Warum ist das Buch "Romeo und Julia" weltberühmt?

10 Antworten

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...wenn ein Werk so unangefochten zum Klassiker wird, dann liegt das wahrscheinlich daran, dass es quasi "zeitlos" ist. Und eine Aussagekraft hat, über alle Grenzen (von Zeit und Raum, sozusagen) hinweg. Das macht es gleichsam "universell", im besten Sinne.

Und sowas zu erschaffen, das nicht nur "zeitgenössisch" ist, sondern (in Form und Inhalt) "immer" Bestand hat (Jahrhunderte sogar überdauert), immer wieder aber auch neu und anders umgesetzt und interpretiert werden kann: Darin liegt wohl die eigentliche Kunst.

Hat er eben ganz gut hingekriegt, der William...;-)

Hallo SirIntro!

Als wir dieses Werk vor einigen Jahren im Unterricht behandelt hatten, konnte ich den Sinn dieser Geschichte auch nicht ganz verstehen. Erst einige Jahre später, als wir die klassische Dramentheorie vertiefend im Deutschunterricht behandelt hatten, konnte ich den Grund der Knappheit erkennen. Sämtliche dramatische Werke dieser Zeit basieren vor allem auf dem Ideal der Antike. Demnach wurden alle Theaterstücke am Tag gespielt, da es keine elektrische Beleuchtung gab, also das Tageslicht ausgenutzt werden musste. Dementsprechend mussten auch die Theaterstücke eine Dauer von einem Tag aufweisen, was die rasche Abfolge der Handlungen erklärt. Warum nun genau dieses Drama so weltberühmt geworden ist, darüber lässt sich streiten. Man muss jedoch bedenken, dass Romeo und Julia Emotionen bei den Lesern hervorrief, wie kein anderes Buch zuvor. Dieses Buch war sozusagen ein Weltbestseller der damaligen Zeit, weil es kein anderes vergleichbare Buch bis dahin gegeben hatte.

Ich hoffe ich konnte dir helfen, Einstein

Kein "Buch", sondern ein Theaterstück ...

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Ich stellte mir die Frage ebenfalls (vor Jahrzeeehnten): Warum zum Geier ist diese recht simpel gestrickte, wenn auch schön geschriebene  Allerwelts-Liebesgeschichte ANGEBLICH ein Werk der Weltliteratur ??

Ich bin mal ganz boshaft, um nicht zu sagen: ketzerisch: Der Autor heißt Shakespeare ! Nach dem Ableben irgendwelcher literarischer Größen werden deren Werke bis zum Gehtnichtmehr hoch stilisiert - ich kann über diesen Wahn nur lächeln, etwa wie Mr. Keating in einer vergleichbaren Szene ("Club der toten Dichter").

Mit der vor Edelmut und humanitas triefenden "Iphigenie" (Goethe, nicht Euripides !!) konnte ich ebenso wenig anfangen wie mit dem Sturm- und Drang-Jüngling "Werther" (Ja, ja, nur aus der / seiner Zeit heraus verständlich !); gleichwohl - um nicht missverstanden zu werden - halte ich Goethe für einen der Größten der Weltliteratur (allem voran immer noch "Faust", "West-östlicher Diwan" u.v.a.m.) - neben besagtem Schüttelspeer, Dante, Moliere, Voltaire, Cervantes, Calderon, Lessing, Kleist und und und.....

So lass denn irgendwelches ranking ranking sein und stelle dir deine EIGENEN Hits der Weltliteratur zusammen. Ich tat es auch ! ;-))

pk

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