Problem / eigenes Pferd - Reiten lernen für erwaschsene Anfänger

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Lade Dir einen externen Trainer ein - und zwar einen Horsemanshiptrainer. Denn Dir geht es nicht um irgendwelche Lektionen, sondern in erster Linie darum, mit dem Pferd unfallfrei umzugehen. Den Beritt sparst Dir, das hilft dem Pferd, noch ein bisschen mehr zu lernen, aber bringt Dich im so wichtigen Horsemanship nicht weiter. Hol lieber anfangs den Horsemanshiptrainer zwei- oder dreimal die Woche und irgendwann dann alle zwei bis drei Wochen, dann kommst im Schnitt auf die Kosten von ganz normalem, einmal wöchentlichem Unterricht, hast aber die akute Situation gelöst.

"Verrückte" Pferde gibt es nicht - so viel schonmal im Vorfeld zum Horsemanship. Und "durchsetzen" kann man auch vergessen, diese Einstellung führt gern zum Kräftemessen und da kann ich Dir vorher sagen, wer gewinnt. Dein Stichwort heißt ab sofort: Mach Dich für das Pferd so interessant, dass es den Schutz seiner Herde aufgibt, um mit Dir was tolles zu machen. Zeig ihm, dass Du ein Wunderwesen bist und es beschützen kannst, obwohl diese Zweibeinerchen doch nix aushalten (weiß jedes Pferd, das mal auf dem Fuß eines Menschen gestanden hat oder seinen Kopf an ihm reiben wollte).

Sobald ein Pferd der Meinung ist "Wow! Da kann sein, was mag, bei diesem Menschen kann ich mich immer sicher fühlen!" hast Du leichtes Spiel. Aber machst Du einen Fehler und es sagt "Ich glaub, der Mensch weiß nicht, ob wir flüchten sollen oder nicht - ich flüchte mal lieber und bring uns in den Schutz meiner Herde!", bist Du sofort ein gutes Stück zurückgeworfen.

Während Du nach einem Trainer suchst, kannst ja schonmal von Michael Gaitner "Be strict" lesen ... das Buch zeigt Dir schon ein bisschen Horsemanshipgedanken auf, die Du verinnerlichen musst.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Durchgenend Pferdeerfahrung seit 1981

das ist - meiner Meinung nach - Ein Fall für die Pferdeflüsteter. In Region Neuss gibts die Sandra Schneider und in Bayern den Bernd Hackl.

www.vox.de/cms/sendungen/die-pferdeprofis.html

Das ist zwar auch nicht billig, aber die beziehen die erwachsenen Nichtreiter mit ein.

Ihr könnt viel falsch machen und es ist auch schon viel falsch gemacht worden bei dem Pferd - nicht unbedingt von euch - aber der Züchter sollte das Pferd an den Menschen gewöhnen und nicht nur wie einen Mustang auf die Wiese stellen.

na das stimmt schon, wobei ich das Problem nicht bei Chester sehe. Er ist so ganz sschmusig und lieb, nur eben auch noch nicht so erfahren und ich habe noch wirklich keine Ahnung was das reiten angeht. Verhaltensgestört kann man Chester nicht nennen, eher Charakter stark und weil er noch jung ist, testet er bestimmt, seine Grenzen. Ich möchte nichts falsch machen und eigentlich gerne mit ihm klar kommen. Ich setzte darauf, mit dem Pferd so zu kommunizieren, dass gegenseitiges Vertrauen aufgebaut wird. Wie Chester mit mir umgeht, ist ja auch abhängig davon, wie ich ihm Sicherheit vermitteln kann. Aber,..... ich muss erstmal überhaupt auch reiten lernen. Das war halt nicht so geplant, weil meine Tochter immer verlässlich und verantworttungsvoll mit Chester und auch mit anderen Pferden umgegangen ist. Da sie jetzt aber krank ist, wollen wir für Chester, dass er trotzdem zu seinem Recht kommt, eben nicht nur auf der Weide steht. Und ich habe mich entschieden, in solchen Zeiten zumindest zukünftig für Annka einspringen zu können.

Es fragt sich jedoch, ob ich trotzdem mit einem erfahrenen Reitlehrer mit Chester zusammen lernen kann ?

0

Die beiden sind auch nur Horsemanshiptrainier wie tausend andere - und sind wahrscheinlich hoffnungslos ausgebucht. Also einfach einen Horsemanshiptrainer suchen und gut.

0

Ich kann nicht verstehen, wie man zwei so augenscheinliich mäßige Trainer einer vollkommen ahnungslosen Mutter empfehlen kann, die versucht, ihr bestes zu geben und mit dem Pferd ihrer Tochter auf keinen Fall etwas falsch machen möchte...

Diese zwei Trainer sind zwar nicht "schrecklich" o. ä., aber solche Horsemanship Trainer gibts mittlerweile wie Sand am Meer und deren Arbeit fand ich (zumindest nach dem zu urteilen, was man in diesem Fernsehformat gesehen hat) nicht mal sonderlich gut und vor allem nicht ganzheitlich.

Leute, die sich schon freiwillig "Pferdeflüsterer" nennen, kehre ich ohnehin ganz schnell den Rücken - entweder haben diese Leute nämlich eine wichtige Sache immer noch nicht verstanden, oder sie wollen diesem Job weiterhin das mystische, zauberhafte und unerreichbare Image geben - was er schlicht nicht hat.

1

Das reiten dieses Pferdes würde ich für dich noch etwas hinausschieben - was bei euch eher Verantwortungsvoll und richtig ist, das du dir einen guten Horsmenshiptrainer einen echten Pferdemenschen holst bei dem du selbst Umgang und Handling von Pferden mit entsprechender Sicherheit erlernen kannst. Ohne diese Vorarbeit ist es dir ja noch nicht mal möglich mit dem Pferd sicher umzugehen - geschweige denn es zu reiten.

Selbst wenn du jetzt anfängst in den Reitunterricht zu gehen (auf einem ruhigen Pferd) wirst du bis Oktober niemals so fit sein ein Jungpferd zu reiten. Vielen traue ich das noch nicht mal nach 10 Jahren reituntericht zu.

Was sagt den deine Tochter zu deinem Vorhaben - sie müsste das ja am besten wissen in wieweit du mit dem Pferd zurecht kommst. Auch solche Sachen wie Longiern und Bodenarbeit will erst mal gelernt sein - das kann man ja auch nicht einfach so.

Ich finde es gut das du reiten lernen willst - aber euren Chester jetzt reiten zu wollen - würde sicher zu keinem guten Ergebniss führen weder für dich noch für das Pferd. Bei Jungpferden muß jeder Fehler vermieden werden.

Also ich würde das mit der Tochter nochmal ganz genau durchsprechen, dann einen Pferdemenschen holen - oder dir von deiner Tochter den sicheren und autoritären Umgang mit dem Pferd beibringen lassen. Fremdpferd reitunterricht nehmen (da gibt es auch mobile Reitlehrer) oder in einer Reitschule in der näher einfach Reitunterricht nehmen.

Hallo, Friesennarr, ja, ich denke Du hast in allem Recht, deshalb denke ich natürlich auch erst nach, anstatt blauäugig irgendwas zu machen und mir ist klar, jetzt einen 51/2 jährigen Wallach zu reiten, ohne jegliche Erfahrung, wäre einfach nur eine Dummheit! Ich frage mich auch, ob ich jemals noch so weit komme. ...aber versuchen will ich es. Annka führt mich gerade ein, Pferd putzen, führen, longieren. Und sie hat jemanden ( Reitlehrer und Pferdetrainer, der 1-2 mal die Woche Chester reitet. Nur langfristig muss ich auch mit Chester klar kommen, auch wenn ich ihn lange noch nicht reiten kann. danke👝

1
@IlkaRuSti

Mit Horsemanshiptrainer wirst ihn relativ schnell reiten können. WENN das Vertrauensverhältnis mal in der richtigen Richtung ist und Deine Körpersprache passt, kannst schon ein kleines bisschen - aber bitte ganz vorsichtig, sonst machst am Ende noch Rückschritte.

Mit einem normalen Reitlehrer sind die Negativerlebnisse hingegen vorprogrammiert und Reiten wird für Dich schnell zum Schreckgespenst werden.

1
@IlkaRuSti

Du kommst so weit ihn zu reiten nur ist er dann halt keine 5 1/2 mehr sondern vielleicht 6 1/2 oder 7 - und ebenfalls schon etwas besser ausgebildet.

1
@friesennarr

Hallo, Friesennarr,

Danke, ..... wir haben jetzt einen Horsemanshiptrainer, der erst einmal unser Pferd trainiert. Chester zu ( putzen und zu pflegen, ihn an der Longe führen, mit ihm spazieren gehen, das hat meine Tochter mir schon beigebracht ) Das mit dem Reiten hält auch Tobi ( Horsemanship-trainer) noch für sehr problematisch, weil Chester zwar sehr " lieb" ist, aber sehr auf meine Tochter eingestellt. D.h. auch wenn sie mit ihm gut reiten kann, kennt er noch viele HIlfen und Signale nicht. Er reagiert auf meine Tochter und alles andere findet er noch blöd. Wenn jemand anderes ihn reitet ( nur tobi ) dann ist er schon gestresst, weil er vom Ausbildungsstand eben noch gar nicht wie ein 5,1/2 jähriger Wallach ist, sondern aufgrund der schlechten Haltung und der fehlenden Kontakte zu Menschen überhaupt noch eher den Ausbildungsstand eines 3-4 jährigen Pferdes hat. So muss er jetzt erst einmal viel lernen. Ich werde erst einmal meine eigenen anfänglichen Reiterfahrungen .... an der Longe, auf einem "Anfänger"-Pferd " machen und später mit Tobi irgendwann auf Chester reiten, aber erst, wenn es auch gut für Chester und für mich ist. Beim führen, longieren und im Umgang allgemein ist er auch mir gegenüber sehr lieb. Er kennt uns ja auch schon, weil wir in der Vergangenheit schon mal dabei waren, ab und zu eine Möhre springen lassen haben und ihn auch so ,.... mal gekrault haben und er ganz sicher zeigt, ... er kennt uns. In den letzten Tagen kommt er auch von selbst an, wenn er mich sieht. Das ist für mich schon viel.

1

3 Monate kann man ja noch gut überbrücken. Da er ja in einem stall mit anderen Pferden steht, findet ihr vielleicht eine Reiterin vin dort, die ihn ab und zu richtig reiten kann, wenn nicht, Trainer holen auch wenns teuer wird. Den rest der Zeit kann man ihn longieren,spazieren gehen, mit ihm Spiele, ihn frei rennen lassen/eventuell freispringen, zirkuslektionen und ab und zu länger auf der Koppel stehen lässt ihn nicht verkümmern. Selbst der beste reitlehrer kann dir nicht beibringen, ein junges Pferd korrekt zu reiten in so kurzer Zeit, das benötigt jahre, also probiere da als Anfänger bitte nichts aus, das könnte ihn versauen.

Gruß

Einen trainer holen der zu einem kommt ? Ist natürlich auch nicht billig.. Meine trainerin kommt zwei mal die woche zu mir und gibt mir unterricht und einmal reiten sie meinen. Den rest der Woche hat er pause wir machen bodenarbeit oder ich longiere ihn :-)

Oder man geht mit ihm Spazieren, spielt mit ihm, lässt ihn Freispringen oder übt mit ihm Zirkuslektionen wie Spanischerschritt etc. Wie man das mit den Zirkuslektionen lernt habe ich mir bei youtube beigebracht (die einfachen dinge zumindest) Ich glaube bei der FN kann man auch schauen wo trainer sind und reitschule und lehrgänge Vielleicht ist da ja dann auch nochmal was bei :-)

0

Was möchtest Du wissen?