Welche Berufschancen habt ihrem Kopf wenn ihr an ein Geographiestudium denkt Wohlgemerkt Bachelor mit anschließendem Master?

4 Antworten

Das Berufsfeld für Geographen ist sehr vielseitig, erfordert aber auch eingewisses Maß an Flexibilität.

Natürlich kommt es darauf an, was man im Studium so macht und welche Schwerpunkte man sich setzt. Durch Praktika usw. in den entsprechenden Feldern lassen sich die Chancen später auch eine Stelle im gewählten Feld zu finden deutlich erhöhen.

Typische Bereiche für Geographen sind natürlich Lehramt Erdkunde (wenn man Staatsexamen anstrebt), Arbeit in Stadtplanungsbüros, in umweltbezogenen Berufsfeldern, im Tourismus, in der Entwicklungsarbeit und in diversen Feldern in denen Auswertungen mit Geoinformationssystemen Teil des Jobs sind (Marktforschung, Städtebau, Standortsuche, Geo-Dienstleister). Daneben rutschen Geographen aber auch in viele andere Berufe hinein. Da wir ein sehr breites Spektrum an Kenntnissen im Studium anstreben "wildern" Geographen oft in diversen Berufsfeldern der Nachbarwissenschaften, etwa der Geologie, der Soziologie oder der Wirtschaftswissenschaft. Da kommt es eben auf besagte Studienschwerpunkte an.

Geographie eine der wenigen Fachdisziplin, die gesellschaftliche Aspekte und naturwissenschaftliche Aspekte in einem Fach bündelt. Das bringt im Idealfall einen wesentlich allgemeineren Überblick über die Erde, als viele andere Disziplinen ihn vermitteln. Dafür geht es eben nicht so sehr in die Tiefe wie in den Fachdisziplinen. Man lernt es, sich schnell in neue Sachverhalte einzuarbeiten und die neuen Informationen mit schon Bekanntem zu verknüpfen.

Vielleicht findet man nicht ganz so schnell einen Job wie Absolventen anderer Disziplinen, aber ein Taxifahrerstudium ist es nicht. Alle meiner Kommitlitonen haben eine Stelle gefunden. Ich würde mich immer wieder für ein Geographiestudium entscheiden. Die Inhalte sind unheimlich vielseitig, man lernt die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Das ist jetzt Ironie :) Ein guter Bekannter von mir ist als Diplom Geograph Taxifahrer geworden :D

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Ich hatte einen in der WG. Der hat dann eine Umschulung zum Beamten gemacht, ich glaube er arbeitet im Einwohnermeldeamt und ist jetzt glücklich. :-)

was hat der denn genau studiert?

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@verreisterNutzer

Geographie hat er immer gesagt. War ein ganz netter. Nur Geographie hat er später nicht gemacht.

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@verreisterNutzer

Ich glaube, er kannte sich sehr gut mit der Wirtschaft in den jeweiligen Regionen aus. Das ist alles, was ich sagen kann. Daher tippe ich auf "Human". Bin aber nicht sicher

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@Jeff2879044

Meine Schwester hat auch Geographie mit "humanem" Schwerpunkt studiert. Sie arbeitet jetzt in der Kundenbetreuung und im Mahnwesen im Betrieb ihres Mannes. Sie hatte auch schon einmal einen Beitrag zur Raumplanung einer Stadt geleistet, was ein sehr anspruchsvolles Projekt war. Es gab aber nur so ein Praktikumsgeld dafür, weil die Stelle nicht finanziert war.

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In der Städteplanung, Naturschutz, Klimaaufzeichnungen - oft in Behörden, etc. Werde das auch bald machen

Naja, "oft" in Behörden auch nicht gerade. Klar, in Behörden werden Geographen gesucht, aber auch nicht viele, neue Stellen kommen auch kaum dazu und wenn die Stellen erst mal besetzt sind dann gibts meist erst ne neue Stelle wenn der zuständige Mitarbeiter in Rente oder Pension gegangen ist.

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@verreisterNutzer

Schau dir einfach die Stellenanzeigen der oberen Landesbhörden an und schau wieviel Geographen aktuell gesucht werden.

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Taxifahrer, Fastfoodmitarbeiter

und weshalb denkst du das?

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@verreisterNutzer

Ein Bekannter von mir ist Diplom Geograph, seit Abschluss des Studiums hat er sich auf die wenigen offenen Stellen beworben, nach 3 Jahren Jobsuche hat er dann zeitweise bei Mc Donalds gearbeitet und fährt nun seit 2 Jahren Taxi :)

Ok das ist nur ein Beispiel, aber ich konnte grade nicht widerstehen...

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