Welche Entstehungsgeschichte ist glaubwürdiger, die Genese der Bibel oder des Korans?

22 Antworten

Glauben - das beinhaltet eben genau das Schlüsselwort, ich glaube daran oder ich lasse es.

Bei der Bibel ist die Geschichte übrigens komplexer, besteht die doch aus zwei Teilen - dem Alten und dem Neuen Testament; die Authentizität des AT lässt sich faktisch gar nicht mehr überprüfen, das NT ist kein einheitliches Werk sondern besteht bekanntlich aus den vier Evangelien, die unterschiedlich alt sind; im Konzil von Nicäa wurden die ohnehin "redigiert".

Beim Koran besteht das Problem, dass die Sprache, in der er aufgeschrieben wurde, eben niemand mehr beherrscht, weil sich auch die arabische Sprache verändert hat. Dazu kommt, dass es mit den Hadithen mehr oder weniger glaubhafte Hinweise dazu gibt, wie bestimmte Dinge zu verstehen sind, deren göttlicher Ursprung doch Zweifel zulässt, dazu kommt die Vermengung mit weit älteren Traditionen.

im Konzil von Nicäa wurden die ohnehin "redigiert".

Beliebter Irrtum, aber in dem Konzil stand die Bibel nicht auf der Agenda. Siehe Wiki unter "Themen".

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@BillyShears

Schau mal dort unter "Teilnehmer", da stehen die entscheidenden Sätze:

"Auf Befehl des Kaisers nahm auch der alexandrinische Presbyter Arius teil.

Beim Kaiser dürften Ossius von Córdoba und Eusebius von Nikomedia am meisten Einfluss gehabt haben."

Wenn jemand Einfluss beim Kaiser hat und auch die Teilnahme befehlen konnte, glaubst Du ernsthaft, dass der nicht die Entscheidungen traf? Und die Bibel stand nicht direkt auf der Agenda, sehr wohl aber indirekt, denn die Beschlüsse mussten ja zum biblischen Text passen bzw. aus diesem hergeleitet werden.

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@HugoHustensaft
"Auf Befehl des Kaisers nahm auch der alexandrinische Presbyter Arius teil.

Jo, denn schließlich war der Arianismus auch Diskussionsthema.

Und die Bibel stand nicht direkt auf der Agenda

Eben. Deine Aussage "im Konzil von Nicäa wurden die ohnehin "redigiert"." ist falsch. Aber dieser Irrtum ist unter Religionskritikern weit verbreitet und beliebt, mach dir nichts draus.

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@BillyShears
Beliebter Irrtum, aber in dem Konzil stand die Bibel nicht auf der Agenda.

Für das Gerücht ist in erster Linie Voltaire verantwortlich. Er machte in einem Aufsatz den satirischen Vorschlag, die römische Kirche mit ihrem Index verbotener Bücher solle doch das Verfahren anwenden, das angeblich in Nicäa praktiziert wurde.

Englische Übersetzung: “We have already said, that in the supplement to the Council of Nice it is related that the fathers, being much perplexed to find out which were the authentic and which the apocryphal books of the Old and the New Testament, laid them all upon an altar, and the books which they were to reject fell to the ground. What a pity that so fine an ordeal has been lost!“

Er bezog sich auf eine Darstellung, die in mehreren in den Jahrzehnten zuvor publizierten werken beschrieben wurde. Die haben wohl teilweise voneinander abgeschrieben, aber die ursprüngliche Quelle war das Synodicon Vetus, in dem alte Konzile und Synoden bis zum Jahr 896 genannt werden, und viele damit verbundenen Legenden.

Was dort steht

“The council made manifest the canonical and apocryphal books in the following manner: Placing them by the side of the divine table in the house of God, they prayed, entreating the Lord that the divinely inspired books might be found upon the table, and the spurious ones underneath; and it so happened.“

hört sich allerdings so an, dass die Bücher neben den Altar gelegt wurden und die echten Bücher hinaufhüpften.

Wie dem auch sein: Voltaire wusste natürlich, dass das ne Legende ohne historischen Wahrheitsgehalt war (in den ca. 600 Jahren vor dem Synodicon Vetus hat niemand was derartiges berichtet). Aber wie das so ist: Nach dem Stille-Post-Prinzip wurde daraus die Legende, in Nicäa hätten die Bischöfe (pder Konstntin) über den biblische Kanon entschieden.

Natürlich steht es jedem frei, diese Legende zu glauben, nur dann sollte er auch zugeben, dass im Konzil nicht Menschen entschieden haben, sondern ein veritables Wunder Gottes.

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@helmutwk

Ups

896 -> 869

Sorry für den Zahlendreher. Die ca. 600 Jahre müssen entsprechend auch zu ca. 550 korrigiert werden.

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Jeder der einmal einen Text in eine andere Sprache übersetzt hat, weiß wieviel Bedeutung verloren geht
  1. Es gibt einen ganzen Berufszweig, der sich damit beschäftigt, Texte zu übersetzten. Es wurden schon kompliziertere Texte übersetzt als so ein Koran.
  2. Den Koran in Arabisch zu lesen garantier ebenfalls nicht, dass man ihn versteht, weil sich auch die Arabische Sprache geandelt hat.
  3. Selbst wenn sich eine Sprache nicht gewandelt hat, ist die Bedeutung nicht immer eindeutig. Auch Personen einer Kultur und einer Generation missverstehen sich gelegentlich.
  4. Bei geschriebenen TExten fehlt komplett die Nonverbale Kommunikation und die Möglichkeit nachzufragen.

Möchte man die Intention des Autors verstehen, muss man sich mit veilen Dingen aus der Kultur, Sprache und Persönliche Situation des Autors vertraut machen. Dann kann man möglche Interpretationen finden.

Personen die, ob christlich oder muslimisch sind, nur die eigenen Interpretation zulassen, zeigen eine mangelnde Kompetenz vom Textverständnis. Einfach nur irgendwelche Religionslehrer zu rezititieren macht einen auch nicht schlauer.

Zu der Frage welche Schöpfungslehrer glaubwürdiger ist, natürlich keine von beiden. Beide gehen von der Schöpfung nur eines Mesnchenpaares aus. Funde haben gezeigt dass es viele Entwicklungsstufen der Menscheit gab, die sich immer wieder vermischten. Sie widersprechen wissenschaftlich begründete Fakten.

 Der Koran ist zweifelsfrei auf Muhammad zurückzuführen

das sagt Mohammed. Soweit ich weiß, hatte sich Mohammed in die Wüste zurückgezogen, um dort - was weiß ich - zu meditieren oder so...

In der Wüste ist es arg heiß, dazu noch Durst... da kann man sich allerlei einbilden, zusammenphantasieren. Ich glaube, das täte jeder. NIcht umsonst ist das Wort Fata Morgana in einer heißen, trockenen Weltgegend entstanden,

Die Bibel ist für mich in allem völlig glaubwürdig!

Wie die Bibel entstanden ist, wird hier recht gut erklärt: Die Entstehung der Bibel

Welche Wort sind denn zweifelsfrei von Mohammed? Mohammed hat nicht mehr gelebt, als man ein Kanon der Suren vorgenommen hat.

Wir Christen sehen in der Bibel über 40 Personen, welche über ihre Erfahrungen mit Gott berichten. Ueber einen Zeitraum von 1.500 Jahren.

Seltsam auch, dass im Koran die Evangelien und die Tora als Rechtleitung für die Muslime genannt werden. Doch Menschen haben danach bestimmt, dass diese, von Allah empfohlenen Schriften verfälscht wären. Dabei gibt es unzählige Textfunde über Bibelteile, welche viel älter sind als der Koran. Sollte Allah wirklich nichts von den Verfälschungen gewusst haben? Weshalb haben die Muslime damals nicht alles getan, damit die einzigen im Koran genannten Schriften, auch zukünftigen Generationen erhalten bleiben?

Mein stärkster Beweis für die Wahrheit der Bibel sind die Menschen heute, die darüber berichten, was sie nach Gebeten zu Jesus erlebt haben. Dinge, die man nicht im Zufall erklären kann. Solche Vorkommnisse kann ich bestätigen.

https://www.youtube.com/watch?v=JRlQCLuiiXw

https://www.youtube.com/results?search_query=Mensch+Gott+Gebet

Seltsam auch, dass Isa im Koran, der ja Jesus sein soll, dort mit übermenschlichen Fähigkeiten vorgestellt wird. Kein Prophet, nicht einmal Mohammed, hat auch nur in Ansätzen Dinge getan, die Isa zugeschrieben werden:

  • fehlerlos sagt der Koran - ich keine keinen sündlosen Menschen
  • Geist und Wort Gottes
  • Tote konnte er lebendig machen
  • er wurde von einer Jungfrau geboren
  • usw.

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