Warum waren die Nazis gegen die Zeugen Jehovas?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Lies diese Rezession zum Buch von Hans Hesse „Am mutigsten waren immer wieder die Zeugen Jehovas“. Dann hast Du eine objektive Antwort von Nicht-Zeugen:

https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-4218

Hier ein Auszug:

>Zeugen Jehovas wurden verfolgt, weil sie sich aufgrund ihrer religioesen Ueberzeugung im NS-System nicht gleichschalten liessen: sie verweigerten z.B. den "Hitler-Gruss", traten nicht in NS-Organisationen ein, lehnten den voelkischen Gedanken und den Antisemitismus ab und dienten nicht in der Wehrmacht.

In dieser demonstrativen Bereitschaft, sich den Verhaltensanforderungen der "Volksgemeinschaft" zu widersetzen, sieht Hubert Roser den entscheidenden Konfliktfaktor.

Wenn es auch "nur" aus dem Wunsch nach freier Religionsausuebung geschah, kollidierte dies mit dem Totalitaetsanspruch des Regimes und bedeutete eine Gefahr fuer den NS-Staat.

Trotz Verbots und mehrerer Verhaftungswellen gelang es Zeugen Jehovas, das Gemeindeleben mehrfach im Untergrund zu reorganisieren, die Missionstaetigkeit aufrechtzuerhalten und die Bevoelkerung in reichsweiten Flugblattaktionen ueber den verbrecherischen Charakter des Regimes aufzuklaeren.

Von den ca. 25.000 deutschen Zeugen Jehovas im Jahr 1933 wurden etwa 10.000 fuer eine unterschiedlich lange Dauer inhaftiert. Etwa 2.000 deutsche und etwa 1.000 auslaendische Bibelforscher kamen ins KZ. 1.200 starben oder wurden ermordet. Darunter waren ca. 250 Zeugen Jehovas, die wegen Kriegsdienstverweigerung hingerichtet wurden. 

Die Verfolgung der Zeugen Jehovas wies einige Besonderheiten auf: 

sie gehoerten zu den ersten Verfolgtengruppen 

sie widerstanden als Gruppe geschlossen und unbeugsam dem Nationalsozialismus 

sie wurden in den KZ mit einem besonderen Zeichen stigmatisiert (lila Winkel) 

sie stellten unter den abgeurteilten Kriegsdienstverweigerern mit Abstand die groesste Zahl 

in den Frauen-KZ stellten die Zeuginnen Jehovas zeitweise die groesste Haeftlingszahl 

sie bildeten in den KZ eine der festesten Solidargemeinschaften 

Nach Henry Friedlander stieg der Anteil der Zeugen Jehovas an den KZ-Haeftlingen bis 1939 auf mindestens 10% an, in vielen Lagern erreichte er aber einen hoeheren Prozentsatz (3).

Um den Willen der Bibelforscher zu brechen, machte die SS ihnen das meist vergebliche Angebot, aus dem KZ entlassen zu werden, sobald sie eine Erklaerung unterschrieben, mit der sie ihrem Glauben abschwoeren und Glaubensbrueder denunzieren wuerden. Der sozusagen "freiwillige" Verbleib im KZ ist eine weitere Singularitaet.<

13

Ja aber erst nachdem der ,,diplomatische" Lösungsweg (Schleimbrief der US-ZJ- Zentrale an AH mit Verunglimpfung der Juden) bei Adolf H. keine Beachtung fand. Immer schön vollständig bleiben.

2
60

Historiker sind sich einig: ZJ gehören zu den mutigsten Verweigerern des Hitler-Regimes. Weitere Auszüge aus oben genannter Quelle bestätigen das:

>Obwohl die Bibelforscher aufgrund ihres Gehorsams und ihrer Ehrlichkeit oft fuer vertrauenswuerdige Arbeiten herangezogen wurden, sah die SS in ihrem nicht zu brechenden Bekennermut und den damit verbundenen Wertvorstellungen eine Gefahr.

Sie avancierten daher als Haeftlingsgruppe zum bevorzugten Hassobjekt, das permanent dem Terror der SS ausgesetzt war. Trotz restriktiver Massnahmen vertraten sie mit religioeser Radikalitaet ihre Auffassungen und bewahrten dadurch ihre Selbstachtung. 

Zeuginnen Jehovas beteiligten sich weit mehr an Widerstandsaktivitaeten als Frauen anderer Gegnergruppen. Juergen Harder und Hans Hesse nennen als Einweisungsgruende ins Frauen-KZ Moringen u.a. Schriftenherstellung bzw. -verteilung, Treffen mit Glaubensgenossen, Reorganisation von Ortsgruppen, Grussverweigerung, Wehrkraftzersetzung und Luftschutzsabotage.

Im KZ Moringen verhielten sich die Zeuginnen Jehovas diszipliniert und arbeiteten fleissig. Ab 1936 widersetzten sie sich aber kollektiv der Lagerleitung, wenn diese Arbeiten forderte, in denen die Frauen eine direkte Unterstuetzung des NS-Staates und seiner Kriegsvorbereitungen sahen. 

Martin Guse zeigt, dass auch Kinder betroffen waren. Sie wurden nicht nur mit der Haft der Eltern oder zunehmender Entrechtung konfrontiert, sondern auch nationalsozialistischen Lehrplaenen, dem Druck von NS-Jugendorgani-sationen und der permanenten Einforderung von Loyalitaetskundgebungen gegenueber dem NS-Staat ausgesetzt.

Den Muettern, die versuchten ihre Kinder vor den persoenlichkeitsdeformierenden Zumutungen zu bewahren, sie z.B. bestaerkten, den "Hitler-Gruss" zu verweigern, ging es um mehr als um Glaubensgebote: es ging um die Erziehung von integeren Menschen, deren Selbstachtung nicht gebrochen werden sollte.

Weil sie sich dem System konsequent verweigerten, hatten Zeugen Jehovas nach Ursula Krause-Schmitt unter gegen ihre Familien gerichteten Zwangsmassnahmen staerker zu leiden als andere Gegnergruppen.

Selbst "Kinderraub" wurde als Druckmittel eingesetzt, um den Widerstand der Zeugen Jehovas zu brechen. Bis 1974 waren etwa 860 Faelle bekannt, in denen Kinder in Nazi-Pflegefamilien oder Erziehungsheime verschleppt wurden, aber es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Betroffenen noch weit hoeher liegt.<

Dass Moronia, ManfredFS und Co. hier gegen die Zeugen Jehovas zu Felde ziehen, ist bekannt. Es entspringt ihrem Hass gegen ZJ.

7
32
@OhNobody

Das zeugen Jehovas in den KZ inhaftiert waren und oft auch hingerichtet wurden ist unstrittig und z.b in wiki nachprüfbar.

Frage : Gibt es nicht auch andere Christen von anderen Glaubensgemeinschaften denen dasselbe Schicksal widerfahren ist ?

4
60
@EXInkassoMA

Die gibt es. Bonhoeffer, ein führendes Mitglied der Bekennenden Kirche, wurde 1943 von den Nationalsozialisten verhaftet und 1945 wegen angeblicher Beteiligung an der Verschwörung gegen Hitler hingerichtet. Er war aber neben vereinzelten anderen eine Ausnahme.

Die Regel beschreibt Paul Johnson in dem Werk A History of Christianity (Eine Geschichte des Christentums):

„Im großen und ganzen haben beide Kirchen das Regime massiv unterstützt. . . . Von den 17 000 evangelischen Pastoren gab es nie mehr als 50, die eine längere Strafe [wegen der Weigerung, das Naziregime zu unterstützen] verbüßten.

Von den Katholiken wurde nur ein Bischof aus seiner Diözese verbannt, und ein weiterer erhielt eine kurze Haftstrafe wegen Devisenvergehen.“

Über diejenigen, die an ihren Grundsätzen festhielten, schreibt P. Johnson: „Die Tapfersten waren die Zeugen Jehovas, die von Anfang an keinen Hehl aus ihrer oppositionellen Überzeugung machten und entsprechend leiden mußten. Sie lehnten jede Zusammenarbeit mit dem Nazistaat ab.“

Seit damals haben weitere Geistliche mit grausamen Regimen zusammengearbeitet, um Prominenz, Macht und Wohlstand zu behalten. In einem Leitartikel der Zeitschrift National Catholic Reporter (12. April 1985) hieß es:

„Das Versagen der katholischen Kirche in Argentinien ist eine Geschichte des Stillschweigens — sogar der Mittäterschaft — gegenüber einem grausamen Militärregime, einem der schlimmsten Regime der Neuzeit. . . . Die Prälaten der Kirche befanden sich in einer Position, in der sie kein Blatt vor den Mund zu nehmen brauchten und der Sache ein anderes Gesicht geben, ja dem Regime vielleicht sogar die religiöse Legitimation entziehen konnten. Doch fast bis auf den letzten Mann sagten sie nichts. Einige Kleriker, manche in Militäruniform, billigten sogar Folterungen und Tötungen.“

(aus ZJ-Lit.)

5
13
@OhNobody
Historiker sind sich einig: ZJ gehören zu den mutigsten Verweigerern des Hitler-Regime

Du, das bestreitet doch niemand, auch wenn sie nicht die Einzigen waren. Homosexuelle wurden auch verfolgt und getötet. Und zahlreiche Christen auch. Von den Juden ganz zu schweigen.

Die Zentrale der ZJ in den USA verheimlicht aber, dass der damalige Präsident der ZJ versucht hat, sich bei AH einzuschleimen - und das sogar auf Kosten der Juden! - , um einem Verbot der ZJ und den damit verb. Verlust des Besitzes zu entgehen. Erst nachdem AH gezeigt hat, dass die ZJ verbieten will, kam der brühmte Brief, wo der Präsident Rutherford ZJ AH gedroht hat.

Das ist kein ehrlicher Umgang mit der eigenen Geschichte.

Seit damals haben weitere Geistliche mit grausamen Regimen zusammengearbeitet

Längst nicht alle! Gehört auch zur Vollständigkeit.

3
7
@OhNobody

Ist der erste Brief der Zeugen Jehovas an Hitler eine Fälschung ?

1
31
@EXInkassoMA

Du solltest vielleicht mal über deine Wortwahl nachdenken. Das war schonmal besser. Aber ich zitiere mal aus dem Artikel deiner Verlinkung:

So begann die SS gegen Ende 1940 damit, alle Geistlichen, unabhängig von der Konfession, aus den Konzentrationslagern ins Lager Dachau zu überstellen. Die Geistlichen wurden in den drei nebeneinander liegenden Wohnbaracken Block 26, 28 und 30 untergebracht. Während die Häftlingsgruppe der katholischen Priester hinsichtlich ihrer Haftbedingungen Unterstützung ihrer Amtskirche erhielt,[2] fehlte den inhaftierten evangelischen Geistlichen, die vor allem der Bekennenden Kirche angehörten, entsprechende Unterstützung. Auf Seiten der Evangelischen Kirche in Deutschland bestand mit der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) weder eine einheitliche Kirchenleitung noch eine gemeinsame Haltung sämtlicher Landeskirchen und Gliederungen gegenüber dem Nationalsozialismus.[3]

Ab dem 11. April 1941 erhielten alle Geistlichen eine größere Brotration und andere Vergünstigungen, zum Beispiel täglich einen Viertelliter Kakao, einen Viertelliter Messwein und einen Achtelliter Bier. Die Lebensmittelprivilegien waren vom Vatikan finanziert. Einmal wöchentlich wurden die Priester gewogen, zweimal pro Woche nahmen sie ein Bad. Je eine Stunde vormittags und nachmittags teilte ihnen die SS „Bettruhe“ zu. Die Vergünstigungen kamen bei anderen Häftlingen und bei SS-Leuten nicht gut an. Die SS-Truppen waren nun z. B. darauf bedacht, dass die Geistlichen nur in ihrem Beisein das Bier austranken oder den Gottesdienst abhielten – und jeweils möglichst schnell.

Quelle: Wikipedia

Diese Behandlung einiger Geistlicher, die meist aus politischen und nicht aus religiösen Gründen in Haft waren, mit der Verfolgung der Zeugen zu vergleichen, hinkt doch etwas und mit dieser Begründung OhNobody als Lügner zu bezeichnen, halte ich schlicht für eine Frechheit. Dass alle inhaftierten Geistlichen in drei Blocks passten, sagt schon etwas über die "große Menge" der Inhaftierten aus. Da mein eigener Großvater ebenfalls in Dachau für 4 Jahre inhaftiert war, sind mir die Haftbedingungen der "normalen" Häftlinge gut bekannt. Da war nix mit Kakao, Messwein und Bier und auch an 2 Stunden Mittagsschläfchen war da nicht zu denken.

Vielleicht solltest du deine Kommentar an OhNobody nochmal überdenken.

2
60
@EXInkassoMA

Bist Du mit dem falschen Bein zuerst aufgestanden? Hier Zahlen:

>Von den rund 2.700 im KZ Dachau inhaftierten Geistlichen unterschiedlicher Nationalität waren fast 95 Prozent katholischen Glaubens. Mindestens 160 deutsche Priester und 110 Laien büßten ihre Standhaftigkeit gegenüber dem Nationalsozialismus mit dem Leben.

—————

Etwa 900 Pfarrer der „Bekennenden Kirche“ und Mitglieder ihrer Gemeinden kamen für kürzere oder längere Zeit in Haft. Manche wurden ins KZ verschleppt, darunter Pfarrer Niemöller als „persönlicher Gefangener des Führers“. Einige von ihnen überlebten die Quälereien nicht, denen sie während der Haft ausgesetzt waren.

—————

Ab Mitte der 1930er Jahren verschärften die braunen Machthaber ihre Verfolgungsmaßnahmen drastisch: Schätzungsweise 10.000 Zeugen Jehovas wurden zwischen 1933 und 1945 inhaftiert, mehr als 2.000 davon in Konzentrationslagern. Dort genossen sie bei ihren Mitgefangenen wegen ihrer Unbeugsamkeit und Gesinnungstreue hohes Ansehen. Als einzige Religionsgemeinschaft bekamen die Zeugen Jehovas die Möglichkeit, sich von ihrem Glauben loszusagen und sich damit die Freiheit zu „erkaufen“. Nur sehr wenige nahmen dieses Angebot an.

1.200 Zeugen Jehovas kamen während der Haft bzw. bei Gewaltakten ums Leben, etwa 250 davon wurden wegen der Verweigerung des Kriegsdienstes hingerichtet. Obwohl die Angehörigen dieser christlichen Vereinigung nicht etwa die Änderung der politischen Ordnung anstrebten, sich dem NS-Regime vielmehr ausschließlich aus Treue zu ihren Glaubensgrundsätzen widersetzten, wurden sie erbarmungslos verfolgt.<

Quelle: http://www.ns-dokuzentrum-rlp.de/index.php?id=602

Willst Du im Ernst herunterspielen, dass die 25 000 deutschen Zeugen Jehovas — die mengenmäßig im Vergleich mit der kath. u. der evang. Kirche weit in der Unterzahl waren — mit den größten Blutzoll bezahlten?

Willst Du Hanns Lilje, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, als Lügner hinstellen, der 1947 feststellte, dass "keine christliche Gemeinschaft ... sich mit der Zahl ihrer Blutzeugen auch nur von ferne messen" könne? (https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-4218)

Nasowas ...

Wenn Du in Zukunft andere der Lüge bezichtigen möchtes, dann fass Dir erstmal an die eigene Nase, Du freches Ding. Deine Verarsche ist aufgeflogen.

2
32
@Apfelwerfer

Meine Wortwahl ist passend. Eher noch zurückhaltend.

Hier werden die Opfer nachträglich verhöhnt.

Das ZJ typische extrem selektive Zitieren der passenden wiki Texte verstärkt den Eindruck noch.

In den Klammern siehst Du die Todeszahlen. Kein Wort daruber vin Dir !! Das Hunderte katholischer Geistlicher aufgrund medizinischer malaria Experimente ermordet wurden findet ebenfalls keine Erwähnung bei Dir !

Kakau und Achteliter Bier wird andererseits von Dir fettgedruckt. Warum fettgedruckt ? Was willst Du damit sagen ? Du weist ebenfalls fettgedruckt auf die Größe der Baracken hin ! Was willst Du damit suggerieren ?

Etwa : schaut sie euch an , Die bösen Katholiken sitzen aus politischen Gründen mit Bier und Kakau in grossen KZ Räumlichkeiten und lassen es sich gut gehen.

Na ja , ihr habt ja den lobenden Himmlerbrief.

0
32
@OhNobody

Wer bewusst Fakten weg lässt , wie bei Deinem 1 Beitrag, sagt nicht die ganze Wahrheit So einfach ist das. Bei dem Einteilen in wahre Opfer ( ZJ) und falsche Opfer ( kath) hab ich Null Toleranz

Jetzt hast Du anschließend wenigstens den wichtigen wiki Absatz nachgeschoben : 95 % waren katholisch.

1
60
@EXInkassoMA

Setz das mal in Prozent. Dann hast Du reale Aussagen. Es ist eine Schande, wie Du geschichtliche Tatsachen fälschen willst.

1
31
@OhNobody

Komisch beim kindesmissbrauch in Australien bestehst du darauf man sollte doch bedenken, das bei der katholischen Kirche nur der Missbrauch von Geistlichen berückst wird bei den Zeugen aber der von allen zeugen

hier bestehst du umgekehrt darauf das die 2000 im kz ja in Relation zu der geringen Anzahl von zeugen Jehovas eine riesige Gruppe waren,

nun in Relation zu allen 60000 zj in Australien sind 2500 Missbrauchsopfer auch eine riesige Zahl...

1
31
@EXInkassoMA

Sorry EX, aber ich muss es einfach mal schreiben: Du tackerst nicht mehr ganz richtig. Es gibt bei vielen Dingen eine Menge Fakten. Nur weil man nicht alle vorhandenen Fakten bis ins Detail nennt, heißt das noch lange nicht, dass man die nicht genannten Fakten leugnet. Aber irgendwie kapierst du das nicht. Fahr echt mal ein bisschen runter, damit man sich mit dir wieder vernünftig auseinandersetzen kann.

1
31

Ziemlich einseitige Darstellung die vor allem die Millionen anderen Opfer der nazi ignoriert und so tut als wären die Zeugen Jehovas die einzigen Opfer und die welche am meisten leiden mussten. Was für eine gesinnung Zeugen Jehovas haben zeigt ja die offene Bewunderung von Nobody der himmler gute Ideen zuschreibt und sofort quasi vorbeugend jede kritik anderer sofort als Hass und Hetze bezeichnet.

fakt ist, so wie zeugen Jehovas heute mit allen umgehen die warum auch immer diese Sekte verlassen zeigt, es ist eine Diktatur im Gewand einer Sekte und mehr nicht. Wenn zj die macht hätten ihren Hass gegen jeden der nicht ihrer Meinung ist in taten umzusetzen wäre schlimmes zu erwarten. In den 50 er Jahren schrieben sie offen im Wachtturm leider könnte man abtrünnige ja nicht steinigen weil es die Gesetze nicht erlauben. Das sagt alles.

2
32
@ManfredFS

Die anderen Opfer werden in den Dreck getreten. Sind halt keine wahren Christen.

Aber immerhin : Himmler lobt die Ehrlichkeit der Zeugen Jehovas explicit in einem Brief.

Auf diesen Brief kann man stolz. Der Hammer ey

3
36
@ManfredFS

Fakt ist, dass ich persönlich viele Männer und Frauen kennen lernte, die im KZ waren! Zudem, kennst du den berühmten Geiger Schnuckenack Reinhard? Seine Schwester war im KZ als sie 12 Jahre alt war. Sie hatte eine Zeugin Jehovas kennen gelernt, die wegen ihrer neutralen Haltung eingesperrt war. Also mein lieber, hör auf Tatsachen zu leugnen!

1
60

Danke für das Sternchen ...

3

Da hier viele Gegner von Zeugen Jehovas bemüht sind, Tatsachen zu verdrehen, kopiere ich hier einen Artikel aus „Erwachet“ 1995, 22.8, ab S. 7 rein. Diese Angaben sind jederzeit überprüfbar:

>Die Verbrechen der Nationalsozialisten aufgedeckt

IN DEN 20er Jahren, als Deutschland sich nur schwer von der Niederlage im Ersten Weltkrieg erholte, verbreiteten Jehovas Zeugen eifrig enorme Mengen biblischer Literatur. Dadurch wurde den Menschen in Deutschland nicht nur Trost und Hoffnung vermittelt, sondern ihnen wurde auch die wachsende Macht des Militarismus ins Bewußtsein gebracht. Zwischen 1919 und 1933 ließen die Zeugen durchschnittlich 8 Bücher, Broschüren oder Zeitschriften in jedem der schätzungsweise 15 000 000 deutschen Haushalte zurück.

Die Zeitschrift Das Goldene Zeitalter beziehungsweise Trost lenkte die Aufmerksamkeit ihrer Leser des öfteren auf die Militarisierung in Deutschland. 1929, mehr als drei Jahre bevor Hitler an die Macht kam, machte die deutsche Ausgabe des Goldenen Zeitalters folgende kühne Aussage: „Der Nationalsozialismus ist . . . eine Bewegung, die . . . direkt im Dienste des Feindes der Menschen, des Teufels, . . . tätig ist.“

Unmittelbar vor der Machtübernahme Hitlers hieß es im Goldenen Zeitalter vom 4. Januar 1933 (engl.): „Die Maschinerie der nationalsozialistischen Bewegung rückt bedrohlich näher. Es scheint unfaßbar, daß eine politische Partei, die so klein begann und eine so ungewöhnliche Politik betreibt, im Laufe von nur wenigen Jahren eine Größe angenommen hat, die das Gefüge einer nationalen Regierung in den Schatten stellt. Dennoch, Adolf Hitler und seine nationalsozialistische Partei haben diese seltene Leistung vollbracht.“

— Bitte um Verständnis

Am 30. Januar 1933 wurde Hitler Reichskanzler, und einige Monate später, am 4. April 1933, beschlagnahmte man das Magdeburger Zweigbüro der Zeugen Jehovas. Am 28. April 1933 wurde die Verfügung aufgehoben und das Eigentum zurückgegeben. Was geschah als nächstes?

Trotz der offenkundig feindseligen Haltung des Hitlerregimes veranstalteten Jehovas Zeugen am 25. Juni 1933 einen Kongreß in Berlin. Etwa 7 000 Personen waren anwesend. Die Zeugen taten ihre Absichten öffentlich kund. „Unsere Organisation ist keineswegs politisch; wir bestehen nur darauf, das Wort Jehova Gottes dem Volke zu lehren und dies ohne Behinderung tun zu können.“

Demnach bemühten sich Jehovas Zeugen aufrichtig, ihren Fall darzulegen. Mit welchen Folgen?

— Der Angriff beginnt

Die unverrückbar neutrale Haltung der Zeugen Jehovas sowie ihre Loyalität gegenüber Gottes Königreich war für die Reichsregierung unannehmbar. Die Nationalsozialisten beabsichtigten nicht, jemand zu tolerieren, der sich in irgendeiner Form weigerte, ihre Ideologie zu unterstützen.

Am 28. Juni 1933, unmittelbar nach dem Kongreß in Berlin, ließ die Reichsregierung das Zweigbüro in Magdeburg erneut beschlagnahmen. Zusammenkünfte der Zeugen wurden aufgelöst und einige Zeugen verhaftet. Bald darauf wurden Zeugen Jehovas von ihrem Arbeitgeber entlassen. Ihre Häuser wurden durchsucht, sie wurden geschlagen und verhaftet. Bis Anfang 1934 waren 65 Tonnen biblische Literatur beschlagnahmt und außerhalb von Magdeburg verbrannt worden.

— Jehovas Zeugen bleiben standhaft

Trotz dieser ersten Angriffe blieben Jehovas Zeugen standhaft und prangerten die Ungerechtigkeiten und die Unterdrückung öffentlich an. Im Wachtturm vom 1. Dezember 1933 erschien der Artikel „Fürchtet euch nicht“. Er war vor allem für die Zeugen in Deutschland gedacht; sie wurden ermahnt, angesichts des zunehmenden Druckes Mut zu fassen.

Am 9. Februar 1934 schickte J. F. Rutherford, der Präsident der Watch Tower Society, ein Protestschreiben an Hitler, in dem es unter anderem hieß: „Sie können einem und jedem Menschen erfolgreich widerstehen, dem Allmächtigen aber können Sie nicht erfolgreich Widerstand leisten. . . . im Namen Jehova Gottes und seines gesalbten Königs, Christus Jesus, verlange ich, dass Sie allen Behörden und Beamten Ihrer Regierung Befehl geben, dass Jehovas Zeugen . . . sich in Deutschland friedlich versammeln und ungehindert Gott anbeten und seinen Geboten gehorchen dürfen.“

Rutherford gab der Reichsregierung bis zum 24. März 1934 Zeit. Sollte den Zeugen in Deutschland bis dahin keine Erleichterung zuteil werden, dann würden die Tatsachen über die Verfolgung in ganz Deutschland und in der übrigen Welt bekanntgemacht, so schrieb er. Das NS-Regime reagierte auf Rutherfords Forderung mit verstärkten Mißhandlungen, und viele Zeugen Jehovas wurden in die gerade errichteten Konzentrationslager eingewiesen. Die Zeugen gehörten damit zu den ersten Häftlingen in diesen Lagern.

Greueltaten des NS-Regimes aufgedeckt

Wie Jehovas Zeugen es angekündigt hatten, begannen sie nun, die Greueltaten in Deutschland aufzudecken. Zeugen aus aller Welt sandten wiederholt Protestschreiben an die Hitlerregierung.

Am 7. Oktober 1934 kamen alle Versammlungen der Zeugen Jehovas in Deutschland zusammen, und ein Brief wurde vorgelesen, der an die Beamten der Hitlerregierung geschickt werden sollte. Darin stand: „Es besteht ein direkter Widerspruch zwischen Ihrem Gesetz und Gottes Gesetz.  . . . Daher teilen wir Ihnen mit, daß wir um jeden Preis Gottes Gebote befolgen, daß wir uns versammeln werden, um sein Wort zu erforschen, und daß wir ihn anbeten und ihm dienen werden, wie er geboten hat.“

An demselben Tag versammelten sich in 49 anderen Ländern Zeugen Jehovas zu einer besonderen Zusammenkunft, um folgendes Telegramm an Hitler zu senden: „Ihre schlechte Behandlung der Zeugen Jehovas empört alle guten Menschen und entehrt Gottes Namen. Hören Sie auf, Jehovas Zeugen weiterhin zu verfolgen, sonst wird Gott Sie und Ihre nationale Partei vernichten.“

Daraufhin nahm die Verfolgung fast unverzüglich zu. Hitler selbst schrie einmal: „Diese Brut wird aus Deutschland ausgerottet werden!“ Aber je stärker der Widerstand wurde, desto entschlossener wurden die Zeugen.

Im Jahr 1935 enthüllte die Zeitschrift Das Goldene Zeitalter (engl.) die inquisitionsähnlichen Foltermethoden des NS-Regimes und sein System von Spitzeln. Außerdem wurde offen dargelegt, daß mit Hilfe der Hitler-Jugend die deutsche Jugend vom Glauben an Gott „gesäubert“ werden sollte. Im darauffolgenden Jahr führte eine landesweite Kampagne der Gestapo zur Verhaftung von Tausenden von Zeugen Jehovas. Kurze Zeit später, am 12. Dezember 1936, führten die Zeugen ihre eigene Kampagne — bis in alle Ecken und Winkel Deutschlands wurden Zehntausende von Exemplaren einer Resolution verteilt, in der gegen die Verfolgung protestiert wurde.

Am 20. Juni 1937 verteilten die Zeugen, die sich noch in Freiheit befanden, eine weitere Botschaft, die schonungslos Einzelheiten über die Verfolgung enthüllte. Darin wurden Namen von Beamten, Zeitpunkte und Orte genannt. Die Gestapo war entsetzt über diese Bloßstellung und auch darüber, daß den Zeugen die Verbreitung geglückt war.

Es geschah aus Nächstenliebe, daß die Zeugen die Deutschen davor warnten, sich nicht von der hochtrabenden Vision eines ruhmvollen tausendjährigen Deutschen Reiches täuschen zu lassen. „Wir müssen die Wahrheit kundtun und die Warnung geben“, hieß es in der Broschüre Schau den Tatsachen ins Auge!, die 1938 herausgegeben wurde. „Wir erkennen in der Totalitätsherrschaft . . . das Machwerk Satans, das als Ersatz für Gottes Königreich hervorgebracht worden ist.“ JehovasZeugen gehörten zwar zu den ersten Opfern des NS-Staates, aber sie verurteilten auch entschieden die Grausamkeiten, die an Juden, Polen, Behinderten und anderen begangen wurden.

In der Resolution „Warning!“ (Warnung!), die 1938 auf einem Kongreß der Zeugen Jehovas in Seattle (Washington, USA) angenommen wurde, hieß es: „Die Faschisten und die Nationalsozialisten, zwei radikale politische Organisationen, haben widerrechtlich die Herrschaft über viele Staaten in Europa an sich gerissen . . . Alle Menschen werden in Reih und Glied gestellt, ein jeder wird all seiner Freiheiten beraubt und gezwungen, sich der Herrschaft eines Willkürdiktators zu beugen, und schließlich wird die Inquisition wieder vollends zum Leben erwachen.“

J. F. Rutherford bediente sich immer wieder der Ätherwellen, um eindringliche Vorträge über die satanische Natur des Nationalsozialismus zu halten. Seine Reden wurden von Rundfunkstationen in der ganzen Welt gesendet; außerdem wurden davon Millionen Exemplare gedruckt und verbreitet. Am 2. Oktober 1938 hielt Rutherford den Vortrag „Faschismus oder Freiheit“, in dem er Hitler ganz eindeutig verurteilte.

„Das allgemeine Volk in Deutschland liebt den Frieden“, verkündete Rutherford. „Der Teufel hat dort als seinen Vertreter einen unbarmherzigen, grausamen, fanatischen Menschen zur Macht erhoben . . . Auf unmenschliche Art verfolgt er die Juden, weil sie einst Jehovas Bundesvolk waren und den Namen Jehovas trugen, und weil Christus Jesus ein Jude war.“

Als das NS-Regime immer schlimmer gegen Jehovas Zeugen wütete, nahmen die Bloßstellungen von seiten der Zeugen sogar noch an Schärfe zu. In der englischen Ausgabe der Zeitschrift Trost vom 15. Mai 1940 hieß es: „Hitler ist durch und durch ein Kind des Teufels, so daß Reden und Entscheidungen aus ihm heraussprudeln wie Wasser aus einer hervorragend funktionierenden Abwasserleitung.“

— Die Grauen der Lager aufgedeckt

Obwohl die Öffentlichkeit bis 1945 größtenteils keine Kenntnis von der Existenz der Konzentrationslager hatte, wurden bereits in den 30er Jahren in den Veröffentlichungen der Watch Tower Society Einzelheiten darüber berichtet. 1937 berichtete Trost (engl.) beispielsweise über Experimente mit Giftgas in Dachau. Bis 1940 waren in den Veröffentlichungen der Zeugen Jehovas 20 verschiedene Lager namentlich genannt worden, und es waren Berichte über die menschenunwürdigen Bedingungen erschienen.

Woher wußten Jehovas Zeugen über die Konzentrationslager so gut Bescheid? Als 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, befanden sich bereits 6 000 Zeugen in den Lagern und in Gefängnissen. Der deutsche Historiker Detlef Garbe schätzt, daß die inhaftierten Zeugen zu jener Zeit zwischen 5 und 10 Prozent aller Häftlinge ausmachten.

Bei einer Informationsveranstaltung über den Holocaust und Jehovas Zeugen sagte Garbe: „Von den etwa 25 000 Personen, die sich zu Beginn des Dritten Reiches als Zeugen Jehovas bekannten, wurden ungefähr 10 000 für eine unterschiedlich lange Dauer inhaftiert. Von diesen wurden über 2 000 in Konzentrationslager eingewiesen. Jehovas Zeugen wurden somit von allen religiösen Gruppen nach den Juden am härtesten von der SS verfolgt.“

In einer im Juni 1940 erschienenen englischen Ausgabe von Trost war zu lesen: „Als Deutschland seinen Blitzkrieg startete, lebten in Polen 3 500 000 Juden . . ., und sollten die Berichte, die die westliche Welt erreichen, richtig sein, so ist die Vernichtung der Juden voll im Gange.“ 1943 wurde in Trost (engl.) bemerkt: „Ganze Völker — Griechen, Polen und Serben — werden systematisch ausgelöscht.“ Bis zum Jahr 1946 waren in den englischen und den deutschen Ausgaben der Zeitschrift Das Goldene Zeitalter beziehungsweise Trost die Namen von insgesamt 60 Gefängnissen und Konzentrationslagern genannt worden.

Frustration bei der NS-Macht

Der NS-Staat versuchte zwar, die Flut von Veröffentlichungen der Watch Tower Society einzudämmen, aber ein Beamter aus Berlin erklärte damals, es sei schwer, ausfindig zu machen, wo die Schriften der Bibelforscher immer noch heimlich gedruckt würden; keiner trage irgendwelche Namen oder Adressen bei sich und keiner verrate den anderen.

Trotz verzweifelter Bemühungen gelang es der Gestapo zu keiner Zeit, mehr als die Hälfte aller Zeugen in Deutschland einzusperren. Man stelle sich vor, wie frustrierend das angesichts des gewaltigen Spitzelapparats des NS-Staates gewesen sein muß — die kleine Gruppe von Zeugen konnte weder gefaßt noch zum Schweigen gebracht werden, noch war man imstande, die emsige Verbreitung ihrer Veröffentlichungen zu stoppen. Die Schriften wurden verbreitet und überwanden selbst die Stacheldrahtzäune der Konzentrationslager.

Sieg über die Barbarei

Die NS-Schergen, die als Meister im Brechen des menschlichen Willens galten, versuchten verzweifelt, Jehovas Zeugen dazu zu bewegen, ihre christliche Neutralität aufzugeben, doch sie versagten kläglich. In dem Buch Der SS-Staat heißt es: „Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die SS psychologisch mit dem Problem der Bibelforscher nicht ganz fertig wurde.“

Tatsächlich gewannen die Zeugen, gestützt durch Gottes Geist, den Kampf. Christine King, Historikerin und Kanzlerin der Staffordshire-Universität in England, beschrieb die beiden gegnerischen Parteien in dem Konflikt: „Auf der einen Seite . . . [die Nationalsozialisten]: gewaltig, mächtig, scheinbar unbezwingbar. Auf der anderen Seite die verschwindend kleine Zahl [der Zeugen] . . ., die außer ihrem Glauben keine andere Waffe besaßen . . . Moralisch gesehen, brachen die Zeugen die Macht der Gestapo.“

Jehovas Zeugen waren eine kleine, friedliche Insel im Herrschaftsgebiet der Nationalsozialisten. Dennoch führten sie auf ihre eigene Weise einen Kampf, den sie auch gewannen — einen Kampf für das Recht, ihren Gott anzubeten, einen Kampf für die Nächstenliebe und einen Kampf für das Bekanntmachen der Wahrheit. ...

Jehovas Zeugen deckten die Existenz der Lager auf

DIE Namen Auschwitz, Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen waren bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs allgemein unbekannt, doch nicht den Lesern der Zeitschrift Das Goldene Zeitalter beziehungsweise Trost. Die Berichte von Zeugen Jehovas, die unter großen Gefahren aus den Lagern geschmuggelt wurden und dann in Wachtturm-Publikationen erschienen, legten die mörderischen Absichten des Dritten Reiches bloß.

Im Jahr 1933 brachte Das Goldene Zeitalter (engl.) den ersten von vielen Berichten über die Existenz von Konzentrationslagern in Deutschland. 1938 veröffentlichten Jehovas Zeugen das Buch Kreuzzug gegen das Christentum in Deutsch, Französisch und Polnisch. Darin wurden die boshaften Angriffe der Nationalsozialisten gegen Jehovas Zeugen gründlich dokumentiert und die Konzentrationslager Sachsenhausen und Esterwegen schematisch dargestellt. (Siehe auch Das Goldene Zeitalter vom 1. Juni 1934, Seite 3—15.)

Der Nobelpreisträger Dr. Thomas Mann schrieb: „Ich habe Ihr so schauerlich dokumentiertes Buch mit größter Ergriffenheit gelesen, und ich kann die Mischung von Verachtung und Abscheu nicht beschreiben, die mich beim Durchblättern dieser Dokumente menschlicher Niedrigkeit und erbärmlicher Grausamkeit erfüllte. . . . durch Schweigen [wird] der Welt die moralische Apathie . . . nur allzu bequem gemacht . . . auf jeden Fall haben Sie Ihre Pflicht getan, indem Sie mit diesem Buch vor die Öffentlichkeit traten“ (Kursivschrift von uns). ...

FORTSETZUNG ...

60

FORTSETZUNG:

— Zeugen Jehovas unter den ersten in den Lagern

MADAME Geneviève de Gaulle, Nichte des ehemaligen französischen Präsidenten Charles de Gaulle, gehörte der französischen Widerstandsbewegung an. Nachdem sie festgenommen und 1944 in das Konzentrationslager Ravensbrück gebracht worden war, lernte sie Zeuginnen Jehovas kennen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hielt Madame de Gaulle in weiten Teilen der Schweiz Vorträge und sprach oft von der Integrität und dem Mut der Zeugen Jehovas. In einem Interview am 20. Mai 1994 sagte sie von ihnen:

„Sie gehörten zu den ersten, die als Gefangene in das Lager deportiert wurden. Viele waren bereits gestorben . . . Wir erkannten sie an ihrem besonderen Abzeichen.  . . . Es war ihnen nicht nur strengstens verboten, über ihren Glauben zu sprechen, sondern auch irgendwelche religiösen Bücher zu besitzen, allem voran die Bibel, die als das aufrührerische Buch schlechthin galt.  . . . Ich weiß jedenfalls von einer Bibelforscherin [Zeugin Jehovas] — und wie ich hörte, war sie nicht die einzige —, die hingerichtet wurde, weil sie ein paar Seiten mit Bibelpassagen besaß.  . . .

Ich bewunderte sie sehr, denn sie hätten ja von heute auf morgen freikommen können, wenn sie durch eine Unterschrift ihrem Glauben abgeschworen hätten. Im Grunde waren diese Frauen, die so schwach und ausgemergelt aussahen, stärker als die SS, die die Macht hatte und alle Mittel aufbieten konnte. Sie hatten Kraft, Willenskraft, und die konnte niemand beugen.

— Verhalten der Zeugen Jehovas in den Lagern

AUS Nächstenliebe teilten die Zeugen Jehovas nicht nur ihre geistige Speise mit anderen Gefängnis- oder Lagerinsassen, sondern auch ihre kargen Essenrationen.

Ein Jude, der das Konzentrationslager Buchenwald überlebte, erzählte: „Dort traf ich die Bibelforscher [Jehovas Zeugen]. Sie bezeugten ständig ihren Glauben. In der Tat, es konnte sie nichts aufhalten, über ihren Gott zu sprechen. Sie waren andern Gefangenen immer behilflich. Als am 10. November 1938 mit dem Pogrom Massen von Juden in das Lager eingeliefert wurden, gingen die ‚Jehovas Schweine‘, wie die Wächter sie nannten, mit einer Brotration zu den alten und ausgehungerten Juden und blieben dafür selbst etwa vier Tage ohne Nahrung.“

Eine Jüdin, die im Lager Lichtenburg eingesperrt war, sagte von den Zeugen Jehovas: „Sie waren sehr mutig und ertrugen ihr Geschick mit Geduld. Obwohl den nichtjüdischen Häftlingen verboten war, mit uns zu sprechen, richteten sich jene Frauen nicht danach, sondern beteten für uns, als ob wir zu ihrer Familie gehörten, und ermahnten uns durchzuhalten.“

— Bemühungen, den Holocaust zu leugnen, vorausgesagt

DIE englische Ausgabe der Zeitschrift Trost vom 26. September 1945 wies darauf hin, daß man in Zukunft möglicherweise versuchen würde, die Geschichte umzuschreiben und das Geschehene zu leugnen. In dem Artikel „Ist der Nationalsozialismus ausgerottet?“ hieß es:

„Propagandisten halten das Volk für vergeßlich. Sie verfolgen die Absicht, Vergangenes auszuradieren und sich in einem neuen Gewand, dem eines Wohltäters, zu präsentieren, um gegen sie sprechendes Beweismaterial unter den Teppich zu kehren.“

In der erwähnten Ausgabe wurde in Vorausschau warnend gesagt: „Bis Jehova in der Schlacht von Harmagedon kämpft, wird der Nationalsozialismus immer wieder aufflammen.“<

ENDE des Artikels.

—————

Bemerkenswert, wie Zeugen Jehovas sich auch für Juden einsetzten.

Diese Ausführungen werden die neuzeitlichen Feinde der Zeugen Jehovas nicht zum Schweigen bringen. Sie werden weiter die Geschichte leugnen und verdrehen. Sie stützen sich auf ein Schreiben der ZJ an Hitler vom Juni 1933, den sie z. T. hinterlistig fehlinterpretieren.

Die geschichtlichen Tatsachen sprechen eine deutliche Sprache. Aber Geschichte wiederholt sich. Bis heute werden Zeugen Jehovas verfolgt — auch hier auf GF.

Ich wünschte, die Macher von GF wären bei diesem Thema etwas aufmerksamer.

7
32
@OhNobody

Hier auf GF werden Zeugen Jehovas verfolgt !!!!!.?????

Bei solchen Aussagen ist man etwas sprachlos

Keine einzige Glaubensgemeinschaft wird auf GF verfolgt.

1
31
@EXInkassoMA

Würde mich glatt wundern, wenn dir die Sprache (auch geschrieben) wegbliebe. Verfolgung ist nicht nur körperliche Gewalt -- auch Verleumdung, Falschdarstellung und Verdrehung von Fakten kann durchaus als eine Form der Verfolgung angesehen werden.

2
60
@EXInkassoMA

Stalking ist eine Form von Verfolgung — siehe Wikipedia:

>Stalking, juristisch Nachstellung, ist das willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder Belästigen einer Person ...<

3
31
@OhNobody

Haben die Zeugen Jehovas im KZ den Juden eigentlich erzählt, dass Gott die Juden verstoßen hat und sie die Zeugen Jehovas nun dass neue Volk Gottes, das geistige Israel sind?

0
31

Kein Wunder das wir kaum noch Wälder haben, acht Bücher in jedem der 15 Millionen Haushalte sind 90 Millionen Bücher ... wie viele Millionen zeugen Jehovas gab es eigentlich zur Zeit hitlers in Deutschland

Bei der Flut an Wahrheit müsstest ihr doch die größte Sekte geworden sein....

aber warum sollte ich die Wachtturm-Gesellschaft fragen wie es in der nazi Zeit war? Die behaupten doch, schon 1919 hat Jesus die ausgewählt weil sie die Wahrheit hatten aber nichts von dem was man 1919 Lehre nannte gilt heute noch. Wer so inflationär mit der Wahrheit umgeht ist Unglaubwürdigkeit in Personen

1

Was möchtest Du wissen?