächig eher locker, aber tiefer durchsetzt mit Lehmbrocken und den Wurzeln einer alten Eibe, die das Graben schwierig machen. ...Und mit größeren Steinen, die ich vor Jahren als Gartenneuling habe ausbringen lassen soifz...

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@Beutelkind

Wer viele Ideen hat, macht auch viele Fehler!
Was ich noch zur Unkrautunterdrückung gesehen hab (so langsam kommen div. Erinnerungen wieder), ist Kapuzinerkresse: ist heuer wahrscheinlich schon zu spät, aber man kann sie früh vorziehen, zeitig auspflanzen (abdecken bei Spätfrösten, aber wächst auch an kalten Tagen ganz manierlich, hält den Boden feucht, ist essbar und am Salat dekorativ, auch in kleinen Vasen (hält aber nicht lang).

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@Iamiam

Die hab' ich heute gekauft! :) :) :) Das ist hier bei mir noch nicht zu spät, das wird sicher noch 'was!

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@Beutelkind

Erst mal danke für den Stern, bei so vielen qualifizierten Antworten ist dir die Wahl sicher nicht leicht gefallen!
Noch eine Korrektur: normalerweise wächst Phacelia angeblich schon dicht genug, warum das bei mir nicht so war, weiß ich nicht.
Ich schaffe derzeit mit meiner Methode zerkrümeln des Bodens so ca 30cm (auf 3 m Breite) pro Arbeitstag, das macht bei 1 Arbeitstag/Woche ... seufz!
Die schon bearbeitete Fläche muss ja auch weitergepflegt werden.
Aber immerhin es gibt Fortschritte, in 2 Jahren werd ich durch sein, wenn mir nicht noch was besseres einfällt
(noch wirkt die schwarze Folie nicht, aber das Grünzeug wird schon zum Bleichzeug)

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@Iamiam

Stimmt, die Sternenvergabe war nicht einfach! Aber Du hast so viele gute Kommentare geschrieben und Anregungen geliefert!

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Früher dachte ich immer Brennessel wär so eine Pflanze, wo nichts anderes mehr durchkommt. Bis ich die Ackerwinde kennen gelernt habe ...

Na ja, auf der Fläche, wo diese Kämpfe stattfanden, wächst jetzt Gras drüber, das regelmäßig gemäht wird. Ich glaube, da hilft nur eins: immer wieder abschneiden. Bei 3 qm ist das ja noch überschaubar. Die Schwerarbeit mit den Wurzeln kannst du dir sparen. Ohne Blätter und Licht sind die Energien in den Wurzeln bei jeder Pflanze irgendwann am Ende.

Die Brenn­nes­sel kann ich ja gut gebrauchen, die verjauche ich und dünge meine Pflanzen damit. Aber wenn um so eine Brenn­nes­sel eine Winde sich rankt, treiben die Reste noch in der Jauche aus...^^

...Sollte mensch sich vielleicht ein Beispiel daran nehmen! grinsundgrüß :)

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@Beutelkind

Es geht mir nicht um die Nützlichkeit von Pflanzen,ich nutze auch Brennesseljauche. Sondern um die Beobachtung, das so manches, was stark und vital erscheint, dann doch wieder untergeht. Gerade an verwilderten Flächen hab ich gesehen, dass über die Jahre immer wieder andere Pflanzen dominant sind und dann aber auch wieder zurückgehen. Wenn Ackerwinde wirklich unbesiegbar wäre, müssten ja alle Flächen voll davon sein.

Wenn eine Pflanze alle anderen Pflanzen überwuchert, bedeutet das, dass es speziell für sie gerade optimale Umgebungsbedingen gibt. Der Boden, die Witterung oder auch Faktoren, von denen wir noch garnichts ahnen. Schon Laotse hat erkannt:

"Wahrlich, die Wesen: Manch einer mindert sie - sie werden mehr; Manch einer mehrt sie - doch sie mindern sich." (Tao-te-king Kap 42)

Ich hab mal eine Theorie gelesen, dass gerade die Pflanzen sich am üppigsten ausbreiten, die der Boden braucht. Die zB die Fähigkeit haben, bestimmte Mineralien zu erschließen und damit auch für andere zugänglich machen. Sind diese dann zugänglich, wird der Wettbewerbsvorteil geringer und der Anteil dieser Pflanze geht zurück. Daraus folgt der praktische Tip, das Material der unerwünschten Pflanzen nicht in die Mülltonne zu geben, sondern zu verbrennen und die Asche auf den Flächen auszustreuen, wo man sie nicht haben will. Da nicht jeder eine Pflanzenverbrennungsanlage hat, würde ich sie trocknen und zerbröseln, der Effekt müsste derselbe sein.

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@Machtnix53

Die Theorie hab' ich auch gelesen und ausprobiert... Sogar bei abnehmendem Mond hab' ich schon Ackerwinde gejätet...^^ Immer auf diesem kleinen Stück. Und immer ohne Erfolg... Die Wurzeln, verbrannt, die Asche ausgestreut, Folie ausgelegt, gezupft und geschnitten, nix hilft! Dann habe ich vor ca. zwei Jahren gar nichts mehr gemacht, außer mähen...^^ Was in besagtem Beet nicht ging (ehemaliges Rosenbeet...^^) Und jetzt hat sie die Clematis und die Terrasse zugewuchert, was die Feuchtigkeit schön konserviert.... Woraufhin mir die Terrassenbalken zu faulen begonnen haben...^^

Nach diesen Erfahrungen such' ich eine ähnlich vitale Pflanze, der dieser Standort zusagt... :)

Vielleicht ist das mit der Brennnessel gar keine schlechte Idee...

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@Beutelkind

Lass das mit der Brennessel, Du vermehrst nur die Zahl der Probleme!
Wen die Rosen eh hinüber sind, dann höchstens was dicht-Wachsendes, das zumacht, zB Raps auf eine soeben gesäuberte Fläche, Hab mir das aber selber nur von Bauern(-gärtnern) empfehlen lassen, noch keine eigene Erfahrung. Weiß nur, dass es auf Bio-Feldern großflächig anscheinend wirkt.

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@Iamiam

Raps?! Das ist doch auch wieder eine Rankhilfe! Die Brennnesel kann ich wenigstens verjauchen... Und der Raps ist hier jetzt grade durch... Ich schau' auf die Fläche den ganzen Sommer... :( Vielleicht Phacelia? Oder Pfefferminze?!

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@Beutelkind

Die Brennessel (zumindest die grosse) ist für die Winde nur eine willkommene Rankhilfe, ein Opfer, kein Gegner. Sie "wartet" mit ihrem Auftriit sogar, damit sie eine bestimmte Größe erreicht haben. Die Ackerwinde zur Bekämpfung der Brennessel einzusetzen, wäre eher erfolgreich ;-)

Ohne Frage ist die Brennnessel auch sehr vital, aber es gibt keine allgemeingültige Rangliste unter den Pflanzen. Es ist eher wie bei dem Spiel "Schere, Stein, Papier", das jede Gegner hat, gegen die sie gewinnt, aber auch welche, wo sie den kürzeren zieht.

Ich tippe eher auf niedrige Gräser, die die Winde allmählich wieder verdrängen. Jedenfalls kenne ich einige wilde Flächen, die mal von der Ackerwinde überwuchert waren, wo jetzt Gras wächst, sogar ohne irgendwelche Eingriffe.

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@Machtnix53

Leider läßt sich die Fläche nicht gut mähen, der Boden ist uneben und von Steinen umgeben/durchsetzt... (ehemaliger Steingarten...^^).

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@Machtnix53

Schere-Stein-Papier: ein sehr gelungener Vergleich!
verständnismäßig aber eher so: jede Pflanze verändert den Boden irgendwie: entweder werden Nährstoffe entzogen oder Substanzen ausgeschieden.
Der scharfe Hahnenfuss macht sich Letzteres sogar zunutze: er scheidet Wuchshemmer für andere Pflanzen aus, gegen die er selbst resistent ist (soll nicht der Einzige sein, kenne aber keine weiteren Beispiele).

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Eine solche Pflanze wäre ja dann eine noch größere Plage, da sie genauso alles andere auch niederdrücken würde...

Ich zupfe seit letztem Jahr jeden morgen die Triebe aus dem Rasen (ca. 8qm), in der Hoffnung, dass sie irgendwann aufgibt. Wenn Du aber immer nur mähst, erfasst Du nie alle Triebe, weil die sich zum Teil sehr flach am Boden entlangwinden.

Vermutlich musst Du Dich mit der Ackerwinde arrangieren. :-/

nicht nur zupfen, Wurzeln abstechen und rausziehen! aber ganz gehn sie auch da nicht weg, ind 1 Monat Urlaub, und sie sind wieder stark wie eh und je!

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Bei mir hat die Erdbeere die Ackerwinde vertrieben, also, es handelt sich um eine Sorte, die immer so Ableger macht und immer weiter wuchert. Der Winde lass ich aber auch ihren Platz, sie überwuchert eine Staude, die ich nicht kenne. Die blüht jetzt und die Winde fängt an, sich dran hoch zu ranken. Wenn dann die Staude verblüht ist, wird sie völlig von der Winde überwuchert, die dann ihrerseits blüht. Die Staude hält das aber aus, sie treiben ihr Spielchen schon ein paar Jahre.

Ich greife möglichst wenig in den Garten ein. Ich setze schon mal hier und da was, aber ich verteidige die Pflanzen nicht aufs Blut. Wem es bei mir gefällt, der bleibt, die andern gehen wieder und ich habe auch so manchen Gast, der freiwillig her gekommen ist. Die Pflanzen machen das eigentlich untereinander ab, wer in einem Jahr stärker wächst und sie wechseln sich auch ab.

Ein gelungenes Plädoyer für unaufgeregte Gelassenheit. Gar nicht typisch für unsere Leistungsgesellschaft ... :-)
DH

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Der Name Deiner Staude interessiert mich auch brennend!!

Meine wilden Walderdbeeren hat die Ackerwinde restlos ausgeschaltet, habe ich heute - bei weiteren Jätarbeiten leider feststellen müssen.

Meine Winde hat vor allem meine Terrassenbalken "erobert", die haben das nicht mehr ausgehalten...^^

Die Nächsten lasse ich aus Stahl machen! :)

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@Beutelkind

Du solltest deiner Winde dankbar sein ;-) Vielleicht hat sie dich vor einem Unglück bewahrt, denn diese Balken hätten jederzeit zusammenbrechen können...

Es sind mehrere Pflanzen, denen die Winde bei mir nicht viel ausmacht, der Wasserdost:

http://www.pflanzenreich.com/eupatorium-cannabinum-gemeiner-wasserdost-kunigundenkraut.html

Der Frauenmantel kümmert sich auch nicht gross darum...

Aber die ich meine kommt im nächsten link, ich weiss aber ihren Namen nicht

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@gamine

http://www.adelt-staudengarten.de/

Es ist die Pflanze links, mit den weisslichen Blütenfedern.

Viel wichtiger als welche Pflanze du setzt, scheint mir aber die Einstellung, die du zu ihnen hast. Die Ackerwinde ist ein sehr eitles Geschöpf, das auch gerne bewundert wird. Wer sie also ausrotten will und ihre Schönheit nicht sieht, dem wird sie natürlich den Garten überwuchern.

Ich habe ihr schon gezeigt, wo ich sie nicht haben will, nämlich an den Iris, denn ihre Blüten würden von der Winde abgewürgt, ausserdem habe ich auch die Johannisbeeren von ihr befreit. Der Haselnuss macht es aber nicht so viel aus, an ihr wächst sie aber auch nicht so stark.

Nachdem wir uns geeinigt haben, die Winde und ich, wo sie blühen kann und wo nicht, hält sie sich eigentlich bis auf wenige Ranken daran. Immerhin hat die Iris auch ein Recht auf Leben - und deine Rosen ja auch ;-)

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@gamine

Die* Rosen* sind bereits ömm schiefgrins :)

Du hast natürlich Recht... :) Was die Einstellung angeht! Ich hab' mir schon vor Deiner Antwort überlegt, auch dem Rat von Bitterkraut zu folgen - allerdings nicht in dem Beet, sondern in einem Blumentopf vor einem unschönen Stützpfeiler aus Latten, der das Terrassendach bislang vor dem Einsturz bewahrt... :) Ernstlich! Ich hoffe, das wird ihre Eitelkeit befriedigen!

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@Beutelkind

Nachtrag: Deine Staude hab' ich übrigens im Garten!!! Auch mir will verdammt nochmals der Name nicht einfallen, er liegt mir auf der Zunge, aber ich komm' nicht 'drauf...^^ Könnte es eine Prachtspierenvariante sein?!

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@Beutelkind

Gestern habe ich einen riesen Schock erlebt, als ich heim kam, war grade der Gärtner mit seiner Motorsense in meinem Garten und hat alles weggeputzt, was nicht Rang und Namen hat. Die Erdbeeren sind weg, nun kann sich die Winde wieder ausbreiten...

Es handelt sich um eine Ecke des Gartens, etwa 8x4 m, wo ich walten durfte. Nun hat der Vermieter befunden, dass das eine Wildnis sei und den Gärtner beauftragt, für Ordnung zu sorgen. Ich könnte heulen, echt. Sie wissen gar nicht, wie viele schöne Pflanzen sie da vernichtet haben.

Ich träume von einem stück Land, auf dem wachsen dürfte, was immer dort wachsen möchte...

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@gamine

Das ist ja furchtbar...^^ Vielleicht kannst Du dort einige Töpfe mit Pflanzen aufstellen, als Trost?!

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Bei mir wächst jedes aber auch wirklich jedes (Un-)Kraut stärker als die Ackerwinde, das ist etwas ungünstig denn im Gegensatz zu dir liebe ich diese zarte Rankpflanze und betüttele jedes Pflänzchen das sich mal zu mir verirrt. Gut, bei mir bleibt sie halt auch ''zart''. Das mit Abstand am allerbesten wuchernde Kraut hab ich mal angehängt, bisher dachte ich es wäre der berühmte ''Giersch'', doch es blüht lange nicht so auffällig. Die Pflanze bildet zwar auch weite Ausläufer bleibt aber dabei ''bodenständig''. Auch meiner noch recht jungen und zarten Clematis ist die Ackerwinde bei mir nicht annähernd gewachsen.

Dabei habe ich eigentlich auch Lehmboden, nach längerer Trockenheit hart wie Stein, aber ich möchte mich dennoch Machtnix anschließen, das muss am Boden liegen, irgendetwas muss bei dir wohl anders sein also verändere doch was am Boden. Das geht, langsam aber sicher, du könntest z.B. alte, verbrauchte Blumenerde immer wieder untermischen oder Sand, mit Kaffeesatz oder mit Dolomitkalk den Säuregrad verändern oder was auch immer. Leider können wir ja unsere Böden nicht vergleichen, es bleibt also nur ausprobieren. Wobei ich vermute das dein Boden eher weniger hart und lehmig ist als meiner, denn bei mir würdest du garantiert keine Wurzeln ausgraben also nicht ohne Presslufthammer. ;-)

Klar kannst du auch mit stark wuchernden Gewächsen ran gehen, Pfefferminze, Bambus, alle Pflanzen die man ohne Wurzelsperre eigentlich gar nicht frei lassen sollte aber sei gewarnt, wenn denen dein Boden auch nur halbwegs zusagt wird es dir bald gehen wie dem berühmten Zauberlehrling.

 - (Pflanzen, Garten, Gartenpflege)

Zu gerne wüßte ich, welches Kraut Du da hast!!! Kannst Du da nicht mal eine Frage zu stellen, büddebüde?!?!

Dein Boden muß ja wirklich hammerhart sein, Respekt, da ist die Bodenbearbeitung eine echte Herausforderung! So war der Boden hier am Anfang auch... Zumindest an manchen Stellen. Am Anfang hab' ich hier viel gemacht, im Garten, bodenbearbeitungsmäßig... Gründüngung, Mulchen, alle (un)möglichen Kräuter in alle Himmelsrichtungen geworfen...^^

Dann taten sich andere Interessensgebiete auf... Der Garten lag brach, es kamen die Pferde, der Hund und andere Schicksalsschläge...^^ :)

...Aber die Ackerwinde hat hier alles lächelnd mitgemacht: Rupfen, graben, Kalk, Brennesseljauche, Ostseeand, ein Steinbeet (...über das freut sie sich augenblicklich ganz besonders :), Rindenmulch, Kaffesatz, Bananenschalen (...wie gesagt, es war mal ein Rosenbeet...^^) - und auch Pfefferminze und gar Bambus - (...der sich im Vergleich zur Winde geradezu vorbildlich benimmt :)...

In meiner gartenaktiven Zeit hab' ich mal einen Versuch gemacht: Giersch gegen Pfefferminze! Im Schatten siegt Giersch, in der Sonne siegt Pfefferminze!

...Ach - da könnte man Bücher schreiben... :)

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@Beutelkind

Nur anhand der Blätter dürfte es halt schwierig werden und ich hab an der noch nie Blüten oder gar Früchte gesehen, was ja eigentlich gar nicht sein kann oder doch?

Mein Boden hat sogar meinen Vater kapitulieren lassen und der war es wahrlich gewohnt zuzupacken, zum Glück hab ich meinen Mann, nach 2-3 gebrochen Spatenstielen hat er mir mit einer Spezialanfertigung ein paar Pflanzlöcher gemacht. Vielleicht ist es ja gar nicht Lehm, sondern Ton oder noch was anderes, bei längerer Trockenheit zeigen sich jedenfalls auch diese eindrucksvollen Risse im Boden die man vom ''Discovery Channel'' kennt. Nein, nicht so kleine, feine, richtig schön kräftige.

Bei Walderdbeeren, weil du oben davon schreibst, gibt es allerdings sehr große Unterschiede, vermutlich je nachdem wo sie herkommen. Bei mir konnte erst die dritte Sorte Fuß fassen, dann aber so richtig richtig. Der ganze Hof ist ein Erdbeerfeld, mein Mann ist bereits leicht angenervt, sie erobern alle Wege und Ritzen. Nun wen wundert es, diese hatte ich ja auch von der Straße geklaubt.

Im Nachhinein ist mir ja echt noch ziemlich flau im Magen geworden, wenn ich bedenke das ich zu Beginn die Ackerwinden an gefährdeten Stelle ausgebuddelt und liebevoll bei mir wieder eingepflanzt hab. Oha, das hätte schief gehen können. Aber vielleicht mag ich die Pflanze ja weil sie mir so ähnlich ist, ein richtiger kleiner Sturkopf der erst so richtig in Schwung kommt wenn man ihn reizt. Alles andere hast du schon probiert, wie wäre es zur Abwechslung mit der ''hab dich lieb''-Strategie?

Zum ''entwässern'' (sollte dieses Jahr ja nicht das Problem sein, ich hab schon wieder Risse und warte auf die ersten Waldbrandwarnungen) würde ich drüber nachdenken etwas Boden abzutragen, ein paar Zentimeter, und mir ein professionelles Fließ zu besorgen. Ein möglichst kräftiges das Wasser durchlässt aber keine Pflanzen, klar das reicht nicht aber dann da drauf eine dicke Schicht schönen Kies. Im Ort bei uns haben das schon einige, der Boden ist ja auch zum verzweifeln. Das kann richtig gut aussehen, man kann sogar Muster legen etc., dann hast du eine feine Drainage und wenn die Winde da noch durchkommt, was glaubst du wie edel das aussieht, weiße Blüten auf weißen Steinen. ;-)

Übrigens, unser Pavillon steht auf Einschlaghülsen, die mein Mann mühsam in den Boden getrieben hat, 15cm über dem Boden, alles andere wäre bei der nächsten Regenperiode dem Untergang geweiht gewesen. Es geht alles, man darf sich nur nicht entmutigen lassen.

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@moebi64

Man darf sich nicht entmutigen lassen - ganz genau! :) Ich hab' ja in gewisser Weise selber Schuld, das Steinbeet davor habe ich mal mutwillig und im Übereifer des "Gärtnernwollens" angelegt - allerdings ohne Fließ...^^ Lehrgeld, nennt man das wohl :)

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@Beutelkind

Also, das Kraut blüht doch, wie konnte ich das nur die ganze Zeit übersehen? Nach der Blüte scheint es ein Hahnenfußgewächs zu sein, der kriechende Hahnenfuß würde zwar nach Wuchsform und bevorzugtem Lebensraum hervorragend passen aber die Blattform kommt ganz und gar nicht hin, ''meine'' Blätter sind eindeutig fünffingrig und nicht dreizählig gefiedert. Insgesamt habe ich jede Menge Hahnenfußgewächse durchsucht aber das richtige nicht gefunden. Allesamt haben sich allerdings als unbequemes ''Unkraut'' einen gewissen Namen gemacht. ;-)

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