Warum bewegen sich Sterne nicht?

10 Antworten

Hallo ThePektin,

so ganz richtig ist das aber nicht. Auch die Sterne bewegen sich. Alles am Himmel bewegt sich.

Die auffälligste Bewegung kommt daher, dass sich die Erde bewegt. Wir beobachten von einer bewegten Plattform aus.

Die Erde dreht sich 1x am Tag um ihre Achse. Deswegen geht die Sonne im Osten auf und im Westen unter.

Auch die Sterne gehen - wie die Sonne - im Osten auf, wandern über den Himmel und gehen im Westen wieder unter. (Gut, die Sterne, die zu nahe am Pol sind, gehen nicht unter. Sie drehen sich aber auch um den Pol.)

Das kannst Du in der nächsten klaren Nach überprüfen, wenn Du abends z.B. einen hellen Stern aussuchst und dann 1x pro Stunde nach ihm schaust. Du wirst dann merken, dass er jedesmal ein Stück weiter Richtung Westen gewandert ist.

Auch der Aufgang des Mondes im Osten kommt von der Drahung der Erde um ihre Achse. Darüber hinaus bewegt sich der Mond aber auch im Laufe eines Monats um die Erde.

Auch das kannst Du beobachten: Wenn Du an aufeinanderfolgenden Tagen den Mond immer zur selben Zeit anschaust, wirst Du feststellen, dass er jeden Tag zur selben Zeit ein Stückchen weiter östlich steht. Das ist also tatsächlich eine Eigenbewegung des Mondes - der um die Erde wandert.

Ähnliches sehen wir auch bei den Planeten, die sich aufgrund ihrer Runden um die Sonne langsam durch die Fixsterne hindurch bewegen.

Die Erde dreht sich auch im Laufe eines Jahres um die Sonne. Dadurch sehen wir im Winter ganz andere Sternbilder als im Sommer: Wir schauen in eine andere Richtung im All, wenn bei uns Nacht ist.

Die Sternbilder selber scheinen sich aber gar nicht zu verändern. Deswegen nennen wir die Sterne ja auch "Fixsterne", weil sie sich scheinbar relativ zueinander nicht bewegen.

Scheinbar.

Denn ja, doch, auch die Sterne haben Eigenbewegungen. So wie der Mond und die Planeten.

Nur sind die Sterne einfach sehr, sehr, sehr viel weiter weg als Sonne, Mond und Planeten. Selbst bis zu den äußeren Planeten unseres Sonnensystems ist das Licht nur ein paar Stunden unterwegs. Zu den nächsten Sternen schon ein paar Jahre.

Je weiter ein Objekt von uns weg ist, desto langsamer erscheint uns seine Bewegung. Wenn ein Mensch etwa einen Meter vor Dir an Dir vorbei geht, so musst Du den Kopf recht schnell drehen, um ihn im Blick zu behalten.

Geht derselbe Mensch aber in einer flachen Gegend am Horizont mit derselben Geschwindigkeit, so dauert es für Dich recht lange, bis Du ihn in einer merklich anderen Richtung siehst.

Tatsächlich kann man die Eigenbewegungen der Sterne messen. Die Sterne unserer Milchstraße bewegen sich ja alle um ihr galaktisches Zentrum. Und dabei ändern sich die Positionen der "Fixsterne" relativ zueinander schon. Nur: Es dauert halt sehr lange, bis man das mit bloßem Auge bemerkt.

Hier ist einmal für bekannte Sternbilder gezeigt, wie sie sich über sehr große Zeiträume verändern:

http://www.avgoe.de/astro/Teil04/EB.html

Tatsächlich müssen Astronomen, wenn sie mit sehr großen Teleskopen arbeiten, die Eigenbewegung der Sterne beim Einstellen des Teleskops miteinberechnen, um nicht versehentlich den falschen Stern zu beobachten.

Alle Koordinatenangaben von Sternen werden in Profisternkarten und Tabellen immer für eine sogeannte "Epoche" angegeben: Das Jahr, für das die Angabe exakt gilt. Dann kann man mit der ebenfalls angegebenen Eigenbewegung pro Jahr ausrechnen, wie weit man das Teleskop anders einstellen muss, als es die (veralteten) Koordinaten angeben.

So klein diese Veränderungen pro Jahr auch sind, wenn man mit sehr großen Teleskopen arbeitet, muss man sie berücksichtigen.

Grüße

Hallo,

auch die Sterne haben eine Eigenbewegung, aber aufgrund der enormen Entfernung kannst du diese nicht beobachten. So sahen z.B. die Sternbilder früher ganz anders aus als heute und ebenso werden sie sich auch zukünftig wieder verändern.

Du kannst es dir quasi wie einen Film vorstellen. Das was du innerhalb eines Menschenleben beobachten kannst, ist soviel wie ein Einzelbild aus einem Film.

Was du jedoch sehr gut beobachten kannst die Bewegung der Sterne welche aufgrund der Erdrotation entsteht.

Auf nachfolgendem Bild kannst du die Bewegung am Himmel sehen die die Sterne in etwas mehr als ca. 1,5 Stunden zurücklegen. Dort machte ich 223 Aufnahmen zu je 30 Sekunden.

Sternenbewegung durch Erdrotation - (Sonne, Erde, Bewegung)
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Dort machte ich 223 Aufnahmen zu je 30 Sekunden.

Dann sehen wir also auf dem Bild die Überlagerung all dieser vielen Aufnahmen ?

Bei "alten" (Analog-) Kameras konnte man ohne weiteres Langzeitaufnahmen machen, wo die Blende wirklich anterthalb Stunden offen blieb (Feststellschräubchen am Kabelauslöser).

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Auch die Sterne bewegen sich.

Aber sie sind so unvorstellbar weit entfernt, dass kein Mensch diese Bewegung im Laufe seinees Lebens als Unterschied zum sonstigen Himmelshintergrund sehenn könnte.

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