Nein, das ist ganz schlecht. Die ganzen Sachen sind nur zur Schau dran gebaut, die Scheibenbremsen, die Federungen... Das wäre ja nicht so schlimm, wenn es wenigstens gut aussieht, aber die vielen Sachen machen das Fahrrad sauschwer.

Es sieht auch nicht lange gut aus. Diese Räder fangen schnell an zu rosten.

Suche besser ein gebrauchtes, das dir gut passt. Je weniger tolle Technik du siehst, desto schneller und stabiler ist das Rad.

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Ich restauriere alte Schrotträder (privat). Wenn ich es mache, bin ich äußerst gründlich. Bremsen, Gänge, Licht, die Laufräder, die Antriebsteile Kette, Zahnkränze und Tretlager - alles muss wieder wie neu laufen und auch einigermaßen aussehen. Trotzdem belaufen sich die Kosten für neue Teile selten auf über 100 Euro. Es fallen allerdings viele Stunden an. Einige Testfahrten mit eingerechnet sind es schnell mehrere Tage.

Die Forderung der Werkstatt ist also nicht völlig aus der Luft gegriffen, doch die sollten sich an die Absprache halten oder sich wenigstens mit dir in Verbindung gesetzt haben. Etwas Verständnis für die Werkstatt habe ich aber. Erstens sehe ich auch selten auf Anhieb, was alles gemacht werden muss und zweitens hasse ich es, dem Kunden halbfertigen Schrott zurückzugeben (was ich tatsächlich aber oft machen muss, weil es dem Kunden z. B. egal ist, dass die Schaltung immer wieder einen Gang überspringt).

Gehe mal da vorbei. Sei nett, aber bezahle nicht mehr als 200 Euro. Lassen die sich nicht drauf ein, bleibt das Rad eben da stehen. Sollen die es verkaufen.

Ist immer so eine Sache mit den Restaurierungen. Wenn das mein Rad ist, sind mir die Stunden ziemlich egal. Mich interessiert das Ergebnis. Wenn es dann gut läuft und ich es für 30 mehr verkaufen kann, als ich investiert habe, bin ich schon zufrieden. Kommt aber ein Kunde, der so eine Komplettüberholung möchte, habe ich schon die Stunden im Kopf und öfter Schwierigkeiten, sie in Rechnung zu stellen. Unbefriedigende Situation für beide Seiten. Man macht so etwas besser selber und gibt nur die Probleme in Auftrag, die man selber nicht lösen kann - oder man verschenkt das Rad.

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Gut gesehen! Dieses Schaltwerk ist hinüber.

Ersatz findest du z.B. 'Shimano Schaltwerk Tourney TY'.

https://www.fahrrad.de/shimano-tourney-tx-rd-tx800-schaltwerk-7-8-fach-M129736.html

Was du nun genau brauchst, kann ich nicht erkennen. Es gibt bessere als das Tourney. Allgemein sind Schaltwerke aber unkritisch. Auch ein 30 Jahre altes für 6-fach aus dem Schrott würde funktionieren. Mit der Feder einzeln wirst du kein Glück haben.

Die Kette hätte auch bei defektem Schaltwerk nicht nach innen abspringen dürfen. Der innere Anschlag des Schaltwerks war wahrscheinlich falsch eingestellt.

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Mit 'Laufradsatz Rennrad weiß' finde ich verschiedene. Welche Einbaubreite soll es denn sein?

Einbaubreite nicht angegeben, dürfte dank der Flipflopnabe bei 120 mm liegen, ein Fixie-LRS: https://www.ebay.de/itm/CHRISSON-FAHRRAD-RENNRAD-FIXIE-LAUFRAD-VR-HR-28-ETRTO-622-WEISS-CODE-319-/264489485589

Einbaubreite 135 mm. Rennräder haben 130 normalerweise: https://www.ebay.de/itm/Gipiemme-Radsatz-Raktor-28-Zoll-Felgenbremse-Alu-36G-Silber-/174489860096?_trksid=p2385738.m4383.l4275.c10

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Nein, kannst du nicht. Einstellen lässt sich nur die Vorspannung und das Lockout. Das ist ja wohl ausgeschaltet (open).

Unten die beiden Schrauben jeweils halten die Achsen, auf denen die Federn sitzen. Dann gibt es auf einer der Achsen noch eine Ölkartusche, die das Federn dämpft und in das Lockout geschaltet werden kann.

(Nach diesem Angebot)

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Hört sich an, als ob das Steuerlager nachgestellt werden müsste. Das geht so:

Zuerst werden die beiden Schrauben, die übereinander von der Seite auf der Lenkstange sitzen, losgeschraubt, nur locker, sie müssen nicht ab.

Dann wird oben drauf in der Mitte die Schraube so weit angezogen, bis nichts mehr wackelt, der Lenker sich aber reibungslos bewegen lässt.

Die beiden Schrauben wieder schön fest anziehen. Fertig. Die richtigen (oder den richtigen) Inbusschlüssel brauchst natürlich.

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Moin moin, eine runtergebremste Felge ist konkav, d. h. die Bremsflanke ist nach innen gewölbt. Wenn du einen Zollstock oder etwas anderes gerade anlegst, siehst du es. Man kann es aber auch fühlen.

So geht das weiter:

https://www.radforum.de/attachment.php?attachmentid=23428&d=1330684537

An der dünnsten Stelle entsteht der Riss. Der wandert dann herum und ein Ring löst sich ab.

Ist die Bremsflanke noch plan, ist sie auch ok.

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Es geht nach hinten ab wie das rechte auch.

Ja, manchmal sitzen die fest. Also kommt von beiden Seiten WD-40 (oder ein anderes Kriechöl) drauf. Als nächstes wird der Hebel irgendwie verlängert und schließlich schlägt man mit einem schweren Hammer auf den Hebel.

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Meine Gedanken drehen sich zuerst um die Rechtschreibung. 'E Bike' geht gar nicht. 'E-Bike' ginge oder auch 'ebike'. Persönlich finde ich eBike nicht schlecht. Am weitesten verbreitet scheint aber die erste Schreibweise zu sein, E-Bike.

Dann denke ich an die Bedeutung, zu der es vielerlei Missverständnisse oder, wenn man so will, unterschiedliche Meinungen gibt. E-Bike ist ein Oberbegriff für alle Fahrräder mit zusätzlichem Elektromotor. Auch ein Pedelec ist ein E-Bike. Im Sprachgebrauch hat sich aber durchgesetzt, den Begriff E-Bike auch speziell für solche Räder zu benutzen, bei denen man nicht treten muss, sondern einen Gasgriff hat. E-Bike hat also zwei Bedeutungen. Einmal sind alle E-Bikes gemeint, also auch all die Millionen Pedelecs. die bei uns herumfahren und zum zweiten diese mit Gasgriff, die fast niemand hat.

Zum Standard-E-Bike, dem 25 km/h-Pedelec, dem mit weitem Abstand meistverkauften und sinnvollsten Typ, fällt mir ein, dass es großen Spaß macht, für den einzelnen sehr nützlich sein kann und dazu noch den Straßenverkehr entlastet, da es oft als Autoersatz benutzt wird. Schattenseiten gibt es auch. Die Dinger sind teuer und nicht gerade langlebig. Außerdem bilden sich manche Leute ein, sie würden etwas für ihre Fitness tun, obwohl sie nie ins Schwitzen kommen.

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10 Euro, weil du es bist. Ist doch gar nichts richtig kaputt.

  • neue Bremsanlagen: Die Bremse muss nur geölt und richtig eingestellt werden. Alte Bremsschuhe kann ich noch einmal anschleifen
  • Lichter: Wenn da welche dran sind, bekomme ich die auch wieder hin. Kontakte sauber kratzen, Dynamo einstellen, fertig
  • Kette anspannen: Hinterrad lösen und gerade nach hinten ziehen, 5 Minuten.
  • Pumpen: Ist immer umsonst.

Ok, manchmal muss doch etwas getauscht werden, z. B. ein Bremszug oder ein Glühbirnchen. Das lässt dann die Kosten explodieren auf bis zu 20 Euro.

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Die Magura-Bremsschuhe müssen getauscht werden, bevor sie ganz runter gebremst sind. Also nein, der Bremsschuh ist noch nicht abgenutzt, aber ja, tauschen musst du ihn, höchstwahrscheinlich, trotzdem.

Nachstellen kann man die Maguras nicht, jedenfalls nicht so einfach.

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Der Kontaktblock (Stecker) besteht ja aus zwei Teilen. In den inneren Teil werden die Kabel reingesteckt und in die Führung umgeschlagen, dann erst kommt die schwarze Hülle drüber. Beim Aufstecken auf den Aufnahme-Zapfen muss es etwas klicken, sonst sitzt der Stecker nicht fest.

Die Technik funktioniert eigentlich ganz gut. Es müsste reichen, die korrodierten Kabel mit dem Taschenmesser etwas abzureiben und wieder reinzustecken.

Musst du doch kürzen und abisolieren, guckst du dir an, wie genau das Kabel verlegt wurde. Irgendwo ist da immer etwas Spiel. Du brauchst ja nur ein bis zwei Zentimeter.

Nein, kompatible andere Stecker für diese Shimano-Dynamos gibt es nicht, vielleicht Nachbauten.

Ich löte gar nichts sondern dribbele die Kabel zusammen und setze ein Stück Schrumpfschlauch drüber.

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Die wichtigste und genauste Angabe ist 37-622. Der Reifen ist 37 mm dick und hat einen Durchmesser innen von 622 mm. Alle anderen Angaben sind eher historisch zu verstehen.

So einen brauchst du also wieder, 37-622.

In der Breite hast du etwas Spielraum. Kannst z. B. auch 32-622 oder 40-622 nehmen. Du riskierst damit allerdings Probleme mit dem Ständer oder den Schutzblechen z. B.

Nichts hat wirklich 28 Zoll. Heute haben allerdings alle 28 Zoll und 29 Zoll genannten Reifen den gleichen Innendurchmesser, 622 mm. Der muss immer stimmen. Da gibt es kein Spiel.

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Man kauft solche Kettenschützer nach der Anzahl der Zähne des Kettenblatts. Sie kosten ungefähr 20 Euro und sind nicht leicht zu montieren,denn leider findet man so gut wie nie einen, der genau auf die alte Halterung passt. Daher braucht man meist einen mit einer Befestigungsspinne.

Du hast einen regelrechten, geschlossenen Kettenkasten wie bei einem Hollandrad? Dann hoffe ich, dass du ein Markenhollandrad hast, eine Gazelle z. B. Dafür gibt es originalen Ersatz.

Ich habe schon ein paar Mal welche ersetzt, ist nicht so einfach. Vielleicht solltest du das machen lassen. Im Radladen können die verschiedene ohne neue Halterung anhalten. Dann kostet der Kettenschutz selbst kaum etwas.

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In letzter Zeit sehe ich öfter Frauen auf Rennrädern. Die sitzen auch richtig drauf und kommen gut voran. Doch sei dir bewusst, dass man das üben muss. Die Körperhaltung ist sehr speziell, alles ist auf Vortrieb maximiert. Die ersten Tage wird dir der Nacken weh tun und längere Touren sind nicht drin. Aber es lohnt sich schon.

  • du siehst gut aus darauf
  • du siehst auch ohne Rad gut aus, weil du dich fit hältst
  • du brauchst weniger Kraft als mit jedem anderen Rad
  • mit guten Reifen kommst du auch überall lang
  • natürlich haben heutige Rennräder ordentlich kleine Gänge für die Berge

Im Winter oder bei Regen musst du dir allerdings etwas einfallen lassen. Geht alles, aber wieder wird es nicht einfach.

Es gibt Rennräder für 500. Kriterien: Unter 10 kg , mindestens 2 X 8 Gänge (nicht 21-Gang oder 14-Gang) wie dieses hier:

https://www.ebay.de/itm/Focus-Xtrail-Race-Sora-Strassenrennrad-Rennrad-Einsteigerrennrad-Endurance-/293296629056

oder das bewährte Valparola, seit 10 Jahren (mindestens) das Einsteigerrad:

https://www.bruegelmann.de/serious-valparola-M806801.html

Von den Daten her ist das schlechter, aber es ist eben kein noname von ebay.

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Super Kauf! Über die Marke brauche ich nichts zu wissen. Das Rad hat einen stabilen Stahlrahmen mit entsprechender Gabel, eine Shimano 3X7-Schaltung, einen 7-fach Freilaufkörper für die Steckkassette, Cantibremsen und macht einen sehr gepflegten Eindruck. Diese Modelle sind unverwüstlich, alle Verschleißteile bekommt man noch problemlos in neu nach und sie gehen auch als Mountainbike im Wald sehr gut ab. Wer da nun seinen Namen drauf geschrieben hat, ist ziemlich egal. Das Modell gab es von vielen Marken.

Wenn die Schaltung einwandfrei funktioniert, was ein Zeichen dafür ist, dass der Antrieb noch nicht besonders verschlissen ist, hast du mit 200 Euro nicht zu viel bezahlt.

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Bei mir war das so: Ein Freund meinte so beiläufig, dass er heute eigentlich noch nach Osna fahren wollte mit seinem uralten Dreigangrad, eine Freundin besuchen! Ich konnte es kaum glauben. Nach Osnabrück sind es von uns aus 180 km! Er macht es aber. Zweimal viereinhalb Stunden schön die Flüsse entlang, dazwischen eine Stunde Pause und er war da.

Später habe ich dann mal eine Tour mit ihm gemacht, über 300 km an einem Tag. Seitdem weiß ich, dass es geht. Steigungen können einen allerdings völlig platt machen. Lieber 200 km die Flüsse entlang als 60 km im Bergland.

Gepäck habe ich auf meinen Radtouren immer knapp gehalten. Schlafsack, kleine Tasche mit dem Nötigsten, Waschzeug, ein Satz Wechselklamotten, das war es. Kein Zelt, keine Kochausrüstung - aber das kommt ganz drauf an, wie lang man unterwegs ist.

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Wo kommt es denn her? Hast du einen Öldämpfer oder hast du selber Öl in die Gabel reingeschüttet?

Wenn du einen Öldämpfer hast, der undicht geworden ist, haben andere Leute auch schon dieses Problem gehabt. Du müsstest also zuerst herausfinden, wie deine Gabel genau heißt und dann mit diesem Namen + 'Öl' googeln. Vielleicht gibt es Ersatz oder eine Reparaturanleitung.

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Nein. Der Faltenbalg (gern auch die Nudel genannt) soll nur verhindern, dass Dreck in das Umlenkröhrchen kommen kann. Ist allerdings auch kein Problem, deine V-Brake so einzustellen, dass der Faltenbalg Platz hat.

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20 Jahre - du Glückspilz, 30 Jahre - auch voll ok, 35 Jahre - jetzt kann es schwierig werden. Ende der 80er gab es eine kleine technische Revolution. Verschleiß- und Ersatzteile aus der Zeit davor bekommst du nur noch gebraucht bei ebay. Funktioniert auch alles nicht so gut, wie man das heute gewohnt ist.

Klebereifen heißen Schlauchreifen. Kenne ich mich nicht mit aus. Doch wie man es auch dreht, die in Ordnung zu bekommen dürfte nicht ganz billig werden. Es gibt schöne Retro-Felgen für normale Reifen (Faltreifen, Drahtreifen), die Regida Chrina habe ich schon ein paarmal verbaut, doch die gibt es nicht umsonst. Du hast die Wahl: Das Einspeichen oder die Klebetechnik lernen.

Eins ist aber klar: auf keinen Fall wegschmeißen das Objekt. Selbst mit alter Technik kann so ein Rad ein hohen Wert haben. Die Leute gehen nach der Optik (im Gegensatz zu mir). Originalteile, schön lackiert und Lack voll ok, italienischer Name, das bringt dann schon ein paar Hunderter. Dass so ein Rad von 82 beispielsweise nur 6 effektive Gänge hat und über 10 kg wiegt, ist anscheinend egal. Es sollte aber schon noch alles funktionieren. (Mir ist es egal, ob da Campagnolo oder sonst was drauf steht. Ich sehe da ein Schaltwerk ohne Schrägparallelogramm und das erlaubt nur eine kleine Bandbreite bei den Gängen. Und ich sehe einen Schraubkranz, für den ich keinen Ersatz bekomme, wenn er verschlissen ist.)

Ist das Rad so alt wie das aus meinem Link, das dürfte von 82 sein, ist es zum selber Fahren zu schade. Das ist zum Angeben bzw. zum Verkaufen. Jeder gefahrene Kilometer schmälert den Wert. Findest du hinten mindestens 7 Ritzel, ist es jünger. Wenn es dir gut passt: viel Spaß damit!

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