Sollte man zwei Hunde zeitversetzt füttern?

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich würde die Hunde immer zeitgleich füttern, da sich keine Rangordnung ausbildet ist diese auch nicht relevant fürs füttern.

Worauf Du achten solltest ist ob einer von beiden ein Ressourcenproblem hat, wenn Dein jetziger Hund bisher solche Problematiken nicht aufweist heißt es nicht, dass er sein Futter nicht gegen einen anderen Hund verteidigen würde.

Bei meinem kleinen ist es auch kein Problem wenn der Mensch ans Futter geht, aber ein anderer Hund hat Abstand zu halten, dafür habe ich als Besitzer eben Sorge zu tragen.

Meine werden also zeitgleich aber mit mir dazwischen gefüttert, wobei er mittlerweile kaum noch Ressourcenverhalten zeigt.

In der Sache gehe ich völlig konform, aber das hier

da sich keine Rangordnung ausbildet

findet sich genau wo wissenschaftlich belegt?

Es sei denn, du meinst lediglich eine Futterrangordnung - dann würde ich zustimmen.

1
@Jule59

Da sich bei Wölfen keine Rangordnung ausbildet wird sich auch keine bei Hunden ausbilden, dass findet sich ich glaube unter anderem im Miklosi, ich meine Mech hätte dazu auch was geschrieben bin mir aber nicht sicher.

Es gibt und dabei bleibe ich keine lineare Rangordnung, diese rangbezogenen Verhaltensweisen sind oftmals nicht mit dem Rang zu vereinbaren sondern mit Momentsituationen, in denen es eben oftmals um Ressourcen geht, hier wäre es Futter bei einem Wolf kann es auch Futter sein oder soziale Zuwendung und auch diese würde unter Ressourcenverteidigung fallen aber nicht bedingt einer Rangordnung, da auch Wölfe eine echte Familie bilden und keine Alpha-Omega bezogene Verhaltensweisen zeigen.

Dagegen sprechen m.M.n. mehrere Aspekte, nicht nur das die "augedienten" älteren Tiere weiterhin von wesentlich stärkeren und körperlich überlegeneren Tieren mit versorgt werden sondern auch, dass es situationsabhängig ist, es geht um Fähigkeiten, der eine ist besser bei der Großwildjagd der nächste besser bei Kleintieren, je nach Fähigkeit führt dann eben der eine oder andere, dass hat aber nichts mit einer strengen und auf jegliche Situation übertragbaren linearen Rangordnung zu tun, denn dann wäre ja der Rang in jeder Situation gleich

Somit findet sich das m.M.n. nicht nur im wissenschaftlichen Sinn belegt sondern auch im logischen Menschenverstand wieder. .

3
@Anda2910

Ich habe inzwischen das Gefühl, dass Hunde sich sogar da anpassen. Wo die Halter sich um Rangordnung bemühen, da entsteht auch eine. Im Gehege bei Wölfen ja auch.

2
@taigafee

Gehegewölfe sind nicht miteinander verwandt, bedingt der Gehegehaltung stehen diese Wölfe stark unter Stress und diese wieder bedingt mehr Aggressivität, dass was die Tiere dort machen ist keine Rangordnung, sondern lassen sie Stress ab, vereinfach ausgedrückt könnte man auch sagen, sie mobben das schwächste Glied der Kette. Verhaltensbiologisch gesehen sehr unsinniges Verhalten, denn da werden Energien für Dinge verschwendet die normalerweise in freier Wildbahn eben zum überleben dienen, in einem Wolfsgehege werden diese Energien nicht benötigt, zudem kommt das dort auch oftmals viel Langeweile herrscht. Wenn man jetzt bedenkt, dass eine Wolfsfamilie sehr viele km zum Teil sogar am Tag zurücklegt und man sich dann diese Gehege ansieht, dann kann man schon verstehen warum sich solch ein Verhalten entwickelt.

Diese Halter die sich darum bemühen eine "Rangordnung" herzustellen, stellen diese zumeist (ich möchte das nicht jedem unterstellen) mit Gewalt her, da passt sich kein Hund an, sondern wird jedes selbständige denken im Keim erstickt, der Hund gehorcht zumeist aus Angst, Angst vor Sanktionen und das ist natürlich eine Rangordnung, aber ich möchte bezweifeln das der Hund sich dabei wohl fühlt.

Ich meine Zimen wärs gewesen (ich und mein Namensgedächtnis), der hatte damalig ein Rudel Wölfe auch keine miteinander verwandte Tiere. Er hatte beschrieben, dass derjenige Wolf (ob weiblich oder männlich spielte dabei keine Rolle) der die unterste Position einnahm, sich vom Rudel abwandte und versuchte, soweit die Möglichkeit bestand, abzuhauen.

Bei seinen Beobachtungen und seinen Spaziergängen samt der Wölfe durch den Wald ist ihm eine Wölfin abhanden gekommen, sie war eine dieser "untersten" Tiere, vermutlich versuchte sie nur den ständigen Hackereien der anderen zu entkommen. Man hat sie dann zwar auch gefunden, leider aber überfahren. Seit diesem Tag hat Zimen seine Spaziergänge samt Wölfe eingestellt.

1

Also ein 2.-Hund bedeutet nicht automatisch, dass es zwischen den Beiden zu erheblichen Rangordnungsprobleme kommt, solange klar ist das du (oder jemand sonst aus der Familie) das „Sagen“ hat.

Trotzdem sollten die Fressnäpfe nicht gerade nebeneinander gestellt werden. Am besten hat jeder seinen eigenen Fressplatz und gefressen wird erst dann, wenn du das O.K. gibst. Selbstverständlich darfst du den Raum nicht verlassen, so lange noch etwas in den Näpfen ist.

Die besten Erfahrungen habe ich mit Hundeboxen gemacht, in diese „Sicherheitszonen“ bekommt jeder sein Futter, es sind Rückzugshöhlen für die Hunde und somit positiv belegt.

Als weiteren Tipp möchte ich euch empfehlen, bei der Entscheidungsfindung einen erfahrenen Trainer zur Rate zu ziehen, der euch auch zur Seite steht bei der „Einführung“ bei euch im Haus.

Das kommt auf das Wesen der Hunde an. Bei manchen ists kein Problem die zeitgleich und am gleichen Ort zu füttern. Ich hatte mal welche, die haben dann sogar zusammen erst ein Napf leer gefressen und dann zusammen den zweiten.

Ansonsten würd ich auch sagen zeitgleich an verschiedenen Orten. Hab jetzt zwar nur noch Katzen, aber selbst da gibt es eine "Ranghöhere", die alles ganz alleine frisst, wenn man sie Zeitversetzt füttert....

Unser Hund ist bisher nicht futterneidisch, aber ich bin halt kein Hund, deswegen weiß ich nicht, wie er reagieren wird. Gerade anfangs will man sie ja auch bestmöglich zusammen bringen.

0

Hallo,

also hier kriegen alle beiden (oder mqanchmal 4 Hunde) gleichzeitig ihr Futter. Letztens haben wir von Bekannten die Bande mit aufgenommen, da haben dann 6 Hunde Futter bekommen, gleichzeit und im selben Raum.

Meine Hunde lernen von Anfang an, das die Näpfe der anderen tabu sind. Zeitlich getrenntes Füttern wäre mir für mich und für die Hunde viel zu viel Stress. Wenns gar nicht geht, kann man ja räumlich trennen

Kommt auf die Hunde an. Manche verstehen sich so gut, die würden auch problemlos aus einem Napf fressen. Andere verstehen bei "Ihrem" Essen weniger Spaß, wenn ein anderer versucht seinen Rüssel reinzustecken. Und wieder andere sind einfach so extrem futterneidisch, dass sie den anderen vom Napf vertreiben. Da musst du dann eben sehen, wie der Zweithund so drauf ist. Aber erst mal würde ich sie zeitgleich füttern aber auf unterschiedlichen Plätzen.

Was möchtest Du wissen?