Warum sind viele Eltern eigentlich so doppelmoralisch?

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du hast Recht ,Eltern sollten ihren Kindern mehr zuhören

Und Benimm-Regeln müssten für Alle gelten.

ich möchte hier mal ein krasses Beispiel aus eigenem Erleben schildern

ist schon sehr lange her.

Meine Eltern waren beide Ketten-Raucher ,wir haben mit dem Auto eine weite Fahrt ,in den Urlaub gemacht ,ich war damals so ca 4 bis 5 Jahre alt

Der ganze Qualm von 2 Zigaretten zog nach hinten ,bis ich mich fast übergeben musste,ich hab dann auch gesagt ,dass mir ganz schlecht von dem Qualm ist.

Sie haben dann das Rauchen nur ca 10 Minuten unterbrochen ,dann haben sie einfach weiter gemacht

Als ich dann mit 11 oder 12 jahren ,mal heimlich eine Zigarette probiert hab, und erwischt wurde ,bekam ich mächtig Ärger

ich rauche übrigens nicht obwohl meine Eltern mich zum Passivraucher gemacht haben.

Ich selbst kenne das Problem nicht, zumindest nicht aus eigener Erfahrung; von Freunden habe ich (29 Jahre) solche Geschichten aber durchaus schon gehört oder selbst miterlebt.

Ein Erklärungsversuch: Viele Erwachsene haben ihre Kindheit vergessen und damit auch verdrängt, wie sie selber waren. Würden sie häufiger daran denken, hätten sie mehr Verständnis für jüngere Erdenbürger und seine Bedürfnisse oder Gedanken. Da fehlt dann die Empathie, man sitzt auf einem hohen Ross und denkt, als Erwachsener pauschal im Recht zu sein.

Aber das eigentliche Thema sieht man auch oft auf dieser Seite, wenn hier sehr junge User im freundlichen Tonfall etwas aus ihrer Sicht bestimmt durchaus Begründetes und nicht aus Witz in den Raum geworfenes fragen und deren Anliegen von Erwachsenen komplett ins Lächerliche gezogen und mit süffisanten, überheblichen Antworten abgefertigt werden. Das sind auch diejenigen, die bei eigentlich nachvollziehbar geschilderten Problemen in der Ausbildung respektlose Sätze wie "Lehrjahre sind keine Herrenjahre und ich wurde von meinem Meister noch verprügelt" loslassen. Ist im Prinzip genau das Gleiche!

Problem: Wer seinen Eltern so etwas zu erklären versucht, wird in der Regel als frech, undankbar und dumm hingestellt und ärgert sich noch mehr als zuvor, das kann man sich schenken. Man kann aus meiner Sicht selbst allenfalls versuchen, sich "Augen zu und durch" einzureden und es selbst irgendwann nicht vom hohen Ross aus steuern.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Man hat in all den Jahren einiges erlebt.

Dagegen hatte ich auch schon etwas als ich ca 10 oder jünger war. Das hat sich bis heute nicht geändert. Ich würde es an deiner Stelle auch so handhaben, wie ich damals und es einfach ansprechen. Wenn es dich doppelmoralisch vorkommt, dann liegst du damit nicht unbedingt falsch. Manchen Respekt bekommt man im Leben nicht geschenkt, sondern man muss ihn einfordern.

Das klingt zwar sehr hart. Versuch nur in deiner Kommunikation so zu sein, wie du es denkst. Authentizität ist meistens unschlagbar ;)

Es kommt immer auf die Situation an.

Wenn der 14 Jährige plötzlich unerlaubt im Internet bestellt wäre ich da auch interessiert zu wissen was genau das ist und ob man es zurück schicken muss oder ob ne predigt reicht. Bei nem 18 Jährigen natürlich nicht mehr.

Wenn am Sonntag ausgeschlafen werden soll oder am Samstag wo pläne sind und die Familie um 11 aus dem Haus sein sollte.

Zum Thema unterbrechen. Manchmal reden kleine Kinder Stunden lang ohne zum Punkt zu kommen und man hat nicht Zeit das alles zu hören. Manchmal telefonieren Eltern.

Es kommt in den Fällen auf das Alter der Kinder, die Situation im Detail usw. an.

Du sprichst von deinen Eltern und behauptest, viele seien so. Das ist nicht meine Erfahrung, ich kenne eigentlich mehr Eltern, die ihren Kindern ihre Maßnahmen und Verhaltensweisen erklären. Und tatsächlich gibt es auch Kinder, die dann zuhören und bestimmte Verhaltensweisen verstehen und nicht einfach das Schlagwort "Doppelmoral" in die Auseinandersetzung bringen.

Was möchtest Du wissen?