Wieso wollen so viele Menschen wieder Kind sein und beschweren sich erwachsen zu sein?

22 Antworten

Einen interessanten, scheinbaren Gegensatz hast du da aufgedeckt.

Erwachsene wollen Kinder sein und Kinder wollen erwachsen sein. ^^

Das betrifft natürlich immer nur Teilaspekte. Besonders Erwachsene, die sich ihren Problemen nicht gewachsen fühlen, wollen gerne wieder Kind sein. Sie wollen sich geborgen fühlen, um nichts kümmern müssen, keine komplexen Entscheidungen treffen müssen, Fehler rückgängig machen und bestimmte Dinge wieder besser machen.

Kinder wollen erwachsen sein, wenn sie es satt sind, dass man ihnen Vorschriften macht und dass sie nicht alles machen dürfen, was sie wollen. Sie wollen über ihr Leben selbst bestimmen können.

Mit dem Wechsel vom Kind zum Erwachsenen gehen die Vorzüge des Kindseins zugunsten der Vorzüge des Erwachsenenseins verloren.

Erwachsene, die gerne Kind sein wollen, erinnern sich oft an eine schöne Kindheit. Die Kindheit bleibt immer gut im Gedächtnis haften. Hat der Erwachsene sich aber ein eigenes Leben aufgebaut und das Leben ist nicht komplett den Bach herunter gelaufen, wird er das nur mit einem zwinkernden Auge meinen, wenn er sagt, er wäre gerne wieder Kind. Er wird es zu schätzen wissen, dass er für sich selbst und eventuell sogar für seine eigene Familie verantwortlich ist.

Es geht nicht darum, physisch Kind oder Erwachsener zu sein, sondern darum, dass die Menschen wie Kind oder Erwachsener behandelt werden möchten und hierbei interessiert auch nur der positive Teil.

Zum Beispiel ist Geborgenheit ein tolles Gefühl, aber für kindlich dumm oder naiv will kaum ein Erwachsener gehalten werden.

Tun und lassen was du willst? Wenn du dich da mal nicht täuscht.....

Du arbeitest deine 8 Stunden ok. Und dann? KOchen, waschen, putzen, einkaufen gehen (NÖTIGES!), abspülen, aufräumen, was die lieben Kinder liegen lassen.......

Natrürlich kannst du als erwachsener , wenn du das gerne noch möchtest auch "Kindersachen" machen. Das nimmt dir keiner.

Und die Schule? Ja da gebe ich dir recht: Oft wird es allerspätestens ab der Mittelstufe Gymnasium richtig stressig. Wobei die Eltern aber auch ihren guten Teil dazu beitragen. Du musst Abi machen sonst wirste nichts, dass dann aber bitte mit guten Noten.... halt ne sogar sehr guten Noten.

Früher hattetest du auch mit dem Quali durchaus gute Berufschancen. Die Zeiten sind leider vorbei. Auch weil die Eltern die Kinder immer mehr drillen. Hauptschule war fürher halt die Regel, deswegen ja auch HAUPT.....

Und sicher bestimmen die Eltern über Kinder viel. Einfach weil sie es noch nicht abschätzen können, was gut ist für sie und was nicht.

Sicher: Bei ungefährlichen Sachen könnte man die Kinder man so richtig reinrasseln lassen. Machen aber die wenigsten Eltern weil:

  • schlechtes Gewissen sich selber gegenüber
  • die anderen ja blöd reden könnten: wie können die nur.....

Kindheit und Jugend hatten durchaus ihre Vorteile, so im Rückblick betrachtet. Man hat da einfach wirklich viel weniger Verantwortung zu tragen und somit auch weniger Verpflichtungen und Zwänge (das übernehmen ja zu großen Teilen die Eltern).

Meine Schulzeit war im Vergleich zum Arbeitsleben doch ziemlich entspannt. Klar, Lernen war nervig und stressig, manche Unterrichtsstunde der Horror. Aber letztendlich konnte man damals halt schon viel mehr einfach den Stundenplan "ablaufen" und gut war.

Im Job muss man im Vergleich doch sehr viel mehr Eigenverantwortung an den Tag legen, selbst zusehen, wie und wann man das, was man zu tun hat, erledigt.

Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass die Schulzeit heute für Schüler mit viel mehr Druck verbunden ist. Erlebe das insbesondere bei meinem Neffen, wie viele Gedanken sich Jugendliche eigentlich schon ab der Grundschule heute über ihren Lebenslauf machen, irgendwie traurig...

Und eins möchte ich bitte auf gar keinen Fall noch mal durchleben: die Pubertät! Diese Unsicherheiten, diese unberechenbaren, kaum steuerbaren Stimmungsschwankungen, die ganzen Sorgen über den eigenen Wert als Mensch und über die eigene Attraktivität für potentielle Partner - boah, war das ätzend! Da mach ich ernsthaft drei Kreuze, dass ich DAS überstanden hab ;).

Danke :) Ja diese Pubertäts-Sorgen kenne ich auch von mir. Wenn ich dann halt von meinem Umfeld höre wie blöd das Leben als Erwachsener ist, dann habe ich viel mehr Angst, dass ich der Verantwortung nicht gewachsen bin usw

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@Marshmallo16

Denk mal zurück an die Zeit im Kindergarten, bevor du in die Schule gekommen bist. Hattest du da nicht auch neben der Vorfreude eine gehörige Portion Angst, wie das alles so wird, ob die anderen Kinder nett sind, ob du im Unterricht verstehst, was du machen sollst? Ging mir zumindest so :).

Und so ähnlich war es dann wieder gegen Ende meiner Schulzeit. Auch da wieder die Sorge, ob ich das alles, mit eigener Wohnung und so, packen würde, ob und wann ich irgendwas nicht hinkriegen könnte. Und genau wie in der Schule ging vieles sehr gut, für manches brauchte ich ein bisschen Zeit und an manchem bin ich dann auch mal gescheitert. Aber Scheitern gehört zum Leben auch hier und da mal dazu! Und es stimmt schon, dass man sehr oft auch einfach an seinen Herausforderungen wächst :).

Ich würde dir deshalb empfehlen, diese Angst als positive Bremse vor vorschnellen, potentiell wirklich üblen Entscheidungen zu betrachten, dich aber gleichzeitig - wie damals auf den ersten Schultag - auf diesen neuen Lebensabschnitt zu freuden :).

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