Vergleich der Heiligen Schriften im Buddhismus und Christentum

9 Antworten

Vergleiche mal verschiedene Stellen der Bibel - etwa die zehn Gebote des Alten Testaments, oder Passagen des Neuen Tastaments, mit diesem Auszug aus einer buddhistischen Schrift

Zitat:

  • Glauben Sie an nichts, nur weil Sie es gehört haben.
  • Glauben Sie nicht einfach an Traditionen, weil sie von Generationen akzeptiert wurden.
  • Glauben Sie an nichts, nur auf Grund der Verbreitung durch Gerüchte.
  • Glauben Sie nie etwas, nur weil es in Heiligen Schriften steht.
  • Glauben Sie an nichts, nur wegen der Autorität der Lehrer oder älterer Menschen.
  • Aber wenn Sie selber erkennen, dass etwas heilsam ist und dass es dem Einzelnen  und Allen zu Gute kommt und förderlich ist, dann mögen Sie es annehmen und stets danach leben.

Quelle: Kalama Sutta Anguttara-Nikaya III, 65 (Vol. 1, S. 167-171 Aurum Ed.)

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit mehr als 30 Jahren praktizierender Buddhist

Hier ist diese Textpassage, weniger komprimiert:

"Aus diesem Grunde eben, Kalamer, haben wir es gesagt: Geht, Kalamer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters!

Wenn ihr aber, Kalamer, selber erkennt: 'diese Dinge sind unheilsam, sind verwerflich, werden von Verständigen getadelt, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Unheil und Leiden', dann, o Kalamer, möget ihr sie aufgeben.

Geht, Kalamer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters!

Wenn ihr aber, Kalamer, selber erkennt: 'diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl', dann, o Kalamer, möget ihr sie euch zu eigen machen.

Das nur der Vollständigkeit halber

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Hallo,

Vergleiche mal verschiedene Stellen der Bibel -.......mit diesem Auszug aus einer buddhistischen Schrift

es ist doch so, daß Menschen, sowohl in der Tradition des Juden-/Christentums als auch des Buddhismus auf der Suche nach Heil "Glauben" Erkenntnisse angesammelt haben , welche in den Schriften ihren Niederschlag fanden. Daß Denkweise und Wortwahl der unterschiedlichen Kulturkreise der Regionen dies unterschiedlich rüber brachten ist wohl unbestritten. Inhaltlich ergibt sich aber erstaunliche Gemeinsamkeit. So erstaunlich ist das aber wieder nicht, denn die "Quelle" der Erkenntnis ist doch immer der Mensch selbst, nicht eine Offenbarung von außerhalb. Auch wenn diese angenommen würde, wäre sie doch für alle Menschen gleich.

Dies vorab, damit du erkennst, daß deine Aufzählung genauso in der Bibel enthalten ist. Deine Beispiele besagen, daß man nicht das als Wahrheit annehmen soll, was einem von außen aufgetragen oder gar (von Autoritäten) "aufgezwungen" wird sondern die Erkenntnis des rechten, heilsamen, in sich selbst suchen soll.

Jeremias 31,31-34

31......mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund ...

32 ...nicht wie der Bund war, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, ..........

33 Denn das wird der Bund sein,  Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein.3 34 Keiner wird mehr den andern belehren,....alle ...werden..erkennen

.

Entspricht dies nicht deiner "Aufzählung"  - mit anderen Worten ? Vorschriften und Vorgaben zur Erlangung des Heils sind aber sowohl in der buddhistischen Lehre (Schriften) enthalten wie auch in der Bibel.

Aber auch, daß man das Heil (in sich) nur durch eigene Handeln bewirkt ist in der buddh. Lehre wie auch in der Botschaft Jesu gesagt. Die Unterschiede zum Christentum, welche oft gebracht werden, entstammen aber nur der reformatorischen Heilslehre (nur Glaube - Gnade usw.) welche der Botschaft Jesu widersprechen.

Im Buddhismus werden "Wege", Pfade aufgezeigt, welche zum Heil führen. Jesus sagt etwa :".....ich bin der Weg welcher zur Erkenntnis und Leben führt". Natürlich meint er damit nicht seine Person, sondern seine zu befolgende Botschaft.

Gruß Viktor

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@Viktor1

So erstaunlich ist das aber wieder nicht, denn die "Quelle" der Erkenntnis ist doch immer der Mensch selbst, nicht eine Offenbarung von außerhalb

Das sehe ich ähnlich und beispielsweise anhand der von dir genannten Passagen aus dem Alten Testament sollte der Fragesteller durchaus eigene Vergleiche anstellen können.

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Hallo,

Ich finde im Internet nichts.

es ist völlig müßig, rel. "Schriften" zu vergleichen, wenn nicht gar unmöglich. Wie soll das gehen ? Vergleichen kann man nur die Botschaften die sie enthalten also das was zum Heil (wie auch immer) führen soll. Deshalb kannst du dies im Internet so auch nicht finden. (Geschwafel gibt es überall, auch hier in der GF-Plattform)

Sowohl der Buddhismus als auch das Christentum haben das "Heilsziel" im transzendenten SEIN angesiedelt. Beide enthalten die "Befindlichkeit" des Friedens. Der doch gravierende Unterschied ist, daß der Buddhismus dies in einem "Nichtsein" (wie auch immer) denkt, das Christentum in einem Leben.

In beiden Lehren ist ein Weg  (oder Wege) zum Heil vorgestellt den man selbst gehen muß. Man muß also was tun, sich selbst einbringen, vervollkommnen  (die nicht relevante reformatorische Heilslehre bestreitet dies, im Widerspruch zur Botschaft Jesu)

Gruß Viktor

In beiden Lehren ist ein Weg  (oder Wege) zum Heil vorgestellt den man selbst gehen muß.

Jein. Zur christlichen Lehre gehört, dass nicht der Mensch sich retten kann, sondern sich durch Gott retten lassen muss. Was aber nicht geschieht, wenn der Mensch sich der Rettung verweigert.

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@helmutwk

Zur christlichen Lehre gehört, dass nicht der Mensch sich retten kann, sondern sich durch Gott retten lassen muss. 

Da viel über die Botschaft Jesu geschrieben wurde und "christliche Lehre" viele Sichtweisen und "Erfindungen" enthält können wir bei grundsätzlichen kurzen Betrachtungen nur das bringen, was Jesus dazu gesagt hat. Was du sagst, davon hat Jesus aber nichts gesagt, nirgends. Die passive Heilsvariante ist in seiner Botschaft nicht enthalten.Über den "Weg" seiner Botschaft hat Jesus sich mehrfach geäußert und diesen sogar mit seiner Person identifiziert. Gehen wollen muß man natürlich diesen Weg (in beiden Religionen) und der gläubige Christ wird auch darauf vertrauen , daß Gott ihm dabei hilft.(helfende Gnade Gottes)  Was hat dies aber mit dem von mir angesprochenen "Vergleich" zu tun ?

Ist wohl nur wieder ein vergeblicher Versuch von dir "Sola gratia" einzubringen.

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@Viktor1

Was du sagst, davon hat Jesus aber nichts gesagt, nirgends.

Also ich seh in den Evangelien jede Menge Beispiele, wo Jesu genau das praktiziert hat. Nimm nur Zachäus, bei dem sich Jesus selbst einlädt, obwohl er ein "Zöllner und Sünder" ist. Aber durch das Gespräch mit Jesus wird er zu jemand, der das, was er per Betrug ergaunert hat, zurückerstattet.

Jesus hat bei keinem, der von ihm Hilfe erwartete, nachgefragt, ob er würdig ist, aber sehr oft, ob der glaubt, dass Jesus ihm helfen kann.

Der gute Hirte wartet jedenfalls nicht, bis das verirrte Schaf von alleine zurückkommt, sondern er sucht es und trägt es dann zurück in den heimatlichen Stall. Der König, der Hochzeit feiert, lädt alle ein, egal wie unwürdig sie sind, und gibt ihnen auch das hochzeitliche Kleid. Der Same, der Frucht bringt, ist kein Produkt des Bodens, sondern wird auf dem Feld ausgestreut.

Ist wohl nur wieder ein vergeblicher Versuch von dir "Sola gratia" einzubringen.

Mir scheint, unter sola gratia verstehst du, was Dietrich Bonhoeffer mal billige Gnade genannt hat.

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@helmutwk

Hallo Helmut,

deine "Beispiele" belegen deine Aussage nicht - im Gegenteil. Immer haben sich die Betroffenen der "Botschaft" geöffnet und Umkehr gezeigt, sich eingebracht.

  • Der Same, der Frucht bringt, ist kein Produkt des Bodens, sondern wird auf dem Feld ausgestreut*

Sehr richtig, es sind die die Worte der heilbringende Botschaft bzw, das "Gebot des Herzens" (Jerm.31,33) . Die Frucht muß der "Boden" aber bringen. Du kennst ja noch die anderen Allegorien von Jesus, wo eindeutig der verworfen wird, der keine Frucht bringt. Wo ist da Gnade ohne zu tun?

  • Der König, der Hochzeit feiert, lädt alle ein, egal wie unwürdig sie sind, und gibt ihnen auch das hochzeitliche Kleid.*

Genau, er läd ein. Das hochzeitliche Gewand (als Symbol der Zugehörigkeit zu ihm) hat er nicht vergeben sondern den ausgeschlossen der es nicht hat. Wo ist da Gnade ohne zu tun?

Jesus hat wohl seine Aussagen oft provokativ gesetzt, damit sie besser beachtet wurden. Du hast sie jedenfalls nicht richtig "getroffen". Wer sich dem Angebot der Gnade (wissentlich, mit freiem Willen) verweigert, bekommt sie auch nicht.

Über "Sola gratia" haben wir schon mal gesprochen. Ich meine weder das was Bonhoeffer darüber persifliert hat noch was andere dazu sagten sondern genau das was gemeint ist, daß wir durch unser tun nichts zu unserem Heil beitragen können, was eben den Aussagen Jesu widerspricht - deutlich , durchgehend - nicht nur durch Versuche etwas in Jesu Worte hinein zu interpretieren.

Kannst du nicht mal was bringen, bei dem du nicht "verlierst" ? Wäre mir angenehmer.

Gruß Viktor

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@Viktor1

deine "Beispiele" belegen deine Aussage nicht

Doch, tun sie.

im Gegenteil. Immer haben sich die Betroffenen der "Botschaft" geöffnet und Umkehr gezeigt

Wie kommst du auf die Idee, dass das ein Gegensatz zu meiner Aussage wäre? Hast du den letzten Satz in meinem Beitrag nicht verstanden?

Wo ist da Gnade ohne zu tun?

Der Same wird ausgestreut. Gott gibt das Wachstum.

Das hochzeitliche Gewand (als Symbol der Zugehörigkeit zu ihm) hat er nicht vergeben

Der Begr4iff "hochzeitliches Kleid" bezieht sich auf ein Gewand, das vom Gastgeber gestellt wird, das war so üblich. Und da ist jemand ohne. Wie ist er hineingekommen, hat er abgelehnt, es anzuziehen, oder ist er durch einen Nebeneingang hineingeschlichen?

Was du aber richtig erkannt hast: das Kleid entspricht der Frucht im Gleichnis vom Sämann.

daß wir durch unser tun nichts zu unserem Heil beitragen können

... weil alles, was wir tun sollen. letztlich auch Gottes Gnade ist, die in uns wirkt.

Eph 2,8 Eure Rettung ist wirklich reine Gnade, und ihr empfangt sie allein durch den Glauben. Ihr selbst habt nichts dazu getan, sie ist Gottes Geschenk.

Ihr habt sie nicht durch irgendein Tun verdient; denn niemand soll sich mit irgendetwas rühmen können.

Was ich nicht sage: dass es unmöglich ist, sich die Gnade zu verscherzen, indem keine Frucht gebracht wird.

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@helmutwk

Hallo Helmut,
du kannst dich winden wie du willst und auch (selektierte)Textstellen aus den Apostelbriefen - so lange du nicht eindeutige Aussagen Jesu (nicht irgendwie interpretiert) bringst, welche das Heil durch Gnade allein (ohne tun) verheißt, bist du außen vor.
Daß ich andererseits Aussagen Jesu zu hauf bringen kann, wo er das "Heil" durch tun verheißt, weißt du.
Was willst du also streiten ? Auch die kath.Lehre schließt die Gnade für unser Heil mit ein. Sie ist aber ein präsentes Angebot  Gottes - mitwirken, uns einbringen entscheiden müssen wir aber selbst, dies wird uns einfach nicht abgenommen.

Der Same wird ausgestreut. Gott gibt das 
Wachstum.

Mt.13,23
23 Bei dem aber auf gutes Land gesät ist, das ist, der das Wort hört und versteht und dann auch Frucht bringt;
Nein, die Frucht muß er selbst bringen, Gott macht das nicht.

Was ich nicht sage: dass es unmöglich ist, sich
die Gnade zu verscherzen, indem keine Frucht
gebracht wird.

Du sagst also (nicht "hintenherum") daß man sich die Gnade "verscherzen" kann, wenn man keine Frucht bringt - richtig ?
Man muß also doch selbst was tun für sein Heil, die "Gnade" ist ja immer präsent, genau wie man selbst mit seinem geschenkten Leben und seinen Chancen und seinen "Talenten" welche man auch nicht aus sich hat.
Was soll dann deine ganze  Diskussion, welche immer versucht dies zu leugnen oder auszuklammern ?
Genau in MT25,14 wird dies angesprochen. Jeder bekommt seine Gabe, mit der er was tun muß. Es wird Rechenschaft gefordert und belohnt und verworfen. Das geforderte Tun ist ja nicht das abarbeiten von "Gesetzeswerken" (nur darauf hat Paulus sich immer bezogen) sondern das gerechte Handeln nach dem Gewissen. Und der "Lohn" ist doch, daß wir dadurch heiliger (geheilt und geheiligt) werden (das weiße Gewand im Gleichnis) welches zum (ewigen) Leben befähigt.

Willst du dies hier nun immer und immer wieder  mit "ausgewählten" Textstellen  widerlegen ?

Wir haben doch außer den Texten auch noch den Geist der Botschaft Jesu vermittelt bekommen - wenn wir ihm Raum geben. Besagt uns dieser nicht, daß wir uns nicht vervollkommnen (heiligen) können, wenn wir uns nicht selbst einbringen, mit unserer Entscheidung also mit unserem freien Willen. Wenn nur Gott uns  vervollkommnen könnte , warum hat er uns dann nicht gleich so geschaffen ? Marionettentheater  Gottes ?

Gruß Viktor

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@Viktor1

auch (selektierte)Textstellen aus den Apostelbriefen

Also sektiererisch ist es, die Apostelbriefe abzulehnen, die Briefe sind Teil der Heiligen Schrift, und das ist Mainstream.

Man muß also doch selbst was tun für sein Heil

Wenn jemand dir Geld schenkt, damit du deine Schilden bezahlen kannst, dann musst du das Geld nehmen und damit deine Schulden bezahlen. Nur dann zu sagen: ein Teil hat der großzügige Spender gegeben, aber ich hab auch mein Teil dazu beigetragen, um die Schulden loszuwerden - das ergibt ein falsches Bild.

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@helmutwk

Hallo Helmut.

Also sektiererisch ist es, die Apostelbriefe 
abzulehnen

hast du irgendwie im Moment Schwierigkeiten den Überblick zu behalten ? Ich hoffe es geht dir bald besser.
Lies nochmal durch, was ich geschrieben habe und du darauf geantwortet hast - dann vergiß es.

Gruß Viktor

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@Viktor1

Ich hoffe es geht dir bald besser.

Die Augenprobleme werden sich kaum bessern.

Aber bei selektiv fällt mir ein, wie du mit dem, was ich schreibe und was evangelische Theologen zu sola gratia sagen umgehst. Ich hab ja im letzten Absatz versucht zu erklären, worum es geht.

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@helmutwk
Ich hab ja im letzten Absatz versucht zu 
erklären,worum es geht.

Nun - was du "erklären" nennst ist die übliche Art zu vernebeln.
Dein Beispiel ist mehr als daneben - tut mir leid, du bringst es nicht.
In der Botschaft Jesu geht es darum, daß Heil zu erlangen, nicht Schulden so los zu werden wie du das suggerierst . Zu Letzterem haben wir u.a. auch die Gleichnisse Jesu - für die die verstehen wollen !
Auch die Bitte im V.U. ist dir bekannt : "..vergib uns unsere Schuld , wie auch wir vergeben.." - auch da müssen wir was tun, jawohl, nix mit "Sola gratia".

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@Viktor1

In der Botschaft Jesu geht es darum, daß Heil zu erlangen

Und worin besteht das Heil? U.a. darin, dass einem die Sünden vergeben werden.

Auch die Bitte im V.U. ist dir bekannt : "..vergib uns unsere Schuld , wie auch wir vergeben.."

In Mt 6 steht da wörtlich: Vergib und unsere Schulden, wie wir auch unseren Schuldnern vergeben. Das ist ein Zusammenhang, den du verdrängst hast (Schulden als Bild für Sünden) - und dann wirfst ausgerechnet du mir Vernebeln vor!

auch da müssen wir was tun, jawohl, nix mit "Sola gratia".

Du vernebelst das, was "sola gratia" bedeutet, jedenfalls bei ernsthaften Theologen.

Nehmen wir ein praktisches Beispiel: Jemand ist als Kind sexuell missbraucht worden. Sola gratia sagt: Gott vergibt dem seine Sünden und (das ist wichtiger) heilt ihn, und dann kann (und soll!) er auch seinem Peiniger vergeben, durch den sein Leben so verkorkst wurde (bis er Gott fand).

Du suggerierst dagegen: solange er dem Missbraucher nicht vergeben kann, wird er die Gnade Gottes nie erfahren. Und verleumdest sola gratia als billige Gnade, in der die Forderung, dem Peiniger zu vergeben, unter den Tisch fällt.

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Im Umkreis der vergleichenden Religionswissenschaft würdest du sicher besser fündig. Mir als Laien fielen beim lesen zwar viele Vergleichsmöglichkeiten auf, allerdings habe ich diese nicht speziell gesammelt oder dokumentiert.

Deshalb würde ich mich auf einige Grundzüge beschränken, z. B.:

- Vergleich der 10 Gebote mit den (5) Silas

- Betonung von Glauben (Christentum) gegenüber Wissen (Buddhismus)


- Fremderlösung gegenüber Eigenbemühung

- Ewige Seele gegenüber Anatta

- Stellung des "Schöpfergottes"

- Haltung gegenüber Karma und Reinkarnation


Bibel besteht aus neuem und altem testament. Pali-kanon wird in 3 teile gegliedert. (aufbau bzw. struktureller unterschied)

Bibel handelt von christlichen themen zB. das leben von jesus oder die 10 gebote. Pali-kanon handelt von buddhistischen Themen , zB. die Ordensregeln für Mönche oder Karma. D.h. die Dinge werden aus der jeweiligen Sicht erklärt (inhaltlicher Unterschied)

Außer, dass Jesus und Buddha in der mythologischen Darstellung erschreckend viele Gemeinsamkeiten hatten, fällt mir da spontan nichts ein. Bei den ethisch-moralischen Basisregeln dürfte es ebenfalls viele Gemeinsamkeiten geben...

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