Vergleich zwischen Sichtweise Bibel und Koran?

5 Antworten

Hm, ich folge Jesus schon länger nach und denke, dass die Bibel sich selbst auslegt und du nur mit Hilfe des Heiligen Geistes Sein Wort verstehen kannst. Die historisch-kritische Sichtweise finde ich kritisch, ;) da man im Vorhinein der Meinung ist, die Bibel sei ein Buch, dass von Menschen geschrieben wurde und daher fehlerhaft. Ja, es haben fehlerhafte Menschen mitgewirkt und doch hat Gott die Bibel so gewollt wie sie ist. Wichtig ist halt, dass man möglichst genaue Übersetzungen nutzt und die zugrundelegende Sprache beachtet und den historischen Kontext. Ich darf mir und Gott Fragen zur Bibel stellen, aber eben auch damit rechnen, dass er mir antwortet und hilft, zu verstehen.

Ich glaube, der Koran wird von vielen Muslimen als ein poetisches Werk gesehen. In den Koranschulen wird er in arabisch auswendig gelernt, auch wenn die wenigsten Menschen diese Sprache verstehen. Dies spielt aber keine große Rolle, denn Muslime rezitieren, beten, pilgern, spenden in der Regel in der Hoffnung, dass sie dadurch von Allah angenommen sind. Denn Allah wird zwar als allvergebend dargestellt, jedoch gibt es keine Gewissheit im Islam, die einem sagt, dass man ganz sicher ins Paradies kommen wird, wenn man stirbt. Viele Muslime haben eine Sehnsucht nach einer persönlichen Beziehung zu Gott und tun sehr viel dafür. Jedoch wird Allah im Koran und den Hadithen als distanziert und unnahbar beschrieben.

Der Vergleich zu Nachfolgern von Jesus, sieht für mich so aus, dass 'Jünger' durch Jesus Werk erlöst sind und somit sich die Gunst Gottes nicht erkämpfen müssen und ihre Werke aufgrund ihrer Erlösung tun können. Als Jesu Schülerin habe ich keine Angst davor, nicht vor Gott bestehen zu können, weil ich nicht genug für ihn tue oder die Bibel nicht richtig verstehe, weil ich Gottes Kind sein darf und "Papa" zu ihm sagen darf.

Bin mir nicht sicher, ob du mit so einer Antwort gerechnet hast und ob das jetzt für dich hilfreich war. Ich kann dir nur aus meinen eigenen Erfahrungen und nicht aus wissenschaftlicher Sicht antworten. Hoffe, dass ist ok für dich und wünsche dir alles Gute!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – bin seit über 30 Jahren mit Jesus unterwegs

"....dass 'Jünger' durch Jesus Werk erlöst sind und somit sich die Gunst Gottes nicht erkämpfen müssen und ihre Werke aufgrund ihrer Erlösung tun können."

Jakobus 2,20:

Willst du nun einsehen, du törichter Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist? 

 Jakobus 2,26:

Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

Jak 2,17:

 So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.

Johannes 9,31

Wir wissen, dass Gott die Sünder nicht erhört; sondern den, der gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den erhört er. 

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@naaman

Warum schreibst du mir das? Ich kenne diese Bibelstellen sehr gut! Habe ich etwas anderes behauptet?

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@LoveinChrist

Ja, hast du.

"dass 'Jünger' durch Jesus Werk erlöst sind und somit sich die Gunst Gottes nicht erkämpfen müssen..."

Gegenbeweis:

(Philipper 1:30) . . .Ihr führt ja denselben Kampf, wie ihr ihn bei mir gesehen habt. Und wie ihr jetzt hört, führe ich ihn immer noch.

 

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@naaman

Die Erlösung geschieht aus Gnade - wer glaubt, er müsse sie durch das Halten des Gesetzes verdienen, muss jedes davon halten können. Dies ist aber aus eigener Kraft unmöglich. Nirgendwo steht, dass dich deine Werke gerecht machen vor Gott, oder?

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@LoveinChrist

Nun, natürlich nicht so direkt. Aber aus verschiedenen Stellen der Bibel ist zu entnehmen, das Gerechtigkeit mit Werken in engem Zusammenhang stehen. Das ist vielleicht neu für dich. Besonders aber der Jakobusbrief macht diesen Zusammenhang anhand von mehreren Beispielen recht deutlich.

Ich glaube kaum, das es uns zusteht, diese Beispiele umzuinterpretieren oder zu ignorieren, nur weil es uns nicht gefällt, oder weil wir es bisher anders kennen gelernt haben.

Jakobus 2,22-24 (Lutherbibel)

Da siehst du, dass der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden. 23 So ist die Schrift erfüllt, die da spricht (1. Mose 15,6): »Abraham hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden«, und er wurde »ein Freund Gottes« genannt (Jesaja 41,8). 24 So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glauben allein.

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@naaman

ELB'06, Elberfelder Bibel 2006

Gal 2:16

aber ‹da› wir wissen, dass der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Christus Jesus, haben wir auch an Christus Jesus geglaubt, damit wir aus Glauben an Christus gerechtfertigt werden und nicht aus Gesetzeswerken, weil aus Gesetzeswerken kein Fleisch gerechtfertigt wird.

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Ich denke, du gehst mit deinen Überlegungen von falschen Voraussetzungen aus.

Sowohl bei den Sunniten als auch bei den Schiiten existieren jeweils verschiedene „Rechtsschulen“ („Madhhab“), die von ihrem Wesen her eigentlich „Theologische Richtungsschulen“ heißen müssten.

Das ist etwas völlig anderes, als die Lehrunterschiede in der Christenheit.

Versuchs mal mit: Was Christen vom Islam wissen sollten

Ich glaube, Muslime vertrauen dem Koran insgesamt mehr als Christen der Bibel. Der Großteil zumindest.

Das liegt vielleicht daran, dass man Kritik der Bibel offen äußern kann ohne Angst zu haben, dass einem etwas zustößt. Beim Koran sieht das schon anders aus. Vor Allem in strenggläubigen Ländern, in denen das Rechtssystem der Scharia herrscht. Ein falsches Wort und du kannst tot sein.

Auch spielt der Glaube da in der Erziehung und generell in der Familie vermutlich eine große Rolle. Deshalb ist er seit Kindheit an meistens schon ein wichtiger Teil des Lebens. Sie bekommen den Glauben quasi vorgelebt.

Das ist bei vielen christlichen Eltern heutzutage nicht mehr so der Fall, weswegen der Glaube wahrscheinlich nicht mehr einen so hohen Stellenwert bei vielen Menschen hat, da sie einfach merkten, es ging/geht auch ohne. Werte wie Freundlichkeit existieren auch so.

Die Muslime, die ich kenne, sind so gut wie alle stark gläubig und Gott spielt eine (deutliche) Rolle in deren Leben. Sie glauben daran, was im Koran steht und stellen (es) weniger in Frage.

Viele Christen hingegen leben größtenteils eigentlich ohne Gott und gehen halt manchmal in die Kirche. Die Bibel wird häufig in Frage gestellt und oft wird etwas, was darin steht, nicht geglaubt. Da sehe ich einen Unterschied.

Wie wörtlich das Buch genommen wird hängt immer davon ab, ob es ein Fundamentalist in den Händen hält oder nicht. Solche gibt es in beiden Religionen.

Was auch der Fall ist, umso schwächer die Indoktrination, umso eher traut sich jemand, selbst zu denken und ev. auch sein Weltbild zerbrechen zu lassen, um die Wahrheit zu finden. Mir kommt oft vor, dass die Indoktrination im Islam stärker geschieht als im Christentum. Aber ich kann mich auch irren. Ausnahmen gibt es auf jeden Fall, es gibt auch stark indoktrinierte Christen und "lockere" Muslime.

Das trägt natürlich wieder dazu bei, wie ein ganzes "Volk" auf eine Religion und ihre Bücher blickt. Die Menschen dieses "Volkes" beeinflussen sich dann wieder gegenseitig und verstärken ggf. den Glauben untereinander.

Das ist ein ziemlich komplexes Thema.

Ich hoffe, du kannst mit meinem Input etwas anfangen. LG

Christen legen die Bibel aus

Wirkliche Christen sehen keinen Grund, die Bibel auszulegen, sondern sie entscheiden zunächst, wessen Lehre sie als am wichtigsten in der Bibel ansehen und leben aktiv danach. Und wenn Jesus der Sohn Gottes ist, wie es in der Bibel heißt, müsste ich wohl ein sehr schlechter Christ sein, wenn ich seiner Lehre gegenüber die Lehre des Paulus vorziehen würde, denn Christ zu sein, bedeutet doch schon als Bezeichnung, dem Beispiel Jesu zu folgen, dem man den Titel Christus gab.

Abgesehen davon kenne ich mich zwar einigermaßen mit der Bibel aus, aber mit dem Koran in keiner Weise. Ebenso geht es sicherlich auch einigen anderen. Wieder andere kennen sich mit dem Koran aus, aber nicht mit der Bibel. Wieder andere kennen sich weder mit der Bibel noch mit dem Koran aus, aber sicherlich sehr, sehr wenige, kennen sich mit der Bibel und dem Koran aus. Und nur letztere könnten einen Vergleich anstellen und das auch nur dann, wenn sie die jeweiligen Schriften ohne jede Deutung, Interpretation oder sonstige Abweichung von dem, was klar geschrieben steht, akzeptieren können.

Zwischen Bibel und Koran gibt es keine Gemeinsamkeiten.

Wegen der Widersprüche im Koran, teilweise in einem Satz und wegen des chaotischen Aufbaus ist es für einen gebildeten Menschen eine Überwindung, sich durch dieses Buch zu quälen.

·        Muslime verweisen liberal auf den Koran indem sie zitieren, "es gibt keinen Zwang im Glauben.". Falsch. Auf Apostasie (Glaubensabfall) steht die Todesstrafe im Islam.

·        Muslime behaupten wir glauben ja alle nur an einen Gott. Falsch. Der Islam impliziert mit dieser Behauptung eine Gottgleichheit, die dann in den Lehren keineswegs gleich ist.

·        Muslime behaupten Jesus Christus als zweithöchsten Prophet nach Mohammed. Falsch. Damit versucht man nur die Christen für den Islam zu interessieren. Tatsächlich kommen die Lehren Jesus im Islam gar nicht vor, und werden sogar umgekehrt.

·        Muslime behaupten der Islam sei Friede. Falsch. Der Islam gibt die Expansion des Islam auch mit aggressiven Mitteln vor. Ziel ist dabei das weltweite Kalifat damit der Madhi als Erlöser erscheinen kann.

·        Muslime behaupten den Dschihad als Kampf der persönlichen Glaubensläuterung. Falsch. Wenn dem so wäre, warum wird dann in den Koranschulen ein Kindercomic über die Schönheit des Märtyrertums verteilt?

Man kann ganze Bücher damit füllen, Behauptungen des Islam in Bezug auf seine Lehren und der Realität zu widerlegen.

Daher steht in Sure 3.84 und 4.136, 21.7, 29.46, 10.94 …, dass Moslems an die Bibel und an Jesus glauben sollen.

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