Schwefel in der Apotheke kaufen?

6 Antworten

Sicher sind Apotheken (und Einzelunternehmens-Drogerien) gerne bereit, auch kleine Mengen zu verkaufen, allerdings solltest du schon wissen, ob du Pulver (Schwefelblüte) oder Stücke brauchst. Die Weinbehandling verwendet teilweise noch Stückware.

Verkaufen wird dir in der Menge wahrscheinlich jede Apotheke Schwefel, sofern vorhanden. Das kommt sehr drauf an, ob sie es häufifer in Rezepturen brauchen.

Günstiger wird es, wenn du musicmakers Links folgst.

Apotheken haben zwar Schwefel, da sie den manchmal für Rezepturen brauchen, aber es gibt strenge Richtlinien für den Verkauf von solchen Gefahrstoffen, die man missbräuchlich verwenden kann und die kann ich dir nicht sagen ob und wie viel Gramm man da abgeben dürfte, da muss man in Fachbüchern nachschlagen. Musst im deiner Apotheke fragen.

Das einzige, was mich davon abhalten könnte, Schwefel zu kaufen (tut es aber nicht), ist das Chemikaliengesetz und die Chemikalienverbotsverordnung und beides kann ich auswendig..

Schwefel ist ein ganz gefährlicher Gefahrstoff, da er reizend ist :o

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@antwortbitteja

Das einzige, was mich davon abhalten könnte, Schwefel zu kaufen (tut es
aber nicht), ist das Chemikaliengesetz und die
Chemikalienverbotsverordnung und beides kann ich auswendig..

Inwiefern halten die dich vom Erwerb eines Stoffes ab? Die regeln doch die Abgabe eines Stoffes, nicht den Erwerb.

Mich halten von einem Erwerb sowie der Herstellung eher das Betäubungsmittelgesetz oder die Sprengstoffverordnung ab.

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Ja, es gibt strenge Richtlinien für Gefahrstoffe. Schwefel fällt da aber ehr nicht drunter...

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@musicmaker201

Ja, es gibt strenge Richtlinien für Gefahrstoffe. 

*eg*

Schwefel fällt da aber ehr nicht drunter...

Richtig. Aber Borax.

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@cg1967

Borax ist ja auch ein CMR-Stoff, bei dem ein Abgabeverbot größtenteils Sinn macht. Ich verstehe also nicht wirklich was der Vergleich mit Borax hier bringt.

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@musicmaker201

Borax ist ja auch ein CMR-Stoff,

Wurde unter extremen und somit extrem anzweifelbaren Bedingungen als R-Stoff eingestuft, vor allem anzweifelbar, da die R-Toxizität vollständig reversibel war.

bei dem ein Abgabeverbot größtenteils Sinn macht

Die Abgabeverbote sind großteils sinnlos, da davon Stoffe betroffen sind, mit welchen Laien sicher hantieren können, jedoch Stoffe, welche nicht in Laienhand (und auch nicht privat in die geschulte Hand) gehören nicht betroffen sind.

Ich verstehe also nicht wirklich was der Vergleich mit Borax hier bringt.

Borax ist genauso harmlos wie Schwefel, bei Schwefel wird ein Bohei als Bestandteil des Schwarzpulvers gemacht, obwohl die Abgabe unbegrenzt nicht mal überwacht wird, während die Abgabe von völlig harmlosen Borax (außer als Holzschutzmittel) an privat verboten ist. Die privat IMNSHO nicht handhabbare Flußsäure darf dagegen an den Laien abgegeben werden. :-(

Der Vergleich entspringt einfach meiner Verärgerung über ein nicht nachvollziehbares Chemikalienrecht.

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@cg1967

Danke für die Aufklärung. Ich kannte die Hintergründe zur Einstufung von Borax als CMR-Stoff nicht, nur das dieser als solch einer geführt wird. Daher meine Verwirrung.

Ja, Abgabeverbote wirken teilweise wirklich wie willkürlich ausgewählt. Bei einem echten CMR-Stoff würde ein Abgabeverbot natürlich schon Sinn machen.

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@musicmaker201

Bei einem echten CMR-Stoff würde ein Abgabeverbot natürlich schon Sinn machen.

IMHO bei einem CM-Stoff, unbestritten. Bei einem R-Stoff soll doch bitte jeder selbst entscheiden dürfen, sofern dieser, wie Borax, nicht relevant in die Umwelt eingetragen werden kann.

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Kaufe es dir bitte im Internet, dort gibt es 80 g für 5€ oder so, in der Apotheke solltest du dir keine Chemikalien kaufen.

Denkt ihr, dass Apotheken Schwefel meistens vorrätig haben

Ich tippe auf Nein. Eine Apotheke, sofern sie noch selbst Arzneimittel herstellt, hat nur die Stoffe vorrätig, welche sie benötigt. Elementarer Schwefel wird, kolloidal, äußerlich als Puder angewendet. Hergestellt wird dieses Puder, indem Schwefel mit Calciumhydroxid und Wasser gekocht wird (Produkt Calciumpolysulfidbrühe), in dieser Talkum suspendiert wird und anschließend durch Zugabe von verdünnter Schwefelsäure kolloidarer Schwefel und Gips erzeugt wird. Diese Reaktion sollte eine Apotheke heute nicht mehr durchführen, eventuell hat sie das Produkt dieser Reaktion (Schwefeltalkum).

Ich möchte ja nicht direkt 1kg Schwefel kaufen.

Warum nicht? Ich hab mir 1 kg gekauft, der wird nicht schlecht.

> Warum nicht?

Wegen der Preise in der Apotheke?

Ich denke, in jenen Gegenden, in denen noch Privatleute Fässer ausschwefeln für die Lagerung von Most, haben die Apotheken Schwefel vorrätig.

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@Bevarian

Letzen Endes schon - aber die wird an Ort und Stelle erzeugt, indem man im feuchten Fass Schwefel verbrennt. Eine SO2-Flasche wäre für den Kleingärtner mit seinen drei Mostfässern nicht zu empfehlen.

Anders, wenn man Wein schwefelt, um die Gärung zu stoppen, dann gibt man gelöstes SO2, Disulfit oder Hydrogensulfit zu.

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@TomRichter

Ich würde Schwefel auch nicht in der Apotheke kaufen.

Ich denke, in jenen Gegenden, in denen noch Privatleute Fässer
ausschwefeln für die Lagerung von Most, haben die Apotheken Schwefel
vorrätig. 

Bei uns zu Stadt gibts dafür geeigneten Schwefelfaden im Gartenmarkt, nebst Reinzuchthefen und allem sonstigen Zubehör zur Weinherstellung. Preise hab ich nicht im Kopf.

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