Schule - Zu Extrem?

65 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ob die Schule heute unschaffbar ist, weiß ich nicht, aber sie ist definitiv zu schwer, zu stressig und in ihrer Art höchst kontraproduktiv (!) und ungesund.

Das schlimmste dabei: obwohl Kids schon teilweise psychische Krankheiten entwickeln, die man früher nur von Menschen in Hochleistungsberufen nach 20 Arbeitsjahren kannte, und auf einen großen Teil ihrer Kindheit verzichten müssen, kommen sie am Ende auch nicht schlauer raus.

Das Gegenteil ist der Fall. Für's Studium völlig unbrauchbar (da über alle Maßen angepaßt und bar jedes kreativen Gedankens), mit grundlegenden Entwicklungsmängeln - das fängt von körperlichen Mängeln mangels Bewegung an, geht über die genannten psychischen Probleme und erstreckt sich bis zu völliger sozialer Inkompetenz - , und vor allem mit viel weniger Freude am Leben.

Und lasse dir nicht einreden, daß es früher schwerer war - das war es nicht. Zur Zeit, als deine Eltern und deine Lehrer in die Schule gingen, war nach ein paar Stunden Unterricht und einer halben Stunde Hausaufgaben Freizeit angesagt. Und das war auch gut so, denn dort lernt man mehr und vor allem Wichtigeres.

Insofern schon mal schön, daß du das durchblickst. Lasse dir keine Angst machen; Schulerfolg ist nicht annähernd so wichtig, wie es eurer Generation eingeredet wird. Psychische Gesundheit und eine gute Kindheit und Jugend sollten eine höhere Priorität einnehmen.

P.S.: hier noch ein Artikel zum Thema, den ich vor ein paar Tagen gelesen habe und wie es der Zufall will schon vor ein paar Minuten bei einer ähnlichen Frage eingestellt habe: http://www.zeit.de/2011/22/DOS-G8/komplettansicht

Diesen Beitrag würde ich nicht ganz unhinterfragt lassen, obwohl ich ihm teilweise auch zustimmen kann. Wenn schon Abiturienten immer schwieriger an einen Studium- bzw. Ausbildungsplatz kommen (und da spreche ich aus eigener Erfahrung), dann frage ich mich wie schlecht es erst um die Hauptschüler stehen muss.

Als Unbrauchbar halte ich den Stoff in der Schule nicht. Ob man auch in der Freizeit Wichtigeres lerne, als in der Schule, wage ich stark zu bezweifeln.

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@Vando

Ich würde auch sagen, dass man die Aussage, dass Schulbildung nicht so wichtig ist, wie man immer sagt, so nicht stehen lassen kann. Es gibt genügend Studiengäng mit relativ strengen Annahmebedingungen und wenn man nur einen Hauptschulabschluss oder ein schlechtes Abitur vorzuweisen hat könnte es mit dem Studium schon schwierig bis unmöglich werden. Und auch im späteren Berufsleben wird nunmal darauf geschaut, was du vorher so gemacht hast. Für einen gutbezahlten Beruf ist ein Studium nunmal meist notwendig, für ein Studium brauchst du wiederum Abitur und für ein Abitur musst du dich wiederum in der Schule anstrengen. Unsere Gesellschaft ist nunmal leider darauf ausgelegt, dass man seine Lebenszeit mit exzessiver Arbeit verschwenden muss, um Erfolg zu haben.

Als Unbrauchbar halte ich den Stoff in der Schule nicht. Ob man auch in der Freizeit Wichtigeres lerne, als in der Schule, wage ich stark zu bezweifeln.

Ob der Stoff nun unbrauchbar ist, sei mal dahingestellt, aber die Schulbildung an sich ist einfach gnadenlos überfrachtet. Man versucht dem Schüler Wissen aus allen Themenbereichen einzuprügeln und das ist meiner Meinung nach ziemlicher Blödsinn. Ein paar Dinge bleiben zwar immer hängen, aber es ist nunmal so, dass der Mensch sich Dinge, die er nicht braucht, nicht längerfristig merkt. Einem Schüler alle asiatischen Gebirge beizubringen ist ja schn und gut, aber wenn er das Wissen nie anwenden muss, ist es nach ein paar Jahren auch schon wieder ungenutzt verflogen.

Im Berufsleben ist das nunmal letztlich genau das Gleiche. Wir wählen uns letztlich einen Beruf, der nur eine kleine Schnittmenge alle Themengebiete wirklich braucht. Der Rest ist dafür meist nicht nötig. Wenn jemand beispielsweise theoretischer Atomphysiker werden will, ist es naheliegend, dass diese Person Physik als Fach brauchen wird. Chemie wird wahrscheinlich auch recht hilfreich sein und Englisch kann wohl als Weltsprache auch nicht schaden. Aber das wars dann auch schon fast. Die Werke von Goethe und Schiller? Geografie? Politik? Geschichtliche Fakten? Ist ja alles ganz nett, aber das sind alles Themen, die ei Physiker letztlich nicht braucht.

Unsere Gesellschaft unterliegt dem Irrglauben, das Dinge wie Geschichte, Geografie oder Politik "Allgemeinwissen" ist, das jeder beherrschen sollte. Letztlich sind das aber auch nur Themengebiete, die im Normalfalls keiner braucht, wenn er nicht selbst in dem Bereich tätig ist.

Natürlich kann jetzt jemand sagen "Aber Politik berifft uns doch alle". Aber ganz ehrlich: Mehr als alle 4 Jahre mal wählen zu gehen und sich aufzuregen, wenn irgendein Skandal im Fernsehen auftaucht, haben die meisten auch nicht mit Politik zu tun. Genauso Geschichte: Wann mussten wir das letzte Mal aus einem sinnvollen Grund wissen, wann der 30jährige Krieg war?

Noch schräger wird es dann, wenn es um Schulen geht, in denen man Latein oder Altgriechisch belegen MUSS oder in denen man Musik und Kunst belegen MUSS oder in denen Sport nich abgewählt werden kann.

Wer ein Themengebiet nicht braucht und sich nicht dafür interessiert, vergisst das früher oder später sowieso wieder. Und unsere Berufe wählen wir letztlich doch sowieso überwigend anhand unserer Interessen. Den Schüler dazu zwingen zu wollen, sich etwas zu merken, womit er nichts anfangen kann, ist Zeitverschwendung und allgemein nicht sonderlich produktiv.

Es gibt sicher auch Fächer, die ein Schüler haben sollte, aber die er trotzdem nicht leiden kann, weil er eben nicht überblickt, wie wichtig sie für andere Themengebiete sind. Aber Geschichte, Geografie, Sport, Musik oder ähnliches gehören da eindeutig nicht dazu.

Das dämlichste ist sowieso irgendwie der Sportunterricht, wenn man dann unsportliche Schüler, die mal Neurobiologen werden wollen mit durchtrainierten Schülern, die in ihrer Freizeit im Fussballverein rumhängen, Fussball gegeneinander spielen lässt, damit sich die Neurobiologen an den harten Schüssen die Finger brechen können und dann kritisiert werden, weil sie den Ball nicht halten.

Man versucht hier zu sehr Universalgenies zu schaffen, wo keine sind. Vielleicht wäre es sinnvoller den Schülern erstmal WIRKLICH wichtige Dinge beizubringen und den ganze Pseudo-Allgemeinwissen als Wahlfächer für die anzubieten, die sich denn damit beschäftigen wollen.

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@Vando

Als Unbrauchbar halte ich den Stoff in der Schule nicht. Ob man auch in der Freizeit Wichtigeres lerne, als in der Schule, wage ich stark zu bezweifeln.

Guter Punkt, nur haben viele Schulen eben Fächer wie Musik, Werken, etc. im Lehrplan, die fast niemand später brauchen würde.

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@Farel

Ich versuche mich mal hier in die Diskussion einzumischen. Wieso muss es eig. immer ein "geistiger" Beruf sein? Wieso fast immer Studium??? Da frage ich mich ehrlich, wie es in ca. 20-30 Jahren aussehen wird? Wer baut noch Häuser werl legt Gärten an und und und.... WER? Ich z.B. mache zurzeit noch mein Abi bzw. bin grade dabei. Mache G8 wie er auch ich habe in der Woche 35 Stunden Schule und gehe in die 9. Klasse.. Nun ich finde ich habe mich bereits dazu entschlossen Maurer zu werden ;). Wozu brauch ich ein Studium? Um ca. 5 Jahre praktisch das selbe zu tun wie in der Schule??? Und später (Nur ale Beispiel) praktisch Null Erfahrung in dem jeweiligen Beruf den ich dann machen will habe. Und nebenher kaum Geld verdienen kann und bei meinen Elter finanziell aufer Tasche liege. Ich will aufjedenfall versuchen mein Abi einigermaßen hin zu bekommen und dann gleich mit der Maurer Ausbildung anzufangen. Naja, jedem dass seine..

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@Hilfiggero

Wieso muss es eig. immer ein "geistiger" Beruf sein? Wieso fast immer Studium??? Da frage ich mich ehrlich, wie es in ca. 20-30 Jahren aussehen wird? Wer baut noch Häuser werl legt Gärten an und und und.... WER?

Natürlich muss es nicht IMMER ein akademischer Beruf sein. Aber der Sinn unseres Bildungssystems sieht nunmal eine gewisse Abstufung vor. Es gibt unterschiedliche Schulformen, mit unterschiedlichen hohen Anforderungen, die den Schüler letztlich auf unterschiedliche Laufbahnen vorbereiten sollen.

Wer einen Hauptschulabschluss hat, wird wahrscheinlich nicht als nächster auf die ISS geschickt und wer einen Master-Abschluss hat, wird wird wahrscheinlich nicht bei Lidl an der Kasse stehen wollen.

Durch die verschiedenen Abschlussarten werden Menschen in unserer Gesellschaft nunmal entsprechend ihrer Auffassungsgabe, "Intelligenz" und Durchhaltevermögens in mehrere Klassen eingestuft, die dann fast gleichtwertig auf entsprechende Berufsgruppen übertragen werden können. Oer zumindest versucht man das.

Wenn du kein Abitur, Studium oder ähnliches vorzuweisen hast, fallen zahlreiche Jobs für dich direkt weg. Das System sieht eben vor, dass man bildungstechnisch soweit hochklettert, wie man eben kann, damit man nicht geistig unterfordert ist und auch die Jobs erhalten kann, die den eigenen Anforderungen entsprechen.

Auch wenn natürlich viele ein Studium angehen wollen, gibt es dennoch genug andere Schüler, die eben nicht so weit kommen und sich daher weniger akademische Berufe suchen.

Menschen haben nunmal unterschiedliche intelektuelle Anforderungen. Manche schauen in ihrer Freizeit eben DSDS und prügeln sich darum, wer in die nächste Runde kommen sollte, während andere in ihrem Job Raumschiffe bauen und in ihrer Freizeit über den Sinn des Lebens diskutieren. Manche geben sich eben mit den einfachen Dingen zufrieden und manche wollen mehr.

Manche Leute mögen als Maurer, Gärtner oder Bauarbeiter vielleicht zufrieden sein, aber andere eben nicht. Wer nunmal lieber mit seinem Kopf arbeitet und schwierige Probleme angeht, der verkümmert, wenn er den ganzen Tag nur Steine übereinander stapelt oder in irgendeiner Fabrikhalle steht. Mir hat mal ein Informatiker erzählt, dass er, bevor er seinen Job hatte, wohl im Zuge eines Praktikums mal eine ganze Weile am Fließband gearbeitet hat, mit lauten Maschinen gleich nebenan und Ohrschützern, die kaum etwas bringen. Er meinte, dass er sich dort gnadenlos unterfordert gefühlt hat und danach wusste, dass er sowas nie wieder machen will.

Und was ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor ist, ist nunmal immer das Geld. Ja, während des Studiums verdient man meist nicht wirklich viel und hat auch noch Studiengebühren vor sich. Natürlich. Dafür hatman nach dem Studium in entsprechenden Firmen meist ein Einstiegsgehalt, dass 3 oder 4 mal so groß ist wie das Maximalgehalt anderer Berufsgruppen.

Wenn du Maurer werden willst, kannst du das natürlich machen, aber dir sollten zwei Dinge klar sein:

  • Erstens entscheidest du dich für einen anstrengenden Knochenjob, der sehr schnell zu langweiliger Routine werden, dich geistig unterfordern und möglicherweise im Alter mit körperlichen Beschwerden führen kann. Du musst ja beachten, dass du nicht nur jetzt Maurer bist, sondern auch mit 60 Jahren noch Maurer sein wirst. Da geht dir die Arbeit vielleicht nicht mehr so leicht von der Hand und der Rücken kann schon ziemlich schmerzen.
  • Zweitens sollte dir klar sein, dass dein Gehalt im Vergleich zu anderen Berufen ziemlich gering sein wird und das du gerade, wenn du mal eine Familie gründen, ein Haus bauen oder ein Auto kaufen willst, nicht so viel finanzielle Sicherheit hättest, wie es dir vielleicht lieb wäre. Vorallem wenn du Kinder hast, wirst du denen vielleicht viele Wünsche verwehren müssen, weil es am Geld mangelt. Da du vorallem einen körperlich fordernden Berufsweg einschlagen willst, sollte dir klar sein, dass es gut möglich ist, dass du mit 50 oder 60 mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen hast, die dich dazu zwingen eventuell früher aus dem Berufsleben auszuscheiden. Und dann könnte es sein, dass du eventuelle deinen Kindern anstatt deinen Eltern auf der Tasche liegst.

Ich persönlich will dir jetzt deine beruflichen Ziele nicht ausreden, würde dir aber trotzdem empfehlen, dir nochmal zu überlegen, ob du so leichtfertig eine berufliche Laufbahn einschlagen willst. Wenn du auf dem Gymnasium bist, musst du ja geistig einiges drauf haben. Und wenn du dich ohne größere Probleme durch Gymnasium kämpfen kannst, wäre es vielleicht sinnvoll das zu tun. In deinem späteren Leben könnte es erfeulich sein, auf einem bequemen Stuhl seinen Geist zu fordern und 4000€ im Monat zu verdienen als sich beim Ziegelsteinstapeln die Wirbelsäule zu ruinieren, seine Geist zu unterfordern und mit gerade mal genug Geld nach Hause zu kommen, um Miete und Essen zu bezahlen.

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@honeybadgermara

Musik und Werken sind wichtig meiner Meinung nach. Vor allem Werken braucht man natürlich überhaupt nicht es kann nicht schaden wenn man einen Hammer bedient. Ich hab nähmlich Gymnasiasten erlebt di kein Werken hatten das ist kein zuschauen nur schon wenn sie irgendwo eine Schraube schrauben müssen. Und wenn man ein bisschen was kann muss man auch nicht wegen einer durchgebrannten Sicherung den Stromer kommen lassen Ich finde ein Durchschnittsbürger sollte selbst eine Sicherung wechseln können. Und Musik erfreut die Seele

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@YDerKellerY

Der eigentliche Sinn in Fächern wie Kunst, Musik und Werken liegt darin, die Kreativität der Schüler zu fördern. Zusammen mit Sport gelten sie als Ausgleichsfächer, wo man eben nicht nur stur dem Frontalunterricht ausgesetzt ist. In Musik hinkt man der Idee vielleicht ein wenig hinterher, aber mit dem richtigen Lehrer kann selbst Musik ein sehr praktisches Fach werden.

Es geht halt weniger um den Inhalt in den Fächern, sondern vielmehr um die Erholung vom normalen Unterricht. Deswegen sind Sport und Kunst auch die Lieblingsfächer von vielen Schülern.

2
@YDerKellerY

Musik soll eher dazu gut sein, einfach die Gehirnleistung zu trainieren, ich spreche jetzt von Instrumentespielen. Es hält das Gehirn allgemein jung.

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@Baehri36

@ Baehrie: Ein sehr gutes Statement. Auch mehr Sport wäre duchaus förderlich. Hat sich doch in Studien herausgestellt, daß wenn man morgens vor der Schule eine halbe Stunde joggt, das Gehirn zusätzliche Zellen bereitstellt, die mit Synapsen vernetzt werden könnten. Auch Musik und Instrumentenspiel fördern den Aufbau von Nervenzellen.

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@sachlich123

Musik kann man aber auch unter die Rubrik "Kreativitätsförderung" setzen. Mir sind beim Musizieren jedenfalls schon viele Ideen gekommen.

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@YDerKellerY

Musik und Werken sind wichtig meiner Meinung nach. Vor allem Werken braucht man natürlich überhaupt nicht es kann nicht schaden wenn man einen Hammer bedient. Ich hab nähmlich Gymnasiasten erlebt di kein Werken hatten das ist kein zuschauen nur schon wenn sie irgendwo eine Schraube schrauben müssen. Und wenn man ein bisschen was kann muss man auch nicht wegen einer durchgebrannten Sicherung den Stromer kommen lassen Ich finde ein Durchschnittsbürger sollte selbst eine Sicherung wechseln können. Und Musik erfreut die Seele

Interessanter Beitrag, auch wenn Punkte beim Lesen geholfen hätten :p ich will selber mal meinen Senf dazu geben, zu der gesamten Diskussion. Ich selber habe Abitur G8 mit einem Schnitt von 2,6 bestanden. Dafür musste ich nichts tun, ich habe wirklich kaum gelernt. Ich will damit nicht angeben, im Gegenteil! Es ist schon merkwürdig, dass ich als so extrem fauler Schüler locker durchkomme, weil ich hie & da mal ein klein bisschen zuhöre, hin und wieder logisch denke & meinen Mund aufmache & andere Leute wirklich von der 5 Klasse an gelernt haben, und trotzdem "nur" einen Schnitt von 2,2 erreichen. Natürlich spielen da viele Aspekte eine Rolle. Da wäre explizit der Unterschied zwischen ihm & mir zu nennen, aber natürlich auch die unterschiedlichen Lehrer, die wir hatten - und da kann mir keiner was anderes erzählen: An den Lehrern hängt verdammt viel. Des weiteren ist noch zu erwähnen, dass drei meiner Klassenkameraden, mit denen ich seit der 5 Klasse gemeinsam in der Schule & sehr gut befreundet war das Abi nicht bestanden haben. Die waren nicht ganz so faul wie ich, mE sind die drei auch besser zu gebrauchen als ich, wirtschaftlich: Der eine ist sehr kreativ, der andere hat Handwerklich echt was drauf & der dritte ist einfach ein "Arbeiter" wenn ich das mal so sagen darf. Ob die drei jetzt unbedingt aufs Gymnasium gehörten, sei mal dahin gestellt. Ich sehe allerdings an mir selber, da ich für handwerkliche Aktivitäten nur fürs grobe zu gebrauchen bin, bei "geistig anspruchslosen" Arbeiten schnell die Motivation verliere & mangels "sinnvoller" Arbeit dann irgend wann aufhöre & einfach mal nicht kreativ bin, dass ich in der "echten" Welt zu nichts tauge. Das einzige was man mir nachsagt, ist, dass ich gut diskutieren & viel reden kann. Für mich schon immer ein sehr fragwürdiges Argument zumal ich das für selbstverständlich halte. Worauf ich allerdings hinaus will, ist die traurige Tatsache, dass ich im Vergleich zu den drei Kollegen auf dem Papier "besser" dastehe, in vielen Dingen allerdings unterlegen bin. Und das, finde ich, ist das schlimme heutzutage: Man wird irgend wann auf einen Zettel reduziert, den man irgend wann mal erhalten hat & mit dem irgend welche Lehrer versuchen, jemanden "gerecht" zu bewerten, was objektiv einfach nicht möglich ist.

Um nochmal auf die Frage zurück zu kommen: Aus Erfahrung weiß ich, dass die Schule heut zutage echt vieles falsch macht. Ob man tatsächlich durch G8 kommt mit 33+ Stunden Wochen hat zum einem verdammt viel mit dem "Losglück" der Lehrer und dem eigenen Potenzial zutun. Letzteres ist natürlich immer & für jeden so, aber nichtsdestotrotz kann es nicht sein, dass ich in der Schule e-Funktionen misshandeln soll, wenn ich von vornerein weiß, dass ich damit niiieeeeemals wieder etwas anfangen kann. Genauso unsinnig ist es, einen so unmusikalischen Schüler wie mich in den Musikunterricht zu setzen, oder jemand mit null Sinn fürs Diskutieren in den Politikunterricht... Es ist einfach nicht individuell genug - problematisch ist dabei, dass eine wirklich Individuelle und somit sinnvolle Bildung für unser Land in seiner aktuellen Situation finanziell nicht tragbar ist...

Verzeiht mir bitte fehlende Absätze und etwaige Rechtschreibfehler aber es ist doch schon etwas spät

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@CupKonan04

Der eigentliche Sinn in Fächern wie Kunst, Musik und Werken liegt darin, die Kreativität der Schüler zu fördern.

Das ist ja prinzipiell eine nette Idee. Wenn das aber der Gedanke dahinter ist, dann werden diese Unterrichtsfächer grundsätzlich falsch angegangen.

Wenn man den Schülern mit dem Sportunterricht ein wenig Bewegung als Ausgleich zum ständigen Rumsitzen geben will, dann ist das ja ok. Aber dann sollen die die Schüler 1 Stunde auf die Wiese oder in Sporthalle schicken, ein Trampolin oder sonst was hinstellen und sie ein wenig rumtoben lassen. Der Sportunterricht sieht nur heutzutage ja meistens so aus, dass dann benotet wird, wie schnell die Schüler sind, wie ausdauernd, wie gut sie Basketball spielen, etc. Wenn Sport wirklich nur ein Ausgleichsfach ist, dann sollte man den Schülern erstens nich irgendwelche Sportarten aufdrücken, die sie nicht wollen, und zweitens sollte man das ganze nicht benoten.

Es wäre doch totaler Blödsinn, wenn jemand auf dem Abiturzeugnis eine Note schlechter ist, weil er im Sportunterricht zu langsam gelaufen ist.

Ebenso Kunst und Musik: Kreativität fördern und enspannen ist ja schön. Aber dann soll man den ganzen Kunst- bzw. Musikgeschichtskram weglassen. Auswendig zu lernen, was Beethoven wann so angestellt hat und durch welche Fachausdrücke sich eine Werke kennzeichnen, hilft weder der Kreativität, noch vermittelt es allgemein nützliches Wissen. Auch hier würde ich sagen: Das Fach ist ja ok, aber wenn schon, dann sollte man es erstens nicht benoten und zweitens den unnützen Geschichtskram rauslassen. Wie will ein Lehrer denn auch bitteschön objektiv Kreativität bewerten?

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@BraKe94

Du hast ein großes Talent, du kannst verdammt gute Texte schreiben und dich hervorragend ausdrücken...

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@honeybadgermara

Meiner Ansicht nach gibt es aber in der Oberstufe durchaus Themen, vor allem in der Mathematik, die der größte Teil der Schülerinnen und Schüler im späterem Leben wirklich nicht brauchen werden. Und Fächer wie Musik, Werken etc. fördern ja auch die Kreativität, was ja wiederum positiv ist.

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@Farel

mit dem geschichtskram geb ich dir nicht ganz recht. Geschichte lehrt uns ja was man alles in sachen zivilisation falsch machen kann. Und bitte denkt jetzt nicht gleich wieder an nazis....Geschichte fördert das strukturelle denken und die fähigkeit, zusammenhänge zu erkennen. Man muss doch schließlich wissen, wie das alles hier bis zum heutigen zeitpunkt entstanden ist, sonst würden sich wieder haufenweise schöpfungsmythen bilden.....

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@YDerKellerY

musik aus schule ist nicht musik. wie der ame schon sagt me(musikerziehung) ist je nach dem welchen lehrer man hat unterschiedlich, wir aben eine (mit verlaub)beschi...ene lehrerin. wir haben sie auch als englischlehrerin. sie kann weder englisch noch singen. ihre aussprache ist unter aller sau, aber sie ist zum bleistift so eine die denkt sie könne wirklich singe ider sie könne wirklich englisch aber sie kann nur Grammatik aber das alleine macht einen nicht zum engischkönner, und singen mit ihr ist folter, dritte klasse gym und wir singen wirklich nicht übertrieben erstens nur immer die selben lieder, dann zweitens immer zu hoch... das ist auch kein spaß

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@sachlich123

Nun ja ich finde der Sportunterricht wäre schon sinnvoll wenn man den Kindern dort beibringen würde wie sich korrekt dehnen können, welche Übungen gegen Rückenschmerzen helfen oder oder. Viel zu viele Kinder und Jugendliche haben Haltungsprobleme bzw ein mieses Körpergefühl, aber anstatt dagegen zu wirken sollen sie solche Sinnlosübungen wie Bockspringen oder Weitsprung absolvieren... Ich finde Sport sollte der Gesundheit dienen und nicht aus sinnlosen Übungen bestehen...

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Gute Antwort. Du sagst, dass man neben der Schule die wirklich wichtigen Dinge fürs Leben lernt und da stimme ich dir vollkommen zu. Auch das mit der sozialen Inkompetenz, die unser Schulsystem erschaftt, ist 100% richtig. DH

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Deine Argumentation kann ich nicht nachvollziehen.

Das Abitur ist der höchste Abschluss der allgemeinbildenden Schulen, wer hier erwartet, diesen vollkommen stressfrei zu erreichen, der hat in meinen Augen ein gewisses Wahrnehmungsproblem.

Das Gymnasium stellt eben hohe Anforderungen, denen der Schüler gerecht werden muss. Kann oder will der Schüler diese Anforderungen nicht erfüllen, ist er einfach auf der falschen Schule. Wer es lieber stressfreier haben möchte, sollte sich von vornherein auf die Real- oder die Hauptschule anmelden.

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@Interesierter

@n Interesierter Das ist im Kern sehr richtig. Doch auch am Gymnasium sollte irgendwo ein hohes Maß nicht weiter überschritten werden.

Das Leben ist kein Ponyhof; das ist richtig. Aber ein Schlachthof sollte es auch nicht sein.

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@Vando

wenn viele mit 1.0 abschließen, ohne sich großartig anzustrengen (ich kenne ein Paar), dann scheint das Schulsystem also doch nicht falsch konzipiert zu sein. Den Vorschlag, das Niveau zu senken, nur damit noch mehr durchkommen, ist leider vollkommen falsch. Wenn der Fragesteller mit dem jetzigen System nicht zurecht kommt, wie soll er dann später das Studium bewältigen können, wo es in praktisch allen Studiengängen noch schwieriger wird?

Aus meiner Sicht dürfte ich vielleicht unrecht haben, schließlich habe ich das Abi noch vor der Schulreform gemacht (3 Oberstufenjahre).

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@Kungfukuh

Ich bin Abiturient im Jahrgang 2013. Habe das G8-System durchlaufen und musste tatsächlich mit einem 2,x-Abiturschnitt eine Ehrenrunde (Abiturienten-HöHa) drehen. Für nächstes Jahr habe ich bereits einen dualen Studiumsplatz sicher in der Tasche. Das Problem mit der Studiums- und Ausbildungsplatzsuche trat bei mir aber nur auf, weil in diesem Jahr zwei Jahrgangsstufen gleichzeitig ihr Abitur abgelegt haben und das Angebot nicht gleichermaßen gestiegen ist.

Nun zu der Fragestellung, ob das Gymnasium z.Z. zu schwer zu bewältigen ist. Diese Frage kann ich mit einem ganz klaren "Nein" beantworten. Wer sich ein wenig bemüht, schafft auch sein Abitur. Natürlich muss man dafür gewisse Grundvoraussetzungen mitbringen, aber das ist ja überall so. Mein Abiturdurchschnitt ist nicht gerade überragend, aber ich kann von mir behaupten, dass ich nicht viel dafür getan habe. Ich hatte definitiv am Ende jeder Woche immer Zeit für Freizeitaktivitäten, war allerspätestens um 18 Uhr mit Schulverpflichtungen fertig und habe nie mehr als drei Klausuren in der Woche geschrieben.

Ein ganz großes Problem sehe ich aber darin, dass vor allem jüngere Schüler (5. und 6. Klasse) immer länger Schule haben. Ich hatte damals vier mal sechs und einmal fünf Stunden in der Woche. In der 6. Klasse kam schon der erste 8-Stunden-Tag hinzu. Wenn ich mir heutzutage die Stundenpläne meiner Cousins ansehe, wird mir schlecht. Einen Sechstklässler dreimal die Woche zum Nachmittagsunterricht zu verpflichten, ist definitiv zu viel des Guten. In diesem Alter ist man nachmittags um 15 Uhr, nach 7 Zeitstunden Schule, definitiv nicht mehr aufnahmefähig. Der Unterricht wird für den Lehrer und für die Schüler zur Qual. Da muss man sich mal Gedanken über die Produktivität dieser Tortur machen, denn hier läuft das Bildungssysstem in Deutschland definitiv gewaltig in die falsche Richtung. Dreimaliger Nachmittagsunterricht in der zehnten Klasse sehe ich da schon viel lockerer. Das gehört halt zum Heranführungsprozess.

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@CupKonan04

Ich kann mich erinnern, in der 7n oder 8n Klasse auch 7 Stunden am Tag Unterricht gehabt zu haben. Zusätzlich hatten wir noch samstags 5 bis 6 Stunden Unterricht. Ich glaube nicht, dass wir uns irgendwie überfordert füllten. Vielleicht kannten wir es nicht anders. Ich habe aber damals niemals erlebt, dass jemand durch einen derartigen schulischen Stress überfordert war. Keiner hat sich darüber nur irgendwie beschwert.

Meine Cousine besucht jetzt die 7te Klasse, und durch viele Gespräche scheint sie nicht besonders überfordert zu sein. Zwar ist sie nicht die beste Schülerin und kommt in einigen Fächern wie Mathe nicht sonderlich gut voran, doch sie hat neben der Schule die Zeit für viele Freizeitaktivitäten.

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@Kungfukuh

Meine Rede, in den 13 Jahren Schule habe ich mich nie überfordert gefühlt. Vor Weihnachten gab es allerdings dann bei jedem Schulstress, weil sich das Halbjahr zum Ende neigt und plötzlich jedem Lehrer einfällt, dass er unbedingt noch einen Test und seine Klausur schreiben möchte. In den letzten drei Jahren habe ich in den letzten zwei Schulwochen vor Weihnachten immer 6 Klausuren geschrieben, von den Tests und abzugebenen Präsentationen oder schriftlichen Ausarbeitungen ganz zu schweigen. Damit wird man aber fertig, wenn man sich vorher darauf vorbereitet. Nach fünf Jahren Erfahrung auf einer weiterführenden Schule sollte das eigentlich nicht zu viel verlangt sein.

Viele machen sich den Stress einfach selber, weil sie Prioritäten woanders setzen. Da werden am Nachmittag/Abend lieber noch drei Stunden lang die Lieblingssendungen gesehen, anstatt sich mal um die Schule zu kümmern. Dass man dann um 21 Uhr im Morast versinkt, ist völlig logisch. Ich habe unter meinen Schulkameraden auch schon häufig erlebt, dass die Arbeit in der Woche nicht gleichmäßig verteilt wurde. Da braucht man sich dann auch nicht wundern, wenn man plötzlich fünf Sachen an einem Tag machen muss, obwohl man ja auch an jedem Tag eine Sache hätte erledigen können. Dass man sich dann über Dauerstress beklagt, entzieht sich meinem Verständnis.

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Ich möchte meine Meinung zu folgendem Beitrag vertreten:

obwohl Kids schon teilweise psychische Krankheiten entwickeln, die man früher nur von Menschen in Hochleistungsberufen nach 20 Arbeitsjahren kannte, und auf einen großen Teil ihrer Kindheit verzichten müssen, kommen sie am Ende auch nicht schlauer raus.

Das liegt nicht allein in der Schule begründet. Sondern zum grossen Teil auch in der heutigen reichlich vorhandenen falschen Freizeitgestaltung.

Das Gegenteil ist der Fall. Für's Studium völlig unbrauchbar (da über alle Maßen angepaßt und bar jedes kreativen Gedankens), mit grundlegenden Entwicklungsmängeln - das fängt von körperlichen Mängeln mangels Bewegung an, geht über die genannten psychischen Probleme und erstreckt sich bis zu völliger sozialer Inkompetenz - , und vor allem mit viel weniger Freude am Leben.

Mit dem Absatz hast du voll ins Schwarze getroffen. Aber ich finde das ist keine Folge des Schulsystems sondern der medialen Entwicklung. Ich glaube nur die Angepasstheit ist zweitrangig. Die soziale Inkompetenz ist entscheidender.

Und lasse dir nicht einreden, daß es früher schwerer war - das war es nicht. Zur Zeit, als deine Eltern und deine Lehrer in die Schule gingen, war nach ein paar Stunden Unterricht und einer halben Stunde Hausaufgaben Freizeit angesagt. Und das war auch gut so, denn dort lernt man mehr und vor allem Wichtigeres.

Freizeit war nicht nach einer halben Stunde Hausaufgaben angesagt wenn man einen guten Abschluss haben wollte zumindest nicht bei mir aufm Gymmi. Obwohl ich dir zustimme, daß man in der Freizeit vor allem die soziale Kompetenz erhöhen konnte hatte man eben auch noch zusätzlich den Samstag in der Schule zu verbringen. Der Freitagabend zum feiern bzw. zwischenmenschlichen Interagieren fiel damit aus. Aber wir hatten eben trotzdem mehr persönlichen Kontakt und weniger medialen.

Ich finde nicht, daß die Schule zu schwer geworden ist, eher zu kurz. Die Schulzeiten sollten wieder verlängert werden um den Stoff etwas zu strecken und damit die Anforderungen zu senken.

Ich finde daß das G8 und der schulfreie Samstag die schlimmsten bildungspolitischen Entscheidungen der letzten 30 Jahre waren.

Man muss halt überlegen: Der zu bewältigende Stoff blieb der gleiche. Nur die Tage in denen man Zeit hat sich das Ganze anzueignen wurden massiv gekürzt sodaß man viel mehr Eigenleistung und Arbeit einbringen muss. Erst um ca. 40 Tage im Jahr, dann um 1 Monat pro Schuljahr.

Wenn man sich das mal ausrechnet: Früher 6 Wochen Sommerferien, 2 Wochen Weihnachtsferien, 2 Wochen Osterferien, 1 Woche Herbstferien. Macht 11 Wochen Ferien im Jahr. Also pro Schuljahr 41 zieht man mal noch Fasching ab obwohl wir eigentlich am Faschingssamstag auch Schule hatten bleiben 40 Samstage im Jahr, die Unterricht stattfand: 40 Tage über 12 Jahre Schule macht allein: 480 Schultage mehr. Dann noch ein komplettes Jahr (der Einfachheit halber jetzt mal mit 40 wochen zu 5 Tagen gerechnet): 200 Tage. Das bedeutet wir hatten bis zum Abi ca. 680 Tage mehr Schule. Das sind über zwei Schuljahre mehr Unterricht. Da wird doch klar warum die Kids überfordert sind. In der Absicht mehr Freizeit zu schaffen hat man eigentlich nur weniger Schulzeit zum unterrichten fabriziert natürlich ohne den Stoff zu kürzen.

Die nun zum lernen zu investierende Freizeit verlangt wesentlich mehr Stress und Überwindung vom Schüler ab als ein geregelter Unterricht in der Zeit.

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Du hast so recht ! Das geht garnichtmehr jetzt z.b. vor den Winterferien will jeder eine Arbeit schreiben in einer woche 3/4 arbeiten dann noch ein ganzer ordner voll dokumentieren präsentieren das ist alles viel zu viel ich bin auch davon krank geworden vor aufregung ich komme um 16:00 uhr heim und muss direkt weiter lernen bis 20:00 uhr dann gehe ich schlafen morgens steh ich nochmal extra früher auf damit ich nochmal lernen kann :(((

Also ich weiß nur, dass man sich darüber nicht so viele Gedanken machen sollte, dann ist es auch nicht so schlimm. Ich bin jetzt in der 11. Klasse (G8) und in der 10. Klasse hatte ich so viele Stunden wie noch nie (jetzt sind es wieder weniger), aber es war mir egal, dass ich beinahe jeden Tag bis 15:10 Unterricht hatte und jede Woche Referate und Tests geschrieben habe und siehe da: Am Ende stand mein bestes Zeugnis seit der 6. Klasse zu Buche mit einem Durchschnitt von 1,6. Also ich gehe in die Halbtagsschule.

Was ich damit sagen will, ist, dass man es eh nicht ändern kann. Wer etwas ändern will, soll sich bis zum Abitur durchschlagen, dann Politikwissenschaften studieren und sich in der Bildungspolitik engagieren, anders kann man da nichts machen.

Vielleicht versuchst du es so: Unter der Woche nicht darüber nachdenken, man regt sich sonst eh bloß darüber auf und am Wochenende ablenken und entspannen.

Die Schule erhöht immer mehr den Leistungsdruck, dass kommt daher, da das deutsche Bildungssystem einfach totaler Misst ist !!! Heutzutage wird den Schülern immer mehr abverlangt. Sie wollen, dass wir immer leistungsfähiger werden, immer mehr können müssen, und generell macht die Schule gerade deswegen so gut wie niemanden mehr Spaß. Es würde auch schon in dutzenden Studien bewiesen, dass Hausaufgaben z.B. gar keinen Sinn haben. Deswegen leiden auch schon viele junge Menschen an so einem akuten Leistungsdruck, sodass sie sich öfters gar nicht mehr in die Schule trauen, geschweige denn noch Spaß an der Schule haben. Das ist eigentlich sehr traurig, dass auch schon so viele junge Menschen an Depressionen leiden. ;(

LG

Ich hab dieses Jahr Abitur gemacht und mache jetzt ein Jahr lang BFD im Rettungsdienst und habe jetzt mal eine Referenz.

In der Oberstufe hatte ich, wie die meisten anderen auch, 32 Schulstunden. Dazwischen ständig Pausen. Ich konnte mittags oft nach Hause und morgens ausschlafen. Natürlich habe ich viel gelernt, aber auch nicht übermäßig viel.

Jetzt arbeite ich 48 volle Stunden pro Woche + Überstunden, oft am Wochenende und an Feiertagen. Die früheste Schicht beginnt um 6:00 Uhr morgens.

Anfangs kam ich mir wirklich vor, wie ins kalte Wasser geschmissen worden zu sein. Da viel ich am Abend tot ins Bett und schlief bis ich aufstehen musste, um wieder zur Arbeit zu gehen.

Da wurde mir klar, dass die Schulzeit, auch wenn ich das lange nicht dachte, die lässigste und wohl schönste Zeit meines bisherigen Lebens war. Was man damals als viel empfand, ist später fast schon wenig.

Natürlich ist der Lernstress nicht zu unterschätzen. Ist für viele Jugendliche auch nicht leicht aber das ist ja auch nicht der Sinn des Ganzen. Vor allem auf dem Gymnasium wird eben viel von den jungen Leuten gefordert. Eben auch, um sie auf später vorzubereiten.

Wem es soo zuviel ist, sollte sich überlegen, ob er auf der richtigen Schule oder Schullaufbahn ist.

Leichter wird's jedenfalls nicht mehr.

Es ist Deine Entscheidung 48 Stunden in der Woche zu arbeiten und um 6:00 Uhr aufzustehen. Im übrigen ist es kein Problem 48 Stunden oder länger zu arbeiten. Die Frage ist: arbeitest Du selbstbestimmt oder fremdbestimmt.

Es wird immer so leicht oder schwer, wie man es sich macht. Daraus einen Automatismus zu machen oder so zu tun als müsse das so sein, ist falsch.

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@Kuhlmann26

Natürlich ist das meine Entscheidung. Ich jammere auch nicht darüber. Genau so frei habe ich entschieden, das Abitur zu machen und die Mehrarbeit in Kauf zu nehmen. Aber 48 volle Stunden zu arbeiten ist eine größere Last als 32 Schulstunden zu haben.

Dies schrieb ich, um den Unterschied zwischen Schule und Arbeit zu verdeutlichen. Das müsste doch klar sein..

Es wird immer so leicht oder schwer, wie man es sich macht. Daraus einen Automatismus zu machen oder so zu tun als müsse das so sein, ist falsch.

Nicht umsonst gibt es verschiedene schulische Laufbahnen. Jeder sollte in der sein, die ihm zusagt und mit der er was anfangen kann. Wer sich dem Stress nicht gewachsen fühlt, muss sich eben mit einem anderen Abschluss begnügen oder einen anderen Weg gehen. Fakt ist aber, dass Abitur und das evtl. darauf folgende Studium einen gewissen Anspruch haben, den man nicht stressfrei und ohne großen Zeitaufwand gewältigen kann.

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