Warum sind sexy Klamotten für Männer nur Schwulen vorbehalten?

Was sind sexy Klamotten und was sind Schwulen-Klamotten? Was unterscheidet Kleidung von Schwulen von Kleidung heterosexueller Männer?

Leider tragen die meisten Schwulen die selbe HÄSSLICHE Kleidung wie die Heteros auch: Potthässliche, alberne Kartoffelsäcke, die bis zu den Knien gehen.

16 Antworten

Ich denke das liegt auch an der zum Teil sehr unterschiedlichen Verarbeitung von sexuellen Reizen zwischen Männern und Frauen.

Natürlich muss man sich immer "gefallen", aber das liegt bekanntlich im Auge des Betrachters und die Gründe warum jemandem eine bestimmte Person besser gefällt, als eine andere, sind häufig sehr komplex und abhängig von Faktoren wie persönlicher Erfahrung, Konditionierung, sozialer Stellung, Selbstbewusstsein, Pheromonen, frühkindlicher Prägung, Assoziationen, usw. usf...

Bricht man es aber biologisch sehr rudimentär herunter, kann man in den meisten Fällen sagen, dass Männer ganz einfach durch "visuelle Reize" angesprochen werden, Frauen dagegen weniger und je nachdem eher "soziale Sicherheiten" eine größere Rolle spielen.

Dabei sind Verallgemeinerungen immer falsch, aber es kommt ja nicht aus dem Nichts, dass Make-Up seit vielen Jahrhunderten bei Frauen erfolgreich eingesetzt wird und Erfolg oder Reichtum Männer attraktiver wirken lässt...

Dazu käme noch, dass - in welcher Form auch immer - herausragend attraktive Männer u. U. nicht immer die erste Wahl einer Vielzahl von Frauen wären, da hier die Gefahr viel größer sein könnte, genau dieses soziale Sicherheitsbedürfnis nicht zu erfüllen.

Das ist genau das, was ich nicht verstehe. Männer sind visuell veranlagt. Frauen nicht. Aber warum kleiden sich dann Frauen so sexy, während Männer immer so aussehen, als hätten sie keinen Spiegel zu Hause? Wenn Männer visuell veranlagt sind und Frauen eher emotional, müsst es dann nicht GENAU UMGEKEHRT sein? Also dass sich Männer immer gut kleiden, während die Frauen keinen Sinn für Ästhetik haben? Das ist ja paradox.

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@ShortsFanatiker

Aber wenn Frauen wissen, bzw. lernen/merken dass sie Bestätigung, Beachtung oder Bewunderung vom anderen Geschlecht für ihr Aussehen erhalten, bzw. indem sie subtile, feminine Reize betonen, dann ist das eben auch für sie ein Mehrwert. Würde das niemanden interessieren, gäbe es in unserer Gesellschaft gar keine Mode oder Statussymbole.

Das ist natürlich eine sehr patriarchalische Sichtweise vom "hübschen Frauchen" dass sich "vom starken Mann" erobern lassen möchte... aber der Mensch braucht auch nicht so zu tun, als würden animalische Triebe und Instinkte gar keine Rolle mehr spielen. Ein Blick in die Tierwelt zeigt, dass Balzgehabe, sich Aufplustern und gegenseitiges Umgarnen immer eine Rolle spielen und vieles vom sozialen Verhalten der Menschen wird auch im Alltag davon bestimmt.

Für die Frau könnte es sogar als attraktiver wirken, wenn der Mann keinen großen Wert auf eine angepasste Kleidung/Mode legt, weil es ein Indikator für Verwegenheit, oder gesteigertes Selbstbewusstsein und soziale Stärke sein könnte... ;) wobei starke Übertreibung außerhalb der Norm wiederum eher ein Indikator auf soziale Ausgrenzung sein könnten.

Dieses Verständnis von Attraktivität verändert sich natürlich auch ständig im jeweiligen Zeitgeist...

Anschauliches Beispiel: Körperbräune.

Im Mittelalter galt es an Indikator für soziale Unterschicht. Nur Bauern waren immer wettergegerbt, weil se denn ganzen Tag im Freien schuften mussten, während die soziale Oberschicht es nicht nötig hatte selbst körperlich zu arbeiten. Die Frauen puderten sich ihre Gesichter weiß... je blasser, desto attraktiver. Daher stammt vermutlich auch der Ausdruck "blaues Blutt", denn bei vielen Adligen war die Haut derart blass, dass man die blaue Aderung erkennen konnte.

Heute ist es genau andersrum. Wer blass ist, muss den ganzen Tag im Büro arbeiten um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, während wohlhabende Menschen ihre Freizeit im Urlaub genießen können.

Genau so wie Fettleibigkeit früher ein Indikator für Wohlstand war, heute seit der Massenindustrialisierung eher nur noch ein Zeichen für Faulheit, ungesunde Bequemlichkeit und geringe Zielstrebigkeit/Disziplin ist.

Abgesehen von solchen sozialen Faktoren spielen trotz allem IMMER biologische Faktoren einen wichtige Rolle und zwar bezüglich der Gebärfähigkeit einer Frau. Daher stammt der visuelle Reiz des Mannes... ist die Frau jung, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie gesunde Nachkommen zeugen kann und die Geburt übersteht, genau so wie ein breites Becken (kurvige Figur) von vielen Männern als attraktiv empfunden wird. Dagegen sind Indikatoren wie "reine Haut", "adrettes Erscheinungsbild (Gesichtssymetrie etc.) ein indirekter Hinweis auf eine gute Genetik/Veranlagung.

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Also ich kenne sexy Kleidung für Männer, die Heteros tragen. Kommt eben drauf an was du als sexy empfindest.

Gute Frage! Auf jeden Fall eine kurze Hose, die die Bezeichnung "Kurz" auch VERDIENT, also max. Mitte Oberschenkel und keinen mm länger. Leider tragen ja 95% aller Männer nur so schlabberige Kartoffelsäcke bis zum Knie. Dazu kommt noch, dass die wenigsten Männer einen Hintern in der Hose haben. Kommen wir zum Oberkörper: Auch hier sind ärmellose Shirts total verpönt. Auch bauchfreie Tops gelten bei Männern mittlerweile als "Schwul", obwohl es auch Männer mit sexy Sixpack gibt. Früher in den 80er Jahren war es für Männer ganz normal, Hotpants + bauchfrei + ärmelloses Top zu tragen. Keiner käme je auf die Idee, sowas als Schwul zu bezeichnen. Und heute ist das alles total verpönt. Ein heterosexueller Mann gilt nur dann als Hetero, wenn er möglichst wenig von seinem Körper preisgibt.

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@ShortsFanatiker

Es ist einfach modern bei Männern etwas weitere, lässige Klamotten zu tragen. Auch nicht ganz mein Fall, aber mit schwul hat es wenig zu tun. So kurze Hosen gibt es schwer zu finden für Männer. Statt Bauchfreie Tops trägt man lieber ein enges Shirt, ein Unterhemd / Top oder einfach gar nichts. Ja, Bauchfreies Shirt gilt als schwul, weil es eher Frauenkleidung ist.

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@Loka95

So schwer sind die kürzeren Shorts nicht zu finden. Die gibts als Badeshorts überall. Und natürlich bei ebay. Notfalls kann man auch zur Schere greifen und die Jeans kürzen. Aber nein.. es muss alles schön brav massenkonform sein. Hauptsache nicht auffallen, scheint für die meisten Männer viel wichtiger zu sein als gut auszusehen.

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@ShortsFanatiker

Nicht jeder will Badeshorts tragen ... oder seine Kleidung zerschnippeln. Nur weil DU gerne knappe Kleidung magst, heißt es nicht das jeder deine Meinung teilt. So ist eben Mode. Manche mögen es, andere nicht. Trag einfach selber was dir gefällt und lass die anderen tragen was ihnen gefällt.

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Ich bin ziemlich sicher, dass hetero- und homosexuelle Männer die gleichen Klamotten tragen dürfen. Ob sie das wollen bzw. ob jedes Kleidungsstück auch "gesellschaftlich akzeptiert" ist, ist natürlich eine andere Frage.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Mitglied des Cologne Center for Gender Studies

Hallo ShortsFanatiker,

viele Männer haben nicht das Bedürfnis sexy auszusehen oder legen keinen bzw. wenig Wert darauf oder denen ist das egal.

Ich mir aber sicher, dass es viele hererosexuelle Frauen gibt, die sehr gepflegte und auch feminine Männer sehr attraktiv finden.

Auch Männer können sehr gepflegt und sexy auftreten, unabhängig davon wie die Gesellschaft das vorschreibt. Jeder sollte das tragen womit man sich wohl fühlt.

Feminine Männer? Was soll das denn bitte sein? Wieso ist ein Mann feminin, wenn er sich ordentlich pflegt? Dann müssten wohl alle italienischen Männer feminin sein.

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@ShortsFanatiker

Nicht alle Männer sind feminin bloß weil sie sich ordentlich pflegen, bitte nicht falsch verstehen. Wenn ein Mann von sich aus sagt, dass er sehr gerne feminin wirken möchte, z. B. durch seine Kleidungswahl, ist das für mich ein femininer Mann.

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@AstroFan33

Was für Kleider sollen das denn sein, die feminin aussehen? Ich habe noch nie einen Mann im Kleid oder Rock gesehen.

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@ShortsFanatiker

Dann waren Sie vermutlich noch nie auf einem CSD 😃 Ich kenne viele Männer die gerne Röcke, Kleider, also zarte Prints, Jumpsuits, oder elegante Kleider z. B. tragen würden bzw. dies tun.

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Der bundesdeutsche Durchschnittsmann gilt als "schlecht gekleidet". Das ist eine der Vorurteile, welche weltweit gepflegt werden.

Wenn man mal ins Ausland geht, stellt man aber fest, dass die Männer dort noch VIEL schlimmer gekleidet sind. Vor allem Spanier und Brasilianer kleiden sich mehrheitlich richtig übel. ^^ Das kann man kaum noch übertreffen. Die sind angezogen wie Bahnhofspenner. Ohne den Pennern zu nahe treten zu wollen..

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