Warum können sich Badener (West BaWü) und Schwaben (OstBaWü) nicht ausstehen?

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Das ehemalige Großherzogtum Baden und das Königreich Württemberg wurden mit Gründung der Bundesrepublik zusammen mit Hohenzollern zum Bundesland Baden-Württemberg zusammengelegt. Politisch und wirtschaftlich gesehen war das erfolgreich.

Aber die Ressentiments der Bevölkerung haben sich vor allem in Baden erhalten. Die badische Hauptstadt Karlsruhe musste die Hauptstadt-Würde an das größere württembergische Stuttgart abgeben und wurde deshalb mit dem Sitz des Verfassungsgerichts entschädigt.

PS Unterscheiden kannst die "Völker" an der Religion: die Badener sind mehrheitlich katholisch, die Württemberger evangelisch.

Und am Dialekt.: Die Zahl sieben wird ganz unterschiedlich ausgesprochen: sibbe gegen sieeebe.


Wo sind die Schwaben anders, als die Badener, außer vielleicht im Dialekt? Haben sie eine so völlig andere Mentalität?

Ich habe aufgeschnappt, Schwaben sollen sehr spießig sein (im Vergleich zu Baden), und scheinbar wohl auch geizig und rücksichtslos. Aber ich war noch nicht im schwäbischen Teil BaWü's, wollte ja keiner mitfahren, und alleine war mir auch zu doof.

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@Worona82

Ich würde das nicht so schrecklich ernst nehmen, habe eine Zeit am Bodensee gelebt. Die Schwaben, also die Württemberger gelten als Pfennigfuchser und pietistisch, die Badener sind lebenslustiger.

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@HansH41

Die Schwaben haben einen Stock im Ar..? Oder was meinst Du?

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Danke für den Stern.

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Das mit dem nicht ausstehen, ist einfach nur primitiver Blödsinn.

Die Arbeitswelt sorgt für genug Mischung, die Liebe sorgt für genug Mischung und und und...

Hast haben Kölner gegen Düsseldorfer, was Franken gegen Bayern? Bald jedes Bundesland vereint mehrere "Volksstämme".

Hans hat das schon richtig beschrieben, lieber Worona82!

Als "eingefleischter" Badener kann ich bestätigen: Alles halb so wild! -

Ich habe als Badener 6 Jahre im Schwäbischen gewohnt (Rottweil), habe niemanden angefeindet und wurde deshalb auch nicht angefeindet.

Zudem bin ich als gebürtiger Karlsruher mit einer gebürtigen Stuttgarterin verheiratet - ohne jegliche interkulturelle Probeme:)

Die Wahrheit ist (und deswegen würden mich vielleicht einige Badener zwangsausbürgern:)

Die Badener haben den Schwaben gegenüber einen Minderwertigkeitskomplex.

und: Das SCHLIMME an den Schwaben ist, dass sie so engstirnig, geizig und scheinheilig sind wie die Badener (und umgekehrt), und dass natürlich niemand gerne in einen Spiegel schaut, der ihm nicht gefällt;)

oder: Das Schlimme an den Schwaben ist, dass die ganzen Porsches und Mercedes und sogar ein Teil der Audis bei ihnen gebaut werden, obwohl der Autoerfinder Carl Benz ein Badener war:(

Alter Hut. Es gibt die Saupreussen, wie sagte Strauss zu den Hamburgern? Nordlichter war es Wohl. So geht es quer Beet, alles halb so wild. Sachsenschnauze, das habe ich nicht gesagt.

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@zetra

Ich kann Dir leider kein bisschen folgen, werte(r) zetra.

Ob`s daran liegt, dass Badener zu dumm sind?:(

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@ArbeitsFreude

Du willst nicht, deine kleine Welt reicht dir.

Ein schoenes Wochenende, zetra

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Was für ein minderheitskomplex bitte?

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@Mqrtin

Ein schöner Verschreiber Deinerseits: "Minderheitskomplex"! (ich schrieb MinderWERTIGkeitskomplex:)

...werter Mqrtin:)

Aber es trifft den Punkt: Es gibt in Ba-Wü mehr Schwaben als Badener und - unter anderem deshalb - ist BA-WÜ eher schwäbisch als badisch geprägt und denken viele "Deutsche Ausländer" (meist Nordlichter) alle in Ba-Wü seien Schwaben:(

Da kann man schon mal einen MiKo bekommen

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Wie weit darf Geiz gehen-Geburtstag, Generation Geiz, Baden Württemberg...?

Also eigentlich ist es in menschlichen Beziehungen ein „Geben – und nehmen“. Das muss jetzt nicht am Geburtstag oder Weihnachten sein- sondern auch wann anders- man kann ja auch bspw. nachfeiern. Leider habe ich auch andere Erfahrungen gemacht.:

Wohne zwecks Studium im Schwabenland, da treffen ggf. (alte) Mentalität und die neue Generation zusammen?

  1. die Leute kommen immer (sehr) gerne wenn du was organisierst, einlädst, aufrufst: das fängt bei Vortrinken, weggehen, Grillen, Geburtstag…. an
  2. zurück kommt fast nie was also dass man auch gefragt wird ob man wo mithin möchte etc., auch gibts viel Unverlässlichkeit bei Zusagen...
  3. will sogut wie niemand etwas beisteuern oder sich Mühe geben- es ist normal dass sich niemand anbietet

Also wohne jetzt seit 1,5 Jahren nahe Stuttgart. Und es hat bisher von meinen Freunden hier nur eine! Geb. gefeiert. Ich habe nachgefeiert (Grillparty) und es hat sich von 12 eingeladenen Personen nur eine freiwillig gemeldet etwas mitzubringen. Dann habe ich 2 Leute noch persönlich angeschrieben die haben dann was gemacht 😀 aber nicht wirklich gerne . Die Eine für dich ich extra Tofu, und 1,5 KG Gemüse geschnippelt hab, eine Marinade zubereitet habe + Aluschalen gekauft ist dann 2,5 STD später gekommen und hat ihren Salat ohne zu fragen wieder mitgenommen. Von den 9 Leuten die gekommen sind haben 3 Leute ein Geschenk mitgebracht^^ Und selbst wenn ich bei meinem Freund irgendwo mit hingehe beteilige ich mich auch.

Finde die Generation/Mentalität: Geiz, alles mitnehmen was geht- mir steht mehr zu als anderen und ich mache keinen Finger krumm schon traurig. Zumal es ja eigentlich um ein nettes beieinandersein geht, aber so- wenn niemand sich um etwas kümmern und/oder etwas bezahlen möchte sieht man sich ja gar nicht mehr. Zur Beerdigung und das war´s? Mir vergeht da wirklich die Lust auf feiern oder irgendwas organisieren wenn im Endeffekt immer ich alles organisiere und bezahle- das ist ja wie ein Erzwingen von sozialen Kontakten und die Leute kommen dann halt wenn sie etwas abgreifen können Wenn überhaupt etwas stattfindet dann nur in ner Kneipe/Restaurant wo der Gast dann alles selber bezahlen muss: Sparen Sparen Geiz ...

Ich hatte letzten Monat noch 200€ auf meinem Konto, das Grillfest hat mit Getränken 90 gekostet. Ca 10h wahrscheinlich sogar mehr Arbeit war damit (mit auf-abbau, einkaufen, kochen schnippeln...) verbunden. Ich bin so aufgewachsen, selbst schon als Kind, dass man auf einen Geburtstag fast immer anbietet etwas mitzubringen: ob Kuchen, Salat, Nudelsalat, Dessert und Muffins- Selbst vor über 10 Jahren haben Geburtstagskinder immer im Wert von ca. 10 Euro etwas bekommen. Auch dass man sich anbietet zu helfen. Also bspw. wenn man in der Nähe wohnt etwas beim Aufbau helfen kann etc.Ist das zu viel verlangt oder was haltet ihr davon- ich bin einfach nur echt mega enttäuscht. Und wie gesagt es geht hierbei nicht nur um einzelne Leute oder Situationen sondern um eine Gesamtsituation.

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