Kann es sein, dass die Jugend immer mehr verblödet?

53 Antworten

Nein, die Jugend verblödet nicht. 

Ganz im Gegenteil, die heutige Jugend ist es z.B. gewohnt, zu googeln und allg. im Internet zu recherchieren.

Das war früher ein Privileg, das nur wenige hatten, deren Eltern ihnen halt vorgelebt haben, wie man an Informationen rankommt. Sonst haben viele einfach die Bücher genutzt, die sie hatten oder das Wissen der Leute um sie herum und weiter geforscht. Die Jugend von heute lernt andere Inhalte als die Jugend vor 20 Jahren, oder auch die Jugend vor 40 oder 60 Jahren. Jede Generation hat ihr Schwerpunktwissen. 

Viele Ältere haben "klassisches Allgemeinwissen" in der Schule gelernt: Literatur, Philosophie, Geschichte, alte Sprachen. Dann kamen neue Generationen, die anderes gelernt haben oder auch weniger Inhalte auswendig gelernt haben und dafür mehr "Denkaufgaben" geübt haben. Auf die vorherige Generation wirkten diese Menschen also weniger gebildet, weil sie nicht aus dem Stand Daten nennen konnten, Zitate oder ganze Balladen auswendig konnten. 

Die heutige Jugend lernt wieder etwas ganz anderes als die Generation/en davor. Unter anderem lernt sie ganz problemlos das, was ältere sich über Fortbildungen und Selbststudium aneignen müssen/ mussten: Umgang mit Computer und Internet im weitesten Sinne. 

Hier werden immer noch "Anfängerfragen" zu diesen Themen von Usern gestellt - Fragen, über die heutige Fünftklässler lachen könnten. Beispiel: Drucke ich eine Datei als PDF aus oder kann ich das Worddokument ausdrucken?So etwas hat man natürlich weder 1980 noch 1960 oder gar 1940 gewusst oder gefragt. Dafür konnte man sicher mehr Geschichtsdaten und Literaturzitate als die heutigen Jugendlichen runterrattern.Wenn man noch weiter zurück geht, wird es noch schwieriger. Waren Jugendliche 1800, 1850, 1900, 1950 oder 2000 "klüger" oder "gebildeter"?

Das kann man schlecht sagen (man müsste auch verschiedene Schichten und Bildungshintergründe vergleichen), aber man kann definitiv sagen, dass jede dieser Generationen ganz andere Schwerpunkte in ihrer Bildung hatte.Es gibt und gab immer Jugendliche, die eine schlechte Schule besucht haben, von Zuhause nicht gefördert wurden bzw. im Elternhaus erlebten, dass Bildung unwichtig war und so weniger wussten als ihre Altersgenossen - allerdings nur in den Bildungsinhalten. Vielleicht waren sie Experten in Gebieten außerhalb der Bildungsinhalte.So etwas kommt auch heute noch vor.

Dazu kommt, dass jeder unter "Bildung" und "Dummheit" etwas ganz anderes versteht.Zu einem gewissen Grade zu Bildungsinhalte immer Kind ihrer Zeit und willkürlich. Vor allem die genaue Auswahl (z.B. Geschichte: Welche Inhalte sind wichtig, welche Jahrhunderte und welche Orte kann man überspringen?).

Das sollte man bedenken, bevor man jemanden als ungebildet bezeichnet.Hinter dem Begriff Bildung steckt unter anderem die Idee, dass man neugierig bleibt und sich weiter fortbildet, dass man Fragen stellt und Antworten aktiv sucht. Das ist eine Haltung, die heute vorausgesetzt wird - man googelt und erwartet das auch von anderen. Man kann vielleicht nicht immer beurteilen, ob man wissenschaftlich anerkannte Googleergebnisse erhält, aber man sucht aktiv nach Antworten - (fast) täglich. Damit ist man bezogen auf diese Definition von Bildung schon mal "gebildet". Man denkt auch viel kritisch/er über Inhalte nach (als früher). Man beschäftigt sich mehr mit Quellen und deren Glaubwürdigkeit. Auch das macht einen gebildeter als viele Generationen vorher, die weniger Vergleichsmöglichkeiten hatten (z.B. nur ein Lehrbuch oder glauben mussten, was der Lehrer sagte, je nach Jahrhundert und Jahrzehnt).

Diese Haltung ist für die meisten Menschen heute selbstverständlich, besonders für Schüler und Berufstätige. Diese Haltung war dagegen nicht für alle/ viele Menschen der vorhergehenden Generationen selbstverständlich sondern nur für die, denen das beigebracht wurde und die es eingeübt haben oder für besonders neugierige Zeitgenossen. In diesem Sinne sind wir also heute klüger als früher, weil diese Art der Informatonsbeschaffung und -bewertung viel verbreiteter und im Prinzip ja schon Allgemeingut ist.

Verblödung ist ein schwieriges Wort. Die Menschen -zumindest in unseren Breitengraden- werden intelligenter, was auch an guter Nahrung im Säuglings und Kleinkindalter liegt,

Was man aus dem Leben macht und welche Chancen man wahrnimmt, ist eine andere Sache.

Verblödung meint man in allen Bereichen zu erkennen, ganz besonders bei Verkehrsplanern, Politikern, Lehrern etc. 

Aber irgendwie läuft alles stabil, ganz große gesellschaftliche Katastrophen gibt es hier noch nicht (im Gegensatz zu den USA, wo in der Immobilienkries Hunderttausende in Zeltstädten leben mussten).

Früher haben die Jugendlichen auch ihr Leben vergeudet - mit 8-Bit Computern und Tetris - oder mit Dosenkicken auf der Straße. Ich bin in den 70ern und 80ern groß geworden. Da hat kein 16 jähriger jeden Tag ein Lexicon gelesen, viel Assis und Prollos haben Anlass zu ähnlichen Fragen gegeben. 

Anscheinend wird manches extremer ( Kapitalsimus - siehe TTIP oder IS) das sind die Herausforderungen von heute. Doofe und Dumme Menschen gab es immer und wird es immer geben. Die Möglichkeiten vonseiten sind irrsinnig groß - keiner wird mehr Bäcker, weil der Urgroßvater das schon war.

Und es wird weiterhin Professoren geben und unser Schulsystem ist zwar extrem verbesserungwürdig - wie vieles andere auch - aber doch ganz gut. Dank Google und Wikipedia kann man heute viel schneller sich schlau machen und schneller Urteile fällen. 

Ich bin selbst 14, weswegen ich nicht sagen kann, wie es früher war. Doch meiner Meinung nach gibt es tatsächlich unglaublich dämliche Leute in meinem Umfeld (Schule usw). Es stimmt, dass sich viele nur um ihr Aussehen und um den schönsten Lippenstift kümmern. Oder um da neuste Comuterspiel. Noten sind nicht mehr wichtig. Talent auch nicht. Viele meiner Freunde sind so. Zwar nicht von der ganz schlimmen Sorte, aber dennoch faul und gönnen sich selbst das Höchstmaß an Freizeit. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht so bin. Ok, ich denke, jeder würde das hier behaupten, aber ich bin mir eigentlich ziemlich sicher. Schon die Tatsache allein, dass ich meinen Fernsehen seit 3 Jahren nicht mehr angefasst habe xD. Klar, ich interessiere mich auch für Mode, wie eigentlich alle Mädchen in meinem Alter, aber ich übertreibe es nicht gleich...Ich bin sehr ehrgeizig in der Schule und habe auch bis jetzt einen ganz guten Durchschnitt gehabt (1,3; Gymnasium). Ich spiele seit 6 Jahren Klavier, wobei ich sagen muss, dass ich es anders tue, als viele aus meiner Klasse z.B. Oft heißt es "oh man, ich muss heute zu Klavier", oder "oh mist, morgen hab ich Klavier und ich hab noch gar nicht geübt". Diese Unmotivation ist schon echt sinnlos. Dann sollen sie halt aufhören. Ich übe freiwillig 2h täglich , weil ich etwas erreichen will. Ich spiele zwar auch Geige, aber da übe ich nur noch 30 min täglich, da ich erst vor kurzem angefangen habe und deswegen noch nicht diesen Ehrgeiz entwickelt habe. Außerdem male ich sehr viel und gerne. Ich interessiere mich auch sehr für Sprachen. Zu hause spreche ich Deutsch und Russisch, in der Schule lerne ich noch Englisch, Französisch und Latein. Da ich aber nach dem Abi ein FSJ in Japan machen will, lerne ich in einer Vhs noch japanisch. Ich gelte in meiner Klasse auch als Streber usw aber mich stört das nicht wirklich...Ich habe eben andere Interessen. Eine Freundin von mir ist auch anders- sie ist auch ehrgeizig und ehrlich mit siche selbst. Aber es stimmt wie gesagt wirklich, dass viele einfach nur noch faul sind. Dumm würde ich nicht sagen, in vielen steckt bestimmt noch Potential. Aber man ist sich eben zu schade um sich anzustrengen.Ich hab jetzt zml viel über mich geschrieben, ich weiß xD aber damit kann man ja ganz gut demonstrieren, dass es nicht ganz zutrifft. Was mich auch wundert, ist das Niveau an den Gymnasien. Ich weiß nicht ob das so normal ist, aber wenn der Stoff auf dem Gymmis schon so leicht ist, was wird dann bitte in Realschulen unterrichtet? Was ich mich auch frage, ist, wie einige es einfach hinbekommen in jeder noch so leichten Arbeit eine 5 zu bekommen. Ich weiß, viele werden jetzt wahrscheinlich beleidigt sein, und ausrutscher passieren ja immer mal (ich hatte mal ne 4+ in ner Deutsch arbeit, großes Drama haha). Aber in meiner Klasse gibt es tatsächlich Leute, die sich über eine 4 freuen. Aber ich glaube zu diesem Thema hat eh jeder eine andere Meinung. Lg MIm123

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