Sollen bibeltreue Christen überhaupt Weihnachten feiern?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

In der Bibel werden nirgendwo Weihnachten, Ostern oder der Sonntag erwähnt. Für mich geht aus der Bibel ganz klar hervor, dass wir "die Feste des Herrn" (3 Mo,23) halten sollen. Altes und Neues Testament gehören untrennbar zusammen, wobei das AT die Grundlage bildet. Jesus hat auch nicht Weihnachten gefeiert und auch nicht geboten seinen Geburtstag zu feiern. Statt dessen sollen wir das Passah halten und an seinen Opfertod gedenken.

Jesus hat auch nicht Weihnachten gefeiert und auch nicht geboten seinen Geburtstag zu feiern.

Na ja, abgesehen davon, daß Weihnachten und Christi Geburt dasselbe sind, woher weißt du, daß er es nicht gefeiert hat?

Wie kommst du auf die Idee, daß in der Bibel der komplette Tagesablauf der Menschen steht? Du kannst dir nicht vorstellen, das Jesus den Geburtstag gefeiert hat OHNE das die Evangelisten es für so wichtig gehalten habe es aufzuschreiben?

Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß Jesus zu seinen Jüngern gesagt hat "Tschüß ihr Lieben, bis Morgen. Ich muß zu meiner Mutter, die hat Geburtstag."

Glaubst du im Ernst, die Jünger hätten das so wichtig genommen um es aufzuschreiben, zumal die Schriften weit nach Jesu´s Tod aufgeschrieben wurden?

Ach ja, unser Herr ist damals zu seiner Mutter Geburtstag feiern gegangen. Wir wissen zwar nichts darüber, wir waren ja nicht dabei, aber jetzt schreiben wir ein Kapitel über 6 Seiten das Jesus Geburtstag feiern gegangen ist.

Glaubst du das tatsächlich im Ernst?

Kannst du dir vorstellen, wieviel tausend Bücher die Bibel umfassen müsste, wenn die Geschichte der Juden (AT) und die Geschichte Jesus (NT) LÜCKENLOS UND MINUTIÖS aufgeschrieben wäre?

Das Jesus sich gewaschen hat steht in der Bibel. Hat er sich nicht die Zähne geputzt, nie zur Toilette gegangen? Ich weiß, hatten sie noch nicht, aber sch..... musste er auch. :-)

Ihr macht nur Sachen die Jesus auch gemacht hat? Wirklich? Irre ich mich? Steht irgedwo in der Bibel, daß er seine Wäsche gewaschen hat oder zum Frisör gegangen ist?

Wie kommt das nur? Jetzt fallen mir die Islamisten ein. Wie kommt das nur?
Die putzen sich nicht die Zähne. Mohammed hatte ja keine Zahnbürste. Die putzen sich ihre Zähne mit einem ausgefasertem Stück Holz, greifen dann zum Handy umd verabreten sich zum Bombenanschlag. Ach wie konsequent.

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Hallo JamesLuton,

Deine Frage kann aus Sicht der Bibel mit einem klaren NEIN beantwortet werden. Wie Du schon richtig herausgefunden hast, hängt das mit heidnischen Bräuchen zusammen, aus denen schließlich das Weihnachtsfest entstanden ist.

Dazu wird in Meyers Konversationslexikon folgendes gesagt: "„Ursprünglich das heidnische Mittwinterfest (Julfest) . . ., welches . . . zu Ehren der Wiedergeburt der Sonne gefeiert wurde . . . Warum man . . . gerade den 25. Dec. dazu gewählt hat, läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Nach einigen geschah es, weil dieser Tag im Alterthum als Tag der Sonnenwende angesehen wurde und daher bei den Römern Dies natalis invicti, Geburtstag der Unbesiegten (Sonne), hieß, eine Bezeichnung, die sich leicht auf Christus, das Licht der Welt, beziehen ließ“ (3. Aufl., Bd. 15, 1878).

In einem anderen Nachschlagewerk heißt es: „Die römischen Saturnalien (ein Fest, das Saturn, dem Gott des Ackerbaus, gewidmet war und mit dem man die wiedererlangte Kraft der Sonne feierte) fanden ebenfalls zu dieser Zeit statt, und einige Weihnachtsbräuche wurzeln, wie man annimmt, in diesem alten heidnischen Fest“ (Encyclopedia Americana 1977, Bd. 6, S. 666).

Trotz des eindeutig unchristlichen Ursprungs haben dennoch viele nichts dagegen, dieses Fest mit all den damit verbundenen Bräuchen zu feiern. Die Bibel sagt jedoch dazu: "Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Bẹlial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? .“ (2. Korinther 6:14,15). Aus diesem Text geht deutlich hervor, dass ein Christ klar von schlechten Handlungen und Bräuchen abstehen sollte, die von denen begangen werden, die der Apostel Paulus hier als "Ungläubige" bezeichnet.

Interessant ist auch, dass die ersten Christen keine Geburtstage und somit auch nicht den Geburtstag Jesu Christi feierten. Dazu heißt es:„Die Idee einer Geburtstagsfeier lag den Christen dieser Periode überhaupt fern“ (August Neander, Allgemeine Geschichte der christlichen Religion und Kirche, 1842, Bd. I, S. 518). Die Gründe dafür liegen darin, dass die Bräuche, die mit Geburtstagesfeiern verbunden sind, ursprünglich im Bereich falscher Religion und Magie liegen.

Die Bibel berichtet an zwei Stellen von Geburtstagsfeiern, beide Male von Personen, die nicht an den wahren Gott glaubten und beide Feiern werden in einem negativen Licht dargestellt. (siehe 1. Mose 40:20-22 und Markus 6:21-26).

Außerdem kann der 25. Dezember nicht das richtige Datum für Jesu Geburt sein. Der Bibelbericht sagt, dass z. Zt. der Geburt Jesu nachts die Hirten auf den Feldern waren. In Palästina gilt diese Zeit als Regenzeit, in der sich die Herden in den Schafställen befinden und nicht im Freien.

Das sind nur einige biblische Gründe, die "bibeltreue" Christen dazu veranlassen sollten, Weihnachten lieber nicht zu feiern.

LG Philipp

Zuerst müssten wir klären, was Du mit "bibeltreu" meinst.

Die meisten, die sich so bezeichnen, haben ein bestimmtes Bild von der Bibel. Und wer mit diesem Bild nicht übereinstimmt, wird für nicht bibeltreu erklärt.

Dummerweise (oder zum Glück) ist die Bibel an vielen Stellen ganz anderer Ansicht als diese "Bibeltreuen". Genau hinschauen lohnt sich also.

Dann stellt man fest, dass z.B. Paulus und Petrus sich über heidnische Bräuche ziemlich heftig gestritten haben. Mit dem Ergebnis, dass man sich in beide Richtungen sinnvoll entscheiden kann.

In der Bibel gibt es zwei Tendenzen: Die eine versucht, sich gegen alles Heidnische äußerst heftig abzugrenzen. Was auch auch nicht ganz dumm gedacht ist. Warum sollte man nicht vermeiden, was einen von Gott wegbringen kann?

Auf der anderen Seite steht gerade Jesus für stark öffnende Tendenzen. Schau Dir einfach mal seinen Stammbaum an, welche Vorfahren dort welche Berufe hatten oder zu Völkern gehörten, von denen man sich gemäß der abgrenzenden Tendenz eigentlich fern halten sollte...

Außerdem hat das Christentum diese angeblich heidnischen Bräuche nicht einfach übernommen, sondern (wie auch schon das Judentum) oftmals auf eine sehr intelligente Weise verändert.

Warum feiern wir Weihnachten ausgerechnet in der dunkelsten Nacht im Jahr? Weil dort Heiden die Wintersonnenwende gefeiert haben? Oder als theologische Aussage: Gott ist keine Nacht zu dunkel. Seine Frohe Botschaft ist in der dunkelsten Nacht besonders wichtig! Und nach der Geburt des Christkinds werden die Nächte wieder kurzer!

Weihnachten heißt: Fürchte Dich nicht! Gott will es in Deinem Leben hell machen. Das darfst Du mit Freude feiern. Und es ist nicht wirklich bibeltreu, einem Essig in diese Freude zu kippen.

hi JamesLuton - kiek ma, es hat 300 Jahre lang Christen gegeben, da gab das Neue Testament in der heutigen Form noch gar nicht; das alte Christentum ist keine Buchreligion gewesen, das geschriebene Evangelium war Teil der Kirchentradition, aber nicht ihre einzige Grundlage.

Erst Luther und Calvin haben aus dem Christentum ne Buchreligion gemacht.

Aber sogar Luther, der ja alles rausgeschmissen hat was nicht in der Bibel steht, hat Weihnachten feiern lassen, bloss er hat den heiligen Nikolaus rausgeschmissen und dafür das Christkind die Geschenke bringen lassen.

Also kannste ruhig Weihnachten feiern, und die ganze Weihnachtsgeschichte im Evangelium dazu lesen. Und wenn denn Friede in deinem Herzen ist und du Friede allen Menschen wünschst, die guten Willens sind, denn biste ooch n guter Christ, find ich.

wie lieb, Suziemaus. LG vom Entchen.

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Es gib tausende von Handschriften des Neuen Testamentes und einige davon datieren aus dem zweiten oder dritten Jahrhundert. Und die Briefe von Paulus und anderen sollten unbedingt in allen Gemeinden gelesen werden, sie wurden herumgereicht und immer wieder sorgfältigst abgeschrieben.

Ein guter Christ ist der, der Christus nachfolgt. Dazu sollte man das neue Testament immer wieder lesen, und nicht nur Lukas 2.

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@Hooks

Thema verfehlt. Die Frage des Fragestellers war ziemlich präzis, und meine Antwort war als Antwort auf die Frage formuliert, punkt genau. N meterlanges theologisches Gezänke passt hier nicht.

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@suziesext04

Aber es ist eine unwahrhaftige Ungenauigkeit zu behaupten, daß die Christen 300 Jahre lang kein NT gehabt hätten.-

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@Hooks

@Hooks /@Holger 

Zu mindestens nicht, in der Form wie du die  heute kennst .Da hat @susiesext also so unrecht nicht .

Die Lutherbibel gabe es in der christenheit 1500 Jahre lang nicht mal...Willst du im ernst sagen 1500 Jahre christlicher Glaube und so viele Märtyer seien ohne Glauben und Sinn gestorben ?

Und woher hat eigentlich Luther sein Evangelium, wenn nicht  von der Kirche die du so sehr ablehnst ?Du sägst doch die ganze Zeit auf dem Ast auf dem du selbst sitzt.Die Orthodoxie von  der Luther die Bibel übersetzte ,anerkennt Luther nicht mal als Christen .(ich allerdings schon )Da er das Herz der Kirche ,die Sakramente und daher Den Herrn selbst ,aus der Kirche geworfen hat .(etwas hart gesagt )

Wobei ich einen Luther direkt noch als katholisch bezeichnen kann wenn ich den kläglichen Rest des Protestantismus es so betrachte .Der nur einer Sache immer Vorschub leistet dem Kapitalismus .

Davon aus nehme ich sehr viele  Schwestern und Brüder aus allen möglichen  Kirchen und ...sogar,ja ich sage es hier : Buddhisten/Hindus /Muslime   ..die zwar alle eine andere Wahl getroffen haben als ich ..(am Ende kennt nur Gott kennt ein jedes Herz und was noch kommen kann ) ... Und  die mich, für meine Wahl sich nicht anmassen zu verurteilen .

Jesus Christus hat in der Tat nirgendwo überhaupt jemals befohlen aufzuschreiben .Und es gibt eine menge Christen in aller Welt ,die haben niemals eine Bibel gesehen (Nordkorea /Islamische Staaten etc.. ,und sind doch hundert male die authentischeren  Christen als wir, die wir alle möglichen Ausführungen davon lesen können .




1. Korinther - Kapitel 13

1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. (Matthäus 6.2) 

   4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, 5 sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, (Philipper 2.4) 6 sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit; (Römer 12.9) 7 sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles.
   


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@Hooks

Leute, lest, was da steht, bevor ihr ständig gleich lospoltert, das hab ich geschrieben:

"da gab das Neue Testament in der heutigen Form noch gar nicht"

vielleicht hat es sich noch nicht rumgesprochen, dass der Kanon des NT, den heute alle Christen verwenden, aus dem 4.Jahrhundert stammt. Vorher gab es zig heilige Schriften und Evangelien, die es eben nicht ins NT geschafft haben, zb Thomasevangelium, Judasevangelium, apokryphe und gnostische Evangelien, die teils noch in der koptischen Kirche bekannt sind und verwendet werden.

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@suziesext04

Genau,daher sind wir auch mit den Kopten nicht ganz so einig wie wir es gerne hätten , was das die Natur Jesu  anbelangt .

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@waldfrosch64

hi waldfrosch64 - dafür sind die Kopten in der Bewertung der "Natur des Islam" den deutschen Katholiken um einige Nasenlängen voraus :D

vermutlich weil sie eine Weile länger als Dhimmis gelebt haben-

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Das Christliche Glaube feiert seine Feste an den markanten Terminen die immer schon bezeichnend waren im Leben der Menschen .Seit Menschengedenken .Daraus zu schliessen dass nun christliche Feste, deshalb auch sicherlich  heidnische Inhalte hätten, ist eine gewagte Behauptung.

Die nur Zeugen Jehovas und Adventisten nötig haben deren Hauptverkündigung die Polemik gegen die R.K.Kirche ist ....oder gegen den authentischen apostolischen Christlichen Glauben .Und auch die Trinitarische Gottesvorstellung .Wie sie sich nun mal in der Bibel vor Augen sich entfaltet .

Genau so gut könntest du doch behaupten, dass der Wein der in meinem Glas eingefüllt ist ,Wasser sei ,da dort vorher mal lange lange immer nur Wasser eingefüllt gewesen ist ....

Seit Menschengedenken gab es Feste? Gut, weißt Du auch, was Gott dazu sagt?

Amos 5

21 Ich hasse eure Feste, ich verabscheue sie und kann eure Feiern nicht riechen.
22 Wenn ihr mir Brandopfer darbringt, ich habe kein Gefallen an euren Gaben und eure fetten Heilsopfer will ich nicht sehen.
23 Weg mit dem Lärm deiner Lieder! Dein Harfenspiel will ich nicht hören.

"christliche Feste" gibt es nicht. Nenne mir ein Fest im neuen Testament, das der Herr Jesus oder sonst einer befohlen hätte.

Was Du meinst, sind Feste, die einst heidnisch waren und unte r Konstantin (in der Staatskirche) als christlich umgemünzt wurden - um der Heiden willen, die sonst nicht übergetreten wären.
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@Hooks

Tja, du wirst es schon ertragen müssen, dass ich und unzählige andere Menschen ,nach eingehendem Studium der Schriften zu anderen Schlussfolgerungen gekommen sind .

  • Scott und Kimberly Hahn  Theologen der Presbyterianer Kirche 
  • Steve Ray ehemaliger Baptist 

https://www.youtube.com/watch?v=rY0MIEsvOes

Da gibt es in der Tat eine sehr lange Liste von sehr bekannten Leuten .

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@Hooks

Den  Ehemaligen  Presbyter Theologen wir Scott und Kimberly  Hahn und einem Ex Baptisten wirst du wohl kaum vorwerfen wollen, sich nicht die Bibel zu kennen ? 

Bevor du ihnen nicht mal ernsthaft zugehört hast ?

Ich weiss aus Erfahrung das man sich nicht leicht tut ,aber manchesmal ist es nötig .Die Tatsache dass du keine Gemeinschaft gefunden hast wo du meinst das ein ehrliche Verkündigung stattfindet zeigt das du es dir und dem Herrn wohl nicht leicht machst ...insofern haben wir hier eine Gemeinsamkeit gefunden .

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