Trotz stationärem Reha Anorexie nicht besser?

10 Antworten

Essstörungen sind selbst für Psychologen eine schwierige Aufgabe - denn Betroffene sehen oft nicht ein, dass sie an einer Krankheit leiden und deshalb behandelt werden müssen. Teilweise verweigern sie sogar jegliche Behandlungsmassnahmen. Dies erschwert zusammen mit den verschiedenen verursachenden Faktoren die Behandlung der Essstörungen. Essstörungen sind zwar grundsätzlich heilbar - aber nur wenn es gelingt diesen Schlankheitswahn aus dem Kopf zu bekommen.

Psycho-Tipps gegen das Problem findest Du z.B, hier.

https://zeitzuleben.de/selbstbewusstsein-und-selbstvertrauen-10-tipps/

Du brauchst eine Psychotherapie, ein reiner Klinikaufenthalt nützt wenig. Deutsche Krankenkassen zahlen in so einem (nachgewiesenen) Fall die Therapiekosten. Statt einer ambulanten Therapie ist oft eine stationäre Therapie besser. Da kann in einer Gruppe behandelt werden. Sehr gute Erfahrungen bei Gruppentherapie habe ich mit dem Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München gemacht.

Leider kann ich nicht mehr in eine andere Klinik, da die Schule bald ansteht und das Abi im Frühjahr aber danke für den Tipp

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@Serena2000

Gesundheit geht vor Schule und vor Abi!

Denn:

Was nutzt Ihnen das Abi, wenn Sie tot und unterernährt vom Hocker fallen!

Die Gesundheit hat absoluten Vorrang vor allen anderen Dingen, denn ohne Gesundheit sind wir nichts!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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@Konrad Huber

Zurzeit habe ich einen BMI von 17,1 was nicht normal ist aber auch nicht extrem niedrig ist und die Therapeuten meinten bei meiner Abreise, dass sie keine Bedenken beim Abi hätten

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Wenn du selbst von dir aus nicht gesund werden willst, wird dir keine Therapie dieser Welt helfen. Mach dir am besten Gedanken darüber, ob du das tatsächlich für dich selbst möchtest und bereit bist, aus deiner Komfortzone zu gehen und daran zu arbeiten, oder ob du eigentlich gar nicht loslassen willst und hoffst, dass die in der Klinik das schon irgendwie für dich hinbiegen. Aber ein Hoffnungsloser Fall bist du sicher nicht, dein Problem kommt mir seeehr bekannt vor. Bin jetzt aber endlich da rausgekommen, weil ich eingesehen hab, dass nur ich mir helfen kann und eine Gewichtszunahme und essen zum Gesundwerden dazugehören^^

Hallo Serena2000,

Sie schreiben:

Trotz stationärem Reha Anorexie nicht besser?

Nun war ich 4 Wochen in der Klinik wegen Magersucht und mein Resümee ist, dass sich kaum etwas gebessert hat. Ich zähle immer noch Kalorien, habe immer noch eine starke Angst vor der Gewicht Zunahme, habe sogar abgenommen in der Klinik kaum zugenommen und ich fühle mich nicht stark vor dem Alltag. Ich habe Angst komplett zurück zu fallen.

Bin ich ein hoffnungsloser Fall?

PS: Psychotherapie ambulant müsste ich selber zahlen laut Kasse, weshalb ich versuche es zu vermeiden ( bin Schülerin noch und ja)

Antwort:

https://de.wikipedia.org/wiki/Anorexie

Hier bei GF kann Ihnen mit Sicherheit Niemand seriös darstellen, ob Sie ein hoffungsvoller Fall sind oder kein hoffungsloser Fall!

Anorexie ist eine sehr ernste Angelegenheit und die Behandlung/Therapie gehört in die professionellsten Hände, welche es in Deutschland gibt!

Lassen Sie sich vom Hausarzt an die Charite-Psychosomatik-Ambulanz-Berlin oder an die Uni-Klinik-Heildelberg-psychosomatische Ambulanz überweisen, nehmen Sie alle vorhandenen ärztlichen Unterlagen zum ersten Termin mit und lassen Sie sich dort beraten, welche Möglichkeiten Ihnen offenstehen!

https://psychosomatik.charite.de/fuer_patienten/ambulanz/essstoerungen/

Alternative:

https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/hilfe-bei-magersucht-weltweit-grosste-studie-zeigt-erstmals-dass-psychotherapie-bei-3189.php

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Vielen Dank leider möchte ich keinen stationären Aufenthalt mehr aufgrund der Schule die im September anfängt und DEM abi im Frühjahr

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Was hast du denn für eine Kasse? Normal wird das bezahlt...

Nein, du bist kein hoffnungsloser Fall!

Du musst wirklich eine Besserung wollen und stark dafür kämpfen. Ich habe schon 4 Kliniken hinter mir und bin immer noch Depressiv. Es bessert sich meistens leider nur langsam..

Gib dir Zeit!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich leide seit 7 Jahren an Depressionen und PTBS

Das Problem (kein Vorwurf / keine Vermutung!) :

Arbeitet der Patient nicht konsequent mit und bremst bewusst Therapierfolge aus steht es den Krankenversicherern frei weitere Kostenübernahmen zu verweigern.

Nur so kann ich mir die mom. Situation erklären.

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@LouPing

Also ich habe echt mein allerbestes gegeben. Aber mir wurde auch alles bezahlt.

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@BlueIceDragon

Meine Frau bekommt seit nun fast 4 Jahren eine umfangreiche und sehr kostenaufwendige Trauma-Therapie inklus. Hausbesuche (PtBs, Trauma, traumabed. Panik) gezahlt. Der Kostenträger ist die Versicherung des Unfallgegners.

Das läuft so weiter weil auch sie sehr eng und ehrgeizig mit ihrem Trauma Therapeuten zusammenarbeitet. Er hängt sich echt rein und nimmt 2 mal / Woche eine Anfahrt von knapp 1 Stunde auf sich.

Sehen die Versicherungen grundsätzlich keine Mitwirkung können Zahlungen gekürzt oder gar ganz verweigert werden.

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