Warum sind Gebäude heutzutage so hässlich?

21 Antworten

Du sprichst mir aus der Seele. Als Bauingenieur könnte ich pausenlos brechen, wenn ich durch unsere Neubauviertel gehe. Ich habe mich inzwischen von dieser prolligen Beliebigkeit verabschiedet und plane und baue für meine Kunden Häuser, die sich allein schon durch ihre Gestaltungung abheben. Voraussetzung ist natürlich daß man Bauherren findet, die kognitiv in der Lage sind, die Unterschiede zu erkennen und den Willen zeigen, mit mir an einem Strang zu ziehen.

Warum die Bauweise bei uns in den letzten Jahrzehnten so banal, geschmack- und kulturlos geworden ist, darüber kann man nur spekulieren. Am Geld kann's nicht liegen. Ich baue z.B. zur Zeit mit einem polnischstämmigen Paar ein möglichst preiswertes Zweifamilienhaus. Zwei Häuser mit Satteldach giebelständig anneinandergereiht und dazwischen einen niedrigeren Wirtschaftsteil. Der einzige kleine Luxus besteht in einem vorgezogenen dritten Giebel als Eingangsbereich des Haupthauses. Was jedoch optisch sehr ins Gewicht fällt, sind die Attikagiebel mit herausgestelltem Firstteil und Seitenelementen auf sämtlichen Giebelwänden nach dem Vorbild englischer Landhäuser. Kein großer Aufwand, und man spart dafür die nicht unerhebliche Fläche des Dachüberstandes und die teuren Ortgangziegel. Ansonsten schlichter, fast weißer - aber möglichst glatter Putz und naturroter Doppelmuldenfalzziegel als klassisches Element aus der Gründerzeit. (Viele kennen ja nicht mal den optisch gewaltigen Unterschied zwischen Tonziegeln und Betondachsteinen).

Beispiel Attikagiebel:

http://pb-os.de/index.php?rex_resize=%20460w__460h__planen_und_bauen_osnabrueck_vivant_first.jpg

Der Unterschied zu den üblichen geschmacksfreien Neubauten á la Christian Wulff ist nicht ein höherer Preis sondern die Tatsache, daß ich mir Gedanken gemacht habe, wie man mit möglichst geringem finanziellen Aufwand eine ansprechende Gestaltung erzielt.

Die Reaktion der proletarisch vereinten Nachbarschaft ist denn auch vielsagend. Neben durchgängigem Lob kam dann auch die Frage: "Das sind wohl reiche Wessis, die hier bauen?"

Nein, eben nicht. Im Gegenteil.

Da es mit dem finanziellen Aspekt offensichtlich nicht zusammenhängt, kann ich nur vermuten, daß die Ursache in veränderter Geschmacksbildung unserer Bauherren, Architekten und Ingenieure liegt. Wie oft habe ich erlebt, daß sich die Anordnung der Fenster der Anbauwand (natürlich Eiche rustikal) unterzuordnen hatte... Offenbar hat sich das profane Erscheinungsbild der Nachkriegsarchitektur derart in unserer Gesellschaft manifestiert, daß die Mehrzahl der Bauenden es schon gar nicht mehr als profan wahrnimmt.

Im Übrigen empfehle ich auch den Film "Unser Dorf soll häßlich werden" von Dieter Wieland.

https://youtube.com/watch?v=8FRBMmM0qjc


In diesem Zusammenhang ebenfalls bezeichnend:

https://de.wikipedia.org/wiki/Entstuckung

Weil sich alles in die Richtung verändert hat, dass alles Hauptsache praktisch ist, weil aufwendige Verziehrungen sich einfach nicht lohnen. Auch die Kunst hat sich in diese Richtung bewegt. Wenn man die Werke von  z.B Leonarda da Vinci und Pablo Picasso vergleicht, so kann ich nicht verstehen wieso Picasso als Künstler gilt. Für mich ist ein Künstler (Maler) der, der gut mit dem Pinsel umgeht und anspruchsvolle oder detailgetreue Dinge zeichnet. Picasso und andere sind eher Philosophen, weil ihre Bilder viele Aussagen enthalten, aber für mich keine künstlerischen Werte besitzen. So auch mit den Häusern: Sie dienen einem Zweck und nicht der Schönheit. Dies ist der Trend, der schon lange, auch wenn mit immer wieder anderen Tendenzen, in jeglichem Lebensbereich anhält. Dazu kommt natürlich noch, dass es nach dem Weltkrieg galt, erst Mal wieder aufzubauen. Für Kunst war da nicht viel Zeit und Geld.

Ich lebe selbst in einer Altbauwohnung und von außen ist das Haus wunderschön verziert. Der Grund dafür, dass so etwas nicht mehr in Masse gebaut wird, dürfte nahezu ausschließlich wegen dem Geld sein. Kostet schließlich eine Menge, einen Künstler anzustellen, der das dann macht.

In der Nachkriegszeit ging es darum, dass man möglichst viel Wohnraum wiederherstellt, da war nicht die Zeit für Verzierungen und Geld schon gar nicht. Siehe hier auch "Plattenbauten der 50er/ 70er Jahre". Dieser Trend des "Zweckbaus" scheint sich zu halten. Selbst Luxushäuser ( in der Stadt) werden kaum noch verziert, weil es teilweise auch erinfach nicht als "modern und trendy" gilt.

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Aber das stimmt doch nicht mal es gibt so viele hässliche Menschen die sowohl innerlich als auch äußerlich abstoßend sind. (z.B ich)

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