Was studieren nach Erzieherausbildung?

5 Antworten

Die Fachhochschulreife ist allgemeingültig. Du kannst damit jedes Fach an Fachhochschulen studieren - also auch Elektrotechnik oder Betriebswirtschaft.

Allerdings sind nur Fächer möglich, die an Fachhochschulen gelehrt werden. Eine Universitätsstudium ist eigentlich ausgeschlossen.

Eigenlich, weil:

  • In Niedersachen kann man mit der Fachhochschule auch fachgebunden an Universitäten studieren. Welche Fächer da gelten, legt die jeweilige Uni fest. Du könntest mit Sicherheit Pädagogik an einer Uni studieren und ähnliche Fächer.
  • MIt der abgeschlossenen Erzieherausbildung erlangst du, unabhängig von der Fachhochschulreife, einen allgemeinen Hochschulzugang, kannst also alle Fächer an allen Hochschulen studieren. Du rutscht damit nur in eine andere Quote hinein und bist "beruflich qualifiziert".

Infos dazu gibt es hier:

Berufsabschlüsse, die grundsätzlich zur Aufnahme eines Studiums in jeder Fachrichtung an Universitäten berechtigen:
Meisterprüfung
Abgeschlossener Bildungsgang zum staatlich geprüften Techniker
Abgeschlossener Bildungsgang zum staatlich geprüften Betriebswirt
Fortbildungsabschluss auf Grundlage einer Fortbildungsordnung gemäß Paragraph 53 beziehungsweise Paragraph 54 des Berufsbildungsgesetzes oder Paragraph 42 beziehungsweise Paragraph 42a der Handwerksordnung (zum Beispiel Fachwirt/in oder Fachkauffrau/mann unterschiedlicher Fachrichtungen) mit einem Umfang von mindestens 400 Stunden. Eine Bescheinigung des Umfanges ist gegebenenfalls erforderlich.
Fachschulabschluss auf der Grundlage der Rahmenvereinbarung über Fachschulen der Kultusministerkonferenz vom 7. November 2002 (zum Beispiel Staatlich anerkannte/r Erzieher/in, Staatlich anerkannte/r Heilpädagoge/in)

Quelle:

https://www.uni-osnabrueck.de/studieninteressierte/erste-orientierung/studieren-ohne-abitur/#c681

Die Fachhochschulreife berechtigt grundsäzlich erst einmal "nur" zum Studium von Studiengängen, die an Fachhochschulen angeboten werden. Das schließt Lehramt und Psychologie (zumindest reine Psychologie) eigentlich aus.

In Niedersachsen allerdings kann man tatsächlich mit der Fachhochschulreife auch fachlich passende Studiengänge an Universitäten studieren. Allerdings entscheidet die Uni selbst, welche fachliche Ausrichtung der Fachhochschulreife zum Studium welcher Studiengänge berechtigt. Es könnte sich in Hinblick auf Lehramt und Psychologie also lohnen, die entsprechenden Unis in Niedersachsen mal anzufragen.

Davon mal abgesehen kommt es noch darauf an, ob deine Fachhochschulreife fachgebunden ist oder nicht. Ist sie nicht fachgebunden, kannst du alles an allen Fachhochschulen studieren, ist sie fachgebunden, kommt es wieder auf die einzelne Fachhochschule an, welche Studienangebote infrage kommen.

Ich empfehle dir also, erst einmal zu überlegen, was du denn studieren möchtest, und dann konkret die FHs und Unis abzuklopfen. Anders herum gibt es schlicht zu viele Möglichkeiten.

Beste Grüße!

Hab den gleichen Plan, klär erstmal an deiner Schule ob du die fachgebundene Fachhochschulreife ( kannst nur fachbezogen studieren, also z.B. Soziale Arbeit ) oder die normale Fachhochschulreife erhältst ( kannst dann alles ans Fachhochschulen studieren )

Kommt doch ganz auf eine Präferenzen an!

Frag Dich mal, was Du dir vorstellen könntest: Den Kids als Grundschullehrer beim Schulstart zur Seite zu stehen, Als Sozialpädagoge in z.B. in der Jugenfürsorge irgendwo leitend tätig sein und und und.

Hier finde ich die Sozen (SPD) in Niedersachsen mal vorbildlich für ganz Deutschland, indem sie die Fachhochschulreife als "Fachgebundene Hochschulreife" anerkennen.

Das finde ich völlig korrekt, diesen ganzen Kram mit der "beruflichen Qualifikation" hingegen grossenteils an den Haaren herbeigezogen. Allenfalls würde ich noch Leute mit einer Aufstiegsweiterbildung (Meister/Fachwirt) zu einem fachtreuen Hochschulstudium zulassen.

du hast das Fachabitur, damit fallen alle Studiengänge aus die das Vollabitur voraussetzen, also Lehramt und Psychologie

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