Warum sind Hunde im Islam verboten?

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16 Antworten

Das hat gar nichts mit "Tierfeindlichkeit" zu tun, sondern eher mit dem damaligen Leben.


Um es verdeutlichen:

Es gab in grauer Vorzeit noch keinerlei Massenkommunikationsmittel.
Wollte ich meine Bevölkerung z.B. vor tödlichen Gefahren schützen, dann
gab es nur ein Mittel, die Masse sicher zu erreichen: man musste es über
die Religion machen, denn diese wurde von allen praktiziert und
verbreitet:


Warum sind Hunde "unrein" und der Speichel "giftig"? TOLLWUT, die

damals gang und gäbe war - verbreitet sich durch den Speichel des Hundes
bei einem Biss. Beste Lösung: man erkläre Hunde als unrein und den
Speichel als giftig (was ja auch im Hinblick auf diese Krankheit absolut
richtig ist) - also ebenso einfach wie effektiv.


Also, warum kein Schweinefleisch? Weil Schweine eine für den Menschen
häufig tödliche Krankheit (= Trichinen) trugen, gegen die es damals
keine Behandlung gab - beste Lösung also: Verbot des Verzehrs - einfach
und absolut effektiv


und wenn man sich anschaut, welche verheerenden Wirkungen der
(übermäßige) Alkoholgenuss mit sich bringt und wie viele Menschen ihn
trotzdem übermäßig konsumieren - ja, dann würde ich auch hingehen, und
einfach den gesamten Alkoholgenuss verbieten (per Religion) - einfach
und absolut effektiv.


Heute ist man klüger und weiß um naturwissenschaftliche Zusammenhänge.


Im Koran selbst werden Hunde und ihre Halter nur positiv erwähnt. Es wird sogar als richtig angesehen, das zu essen, was der gut trainierte Hund fängt und seinem Herrn als Speise bringt.....macht das Sinn, wenn sein Speichel angeblich als unrein betrachtet wird?

Du findest Stellen im Koran, in denen gute Gläubige mit ihren Hunden
im Haus schlafen. Eine Stelle, wo beschrieben steht, Hunde gehören nicht
ins  Haus, suchst du jedoch vergeblich. Hunde sind natürliche Begleiter der
Menschen. Dies ist auch im Koran nicht anders.


Die Vorurteile und die Ablehung gegen Hunde beruhen auf einigen
missverstandenen und falsch ausgelegten Hadithen (das sind die Aussagen
und Berichte des Propheten Mohammed innerhalb des Korans) und den daraus entstandenen Traditionen.


Mohammed war übrigens Katzenliebhaber und wie viele Katzenliebhaber, hatte er scheinbar etwas gegen Hunde.

Aber die Sichtweise einer Religion ist immer eine sehr subjektive Sache - da muss jeder selbst wissen, ob er absolut "wortgläubig" ist oder aber manche Ge- und Verbote auch nach ihrem Sinn in der heutigen Zeit hinterfragt.



ich finde dass das schon an Tierfeindlichkeit grenzt

Es ist also "tierfeindlich", das keine Hunde gehalten werden dürfen? Das du Hunde nicht kaufen/verkaufen darfst?

Fürchtet Gott in bezug auf diese Tiere, die ihren Willen nicht aussprechen können.

Eine gute Tat an einem Tier ist so gut, als ob einem Menschen Gutes
getan wurde. Dagegen ist eine grausame Tat gegenüber einem Tier genau so schlimm, als ob man gegenüber einem Menschen grausam
wäre.

Eine Frau wurde wegen einer Katze bestraft, weil sie sie solange
einsperrte, bis sie verhungerte. Sie ging dafür ins Höllenfeuer. ...
(Ihr wurde vorgehalten:) »Du hast ihr weder Nahrung noch etwas zu
trinken gegeben, als du sie einsperrtest, noch ließest du sie laufen,
damit sie sich von den Tierchen der Erde hätte ernähren können.

Benutzt nichts, was eine Seele besitzt, als Zielscheibe.

Einer Prostituierten wurde (ihre Sünde) deshalb vergeben, weil sie aneinem Hund vorbeikam und sah, wie dieser auf der Kante eines Wasserbrunnens mit heraushängender Zunge stand, und beinah vor Durst zu sterben. Da zog sie ihren Schuh aus, band ihn an ihren Schleier und zog für ihn Wasser heraus. Für dieses wurde ihr (die Sünde) vergeben

Hunde sind nicht verboten. Im Gegenteil in dörflichen Regionen stellen die Bewohner Schüssel vor die Häuser mit Fleisch. Freilebende Hunde werden Gefangen, kastriert, tätowiert und wieder frei gelassen, da die Bevölkerung für Nahrung sorgt. Sogar jetzt bei der großen Kälte hat man in Ankara die Hunde nachts in Bahnhöfen übernachten lassen, damit sie nicht erfrieren. 

Der Glaube sagt nur, dass keine Engel ein Haus betreten, in dem ein Hund lebt. 

Hunde sind dort nicht verboten, aber Muslime tun so, als wären sie unrein. Selbst ein frisch gewaschener Hund ist für sie noch unrein. Bei allem was mit dem Hundespeichel in Berührung kommt (also in einem Haushalt mit Hund nahezu alles) tun sie auch so als wäre es unrein. Ein Tier das von einem Jagthund selbstverständlich im Maul) apportiert wird, gilt komischerweise nicht als unrein. Gebete werden übrigens ungültig, wenn ein schwarzer Hund (bei manchen muss er nicht schwarz sein) in der Gebetsrichtung steht/sitzt/liegt.

Verstehen kann man das nicht, es ist einfach nur bescheuert. Religion eben.

Die sind nicht verboten, sonst gäb's ja keine Hüte- und Wachhunde dort. Man sollte nur nicht so engen Kontakt mit ihnen haben, weil ihr Speichel als unrein gilt. Das hatte was mit Krankheitsübertragung zu tun.

Das kann nicht sein, da ich von einem Türken weiß, dass auch gläubige Jäger wie er einen Jagdhund haben/hatten.

Für Jagd- und Wachhunde gilt das nicht.

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Früher waren Katzen auf jedem Bauernhof und sehr sehr wichtige Tiere diese haben das Essen vor Mäusen geschützt und in der Zeit wo Mohamed gelebt hat gab es viele Kriege. 

Daher konnte man wohl nur das Essen mit Katzen beschützen und daher sind diese wohl erlaubt. Hunde dagegen waren weniger wichtig.

Dies wäre die "nicht Religöse Erklärung" die ich mir erklären könnte.

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Religöse Erklärung würde ich sagen Katzen sind sauberer als Hunde (Sie Putzen sich selber) aber keine Ahnung ob ich recht habe.

Der letzte Satz trifft's ungefähr. 

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Der Grund ist, dass Hunde angeblich "schmutzig" sein sollen, wie so vieles unter islamsicher Betrachtungsweise. Nur Muslime selbst scheinen offenbar "rein" zu sein.

Dennoch wird die Hundehaltung im Islam unterschiedlich gehandhabt. Manche lassen ihre Hunde nur nicht ins Haus, was schon schlimm genug ist und andere wiederum kümmern sich einen Dreck um das, was die verschiedenen obskuren Rechtsschulen des Islam dazu sagen. Sie nehmen ihr Hündchen sogar mit ins Bett!  

 

Soweit ich weiß, war Mohammed ein großer Katzenfreund. Und Katzenfreunde sind nicht selten eher nicht begeistert von Hunden. Also hat er halt Hunde als haram bezeichnet.

Ich kenne viele Katzenfreunde, die gerne dasselbe täten.

Komischerweise habe ich eher die umgekehrte Erfahrung gemacht. Hundefreunde sehen oft nur Hunde als wertvoll an, Katzenfreunde sind öfter universelle Tierfreunde. 

Bei uns im Tierheim haben mehrmals Hundeinteressenten geäußert, sie hätten nichts dagegen einen katzenunverträglichen Hund zu nehmen "damit er's den Nachbarkatzen mal ordentlich zeigen kann". Was soll man davon halten?!

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Hallo! Das glaube ich nicht wirklich. Ich kann die Muslime in meinem Umfeld kaum zählen die Hunde haben.

Ich wünsche Dir alles Gute.

hunde sind nicht verboten, aber die furcht vor unreinheit kursiert zwischen den muselmännern

Ich kann das alles nicht verstehen.

Ich kenne soviel muslimische Typen die sagen hunde sind unrein und soweiter...
Selber stehen sie aber vor ihren "Teestuben" und spucken den ganzen Boden voll...

Leider sehe ich das ständig und ich finde das abartig...

Wieso beschimpft man Geschöpfe Gottes als unrein wenn man sich selbst unrein verhält....

Ich habe auch schon gesehen wie sie sich an Wänden von einer christlichen Kirche uriniert haben, da bin ich hin und habe dem was dazu gesagt... und was kam.... ich bin Dreckig weil ich einen Hund habe und mein Hund ist natürlich auch asozial und dreckig...


Muslim berichtet von ‘Abd-Allaah ibn ‘Umar (radiayaAllahu anhu), dass der Gesandte Allahs (salla-llahu alayhi wa sallam) sagte:
„Wer immer einen Hund hält, es sei denn einen Hund zum Hüten des Viehs oder einen Hund zum Jagen, dem werden täglich ein Karat von seinen guten Taten abgezogen.“ ‘Abd-Allaah sagte: Abu Hurayrah sagte: „Oder ein Hund für die Landwirtschaft.“


Ibn Maajah (3640) berichtet von ‘Ali ibn Abi Taalib (radiayaAllahu anhu) dass der Prophet (salla-llahu alayhi wa sallam) sagte:
„Die Engel betreten kein Haus, worin sich ein Hund oder ein Bild (Anmerk. von Mensch oder Tier) befinden.”

Schaykh Ibn ‘Uthaymin sagte: In Bezug auf das Halten von Hunden, so ist dies haram und es ist tatsächlich eine große Sünde, weil demjenigen, welcher einen Hund hält, mit Ausnahme derjenigen, für die eine Ausnahme gemacht wurde, zwei Karat täglich von seinen guten Taten abgezogen werden.
Es wird gesagt, dass die Kuffaar, die Juden, Christen und Kommunisten im Osten und im Westen,  für sich einen Hund halten, und wir ersuchen Zuflucht davor bei Allah. Sie waschen ihre Hunde täglich mit Seife und anderen Reinigungsmitteln. Aber selbst wenn er ihn mit allen Wassern der Meere waschen würde und allen Seifen der Welt, so würde er niemals davon rein werden! Denn die Unreinheit des Hundes ist der Hund selbst, und die wesentliche Unreinheit kann nicht entfernt werden, außer durch Vernichtung und dem vollkommenen Auslöschen derselben.
Aber dies ist durch die Weisheit Allahs und die Weisheit Allahs ist, dass sich die Schlechten mit denen zusammen tun, die auch schlecht sind und genau so gesellen sie sich zu der Eingebung von Satan, denn der Kufr derjenigen ist von der Eingebung des Satans und von seinen Befehl, denn der Satan gebietet das Üble, die Sittenlosigkeit, Kufr und die Irreführung. Sie sind daher Diener des Satans und Diener ihrer Belangen und Begierden, und sie sind auch schlecht und lieben widerwärtige Dinge. Wir bitten Allah, uns und sie rechtzuleiten. (Scharh Riyaadh al-Saalihien, Band 4, Seite 241)

So steht es in den Ausführungen des Propheten. Im Koran, den Allah seinen Gläubigen gegeben hat, stehen viele sehr positive Dinge über Hunde:

"Während ein Mann unterwegs war, spürte er starken Durst. Er kletterte in einen Wasserbrunnen hinab und trank daraus. Als er wieder draußen war, sah er einen Hund, dessen Zunge heraushing und vor starkem Durst den Sand fraß. Der Mann sagte zu sich: »Der Hund wurde vom starken Durst genauso befallen wie ich.« Er füllte dann seinen Schuh mit Wasser, hielt diesen mit seinem Mund fest, kletterte hinauf und tränkte den Hund damit da dankte ihm Allah dafür und vergab ihm (seine Sünden)."
(Hadith sahih bei Buchari, dtsch. Ausg., Nr. 2363)

Hunde haben sogar das Recht, ins Paradies zu kommen. In der
Siebenschläferlegende (18 Al-Khaf) bewacht ein Hund namens Kitmir den Schlaf der Siebenschläfer (die sieben Heiligen, die in einer Höhle Schutz suchen). Dieser Hund wurde dafür mit dem Einlass ins Paradies belohnt.

Die angesprochene Sache mit den Speisen, die ein Hund bringt:

"Sie fragen dich, was ihnen erlaubt sei. Sprich: "Alle guten
Dinge sind euch erlaubt; und was ihr die Jagdtiere gelehrt habt, indem ihr  sie zur Jagd abrichtet und sie lehrt, was Allah euch gelehrt hat." Also esset von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen  darüber aus. Und fürchtet Allah; denn Allah ist schnell im Abrechnen.  (5/4)

"Eine gute Tat an einem Tier ist so gut, als ob einem Menschen Gutes getan wurde. Dagegen ist eine grausame Tat gegenüber einem Tier genau so schlimm, als ob man gegenüber einem Menschen grausamwäre."  Buch 6, Kap. 7, 8:178)

"Wer zu den Geschöpfen Gottes gütig ist, ist gütig zu sich selbst."

Sure 24:41

-

"Kein Getier gibt es auf der Erde, keinen Vogel, der auf seinen zwei Schwingen dahinfliegt, die nicht Gemeinschaften wären gleich euch. Nichts haben wir in dem Buch ausgelassen. Zu ihrem
Herrn sollen sie dann versammelt werden."

"Manche sagen: «(Sie waren ihrer) drei, ihr vierter war ihr Hund»,
und (andere) sagen: «(Sie waren) fünf, ihr sechster war ihr Hund», indem sie herumraten im Dunkel, und (wieder andere) sagen: «(Sie waren) sieben, ihr achter war ihr Hund.» Sprich: «Mein Herr kennt am besten  ihre Zahl. Niemand weiß sie, außer einigen wenigen » So streite nicht  über sie, es sei denn durch zwingendes Beweisen, und suche nicht Kunde über sie bei irgendeinem von ihnen. 18:21

Bedeutet ja wohl, dass Hunde rein genug sind um Teil dieser heiligen Gruppe zu sein?

18.8. Du könntest sie für wach halten, aber sie
schlafen; und Wir ließen sie sich auf die rechte Seite und auf die linke Seite drehen, während ihr Hund seine Vorderpfoten auf der Schwelle ausstreckte. Hättest du sie so erblickt, hättest du gewiß vor ihnen die Flucht ergriffen,und es hätte dir vor ihnen gegraut. 

(Hunde also im Haus, denn die Schwelle gehört dazu)

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Das ändert nichts daran das sie Haram sind?

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@alisonb

Gilt Allahs Wort nicht mehr als das, was der Prophet daraus gemacht hat?

Und schon merkwürdig, dass der Islam auch regelt, dass Sex nur innerhalb der Ehe erlaubt ist, er ansonsten auch haram ist - da dies den Männern nicht wirklich "entgegenkommt" - wird das nicht so eng gesehen?

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@dsupper

Und wenn Engel kein Haus betreten, wenn ein Hund sich darin befindet - gilt das für eine Moschee nicht?

bukhari Buch 4 Hadith 172

"Während der Lebzeiten des Gesandten, pflegten die Hunde in der Moschee rumzulaufen und zu urinieren. dennoch haben sie nie Wasser darauf getan ..."

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@dsupper

Vielleicht haben die Hunde nur Zamzam-Wasser getrunken und dann war die Piesche rein. :-)

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Hunde sind nicht haram.

Das Thema hatten wir hier erst vor wenigen Tagen:

https://www.gutefrage.net/frage/ist-es-haram-ein-hund-zu-haben?foundIn=my_stream

"Das Thema hatten wir hier erst vor wenigen Tagen":

Das macht nichts. In drei Tagen wird es wieder gefragt.

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Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtete, dass der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) gesagt hat:
„Wenn ein Hund mit seinem Maul oder seiner Zunge in das Gefäß von einem von euch eingetaucht ist, dann besteht die Reinigung des Gefäßes darin, dass er es sieben Mal wäscht, das erste dieser sieben Male dabei mit Erde.“ (Hadith sahih bei Muslim)

In einer Überlieferung bei At-Tirmidhi heißt es: „...das letzte oder erste dieser sieben Male...“ [A 1]
Was ein Hund mit der Schnauze berührt, muss sieben Mal ausgewaschen werden, einmal davon (nach gewichtigerem Dafürhalten: beim ersten Mal) mit Erde (bzw. entsprechendem Waschmittel). Daher wird auf die Unreinheit des Speichels des Hundes geschlossen, wobei einzelne Gelehrte meinen, dass das Gebot des Auswaschens nur mit der Berührung der Schnauze und Zunge des Hundes mit unreinen Dingen zusammenhängt. [1]

Ibn Abbas (Allahs Wohlgefallen auf beiden) berichtete: "Ich hörte Abu Talha sagen,dass der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) Folgendes sagte:

»Die Engel betreten keine Wohnung, in der es einen Hund bzw. ein Bild und / oder eine Skulptur gibt." (Hadith sahih bei Buchari, dtsch. Ausg., Nr. 3225)

Abu Huraira (Allahs Wohlgefallen auf ihm) berichtete, dass der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte:
"Wer einen Hund hält, dem werden sich täglich seine (guten) Taten um einen Teil verringern - ausgenommen davon ist der Hund, der zum Zwecke der Landwirtschaft und der Schafshütung gehalten wird."

...Abu Huraira berichtete ferner, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte:

"... ausgenommen davon ist der Hund, der zum Zwecke der Jagd und der Schafshütung gehalten wird." (Hadith sahih bei Buchari, dtsch. Ausg., Nr. 2322)

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Hunde sind im Islam nicht verboten. Nur Fanatiker wie der Islamische Staat oder das Mullahregime im Iran behaupten das.

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