Raumthermostat überbrücken

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Hallo zurück,

Dein Gedankengang ist (halb)richtig.

Das mit der Vorlauftemperaturregelung (per Hand) solltest Du lassen, dann ist es keine Regelung mehr (wie vorgesehen) sondern eine Steuerung (und was der Mensch steuert geht in die Hose).

Hast Du in Deinem "wärmsten Zimmer" auch noch zus. ein Thermostatventil? Wenn ja, dann hast Du kein Problem. Stell` das Thermen-Raumthermostat auf Max. und lass den Ventilkopf regeln.

Wenn nicht, hast Du ein Problem. Denn richtig, Du kannst den Raum xy nur individuell temperieren, wenn im Referenzraum die Heizung "unnütze bollert". Das ist, nach moderner Ausfassung, nicht zulässig - weil Energieverschwendung.

Wird aber hundert- oder tausendfach so installiert. Mit einem Raumthermostat eine Anlage (mit mehreren angeschlossenen Räumen) an- bzw. auszuschalten ist lediglich preiswert. Energetisch aber kontraproduktiv – weil > Mensch > erfinderich > Umgehung basteln.

Mein Rat – Rüste für diesen Raum ein Regelventil nach (z.B. Thermostatventil) und bei Bedarf streite Dich mit dem Rest der Welt um die Kosten.

Ja aber, was ist dann mit meiner Nachtabsenkung, Partytaste, usw? Neues Thema – neues Glück.

Glücklicherweise sind an jedem Heizkörper Thermostatventile verbaut. :) Was mir nicht klar war, ist, dass die Therme eine ausreichend hohe Ablauftemperatur erkennt und sich dann ausschaltet, bis das Wasser wieder erhitzt werden muss. Ich dachte, das Raumthermostat wäre die einzige Regelinstanz.

Das mit der Nachtabsenkung ist aber durchaus ein Problem, oder? Wir wollen auch nachts die Räume nicht auskühlen lassen. Ein Absenkprogramm ist im Regler enthalten, da der Führungsraum jedoch nie auf diesen Wert absinkt (die anderen Räume jedoch schon), macht die keinen Sinn. Wie löst man das am sinnvollsten? Das Raumthermostat einfach auf dem Normalwert lassen und die Thermostatventile auf den Mond schrauben?

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@phlqxz

Schön mit dem Thermostatventil. :)

Ohne weiteren Aufwand würde ich damit so leben können:

Programmiere Dein Thermen-Raum-Thermostat (TRT) z.B. auf 8:00 bis 21:00 Uhr – MAX °C).

Alle Heizflächen (Räume) werden in dieser Zeit mit Wärme versorgt und regeln die Raumtemperatur über die Thermostatventile.

Nachtabsenkung z.B. 21:00 bis 8:00 Uhr auf 17 °C.

Das Thermostatventil im Führungsraum bleibt wie es steht oder Du drehst wie Du Spaß hast.

In Deinem „Billardzimmer“ ist ab 21:00 Uhr die Heizung aus (nach Deiner Schilderung der langen Auskühlzeit im Referenzraum ist die Therme ja dann lange ausgeschaltet). Egal wie Du am Thermostatsventil des Billardzimmers drehst oder nicht. Es wird sich eine Temperatur ergeben – ohne Einfluss der Heizfläche, weil Therme aus.

Wenn es Dir dort zu kalt wird, musst Du die Zeiten anders programmieren oder auf die Partytaste hauen.

So macht Dein TRT noch Sinn und in der „Hauptzeit“ werden alle Räume (bzw. Raumtemperaturen) über die Thermostatventile geregelt.

Wir wollen … nicht auskühlen lassen.<

Wenn Du überhaupt keine automatisierte Nachtabsenkung haben willst, dann programmiere das TRT auf 0:00 bis 24:00 Uhr - auf Max.-Wert und drehe an den Ventilen nach Bedarf.

Willst Du es raumweise, automatisiert gestalten, dann musst Du die Thermostatköpfe an den Ventilen aufrüsten. Sonst (andere Lösungen) hast Du eine größere Baustelle.

In jedem Fall kannst Du dann die Schaltuhr im TRT vergessen.

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@DietmarBakel

Ich hab mit meinem Stiefvater gesprochen. Der hat vorgeschlagen, das Raumthermostat einfach zu versetzen. Da es schon ein Loch für das TV-Kabel vom Führungsraum zum (kälteren) Nebenraum gibt, könne man die Kabel einfach übergangsweise da entlang ziehen. Dann wäre eine allgemeine Reglung über das Raumthermostat möglich, da es sich dann am kalten Raum orientiert, während der wärmere Raum (in dem es jetzt hängt), über das Thermostatventil gesteuert werden kann. In dem Fall wäre das warme Zimmer, schaltet das Raumthermostat ab, eh warm genug.

Das würde doch auch gehen oder?

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@phlqxz

Klar - das kann für Dich komftabler sein. Kostet zudem auch "kein" Geld nur Umbaumühe. Ist dann immer noch nicht das gelbe vom Ei - aber gelblicher.

Danke für den Stern :)

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@DietmarBakel

Hast du dir verdient ;)

Eine letzte Sache noch: Würdest du das Raumthermostat lassen, wo es ist, es auf Max stellen und alles über die Ventile regeln oder es in den anderen Raum versetzen? Dabei kannst du den Aufwand für das Versetzen außen vor lassen, es geht rein um Praxis und Energiesparen.

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@phlqxz

Lass es da wo es ist - zum "effizienten Sparen" gehört immer der Nutzer mit seinem Verhalten. Hoch- bzw. herunterregeln wo erforderlich, energetisch (und auch bauphysikalisch) richtiges Lüften, mal ein Sweatshirt anziehen, wenn Du auf der Couch sitzt - bringt alle mal mehr. Das zum Thema "Praxis".

Es ist für mich kaum vorstellbar, dass sich allein der Versatz des Thermostaten in Deinem Geldbeutel bemerkbar macht.

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@DietmarBakel

Ich würde es am liebsten auch da lassen...

Ich hab nur noch Bedenken, was die Nachtabsenkung angeht. Ich weiß mittlerweile, dass ich die Absenktemperatur selbst wählen kann (zwischen 5 und 20°C). Allerdings bleibt da ja das Problem, dass der Raum, in dem das Thermostat hängt, wärmer ist und vor allem bei kalten Nächten bei weitem nicht so schnell auskühlt. Meinst du, es bleibt trotzdem günstiger, wenn wir dann einfach das Thermostat auf Tagestemperatur lassen und unsere Thermostatventile auf den Mond drehen oder lohnt es sich diesbezüglich dann doch, das Thermostat zu versetzen?

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@phlqxz

Das Thermostat ist im Nachbarraum sicherlich reaktionsfreudiger und wird eine Absenkung (Auskühlung) über Dein Ziel hinaus begrenzen.

Richtig ist, das ein "ungebremstes Auskühlen" keine Energie spart, weil die Wärme am nächsten Tag 1 zu 1 wieder zugeführt werden muss.

Die Höhe der Energieeinsparung durch Nachtabsenkung wird (oft zu lesen) mit 3 bis 5 % prognostiziert. Das ist sehr theoretisch und hängt von div. Faktoren ab.

Insofern wollte ich nur keine große Erwartungshaltung bestärken, mit einer Umplatzierung "monetär" nennenswerte Einsparerfolge zu verbuchen.

Wenn´s halt kaum Aufwand ist - Du es zudem in Eigenleistung machst - dann mach es.

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@DietmarBakel

In der Anleitung unserer Gastherme steht, dass die Vorlauftemperatur auf max stehen soll, wenn ein Raumthermostat zwischengeschaltet ist. Dieses würde die Vorlauftemperatur automatisch anpassen. In der Anleitung des Thermostats steht dazu nichts und ich habe auch noch nie feststellen können, dass eine andere Vorlauftemperatur eingestellt wurde als die, die ich selbst eingestellt habe. Soll ich das einfach ignorieren und die Vorlauftemperatur selbst, bspw. auf 60°C einstellen?

Sorry, dass ich dich noch auf Trab halte.. das ist wirklich die letzte Frage! ;)

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@phlqxz

Schreibe mir doch bitte einmal, welche Therme Du hast (Fab./Typ) und welches Thermostat. Die Unterschiede sind zwar meist nicht groß - aber da.

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@DietmarBakel

Die Gastherme ist eine Vaillant atmoTEC classic und das Raumthermostat ein Vaillant VRT 390.

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@phlqxz

Kompliment - ist ja schon HITEC

Also - Mit angeschlossenem VRT390 übernimmt dieses Teil die Vorlaufregelung. Heißt: An der Therme Drehknopf 2 auf Rechtsanschlag gut ist. (sagt die Beschreibung der Therme)

Und jetzt kommt es (Beschreibung VRT390): Sobald der Regler angeschlossen ist und die Uhrzeit eingestellt ist, führt er ein sinnvolles Heizprogramm durch. Hierfür muss der Betriebsartenschalter (7, vordere Klappseite) in der Stellung „Programm“ blablabla – kennst Du.

Was das Programm nun genau macht – bleibt offen. Ich finde nichts.

Bei anderen Mitbewerbern oder Gerätetypen steht hier häufig und schlicht „blablabla … schaltet das Heizgerät ab und wieder an“.

Bei Deinen Teilen stehen vielleicht ganz schlaue und betriebsgeheime Algorithmen dahinter. Ich kenne sie nicht.

Auf Deine Frage: Ich würde es ignorieren und Drehknopf 2 auf Rechtsanschlag, egal was sich dann für eine Vorlauftemperatur ergibt.

Als Freak kann man hier (bei Vaillant) weiter forschen. Wenn Du es machen solltest bzw. Du das sinnvolle Heizprogramm entschlüsselt hast – schick mir doch auf mein Postfach eine Nachricht – würde ich gerne lesen. Soweit Danke – und hat Spass gemacht.

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Der Gedankengang ist nicht richtig. Die Vorlauftemperatur sollte nur von der Jahreszeit/den Aussentemperaturen abhängig gemacht werden. Soll heissen: Im Winter ca. 70 Grad; im Herbst z.b. bei 50. Du kannst aber das Raumthermostat höher drehen (z.B.. 25 Grad). Dann sollte aber auf dem Heizkörper des wärmsten Zimmers ein Thermostatventil sein, damit dieses Zimmer nicht zu warm wird. Wenn das HK-Thermostat dann geschlossen hast, läuft die Heizung weiter, und es wird in Einem Raum wärmer. Da das Raumthermostat eine sog. thermische Rückführung hat und die Therme über ihre eigene Temperaturregelung gesichert ist, kann nichts passieren; egal, wie hoch die Vorlauftemperatur eingestellt ist. Mit 20 Grad Heizkörpertemperatur holst Du Dir höchstens einen kalten Hintern. Der grösste Fehler ist übrigens, die Vorlauftemperatur zu niedrig einzustellen. Leute, die das machen, klagen immer, dass ihre Wohnung zu kalt ist. Also: Spätestens bei Nachttemperaturen um Null auf 70 Grad; bei heftigem Frost auf 80 Grad gehen. Nachtrag: Mit dem, was ich geschrieben habe, überbrückst Du zwar nicht; aber Du überlistest das Thermostat in genau dem Sinne, den Du meinst.

Das mit den 20°C war natürlich nur theoretisch. Aber das hört sich gut an. An allen Heizkörpern sind Thermostatventile, also werden wir das so machen, die Ventile in den Räumen auf 3 zu stellen, einschließlich des Führungsraums.

Meinst du, wir sollten die Temperatur im Raumthermostat auch über Nacht auf dem von dir vorgeschlagenen Wert lassen und die Ventile auf das Nachtsymbol zurückdrehen? Das Raumthermostat hat zwar einen Absenkmodus, der Raum, in dem es hängt, kühlt jedoch nie auf diesen Wert ab. Die anderen Zimmer schon und die leiden dann, weil die Therme trotzdem nicht anspringt.

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@phlqxz

Zunächst einmal würde das HK-Theromstat in Deinem Zimmer voll geöffnet lassen. Du wirst dann sehr schnell merken, ob da tagsüber und nachts genügend oder zuviel Wärme ankommt. Das mit der Nachtabsenkung kann bei Dir, wenn Frost ist, wirklich ein Problem werden. Wirst Du aber auch merken. Eines weiss ich leider nicht: Ob man die Temperatur der Nachtabsenkung verändern kann. Wenn ja und wenn es bei Dir bei Frost zu kalt wird, muss die Nachtabsenkung erhöht werden und die anderen Räume müssen über die HK-Thermostate abgesenkt werden. Dann wird die Heizung länger laufen; die vorderen Heizungen schliesen sich selbst, und bei Dir kommt noch genug an. Wenn Du noch mehr von mir wissen möchtest, musst Du klären, ob die Nachtabsenkung auf eigene Grade einstellbar ist oder ob sie um eine bestimmte Gradzahl unter die Einstellung auf dem Thermostat sinkt.

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In deinem Fall: Dreh das Thermostat auf 30° und regelt die Raumtemp über die Heizflächen. Anders gehts es bei euch nicht. Ich hatte auch in nem ehem. Wg zimmer son Ding. Da haben wir es auch so gemacht, weil sich die Zimmer verschieden stark erwärmt hatten.

Was meinst du mit Heizflächen?

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so was nennt man "manipulieren" und das ist strafbar, geahndet wird das mit einer fristlosen kündigung

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