Rennrad Schaltwerk und Schaltung wechseln?

3 Antworten

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Bisschen viele Fragen :-)

Microshift ist nicht noname und kompatibel zu Shimano.

Du hast dich für 8-fach hinten entschieden. Das ist ok. Nachteil Nr. 1 von 8-fach ist, dass es dafür keine Hollowtech-Kurbelsätze gibt, die deutlich leichter sind. Der eine Gang weniger ist nicht so entscheidend.

Kurbelsätze richten sich nach der Kette und die richtet sich nach der Anzahl der Ritzel hinten. 6-, 7-, und 8-fach funktionieren mit der gleichen Kurbelgarnitur. Für 9-, 10- und 11-fach brauchst du jeweils andere Kettenblätter, also andere Kurbelsätze.

Deine Schaltbremshebel sind für 8-fach. Für alles andere sind sie nicht zu gebrauchen. Da lässt sich leider nichts umstellen.

Dein Hinterrad ist für 8-, 9-, und 10-fach. 11-fach ist zu groß, passt nicht drauf. 7-fach ginge mit einem Spacer.

Schaltwerke machen keine Probleme. Deins sollte auch mit 9-fach oder 10-fach funktionieren.

Umwerfer müssen wieder genau zur Kette passen. Ein 8-fach Umwerfer funktioniert also nur mit einer 8-fach Kette. Für Sora oder etwas anderes brauchtest du einen neuen.

Mein Ratschlag: Bleibe bei 8-fach und auch bei den 3 Kettenblättern vorn. Die Umrüstung ist zu aufwendig und zu teuer. Sicher, das macht dein Rad schwerer, der Unterschied zu einer kompletten 105er Ausstattung sollte aber unter einem Kilo liegen.

Gewicht macht natürlich was aus, aber nicht so viel, wie ich gedacht habe. (Habe gerade eine Test auf youtube gesehen. Fährst du eine Stunde lang bergauf, verliert du vielleicht eine Minute, vielleicht auch 2, mehr nicht.) Die Tour de France kannst du so nicht gewinnen, gegen deine Freunde bleibt aber deine persönlich Form viel wichtiger.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Erfahrung mit Fahrrädern.

Vielen Dank für deine Ausführliche Antwort. Das klärt meine Fragen soweit.

Gewicht ist sogar eher 2.rangig. Vielmehr geht es um das Schaltgefühl. Wie gesagt bin vorher ne 105er mit Rahmenschaltung!! gefahren, war auch eine 8-Fach mi 3-Fach Kurbel, und die lief butterweich. Und im Vergleich dazu kommt mir die Microshift viel zu überladen rüber.Die Schaltvorgänge sind nicht wirklich so flüssig. Liegt das wirklich an der Unterlegenheit zur z.b. 105er. Das diese einfach grundlegend besser läuft. Oder könnte das eine Reine Einstellungssache sein? Kassette und Kette kamen neu und sind von Shimano. Fahre das Fahrrad nun schon seit 7 Monaten sollte also alles ´eingefahren´ sein.

Könnte man Praktisch alles so lassen und einfach das Schaltwerk gegen ein anderes 8 Faches wechseln? https://www.rosebikes.de/shimano-105-rd-5701-gs-schaltwerk-592262?channable=a12062.MTg2MDQ5MA&source=detail&sku=1860490&product_shape=42&article_size=6075&gclid=EAIaIQobChMIvOjZlKOU3AIVSflRCh0VCgIGEAQYASABEgIuOvD_BwE

Oder sollte dann auch der Umwerfer gewechselt werden?

Und wäre es überhaupt Sinnvoll auf dieses 105er zu wechseln oder würde das Qualitativ keinen Unterschied machen. Und wie erkenne Ich den Unterscheid zwischen denn Ganzen 105er Schaltungen? Oder auch bei den Ultegras. Da gibt es ja welche für 30€ aber auch welche für 60€ bis unbegrenzt teuer.

Ich merke schon, ziemlich umfängliches Gebiet.

Ich hoffe du kannst mir weiterhelfen.

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@RoweRacing

Schönes Schaltwerk, das 105, und, wie schon geschrieben, von 8- bis 10-fach zu benutzen (5-, 6- und 7-fach kann es dann auch ;-). Aber wenn deine Schaltvorgänge nicht so gut laufen, dann wird sich das mit diesem Teil auch nicht ändern. Schaltwerke werden kritisch, wenn die Rädchen nicht nur seitlich etwas Spiel haben sondern wenn man sie auch aus der Vertikalen kippeln kann. Oder wenn sie zu wackelig geworden sind. Beides kommt bei dir nicht in Frage.

Dein Problem muss woanders liegen.

  • Du bist die Rahmenschaltung gewöhnt. Die ist natürlich deutlich direkter. Die Züge sind kürzer. Zughüllen kommen kaum vor.
  • Die Züge sind nicht optimal, haben zu viel Reibung. An manchen Stellen kann man vielleicht auch die Zughüllen kürzen, was die Züge direkter laufen lässt. Oder sie sind ein eine zu enge Kurve gezwungen worden.

Vielleicht kannst du mal mit einem Rad mit Shimano-Schaltbremshebeln fahren. Ich kann nur im Internet nach Tests gucken und da werden meiner Erinnerung nach die Microshifter nicht runtergemacht.

105 ist heute 11-fach. Kannst du nichts mit anfangen, bzw. du könntest dir auch gleich ein komplett neues Fahrrad kaufen.

Unterschied bei den Schaltwerken der höheren Gruppen ist das Gewicht. Das wirkt sich auf den Preis aus. Und die Länge des Schaltkäfigs. Die wirkt sich auf die Kapazität aus.

Kapazität: hinten 12-21 Zähne: Kapazität = 9 Zähne, vorn 34 bis 50 Zähne: Kapazität 16 Zähne. Gesamtkapazität (muss das Schaltwerk können): 9 + 16 = 25 Zähne.

Zieh doch mal solche mit Teflon beschichten Züge ein! Viel Erfolg!

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@FelixLingelbach

Ja könnte wirklich an den Zügen liegen. Diese Verlaufen außen und liegen größtenteils frei. Sie sind nur unmittelbar am Lenker in einer Hülle untergebracht. Der Rest ist einfach nur ein blankes Draht Seil das am Rahmen entlangläuft.

Also am Besten mal alle Züge in Hüllen verlegen.

Danke für deine Tipps

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@RoweRacing

Nein, genau umgekehrt. Die Reibung findet in den Hüllen statt. Wenn die Züge freiliegen, werden sich nicht behindert. Zughüllen sollten so kurz wie möglich sein, aber es sollten keine engen Kurven damit gelegt werden.

Mal etwas WD-40 in die Zughüllen reingezogen? Das hilft allerdings nur kurz. Ölen kann man Züge auch.

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@FelixLingelbach

An meinem Alten Rennrad waren die Züge auch komplett in Hüllen verlegt.

Und da lief es besser. Enge Kurven sind jetzt nirgendwo zu finden, der einzigste Punkt der Probleme machen könnte ist vielleicht die Schaltzugführung unter dem Tretlager.

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@FelixLingelbach

Habe mich jetzt für die Teflon Züge ohne hülle für die Schaltung und für Hüllen an den Bremszügen entschieden.

Danke für deine Ganze Hilfe!

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Die wesentliche Frage (auf die ich keine Antwort habe) lautet: Ist das Übersetzungsverhältnis der Microshift-Schaltung identisch mit dem von Shimano oder SRAM?

Wenn nicht, kannst Du Shimano Schaltwerk und Umwerfer nicht sinnvoll mit den Microshift-Schalthebeln kombinieren.

Wenn Du einen 8-fach Schalthebel hast, hat der auch nur Rastpunkte für 8 Gänge. Einem kompatiblen Schaltwerk ist das egal, auch wenn das eigentlich 11-fach könnte. Da geht es aber eher darum, dass das Schaltwerk mit der schmalen 11-fach-Kette zurechtkommt.

Und wie sieht es aus erstmal nur eine 2-Fach Kurbel einzubauen und die Schalthebel so zu belassen. Kann man dann Praktisch dieses eine Ritzel ,das nun weniger ist, sperren? So das man sich nicht verschalten kann und die Kette nicht ständig runterschmeißt?

In Sachen Schaltung wir eine komplette Schaltgruppe wohl die Lösung sein.

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@RoweRacing

Auch beim Schalthebel kommt es auf die Übersetzung/Rasterung an. Früher hatte Shimano bei Rennradgruppen denselben Schalthebel für 2- und 3-fach. Bei Verwendung einer 2-fach Kurbel war die dritte Stufe einfach stillgelegt - ganz so, wie Du Dir das vorstellst. Seit Mitte der 2000er Jahre gab es aber unterschiedliche Schalthebel für 2- und 3-fach. Inzwischen gibt es 3-fach sowieso nur noch bei den einfachen Schaltgruppen (afaik Sora, Claris)
Reine Schaltgruppen sind immer die beste Lösung. Da passt sicher alles zusammen.

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Zudem noch warum Ich die Schaltung wechseln möchte.

Selbst der Fachhändler hatte Schwierigkeiten die Schaltung Perfekt ein zustellen. Hatte vorher an einem klassischen Rennrad eine 105 verbaut. Lief Butterweich schön zu schalten.

Jetzt am neuen Rad fühlt es sich unrund an, Schaltung ist hakelig, zudem könnte Ich auch mit weniger Gängen auskommen, deshalb die 2 Fach Kurbel, lieber eine Feiner abgestufte Kassette.

Vielleicht sind die Zughüllen nicht sauber abgeschnitten oder der Mechaniker kennt sich mit Microshift nicht so gut aus.

Die Taiwanesen sind nicht bekannt dafür, dass sie mit Schrott auf den Markt kommen, schon gar nicht, wenn sie Shimano einen Teil vom Kuchen abschneiden wollen.

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Auch ist mir aufgefallen, dass ganz neue Sachen manchmal etwas rauh und hakelig funktionieren.

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