Warum wurde Berlin zur Hauptstadt?

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Berlin war ab dem Anfang des 18. Jahrhunderts bereits die Haupt- und Residenzstadt Preußens. Bei der Gründung des Deutschen Reiches 1871 war Preußen der mit Abstand größte und einflussreichste der deutschen Staaten, Berlin damit also die im politischen Sinne wahrscheinlich bedeutendste der deutschen Städte. Zudem wurde die Gründung des Deutschen Reiches maßgeblich durch den preußischen Ministerpräsidenten Bismarck vorangetrieben.

Dies alles trug dazu bei, dass die preußische Hauptstadt auch die deutsche Hauptstadt wurde.

Berlin war schon lange die Hauptstadt Preußen, von 1871-1945 war es dann die Hauptstadt Deutschland. Mit Ende des 2. WK und den alliierten Rechten unterlag Berlin ein Sonderstatus und (West)Berlin war kein Teil der Bundesrepublik, wenn auch eng mit der Bundesrepublik verbunden. Daher konnte man nicht (West)Berlin als Hauptstadt der BRD wählen und nahm den Notbehelf Bonn. Bonn lag nur als Provisorium, auch wenn man nicht annahm, es wird es für 40 Jahre.

Mit den 2+4 Verträgen wurde auch (West)Berlin wieder Teil der Bundesrepublik und konnte daher wieder Bundeshauptstadt werden, was dann in einer durchaus emotionalen Bundestagsdebatte wurde.

Weil Berlin schon immer die Hauptstadt war. Nur in der Zeit der Trennung zwei deutscher Staaten wurde ersatzweise Bonn gewählt. Nach der Wiedervereinigung brauchte man Bonn nicht mehr. 

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