Was ist eine Erbsünde?

Das Ergebnis basiert auf 22 Abstimmungen

Nein 68%
JA 32%

17 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Nein

Ich glaube nicht an Erbsünde.

Und auch nicht dass man in die Hölle kommt. Ich will nicht Angst vor dem Tod haben, nur weil man glaubt für immer in Hölle schmoren zu müssen. Für mich gibt es den Himmel und sonst nichts 😇

Nein

Im katholischen Katechismus kommt die Erbsündenlehre nach wie vor als unumstößliches Dogma vor.

Überschrift von Nummer 388ff:
Die Erbsünde - eine wesentliche Glaubenswahrheit


In online-Dokumenten der Vatikanbibliothek kann man auch nachlesen, wie die Erbsündenlehre entstand.

Der Kirchenlehrer Augustinus fragte sich, wie es denn sein könne, dass Gott Kain und Abel unterschiedlich behandelte, den einen annahm und den anderen verwarf. Zudem ging er davon aus, dass die Prädestinationslehre gilt, dass also das Schicksal des einzelnen Menschen durch Gott schon festgelegt ist, wenn dieser sich noch im Mutterleib befindet. Nach Augustinus wäre es aber ungerecht von Gott, ein ungeborenes Kind zu verurteilen, bevor es überhaupt eine Sünde begehen konnte. Da es aber nicht sein kann, dass Gott ungerecht ist, muss es einen andere Grund dafür geben. Ein Übersetzungsfehler in der griechischen Bibel Augustinus' führte ihn dann auf die Spur: das alles lässt sich nur dadurch erklären, dass jeder Mensch von Geburt an ein Sünder ist und diese Sünde muss er vom ersten Sündenfall durch Adam und Eva geerbt haben. Allerdings beantwortete Augustinus nicht die Frage, warum es den einen trifft (Kain), den anderen aber nicht (Abel). Das schob er dem unergründlichen Willen Gottes zu, dass der mal so oder so entscheidet.

Diese Glaubenswahrheit kann die RKK nicht zurücknehmen, weil sie sonst zugeben müsste, dass einer der wichtigsten Kirchenlehrer schwer geirrt hat, was nicht geht, weil das gesamte katholische Glaubensgebäude auf der Unfehlbarkeit der alten Kirchenlehrer beruht.

Daher steht im Katechismus auch ausdrücklich (Nr. 388):
Die Kirche, die den ,,Sinn Christi" [Vgl. 1 Kor 2,16.] hat, ist sich klar bewußt, daß man nicht an der Offenbarung der Erbsünde rühren kann, ohne das Mysterium Christi anzutasten.

Desweiteren gabs auch immer einen machtpolitisch praktischen Grund, an der Erbsündenlehre festzuhalten. Indem man alle Menschen von vornherein zu Sündern erklärt, die dadurch der ewigen Verdammnis verfallen sind, Erlösung davon aber ausschließlich durch katholische Priester erfolgen kann, macht man die Menschen vom Klerus abhängig.

Dies war auch einer der entscheidenden Gründe für Luthers Aufstand gegen die katholische Kirche. Er meinte, die Erlösung von den Sünden und der Weg zu Gott könne auch ohne Priester erreicht werden. Das war ein klarer Anschlag auf die Macht des Klerus und auf die Bedrohung ihrer Macht reagierte die katholische Kirche reflexartig immer mit Verfolgung und Mord. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert, wenngleich auch die Mittel, ihren Machtanspruch und ihre Privilegien zu erhalten, stark eingeschränkt ist. Die Mittel, die sie noch hat, wendet sie aber nach wie vor regelmäßig an. Zuständig ist dafür immer noch im Vatikan die Inquisitionsbehörde (Congregatio Romanae et universalis Inquisitionis), die sich allerdings inzwischen in Glaubenskongregation (Congregatio pro doctrina fidei) umbenannt hat.

Im katholischen Katechismus kommt die Erbsündenlehre nach wie vor als unumstößliches Dogma vor.

Der Katechismus sind weltliche Glaubensregeln. Die die Institution ausgegeben hat. d.h. nicht, das alles falsch ist, was darin steht, aber es ist eben auch nicht alles richtig.

Und die Erbsündelehre ist kein Dogma.

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Im Urchristentum gab es so etwas wie eine Erbsünde noch gar nicht. Das Konzept der Erbsünde ist eine Erfindung des Kirchenlehrers Augustinus von Hippo. Die Kirche hat es dann genutzt um den Leuten Angst zu machen. Religionen bestehen aus Propaganda und wollen den Leuten Angst einajagen, damit sie zu ihrer Märchenfigur beten und von den geisteskranken religiösen Führern missbraucht werden. Also brauchst du garkeine Angst vor dieser Erbsünde zu haben, da sie eine Erfindung des Kirchenlehrers Augustinus von Hippo ist. (Aus dem 4. Jahrhundert). Nicht mal in der Bibel steht etwas von einer Erbsünde und der geisteskranke Religionsstifter Namens Paulus hat auch keine Erbsünde erwähnt.

LG

Na, klingt ja nach einer unvoreingenommenen Einstellung zum Christentum ;-)

Zumindest getauften Christen konnte man damit ja keine Angst machen, weil die Erbsünde mit der Taufe ausgelöscht wird. Also nach katholischer Lehre - ob die jetzt der Wahrheit entspricht, müssen wir hier ja nicht diskutieren.

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JA

Davon braucht man aber keinen Angst zu haben. Jeder trägt sie noch von Adam und Eva. Aber die Taufe befreit dich von ihr. Wenn du betest und nach Gott suchst kannst du immer den richtigen Weg finden. Das problem haben wenn es um eine große Sünde denn deine Vorfahren aber noch für die du dann auch beten musst um ihre Last in der Höle zu erleichtern. Der Teufel will dass man viel an seiner Vergangenheit und deinen Fehlern senkt damit du die Gegenwart nicht für Gute Taten benutzen kannst. Ich spreche aber aus der Orthodoxen sicht. und Gutefrage ist nicht der beste Ort für Religiöse fragen...

Ich bin aber auch nicht so belehrt

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Nein

Es gibt keine Erbsünde, zumindest keine Sünde, die vererbt wird.

Es ist ein falsches Wort. Es gibt die Ursünde, durch die das Böse in die Welt kam.

Die ist entstanden, als Eva im Paradies ungehorsam war. Also gemeint, es gab einen absoluten guten Zustand der Welt, da gab es eine Sünde. Das war die erste Sünde, und durch diese Sünde sind alle anderen Sünden in diese gute Welt gekommen. Aber niemand vererbt diese Sünde, sie ist einfach da.

So würde es mir vor einem Theologen erklärt.

Also, keine Angst vor einer Erbsünde, du hast keine Erbsünde. Du lebst nur eben in dieser Welt, in der die Sünde oder eben schlechtes allgegenwärtig ist.

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