Vorurteile gegen Motorradfahrer?

Das Ergebnis basiert auf 11 Abstimmungen

"Verkehrsraudis" 64%
Zu laut 36%
Zu gefährlich, die wissen nicht was sie tun 0%

12 Antworten

Was mich stört sind die riskanten Fahrmanöver. Einige sehen die Stadt scheinbar als Rennstrecke, in der man die 150PS mal richtig ausfahren und durchbeschleunigen darf. Du weißt ja, dass man auf einem Motorrad damit ziemlich schnell sehr hohe Geschwindigkeiten erreicht. 

Was mich auch stört sind die teilweise massiv lauten Auspüffe in der Stadt. Ich find ja Motorenkrach ja eigentlich ganz cool, wenn er dort ist wo er hingehört (Rennstrecke oder von mir aus auch Autobahn). Aber manche meinen anscheinend das es cool sei, das Motorrad mit manipuliertem DB Eater vorm Cafe aufzureißen. Da fragt ich mich, warum man das ausgerechnet in der Stadt machen muss? Warum gehen die nicht auf die Rennstrecke? Sowas kann doch nur reines Prollgehabe sein.

South Park hat dazu mal ein ziemlich lustiges und z.T. halt auch leider wahres Video zu gemacht.  http://www.southpark.de/alle-episoden/s13e12-schwule-schwu   chteln

Nunja mit meiner 125er Maschine die ganze 13 PS hat, erreiche ich selten hohe Geschwindigkeiten. 110 oder so auf der Landsstraße wenn man geduldig Gas gibt ist auch schon das höchste der Gefühle. Aber ja, die ganzen Show Fahrer in der Stadt nerven auch mich, dass muss ich zugeben. Da will man mal gemütlcih in der Eisdiele ein Eis essen, und dann schießen da diese Lärm Dinger vorbei.

Ich selbst fahre mein Motorrad nie geziehlt in der Stadt, sondern fahre damit schöne Touren durch die Berge, schöne Alpenstraßen fahren (alles im legalen und sinnvollen Bereich, kein Gerase wie manch andere Motorradfahrer).

Ich will mit meinem Motorrad schöne gegenden erkunden und gemütlich durch die Kurven schwingen, aber dabei nicht mich und die Maschine ans Limit bringen, das geht nie lange gut.

Und das mit den Harley-Fahrern, das stimmt schon. Das nervt einfach, da ich mit meinem Motorrad niemanden beeindrucken will, sondern selber Spaß haben will.

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Zu laut

Es sind schon so einige Gestörte unterwegs, die sich wirklich sehr gefährlich verhalten und sich und andere gefährden. Manchmal richtig abartig, wenn einem so ein Organspender in der Kurve halb auf der eigenen Spur entgegengerast kommt. Aber es gibt auch viele vernünftige Motorradfahrer, die sich wenigstens einigermaßen an die Regeln halten und weitgehend rücksichtsvoll fahren.

Das größte Problem ist nach meiner Meinung aber die hohe Lautstärke. Bei Nacht im Wohngebiet extrem nervig, lästig und störend. Aber vor allem die Menschen, die an oder in der Nähe von beliebten Motorradstrecken leben, haben unter dem Lärm zu leiden. Da ist die Ruhe am Wochenende nur ein Wunschtraum. Ständig dieses Gedröhne in den Ohren. Selbst tief im Wald sind die ganz lauten Nervensägen noch zu hören. Es wäre wünschenswert, wenn die Polizei noch viel intensiver durchgreifen und die Strafen richtg schmerzhaft ausfallen würden.

Mir ist es gleich, ob jemand Motorrad, Roller oder Auto fährt, hauptsache er hält sich an die Verkehrsregeln, passt auf sich und andere auf. Jedenfalls im öffentlichen Verkehr. Zuhause bin ich da schon pingeliger. Ich mein, gegen jemanden, der einen Freund besucht oder so mit Motorrad, komplett in Ordnung. Aber es gab immer wieder welche, die den ruhigen Privatweg als Motorradstrecke benutzten. Für uns was dann hauptsächlich der Lärm ein Problem. (Viele, sehr viele Tiere in der Umgebung, auch welche, die ihre Probleme mit Menschen, Vertrauen etc. haben.

"Verkehrsraudis"

Mein Empfinden ist, dass zumindest ein Großteil der Motorradfahrer sich ziemlich rücksichtslos und gefährlich im Straßenverkehr benimmt. Es wird gedrängelt, gefährlich überholt, geschnitten, im Stau durch die Rettungsgasse an allen vorbei oder sich links oder rechts an der Ampel vorbei geschoben. Das ist leider das, was ich täglich erlebe. Ich habe da immer den Eindruck, dass viele Motorradfahrer denken, nur weil es theoretisch machbar ist wie oben beschrieben, das es schon klar geht und sie das natürlich jetzt machen, warum auch nicht… Aber letztenendes gelten für alle die gleichen Regeln.

Und letztenendes ist es bei weitem nicht so, wie viele Motorradfahrer wohl denken, dass sie ja primär sich alleine gefährden. Wenn du einen Motorradfahrer auf die Haube nimmst und er dir schön durch die Windschutzscheibe geht, kann es ganz schön lebensbedrohlich für Fahrer und Beifahrer werden. Ebenso wenn der Autofahrer eine plötzliche Notbremsung macht oder ein Ausweichmanöver, weil ein Motorradfahrer irgendwo tief her fliegt, bedeutet das selbstverständlich auch für den Autofahrer und die Passagiere eine Gefahr.

Es sind mit Sicherheit nicht alle Motorradfahrer so, aber es ist schon erschreckend, dass man in den typischen Motorrad-Monaten, wo sich also das Fahren mit einem Zweirad anbietet, eigentlich kaum eine Strecke von 10 oder 15 km etwas überland oder BAB fahren kann, ohne nicht irgendwo auf ein Rowdy zu stoßen…

T3Fahrer

Da stimme ich dir zu, ein Motorradfahrer kann natürlich auch einen Autofahrer in errnste Gefahren bringen. Bei der Wartezeit vor der Ampel fahre ich aber (wenn es sich ergibt) schon gerne an den anderen Autos vorbei. Aber nicht weil ich mich dann "cool" oder erhaben fühle, sondern weil es schlicht eine Qual ist, bei 30 Grad in der Motorradbekliedung an der Ampel zu stehen. Das kann sogar richtig gefährlich werden. Deshalb meide ich Autobahnen, wenn dort viel Verkehr ist. Ich möchte nämlich garnicht in die Situation kommen, sich durch die Rettungsgasse zu drücken, um den Fahrtwind abzubekommen, da ich sonst wie gesagt bei 30 Grad im Stau im Stillstand oder Schneckentempo wirklich ernstafte Probleme mit Überhitzung bekommen kann.

Trotzdem freut man sich, wenn Autofahrer etwas Platz lassen, eben damit man an der Ampel nicht halb erstickt. Aber ich drücke mich da jetzt auch nie durch, wenn es zu eng ist. Das muss echt nicht sein, da gebe ich dir Recht.

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@Tobsflops

Bei Hitze sei dieses Verhalten entschuldigt, da sage ich dann ja nichts zu, aber man muss ehrlich sagen, dass dieses Verhalten nicht nur an Temperaturen ab 25 oder 30° aufwärts gekoppelt ist..

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@T3Fahrer

Ja ok da stimme ich dir zu, ich muss aber auch sagen, dass die Hitze im Anzug und im Helm schon ab Temperaturen von 20 Grad aufwärts ziemlich unerträglich werden können. Es ist ähnlich wie in einem geschlossenen Auto, ab 17 Grad heißt es, wird es für Kinder und Hunde im Auto sehr, WIRKLICH sehr schnell lebensgefählich.

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Sorry, aber das klingt ganz schön verbittert. Nicht persönlich gemeint, kenne Dich ja nicht, aber wenn man das so liest, klingt das ziemlich danach und es ist sehr stark pauschalisiert.

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@tanteerna68

Verbittert ist das nicht. Aber ich bin ein Mensch, der sich immer bemüht sich korrekt zu verhalten, fair zu sein, höflich zu sein, anderen nicht zu Last zu fallen und nicht unangenehm aufzufallen. Und wenn ein Motorradfahrer die oben beschriebenen Kriterien erfüllt, erscheint er mir genau das Gegenteil von dem, was ich mich bemühe in meinem Leben – und so auch im Straßenverkehr – zu sein. Und zugegebenermaßen ärgert es mich dann, wenn man sich selbst am Riemen reißt und jemand anders meint, dass die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung für ihn nicht gelten. Es ist aber nicht so, dass ich mich über einen Autofahrer, der ähnliche Unsitten beherrscht, nicht ärgern würde. Ich finde (nicht nur) der Straßenverkehr ist ein Geben und ein Nehmen und ich verzichte auch gerne mal auf meine Vorfahrt oder sonstiges, ich erzwinge mir da nichts, was mir von der Straßenverkehrsordnung theoretisch „zustände“. Aber wenn dann jemand genau das Gegenteil ist und sich so rücksichtslos verhält, ärgert einen das doch natürlich. Nicht wenige benehmen sich, als wäre die Straße nur ihr Revier - und das sind – nicht nur, aber schon sehr überwiegend in der dieser Ausprägung – Motorradfahrer, weil sie halt durch die schmale Bauart, schnellere Beschleunigung und so weiter viel eher mal irgendwelche Situationen ausnutzen können, so von wegen irgendwo beschissen überholen oder so…

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@T3Fahrer

Ja, Du beschreibst es ja schon: "Im Straßenverkehr soll man nicht auf sein Recht bestehen". Das ist auch meine Haltung und ich lasse andere dann einfach vorbeifahren etc. Es kommt aber nicht selten vor, dass selbst ernannte Straßenpolizisten meinen jemand mit einem völlig deplatzierte Verhalten jemanden zu maß regeln. Meiner Meinung nach kommt das öfter vor, als dass ein Motorradfahrer sich daneben benimmt. Das meinte ich mit pauschalisiert. Sicherlich der Frage auch geschuldet -mache Dir hier kein Vorwurf, bitte nicht falsch verstehen. Im Straßenverkehr gibt es leider mehr Gegeneinander, als miteinander und das schwächste Glied sind die Motorradfahrer an denen das gerne ausgelassen wird, und ja, gerne auch an völlig unbescholtenen Motorradfahrern. Deswegen empfinde ich deine erste Antwort als verbittert, da sie das genau wieder spiegelt. Aber wie gesagt, geht nicht gegen dich persönlich.

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Genau so sehe ich es auch

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Das klingt schon böse.

Aber nun mal aus meiner, Motorradfahrer, Sicht:

Viele Autofahrer übersehen mich. Ich muss mindestens 3 mal pro Woche eine Vollbremsung hinlegen, weil ich übersehen werde. Ein Auto fährt auch oft extrem dicht auf. Für den Fahrer ist das nicht wirklich gefährlich, für mich schon.
Werde ich überholt, wird nicht auf die andere Fahrbahn gefahren, sondern ich werde ganz oft abgedrängt. Das drängeln ist oft einfach ein kurzes warten, um bei der nächsten Möglichkeit zu überholen keine Zeit zu verschenken.
Wenn ich mich an der Ampel vorbeischiebe, mache ich das wenn es sicher ist. Warum sollte ich es aber auch nicht. Alle stehen ich fahre nur im Schritttempo vorbei. Da kann ich keinen gefährden. Bei Radfahrern stört sich auch keiner dran...

Oft sieht es für Autofahrer auch so aus, als wäre es knapp beim Überholen. Allerdings ist meistens mehr als genug Platz. Man beschleunigt ja deutlich schneller als z.B. eben ein Auto.

Ich fahre auch nicht wirklich langsam oder immer StVO konform. Allerdings habe ich mehr Situationen bei denen ich durch Autofahrer gefährdet werde, als ich Autos gefährde. Denn ich hinterlasse im Auto höchstens eine Delle, das Auto macht mich platt.

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Zu laut

Wohne in einer Region in der im Sommer enorm viele riesen Schwärme an Motorradfahrern rumfahren. Das macht sicher Spass, kann ich verstehen. Aber die sind nicht alleine unterwegs. Hier hört man alle paar Minuten wie 30 Motorräder an kurzen Strecken beschleunigen, knattern und ballern. Ich mag zwar laute Motoren aber das geht einem echt so auf den Senkel

Ok, danke für deine Antwort. Ich habe zwar ohnehinn aktuell kein lautes Motorrad, aber ich würde wenn ich eines mit lautem Auspuff hätte (meist sind die Motoren das kleinere Problem, der Auspuff ist das was laut ist) sowieso in einem höheren Gang durch die Ortschaften rollen.

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@Tobsflops

Es geht nicht um die Ortschaft. Hier sind Täler und die hallen extrem. Die fahren meist nicht zu schnell aber es ist halt wirklich so dass du vor dir hinter dir und generell eigentlich nur noch ein dauerbrummen hörst. Und das nicht nur jeden Werktag sondern vor allem Sonntags und Feiertags bei schönem Wetter, wenn du gerne deinen Gaten genießen würdest.

Zudem finde ich es irrsinnig mit 30 Motorrädern Spritztouren über Tage hinweg zu machen. Was da an CO2 Ausstoss entsteht übertrifft jede Lärmbelästigung und ist absolut unnötig. Motorrad als Verkehrsmittel von mir aus aber nicht nur um Lärm oder CO2 zu verursachen.

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