Wann seid ihr ausgezogen/mit welchem Alter?

9 Antworten

Mit 20. Mit 16 kannst du nur ausziehen wenn es deine Eltern erlauben und dann musst du oder deine Eltern auch die Kosten hierfür tragen. Andernfalls müsste schon das Jugendamt deine momentane Situation untragbar halten.

Ich denke es geht dir ja eigentlich nicht darum, wer hier wann ausgezogen ist, sondern wie du mit deinen Problemen zuhause umgehst. Ganz grundsätzlich kann man natürlich nicht so einfach mal eben in deinem Alter ausziehen, abgesehen von rechtlichen Dingen wäre dies natürlich eine finanzielle Frage. Rein theoretisch könnten dir deine Eltern natürlich eine eigene Wohnung anmieten, müssten aber alles entsprechend bezahlen und auch erstmal einen Vermieter finden der sich darauf einlässt. In Bezug auf Wohngemeinschaften meinst du sicherlich solche Einrichtungen der Jugendhilfe- in diese gelangt man nur, wenn das Jugendamt die Situation so schlimm einschätzt, dass man nicht mehr zu Hause wohnen kann und auch andere Hilfen nix mehr bringen. Ich habe selber schon in solchen Wohngruppen und auch beim Jugendamt gearbeitet und kann dir versichern, dass es in solchen Gruppen meistens auch nicht wirklich rund läuft und fast alle Bewohner lieber bei den Eltern wohnen würden. Du solltest dich einfach mal ans Jugendamt wenden, die haben gute Möglichkeiten dich bzw. deine Familie mit anderen Hilfen zu unterstützen und wenns wirklich zu schlimm ist entsprechend auch für eine andere Unterbringung zu sorgen.

unter wonnepoppen 's Antwort steht genaueres... Was soll ich da tun? Mir ist halt schon klar, dass es nicht so schlimm ist, dass man das Jugendamt einschalten müsste. Aber ich fühle mich einfach nicht mehr, als wäre ich "Zuhause" und kann garnichts in Ruhe machen, weil ich null Privatsphäre habe... kann man das nicht irgendwie nachvollziehen?

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@kuchenschachtel

Verstehe. Man müsste da ggf. nochmal genauer ins Detail gehen, drei konkrete Möglichkeiten würden mir aber einfallen. 1. Möglichkeiten des Umzugs zum Vater abchecken. Die Sache mal genauer bei einer Jugendberatungsstelle  besprechen (gibt es in jedem größeren Ort), die können dir auch sicherlich gute Tipps geben wie du dich gegen deine Mutter behaupten kannst. 3. Eben doch zum Jugendamt gehen und damit alleine schon deiner Mutter verdeutlichen, dass du eine Veränderung erzielen willst.

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Bin fast 23 und wohne noch zuhause. Bin schon länger auf der Suche, aber ist echt schwer was bezahlbares zu finden was einem gefällt. Ich bin auch ziemlich anspruchsvoll. Verstehe mich super mit meinen Eltern, habe also keinen Druck von Zuhause auszuziehen. Aber wär schon schön, bald was zu finden.

wie war das bei dir, als du 16 warst?

auch schon super?

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Ich bin zwar nicht mit 16 ausgezogen, aber mit 17. (Jetzt bin ich 18)

Es geht nur wenn deine Eltern damit einverstanden sind.

Ich bin auf Grund meiner Ausbildung ausgezogen und in dem Zug direkt mit meinem Freund zusammen gezogen.

Wir finanzieren jedoch alles selber. Deine Eltern müssen dir keine eigene Wohnung finanzieren und Erlauben das du ausziehen darfst müssen Sie dir auch nicht. Also ohne die Erlaubnis deiner Eltern geht es schonmal gar nicht.

Es sei denn, deine Probleme mit deinen Eltern sind so schlimm dass du dich an das Jugendamt wendest. (Häusliche Gewalt etc)

Mach dir klar das ein eigener Haushalt auch echt viel Arbeit ist. Alles sauber und ordentlich zu halten und alles selbst du erledigen.

Auch musst du in finanzieller Hinsicht an viel denken. Miete+Nebenkosten, Strom, GEZ, Versicherungen, Kleidung, Essen, Trinken, Veranstaltungen an denen du Teilnehmen willst (evtl Kino, essen gehen, etc), Kosmetik & Hygieneartikel, Handyvertrag, vllt Fitnessstudio oder Kursteilnahmen, Internet und Telefonanschluss, und und und....

Du kannst natürlich auf finanzielle Unterstützung deiner Eltern hoffen, aber ansonsten musst du alles selbst finanzieren. (Solltest du eine Ausbildung machen kannst du evtl BAB oder Schüler Bagög beantragen, BAB hängt aber von dem Einkommen deiner Eltern ab und es muss einen Grund geben für deinen Auszug, zB zu weite Entfernung zur Ausbildungsstätte und auch für Bafög gibt es Vorraussetzungen)

Anspruch auf sonstige staatliche Leistungen hast du nicht wirklich. (Ausgenommen hiervon ist natürlich das Kindergeld)

Die ganzen einmaligen Kosten musst du auch bedenken, also Möbel, Elektrogeräte, Küchenutensilien etc

Also wir haben es gut hinbekommen, obwohl unsere Wohnung in Berlin ziemlich teuer ist.

Aber wir hatten auch viel Unterstützung. Nicht in der Form, dass wir monatlich Geld bekommen, aber wir haben viele Möbel nicht und Einrichtungsgegenstände überlassen bekommen. Außerdem haben wir immer jemanden der uns Geld borgen kann wenn es mal knapp ist.

Auch zu Geburtstag und Weihnachten kriegen wir immer Unterstützung in Form von Gutscheinen, die wir gerade gebrauchen können. (ZB dieses Weihnachten MediaMarkt für die Anschaffung eines Geschirrspülers, und Ikea für Ausbau der Abstellkammer. )

Das muss dir dann aber auch klar sein, dass selbst Weihnachten etc. für soetwas drauf geht.

Ich komme sehr gut zur Zeit klar, weil ich auch mit den finanziellen Einschränkungen leben kann. Die ganze Arbeit in der Wohnung ist noch relativ schwer, aber man gewöhnt sich auch da ran.

Sorry für den vielen Text, aber ich hoffe er hilft dir ein bisschen. Wenn du noch fragen hast melde dich gern.

LG Nana

danke! wie hast du denn deine Eltern überzeugt, dass du ausziehen durftest?

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Hm, naja in dem Punkt kann ich dir wahrscheinlich nicht wirklich helfen. Ich habe mit meinen Eltern einfach drüber geredet, dass mir der Weg zu meiner Ausbildung (knapp 1 h 45 min pro Fahrt) einfach zu weit ist, und ich deshalb näher ziehen möchte.

Es hat für meine Eltern auch kein großes Problem dargestellt, also ich musste sie nicht wirklich überreden. Es wurden halt nur ein paar Dinge besprochen und das wars.

LG

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Eine aus meiner alten Klasse ist mit 16 nach Bremen gezogen und hat dort eine eigene Wohnung. Aber dazu brauchst du die Erlaubnis deiner Eltern. Erst mit 18 kannste alleine abhauen.

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