Starkstrom Erklärung?

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4 Antworten

im prinzip nicht viel anders. bei der 32 Ampere Steckdose sind es ungefähr 22 kW, bei der 63er etwa 43 kW

allerdings gibt es hier noch zwei dinge zu beachten. erstens 1kW ist was anderes wie ein kVA. (Kilovoltampare) z.B. eine 13 Watt Energiesparlampe hat in der regel eine stromaufnahme von 0,14 Ampere bei 230 volt. das sind 32 VA... dass die lampe dann selbst nur 13 watt hat, das liegt am sogenannten Blindleistungskoeffizienten (Cosinus Phi)

ausrechenen wie viel Leistung an so einen Anschluss gehangen werden kann, kann man ganz einfach...

nehmen wir mal die 32 Ampere steckdose als Beispiel: 32 Amoere mal 3 Phasen mal 230 Volt ergäbe 22080 VA

nun wird ja beim Drehstrom die Spannung zwischen den Phasen angegeben also 400 Volt, nicht 230. da die spannung im Drehstrom um den faktor wurzel(3) größer ist, als zwischen einer Phase und den Mitteleiter (nulleiter) müsste die rechnung quasi so auschauen, wenn man mit 400 volt rechnet:

32 Ampre mal 3 durch Wurzel(3) mal 400 Volt....

da aber wurzel 3 mal Wurzel 3 drei ergibt, kann man das noch weiter abkürzen...

32 Ampere mal wurzel3 mal 400 volt.... wenn dabei jetzt etwas leicht anderes raus kommt, als bei der rechnung oben mit 230 volt mal 3, dann liegt es einfach daran, dass 230 mal wurzel 3 nicht ganz 400 ergibt, irgenwas um 398 komma irgendwas... da wir aber so wie so eine recht große spannungstoleranz haben, wird das hier einfach rund gerechnet.

lg, Anna

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Kommentar von Matrix2400
18.07.2016, 10:17

OK, danke für deine Mühe mir das zu erklären, aber so ganz blicke ich da noch nicht durch. Meine Frage ist nämlich wie viel Watt ich an jeder der drei Phasen beim 16A, 32A und 63A anschließen kann. Sind das beim 32A jetzt 7333Watt pro Phase und beim 16A 3600Watt pro Phase oder wie muss ich das verstehen?

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Ja. So ähnlich verhält sich das. Nur bei Drehstrom kommt der Verkettungsfaktor von Wurzel 3 noch dazu.
P=Wurzel3*U*I (Wurzel 3*400V*16A)
somit kommst du auf mehr Leistung als wenn du alle drei Phasen einzeln rechnest.

Es gibt übrigens noch eine 125A CEE Steckverbindung. Die ist gewaltig.

Einen 32A Verteiler mit einem Reduzierstück an 16A funktioniert zwar in der Praxis, ist aber aus gutem Grund verboten. Wenn du dann wirklich 32A ziehst, dann fängt der 16A Stecker irgendwann an zu Kochen.

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Kommentar von doesanybodyknow
18.07.2016, 06:54

Ich denke eher das der Leitungsschutzschalter in der Unterverteilung abschaltet bevor der Stecker kocht.

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Kommentar von Matrix2400
18.07.2016, 10:06

Danke für deine schnelle Hilfe, mit dem Verbindungsstück meinte ich das aber eigentlich wie folgt: Wenn ich einen 32A Verteiler habe und eine 32A Dose vorhanden ist, würde ich diese ganz normal mit einem 32A Kabel nutzen. Sollte jetzt aber nur eine 16A Dose vorhanden sein, kann ich diese mithilfe eines Verbindungsstücks von 16A auf 32A an den 32 A Verteiler anschließen? Dann würde ja über den 16A Stecker keine 32A laufen und wenn ich das richtig verstanden habe schmilzt der nun auch nicht da ich ja bei 32A ganz normal das 32A Kabel nutze.

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Kommentar von Geograph
18.07.2016, 14:44

"So ähnlich verhält sich das. Nur bei Drehstrom kommt der Verkettungsfaktor von Wurzel 3 noch dazu.
P=Wurzel3*U*I (Wurzel 3*400V*16A)
somit kommst du auf mehr Leistung als wenn du alle drei Phasen einzeln rechnest.
"

????

Wechselstrom: Sw = Uw * I = 400V /√3 * I

Drehstrom: Sd = √3 * Ud * I =  √3 * 400V * I

Sw * 3 = Sd

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Die „normale Haushaltssteckdose“ besitzt keine Volt, Ampere oder Watt. Die ist gewöhnlich an die öffentliche Netzspannung von 230 V angeschlossen, hinter einer Leitungsschutzsicherung von 16 A. Die Spannung von 230 V liegt zwischen einem beliebigen der drei Außenleiter („Phase“) und dem Nulleiter („Neutralleiter“ oder „PEN“) an.  Leistung = Spannung mal Stromstärke. Somit ergibt sich an der normalen Haushaltssteckdose aus der gegebenen Spannung und der Strombegrenzung rechnerisch eine Leistungsbegrenzung von 230 mal 16 W = 3_680 Watt.

Höhere Leitungsquerschnitte lassen sich risikolos mit höheren Leitungsschutz-Sicherungen ausstatten, also mit mehr als 16 Ampere. Damit erhöht sich entsprechend die Leistungsbegrenzung.

Das gilt soweit grundsätzlich auch für Dreiphasenanschlüsse. Für Verbraucher zwischen Außen- und Nulleiter gilt dann bei drei 16-A-Sicherungen die dreifache maximale Leistung von rechnerisch 11040 Watt. Die Spannung zwischen den drei Außenleitern liegt bei 400 Volt (früher 380). Für Verbraucher,
die zwischen den Außenleitern angeschlossen sind, steigt damit die Leistungsbegrenzung bei drei 16-A-Sicherungen auf insgesamt 3 mal 400 mal 16 W =  19_200 Watt.

Eine Querschnittsverringerung ohne Zwischensicherung ist sicherheitstechnisch nicht zu verantworten. Wenn ich also von einem Verteiler abzweige mit einer Leitung für max. 16 A, dann muss bei dem Verteiler auch eine Leitungsschutz-Sicherung einbaut sein mit max. 16 A.

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Hallo Matrix 2400,

da Du die Belastung der einzelnen Phasen wissen möchtest, beantworte ich Deine Frage bezogen auf die Wechselspannung 230Volt.

Hierbei können wir dann den Verkettungsfaktor getrost vergessen.

Ich rechne in meinem Beispiel mit einer rein ohmschen Last, kappazitive oder induktive Widerstände hast Du in Deiner Beispielrechnung ebenfalls nicht aufgeführt.

Rechnung:

Je Phase:

230 Volt x 16 Ampere = 3680 Watt

230 Volt x 32 Ampere = 7360 Watt

230 Volt x 63 Ampere = 14490 Watt

Die Rechnung für 400 Volt müsste noch den Verkettungsfaktor berücksichtigen, aber es waren halt 230 Volt gefragt.

Meine Antwort beschränkt sich nur auf die tatsächliche Frage, es gibt bei der entnahme von Wechselspannung aus einem Drehstromkreis noch einiges zu beachten. Das wäre aber ein prima Thema für eine weitere Frage.

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Kommentar von Matrix2400
18.07.2016, 18:45

OK super danke. Das war genau das was Ich wissen wollte.

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