Was bedeutet es, dass die Pforte zum Leben ENG und der Weg dorthin SCHMAL ist?

7 Antworten

Im Walvoord-Bibelkommentar steht dazu:

"In den weiteren Ausführungen zur goldenen Regel beschrieb Jesus, wie man zu der Gerechtigkeit, die er verlangte (Mt 5,20), finden kann. Der Pfad dorthin führt nicht durch die weite Pforte und nicht über den breiten Weg, sondern durch die enge Pforte und den schmalen Weg. Aus dem Gesamtzusammenhang der Predigt war klar zu erkennen, dass Jesus die weite Pforte und den breiten Weg mit der äußerlichen Rechtschaffenheit der Pharisäer gleichsetzte. Wenn seine Zuhörer den Lehren der Pharisäer folgten, führte ihr Weg in die Verdammnis (apOleian, "das Verderben"). Die enge Pforte und der schmale Weg dagegen bezogen sich auf die Lehre Jesu, in der nicht irgendwelche Äußerlichkeiten, sondern die echte innere Verwandlung im Vordergrund stand. 

Selbst Jesus räumte allerdings ein, dass nur wenige den wahren Weg, den Weg, der zum Leben (d. h. in den Himmel, im Gegensatz zur Vernichtung in der Hölle) führt, finden."

In der MacArthur-Studienbibel steht:

"Sowohl die enge als auch die weite Pforte werden für Eingänge ins Reich Gottes gehalten. Zwei Wege werden den Menschen angeboten. Die enge Pforte ist der Weg des Glaubens, allein durch Christus, ein schmaler und genau vorgegebener Weg. Sie repräsentiert wahre, gottgemäße Errettung, die zum ewigen Leben führt. Die weite Pforte umfasst alle Religionen, die sich stets auf Werke und Selbstgerechtigkeit gründen. Sie weiß nichts von einem ausschließlichen Weg (vgl. Apg 4,12), aber sie führt nicht in den Himmel, sondern in die Hölle.

der Weg ist schmal. Christus hat immer wieder betont, wie schwer es ist, ihm zu folgen (10,38; 16,24.25; Joh 15,18.19; 16,1-3; vgl. Apg 14,22). Die Errettung ist allein aus Gnade, aber sie ist nicht einfach. Sie erfordert Erkenntnis der Wahrheit, Buße, Unterwerfung unter Christus als Herrn und den Willen, ihm und seinem Wort zu gehorchen."

Der folgende Artikel ist auch ganz interessant zur Frage: Wie eng genau ist die enge Pforte?


inntellihgaent 
Beitragsersteller
 06.05.2025, 14:37

Kannst Du das von Dir Zitierte in einen Satz komprimiert wiedergeben ?

chrisbyrd  06.05.2025, 23:44
@inntellihgaent

Der schmale Weg = Errettung durch den Glauben an Jesus Christus.

Der breite Weg = Errettung durch eigene Werke, Selbstgerechtigkeit und Selbsterlösung.

Den breiten Weg gehen die meisten Religionen, während wir bei Jesus den schmalen Weg finden: Wir erhalten das ewige Leben in Gottes Herrlichkeit geschenkt, wenn wir an Gott glauben und Ihm vertrauen!

inntellihgaent 
Beitragsersteller
 07.05.2025, 12:47
@chrisbyrd

Dass der Weg SCHMAL ist, hat doch eine symbolische Bedeutung. Welche?

Stell dir die christliche Religion wie eine Sammlung moralischer Grundsätze vor (auch wenn sich kaum jemand daran hält oder gehalten hat), dann wird es verständlich.

Es gibt auch den Ausspruch "The only thing necessary for the triumph of evil is for good men to do nothing".

Es ist halt weniger bequem, sich gegen Unrecht aufzulehnen, statt bspw die Augen davor zu verschließen. Der schmale, mühsame Pfad statt des breiten, bequemen.

Das heißt, es ist schwierig. Es geht nicht automatisch, nicht ohne Anstrengung. Man kann den Eingang verpassen. Vor allem muß man sich bücken, braucht also Demut.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Praktizierender Katholik. Lese viel zu Glaubensfragen.

inntellihgaent 
Beitragsersteller
 07.05.2025, 05:22

Offensichtlich sehr schwierig. Denn viele gehen ja auf dem breiten Weg.

Athanasius71  07.05.2025, 10:44
@inntellihgaent

Ja, die meisten gehen den anderen Weg. Aber schwer ist es nicht. Man muss den engen Weg nur gehen wollen, dann ist es leicht. Im Wollen oder Nichtwollen liegt die Schwierigkeit, meines Erachtens.

Athanasius71  07.05.2025, 13:01
@inntellihgaent

Ja, das klingt jetzt tatsächlich danach, habe nicht aufgepasst. Es ist tatsächlich schwierig, aber nicht so, wie die meisten denken, so meine ich das. In meiner obigen Antwort auf die Frage meinte ich mit schwierig, dass eine Anstrengung notwendig ist. Sich dazu zu entschließen fällt den meisten schwer.

Nur wenige werden sich bekehren und damit den Weisungen der Bibel folgen.

1.. Erkennen, dass man in Gottes Augen nicht so gelebt hat, wie Gott es möchte. Reue über die gemachten Sünden haben.

2. Bereit sein, sein Leben Jesus Christus zu übergeben.

3. Anerkennen, dass Jesus für alle unsere Sünden am Kreuz gestorben ist.

4. Den Willen sein Leben zu ändern und so zu leben, wie es uns Jesus vorgelebt hat. Möglichst Sünden zu vermeiden. Für die Not der Mitmenschen da sein.

5. Die Lebensumkehr wird mit der öffentlichen Taufe bestätigt (Markus 16,16 und Lukas 3,3). Die Baby-Taufe zählt nicht.

Er (Jesus) sagte: »Es steht doch dort geschrieben: Der von Gott erwählte Retter muss leiden und sterben, und er wird am dritten Tag von den Toten auferstehen. Allen Völkern wird in seinem Auftrag verkündet: Gott vergibt jedem die Schuld, der zu ihm umkehrt. Lukas 24,46-47

Da machte sich Johannes auf den Weg und zog durch das ganze Gebiet am Jordan. Überall forderte er die Leute auf: »Kehrt um zu Gott und lasst euch von mir taufen! Dann wird er euch eure Sünden vergeben.« Lukas 3,3

…denn wenn du mit deinem Mund bekennst: Herr ist Jesus - und in deinem Herzen glaubst: Gott hat ihn von den Toten auferweckt, so wirst du gerettet werden. Denn mit dem Herzen glaubt man und das führt zur Gerechtigkeit, mit dem Mund bekennt man und das führt zur Rettung – Römer 10,9 – 10

 Gott hat seinen Knecht Jesus zu euch geschickt und bietet euch damit das Heil an. Er wird euch segnen, wenn ihr umkehrt und euer Leben ändert. Apostel 3,26

 20 Zuerst habe ich in Damaskus und Jerusalem gepredigt, dann in Judäa und bei den übrigen Völkern. Überall aber ich verkündet, die Menschen sollten sich von der Sünde abwenden, zu Gott umkehren und durch ihr Leben zeigen, dass es ihnen damit ernst ist. Apostel 26,20

 Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Johannes 3,16


inntellihgaent 
Beitragsersteller
 07.05.2025, 05:24

Also sind die meisten Menschen Masochisten?! Die Konsequenzen des breiten Weges sind ja bekannt.

Nefesch  07.05.2025, 08:15
@inntellihgaent

Masochisten, die sich selbst nicht richtig einschätzen - durch Widerwillen, einem anderen untertan zu sein, also Hochmut, dann die Bosheit im Herzen, die Triebe ("Werke des Fleisches") wie Geilheit, Habgier, Rachsucht usw.

„Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. ‭‭Galaterbrief‬ ‭5‬:‭19‬-‭22‬, ‭24‬ ‭

inntellihgaent 
Beitragsersteller
 07.05.2025, 12:17
@Nefesch

Also Masochisten. Das heißt, sie freuen sich auf die ewigen Qualen des Höllenfeuers. ?

Und inwiefern schätzen sie sich selbst nicht richtig ein?

Ich rede immer wieder mit Menschen, die sich daran stören, wie kompromisslos die Botschaft vom Kreuz ist. Auch ich habe früher so gedacht.

Doch Jesus hätte es in Matthäus 7,13-14 nicht deutlicher sagen können:

„Ihr könnt das Reich Gottes nur durch das enge Tor betreten. Die Straße zur Hölle ist breit und ihre Tür steht für die vielen weit offen, die sich für den bequemen Weg entscheiden. Das Tor zum Leben dagegen ist eng und der Weg dorthin ist schmal, deshalb finden ihn nur wenige.“

Und in Johannes 14,6 sagt Jesus:

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“

Vor vielen Jahren, noch bevor ich Jesus mein Leben anvertraut hatte, besuchte ich ein paar neue christliche Freunde. Sie stellten mir einen Mann namens Dana vor. Ich sagte zu ihm: „Dana, es gibt viele Wege zu Gott. Ich habe meinen Weg, jemand anderes hat seinen Weg und ihr Christen habt euren Weg.“ Er sagte: „Bayless, das stimmt nicht. Es gibt nur einen Weg zu Gott und das ist sein Sohn Jesus Christus.“ Ich fühlte mich von seiner Antwort gekränkt. Wie konnte er das mit solcher Gewissheit behaupten? Er tat so, als würden alle, die sich nicht für Jesus entscheiden, falsch liegen. Heute weiß ich, dass Dana recht hatte.

Jesus ist der Weg. Punkt. 

Ich glaube, dass Gott jeden zu sich zieht, der ernsthaft nach ihm sucht. Doch der einzige Weg ist Jesus Christus. Wir müssen unser Vertrauen allein auf ihn und sein Opfer setzen und nicht auf unsere guten Werke oder etwas anderes, um vor Gott gerecht zu werden. Man kann sagen, dass es viele Wege zu Jesus gibt. Aber Jesus ist der einzige Weg zum Vater. 

Mein Weg zu Jesus bestand aus Drogen, fernöstlichen Religionen und Zerbruch. Doch zum Schluss stand ich am Fuß des Kreuzes und vor dem auferstandenen Retter!

Ich durfte entdecken, dass das Kreuz genau das Gegenteil von Habgier, Stolz und dem Wunsch nach Erfolg ist. Es zwingt uns dazu, an die Ewigkeit zu denken. Wir können nicht Jesus annehmen und trotzdem ein selbstsüchtiges Leben führen. Wir sollen in sein Ebenbild verwandelt werden.

Ich habe auch viel über die Macht des Kreuzes gelernt: Es wird zwar immer Gegner geben, aber sie werden seinen Vormarsch nie aufhalten können! Die Geschichte zeigt, dass die Kirche nur umso mehr wächst, je mehr sie verfolgt wird.

Aber das Wichtigste ist, dass das Kreuz von Jesus unser Siegesbanner über Schuld, Scham, Hoffnungslosigkeit, Angst und sogar den Tod ist. Das Kreuz von Jesus ist eine weit offen stehende Tür, die zu Gnade, Barmherzigkeit, Liebe und ewigem Frieden führt. Es ist Gottes Einladung an dich, aus der Dunkelheit heraus in sein wunderbares Licht zu treten. 

Jesus vergleicht in Matthäus 7,13-14 zwei Lebenswege: Der breite, leicht begehbare Weg zieht viele an, doch er endet im Verderben. Im Gegensatz dazu führt der schmale Weg durch eine enge Pforte zum ewigen Leben, wird aber nur von wenigen gefunden. Dieser Kontrast verdeutlicht, dass wahre Gottesnachfolge keine bequeme Massenbewegung ist, sondern eine bewusste, anspruchsvolle Entscheidung erfordert. Jesus warnt vor oberflächlichem Glauben und betont, dass nur die aufrichtige Hinwendung in der Kreuzesnachfolge zum wahren Leben führt.


inntellihgaent 
Beitragsersteller
 06.05.2025, 12:42

Also "SCHMAL" / "ENG" = UNBEQUEM, ANSPRUCHSVOLL

Das es schwer ist ein gutes Leben zu führen, und damit "ewiges Leben" zu erreichen, und das es viel leichter ist, zu sündigen und damit nach dem Tod endgültig tod zu sein


Nefesch  06.05.2025, 21:38

Ewiges Leben erreichst du nicht, indem du ein gutes Leben führst, sondern indem du Jesus in dir wohnen lässt: „denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten, sodass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist.“

‭‭Römerbrief‬ ‭3‬:‭23‬-‭24‬ ‭SCH2000‬‬ https://bible.com/bible/157/rom.3.23-24.SCH2000

inntellihgaent 
Beitragsersteller
 07.05.2025, 05:27
@Nefesch

"indem du Jesus in dir wohnen lässt" klingt so schön und einfach und leicht. Ganz anders als der von mir zitierte Vers.

Nefesch  07.05.2025, 09:29
@inntellihgaent

Wenn du Jesus durch Glauben an IHN in dein Herz und Verstand eingelassen hast, dann erlebst du, wie es ist, einen GROßEN, EINEN HERRSCHER zu beherbergen. Er bringt einen unbeschreiblichen Frieden und Freude in dein Leben - er stellt jedoch auch Ansprüche: es gibt eine gute Beschreibung vom Wohnen Gottes/Jesu in dir - in deinem Haus. Er moniert eines Tages, dass es in deinem Haus stinkt und fordert dich auf, IHM ALLE Räume im Haus zu öffnen. Ganz versteckt auf dem Dachboden hast du eine verschlossene Kammer aus der dieser Verwesungsgestank dringt - und du sträubst dich zuerst, diese Kammer zu öffnen, bis Jesus androht, das Haus zu verlassen, wenn du IHM diese Kammer nicht öffnest. Zitternd und bebend tust du es dann - und Jesus in seiner Macht reinigt sie vom Unrat und der Leiche - und du bist entlarvt und glücklich!

Deamonia  07.05.2025, 09:52
@Nefesch

In der Bibel gibt es zig verschiedene Behauptungen was jeweils nötig sei um ewiges Leben zu erhalten.

-Allein der Glaube zählt, keine Taten

-Ohne gute Taten geht es nicht

-An einer Eucharistiefeier Teilnehmen (demnach würde sogar ich als Atheistin "ewiges Leben" erhalten wenn es sowas gäbe, da ich als Kind mal an sowas teilgenommen habe)

-gutes Leben führen

und so weiter...