Säbelzähne nicht effektiv bei der Jagd?

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Die Säbelzahnkatzen (Machairodontinae) waren mit großer Wahrscheinlichkeit auf große Beutetiere spezialisiert. In Texas hat man Fossilien von eiszeitlichen Mammuts neben denen von Homotherium serum gefunden, was dafür spricht, dass sich Säbelzahnkatzen zu einem großen Teil von diesen großen Tieren ernährten. Wahrscheinlich haben sie so große Beutetiere ähnlich wie Löwen in Rudeln erlegt. Das nimmt man zumindest für die größte Gattung der Säbelzahnkatzen, Smilodon, an. Für die Anpassung an große Beutetiere spricht auch der im Vergleich zu den moderneren Katzen stämmigere und kräftigere Körper. Auch die verlängerten Eckzähne waren wohl eine Adaptation an große Beutetiere. Ähnliches wird auch vom Nebelparder (Neofelis nebulosa) berichtet, der ebenfalls stark verlängerte Eckzähne besitzt und überraschend große Beutetiere erlegen kann. Wie genau die Säbelzahnkatzen ihre Zähne als Waffen gebrauchten, ist nicht klar. Manche vermuten, sie überwältigten ihre Beutetiere, nagelten sie mit ihrem Gewicht am Boden fest ubd durchstießen dann mit den Zähnen die Halsschlagader. Andere meinen, sie rissen mit den Zähnen schwere Wunden.

Wie auch immer, zum Ende der Eiszeit starben die Beutetiere der Säbelzahnkatzen aus. Da ihr Körper an das Jagen kleinerer Beutetiere nicht so gut angepasst war, starben sie ebenfalls aus. Moderne Katzen hingegen sind bei der Auswahl der Größe ihrer Beutetiere weitaus flexibler. Löwen etwa erlegen sehr große Beutetiere wie Gnus und Zebras, sogar Büffel und Giraffen, aber auch kleinere Arten wie Impalas oder Thomsongazellen können sie jagen.

Die Säbelzähne waren bei der Jagd also nicht unbedingt ineffektiv. Es war nur so, sass die Säbelzahnkatzen sich als Nahrungsspezialisten nicht an neue, kleinere Beutetiere anpassen konnten.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Biologiestudium, Universität Leipzig

Räuber und Beute befinden sich evolutionär immer in einem Wettrüsten. Es überleben die Räuber die besonders gut Beute schlagen können und es überleben die Beutetiere, die sich besonders gut schützen können. Eingebettet ist dieser Wettlauf in die notwendige Anpassung an die Umwelt, also an die Landschaftsform, Vegetation, Klima usw.

Wenn die Beute groß ist, müssen auch die Räuber aufrüsten. Ein großes Tier hat eine dickere Schicht Fleisch, Fett und Haut über lebenswichtigen Organen als ein kleines Tier. Räuber benötigen lange Zähne oder lange Krallen (Raptorenkrallen...) und viel Kraft um es zu töten. In einer Umgebung, in der es viele kleine Beutetiere gibt, können Räuber darauf verzichten, die ganz Großen zu jagen. Wenn die kleinen Beutetiere aber knapp sind und stattdessen hauptsächlich sehr große Beutetiere vorhanden sind, müssen die Räuber in der Lage sein, auch die Großen zu jagen. Die Großwildjäger sind aber direkt wieder im Nachteil, wenn die Beute kleiner wird, weil kleinere Beutetiere schneller sind und die schwere Bewaffnung die Großwildjäger langsam macht.

Je nach Beute,war das wahrscheinlich nötig. Wenn man ein dickes Fell und eine dicke Fettschicht hat, muß der Zahn länger sein. Somit kann er tief genug eindringen und für tödliche Verletzungen sorgen. Genau deswegen braucht man für Wildschwein oder Hirsch, ein stärkeres Kaliber als für Rehe.

Gut möglich das die Zähne nicht zum packen dienten sondern vielleicht eher gegen Artgenossen eingesetzt wurden. Ansonsten kommt noch dazu das die Beutetiere ja auch kleiner wurden ich kann mir schon vorstellen das ein Mammut eine deutlich dickere Hautschicht als zb eine Antilope hat.

Ich glaube, dass die Säbelzähne bei den damaligen Beutetiere nötig waren. Dadurch, dass die ganzen Beutetiere kleiner geworden sind, wurden auch solche Zähne nicht mehr benötigt.

Woher ich das weiß:Hobby – Ich besitze viele Tiere

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