Warum verfluchte der Herr Jesus die Pharisäer? Was genau ist das Wesen der Pharisäer?

17 Antworten

Im Walvoord-Bibelkommentar findet sich dazu:

"Die Heuchelei und der Unglaube der religiösen Führer des Volkes, der in Kapitel 22 zutage trat, veranlasste Jesus zu einer strengen Mahnung. Er wandte sich an das Volk und an seine Jünger, die im Tempel waren und seinen Debatten mit den Gelehrten zugehört hatten, und warnte sie vor der Lehre ihrer Führer. Ihre geistliche Autorität war zwar nach wie vor anzuerkennen (sie sitzen auf dem Stuhl des Mose, d. h. sie lehren das Gesetz), doch das heuchlerische Gebaren, das sie aus ihrem theologischen Wissen ableiteten, konnte keinesfalls als Vorbild dienen. Sie legten den Menschen schwere Bürden auf und waren dabei selbst nicht gerecht (Mt 23,4).

Alle ihre Werke taten sie, um von den Leuten gesehen zu werden. Ihre Gebetsriemen, Lederbänder mit kleinen Lederbeutelchen, die Pergamentstreifen mit Versen aus dem Alten Testament enthielten und die sie um den linken Arm und vor der Stirn trugen (2Mo 13,9.16; 5Mo 6,8; 5Mo 11,18), waren breit und auffallend. Die Quasten an ihren Kleidern (4Mo 15,38) waren ebenfalls groß und gut sichtbar. Sie liebten Ehrenplätze bei Tisch und ließen sich gern von den Leuten Rabbi nennen, als ob sie Gelehrte wären. So sollten sich die Nachfolger Jesu gerade nicht verhalten. Sie sollten nicht nach Titeln (wie Rabbi, Vater, Lehrer) und gesellschaftlicher Stellung streben, sondern untereinander wie Brüder sein (Mt 23,8).

Jesus sagte nicht, dass es keine Autorität unter den Jüngern geben sollte. Doch er betonte, daß der Dienst für ihn - den einen Meister (didaskalos, wörtlich: "Lehrer") und einen Lehrer (kathEgEtEs, ein bevollmächtigter Führer"; das Wort steht nur an dieser einen Stelle im Neuen Testament) - wichtiger war als irdische Ehrentitel. Die Jünger sollten nie von sich aus oder als Selbstzweck nach Führungspositionen streben, sondern sie stets als Möglichkeit sehen, anderen zu dienen. Die Pharisäer, die sich selbst erhöhten, würden erniedrigt werden; die Menschen, die Jesus folgten und sich selbst erniedrigten, indem sie dienten, sollten eines Tages erhöht werden.

Jesus warnte auch die Schriftgelehrten und Pharisäer, dass sie am Ende der Zeit unweigerlich verloren seien, wenn sie auf ihrem jetzigen Weg weitergingen. Im Rahmen dieser Warnung sprach er sieben Urteilssprüche aus, die alle mit der Wendung "Weh euch" beginnen. Im Gegensatz zu den Seligpreisungen brandmarken diese Weherufe die falsche Religiosität als einen Abscheu für Gott und als Grund für schwerste Bestrafung" . In sechs der sieben Weherufe nannte Jesus die Führer "Heuchler".

Die erste Verurteilung betrifft die Tatsache, dass die Pharisäer andere daran hinderten, in das Himmelreich zu gelangen. Ihre Feindseligkeit gegenüber Jesus hatte viele fromme Juden, die sich an ihrer geistlichen Obrigkeit orientierten, dazu gebracht, sich von ihm abzuwenden. Ihre Weigerung, Jesus als den Messias zu akzeptieren, war für viele ihrer Landsleute zum Stein des Anstoßes und damit zum Verhängnis geworden. Dadurch hatten sie sich schuldig gemacht.

Das folgende "Wehe" richtet sich gegen den fanatischen Eifer der religiösen Führer, die Land und Meer durchzogen, um auch nur einen einzigen "Judengenossen" (prosElyton, "Proselyten") zu gewinnen, d. h. einen Menschen zum Judentum zu bekehren. Das Problem dabei war, dass sie damit viele Menschen zur ewigen Verdammnis verurteilten, denn indem sie ihren Konvertiten die äußerlichen Einschränkungen der rabbinischen Tradition aufzwangen, hinderten sie sie daran, die eigentliche Wahrheit zu erkennen. Ein solcher Bekehrter wurde ein doppelt so schlimmes Kind der Hölle, wie sie es waren, d. h., er wurde pharisäischer als die Pharisäer selbst! "Ein Kind der Hölle" (wörtlich: "der Gehenna"; vgl. V.33), war jemand, der der ewigen Strafe anheimfallen sollte.

Im dritten "Weheruf" geht Jesus auf den betrügerischen Charakter der Pharisäer und Schriftgelehrten ein. (In den beiden ersten Weherufen sprach er von ihrem negativen Einfluß auf andere; in den letzten fünf stehen sie selbst und ihre Werke im Vordergrund.) Wenn sie beispielsweise Gelübde ablegten, bauten sie raffinierte Vorbehalte mit ein, so dass sie ihre Schwüre nach Belieben für ungültig erklären konnten. Bei dem Tempel oder bei dem Altar zu schwören, bedeutete nichts für sie. Sie schienen so nach außen hin ein bindendes Gelübde abzulegen, hatten jedoch innerlich gar nicht die Absicht, es zu halten. Ein Schwur bei dem Gold des Tempels oder bei dem Opfer auf dem Altar dagegen galt bei ihnen als bindend. Jesus sagte jedoch, dass sie Unrecht taten, wenn sie die Menschen glauben machten, daß das Gold mehr sei als der Tempel und ein Opfer mehr als der Altar. Jeder Schwur, der am Tempel oder den Dingen darin festgemacht war, war bindend, denn hinter dem Tempel stand der, der darin wohnt. Dasselbe galt für einen Eid bei dem Thron Gottes, weil er bei dem, der darauf sitzt, geleistet wurde. Jesus verurteilte deshalb all die spitzfindigen Unterscheidungen der religiösen Führer als unredlich und irreführend. Er nannte die Pharisäer und Schriftgelehrten "verblendete Führer" (V.16), "Narren und Blinde" (V.17) und "Blinde" (V.19; vgl. V.24.26).

Der vierte Weheruf bezog sich auf die Praxis der Pharisäer, von allem, was sie hatten, ganz genau den Zehnten zu geben. Sie entrichteten diese Abgaben sogar von solchen Kleinigkeiten wie Gewürzen: von Minze, Dill und Kümmel. Während sie das Gesetz also in dieser Hinsicht übergenau befolgten (3Mo 27,30), fand sich bei ihnen weder das Recht noch die Barmherzigkeit und der Glaube, die vom Gesetz doch mindestens ebenso gefordert wurden. Sie machten viel Wirbel um Nichtigkeiten, sie siebten Mücken aus, doch sie übersahen das Wichtige, sie verschluckten Kamele. Sie waren so mit Details beschäftigt, daß sie nie dazu kamen, sich mit dem Wesentlichen auseinanderzusetzen. Jesus sagte nicht, dass die Abgaben überhaupt unwichtig seien; er machte nur deutlich, dass die Pharisäer das eine auf Kosten des anderen völlig vernachlässigten. Das Gesetz verlangte jedoch beides, und da sie das nicht erfüllten, waren sie verblendete Führer.

Der fünfte Weheruf wandte sich erneut gegen die Heuchelei der Pharisäer. Sie achteten ängstlich auf die äußerliche Reinheit, z. B. auf die Reinigung der Becher und Schüsseln, aus denen sie aßen, doch in ihren Herzen waren Raub und Gier. Ihre Reinigungsrituale zielten hauptsächlich darauf ab, von den Menschen gesehen zu werden, das hielt sie jedoch in ihrem Privatleben nicht von Raub und Exzessen ab. Wenn sie dagegen statt dessen ihr Inneres reinigten, so würde auch das Äußere rein.

Im sechsten Weheruf greift Jesus den Gedanken der äußeren Reinigung wieder auf. War zuvor hauptsächlich von den Werken der Pharisäer die Rede, so konzentrierte er sich nun auf ihr Erscheinungsbild nach außen. Er bezeichnete die Schriftgelehrten und Pharisäer als übertünchte Gräber. Damals war es üblich, Gräber außen weiß zu tünchen, damit sie hübsch aussahen, doch in ihrem Innern lagen Totengebeine und lauter Unrat. Ähnlich adrett und ordentlich nach außen wirkten auch die Pharisäer durch ihre religiöse Pflichttreue, während sie zugleich innen korrupt und faul, voller Heuchelei und Unrecht (anomias, "Gesetzlosigkeit") waren.

Auch der letzte Weheruf befasst sich mit der Heuchelei der religiösen Führer. Sie verbrachten viel Zeit damit, Grabmäler zu bauen und die Gräber der Gerechten zu schmücken. Sie waren auch rasch mit der Behauptung bei der Hand, dass sie, hätten sie zu Zeiten der Väter gelebt, nicht am Blut der Propheten schuldig geworden wären. Dabei wusste Jesus, dass sie bereits seinen Tod planten, womit sie bewiesen, dass sie genau wie die früheren Generationen waren, die die Propheten getötet hatten. Indem sie Jesus, "den Propheten", verwarfen, traten sie in die Fußstapfen ihrer Vorväter und machten das Maß der Sünden ihrer Väter voll."

All das Trifft heutzutage auch auf die Führer der Kirchen zu.

Es geht ihnen mehr darum Mitglieder für ihre Kirchen zu finden.

Nach Gott und seiner Gerechtigkeit fragen sie nicht.

Macht und Einfluss, das ist ihr Ziel.

Selbst sind sie nicht daran interessiert in Gottes Reich zu kommen, glauben in den meisten Fällen nicht mal ein einen Realen Gott und Richter.

Und da sie selbst nicht eingehen wollen ins Reich Gottes, so halten sie durch ihre Aktivitäten und Kirchlichen Anlässe die Menschen davon ab, ernsthaft nach Gott zu fragen.

So sind die Kirchen voll von Religiösen Heuchlern, die nach aussen den Schein der Frömmigkeit haben aber innerlich voller Lüge und Missgunst sind.

Leben aus der Fülle Gottes kennt kaum noch einer.

Nächstenliebe?

Was kümmert mich mein Bruder?

Gleichgültigkeit gegenüber dem Leidenden Bruder ist normal.

Wie Kain so leben sie.

Auf Events und gute Gefühle bedacht.

Keine Kraft keine Verständnis und keine Liebe.

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Die Pharisäer

Der Name „Pharisäer“ oder Peruschím bedeutet wahrscheinlich „Abgesonderte“. Die Pharisäer hielten sich für die Nachfolger Mose. Sie bildeten eine eigene Bruderschaft, einen Orden (hebräisch: chaburáh). Wer aufgenommen werden wollte, mußte vor drei Mitgliedern geloben, strenge levitische Reinheit zu beobachten, enge Gemeinschaft mit den ‛am-ha’árez (den ungebildeten Massen) zu meiden und peinlich genau den Zehnten zu zahlen. In Markus 2:16 ist von den „Schriftgelehrten der Pharisäer“ die Rede. Diese Gruppe setzte sich teils aus hauptamtlichen Schriftgelehrten und Lehrern, teils aus Laien zusammen (Matthäus 23:1-7).

Die Pharisäer glaubten an einen allgegenwärtigen Gott. Laut der Encyclopaedia Judaica argumentierten sie, da „Gott überall sei, könne man ihn sowohl im Tempel als auch anderswo anbeten und müsse ihn nicht ausschließlich durch Opfer anrufen. So förderten sie die Synagoge als Stätte von Anbetung, Studium und Gebet und erhoben sie im Leben des Volkes auf einen zentralen und wichtigen Rang, der dem des Tempels gleichkam.“

Den Pharisäern fehlte es an Wertschätzung für Jehovas Tempel. Das lassen folgende Worte Jesu erkennen: „Wehe euch, blinde Leiter, die sagen: ‚Wenn jemand beim Tempel schwört, ist es nichts; wenn jemand aber beim Gold des Tempels schwört, ist er verpflichtet.‘ Toren und Blinde! Was ist tatsächlich größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold geheiligt hat? Ferner: ‚Wenn jemand beim Altar schwört, das ist nichts; wenn aber jemand bei der Gabe schwört, die darauf liegt, so ist er verpflichtet.‘ Ihr Blinden! Was ist denn größer, die Gabe oder der Altar, der die Gabe heiligt? Wer daher beim Altar schwört, schwört bei ihm und bei allem, was darauf liegt“ (Matthäus 23:16-20).

Wie gelangten die Pharisäer zu derart verdrehten Überlegungen? Was übersahen sie? Beachten wir, was Jesus als nächstes sagte: „Und wer beim Tempel schwört, schwört bei ihm und bei dem, der ihn bewohnt“ (Matthäus 23:21). Zu diesem Vers bemerkte der Gelehrte E. P. Sanders: „Der Tempel war nicht nur deshalb heilig, weil der heilige Gott dort angebetet wurde, sondern auch weil er dort war“ (Judaism: Practice and Belief, 63 BCE—66 CE). Allerdings war die besondere Gegenwart Jehovas für all diejenigen, die dachten, er sei überall, nichts Besonderes.

Die Pharisäer glaubten auch an eine Mischung aus Prädestination und Willensfreiheit. Anders ausgedrückt: „Alles ist vorhergesehen, und doch wird Willensfreiheit gewährt.“ Dessenungeachtet meinten sie, Adam und Eva seien von vornherein dazu bestimmt gewesen zu sündigen, ja jeder kleine Schnitt in den Finger sei vorherbestimmt.

Möglicherweise hatte Jesus diese falschen Vorstellungen im Sinn, als er über den Einsturz eines Turmes sprach, bei dem 18 Personen umgekommen waren. Er fragte: „Meint ihr, daß sie [die Opfer] sich als größere Schuldner erwiesen als alle anderen Menschen, die Jerusalem bewohnen?“ (Lukas 13:4). Wie bei den meisten Unfällen handelte es sich dabei nicht um Schicksal, wie die Pharisäer dachten, sondern um „Zeit und unvorhergesehenes Geschehen“ (Prediger 9:11). Was konnte man von solchen angeblich gescheiten Leuten erwarten, wenn es um die Gebote der Heiligen Schrift ging?

Sie führten religiöse Neuerungen ein

Die Pharisäer vertraten den Standpunkt, die Gebote der Heiligen Schrift müßten von den Rabbis jeder Generation im Einklang mit fortschrittlichen Vorstellungen ausgelegt werden. Infolgedessen, so die Encyclopaedia Judaica, „fiel es ihnen gar nicht schwer, die Lehren der Thora mit ihren fortschrittlichen Ideen in Einklang zu bringen oder ihre Vorstellungen in Ansätzen oder Andeutungen in den Worten der Thora wiederzufinden“.

Die sündensühnende Kraft am jährlichen Sühnetag verlagerten sie vom Hohenpriester auf den Tag selbst (3. Mose 16:30, 33). Bei der Passahfeier legten sie größeren Wert auf das Rezitieren des Exodusberichts in Verbindung mit dem Wein und dem Matzen als auf das Passahlamm.

Mit der Zeit gewannen die Pharisäer im Tempel an Einfluß. Sie führten den Brauch ein, bei dem Fest der Einsammlung in einem Umzug Wasser vom Teich von Siloam zu holen und auf den Altar auszugießen, außerdem das Schlagen von Weidenzweigen am Altar zum Abschluß des Festes sowie regelmäßige tägliche Gebete, für die es im Gesetz keine Grundlage gab.

„Besonders bedeutend waren die Neuerungen der Pharisäer in Verbindung mit dem Sabbat“, heißt es in der Jewish Encyclopedia. Von einer Hausfrau wurde erwartet, daß sie den Sabbat durch das Anzünden von Leuchtern einweihte. Jegliche Tätigkeit, die möglicherweise zu verbotener Arbeit hätte führen können, untersagten die Pharisäer. Sie gingen sogar so weit, Regeln über die Behandlung von Kranken aufzustellen, und machten aus ihrer Verärgerung über Jesu Wunderheilungen am Sabbat kein Hehl (Matthäus 12:9-14; Johannes 5:1-16). Indes begnügten sich diese religiösen Neuerer keineswegs damit, neue Bräuche einzuführen, um einen Zaun zum Schutz der biblischen Gesetze zu errichten.

Aufhebung

Die Pharisäer nahmen für sich das Recht in Anspruch, Gesetze der Schrift zeitweilig außer Kraft zu setzen oder gänzlich aufzuheben. Ihre Schlußfolgerung spiegelt sich in dem Talmudgrundsatz: „Besser ist es, daß ein einziges Gesetz ausgemerzt werde, als daß die ganze Thora vergessen werde.“ Ein typisches Beispiel dafür war das Abschaffen des Jubeljahrs mit der Begründung, keiner würde den Armen mehr etwas leihen aus Furcht davor, bei Anbruch des Jubeljahrs seine Ansprüche zu verlieren (3. Mose, Kapitel 25).

Abgeschafft wurde unter anderem auch die Prüfung einer Frau, die des Ehebruchs verdächtigt wurde, sowie die Sühnemaßnahme bei einem ungeklärten Mordfall (4. Mose 5:11-31; 5. Mose 21:1-9). Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Pharisäer auch das biblische Erfordernis abgeschafft hätten, für bedürftige Eltern zu sorgen (2. Mose 20:12; Matthäus 15:3-6).

Warnend sagte Jesus: „Nehmt euch vor dem Sauerteig der Pharisäer in acht, der Heuchelei ist“ (Lukas 12:1). Der Pharisäismus mit seinem untheokratischen Gedankengut war durch und durch heuchlerisch — und dafür war in der Christenversammlung absolut kein Platz. Allerdings werden die Pharisäer im jüdischen Schrifttum in einem günstigeren Licht dargestellt als die Sadduzäer.

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Quelle und weitere Infos:

https://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1995209

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Hallo zhengzhan, hallo Extertaler01,

ich gehe davon aus, dass sich in die damalige Zeit ein klerisches Establishment gebildet hatte, das nur eigene Interessen im Fokus hatte, den Menschen aber wer weiß was von Gott verklickert hatte. Die mussten auch Interesse daran gehabt haben, die Menschen von Gott fernezuhalten, um nicht selbst aus dem Fokus in ein Abseits zu geraten, in dem ihre Interessen nicht mehr erfüllt worden wären.

Es kommt mir manchmal vor, als hätte sich so etwas auch wieder gebildet: Menschen im Glauben und besser noch in einem Status der (vermeintlichen) Sünde halten, an Stelle sie in den Himmel zu führen - immer auf etwas Abstand zu Gott und Gott unerreichbar machen.

Mit Jesus wehte damals ein anderer Wind. Er nahm die Menschen an die Hand und mit in den Himmel - an dem ganzen Establishment vorbei. Er zeigte den Menschen, dass sie selbst für sich verantwortlich sind, dass sie etwas an sich verändern durften, um zu Gott zu gelangen.

Vielleicht hatte Jesus noch die Idee, mit deutlichen Worten, die ich nicht als Drohungen verstehe, die Konsequenzen der Attitude diesem Establishment nahezubringen. Ich mag sagen - mit zweifelhaftem Erfolg. Denn das, was ihnen wohl wichtig war, wäre zunächst geschwunden (auch wenn es anderweitig wieder zurückgekehrt wäre).

Das Ende vom Lied, sie wollten ihn hängen sehen. Und da zeigt sich die Kluft zwischen dem Gottesbild Jesu und dem, was das Establishment wohl hatte. Und wir dürfen gerne aus heutiger Sicht auf unsere heutige Zeit schauen, welches der Gottesbilder wohl überlebt hatte.

Mit vielen lieben Grüßen

EarthCitizen

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