Ich weiß auch mehr als genug Leute, die mir nicht aufs Pferd kommen, aber dafür brauch ich kein Video machen. Insbesondere als solche Abwertung durchaus in die Persönlichkeitsrechte eingreift und derjenige Anzeige erstatten kann mit sehr guten Erfolgsaussichten. Den genannten Namen habe ich noch nie gehört und denke, das ist auch gut so 😉

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Die hat mich angeschrieben, als ich ein Gesuch hatte dieses Jahr. Aufgrund dessen, wie sie auftritt, habe ich definitiv alles andere als Lust bekommen, die Pferde anzusehen. Schlecht gerittene Pferde finde ich auch hier um's Eck. Massenvermarktung auch - es war zu viel Durchsatz für den aktuellen Pferdemarkt bei ihr im Sommer 2022. Das eben begleitet von blumigsten Worten, wo man sich denkt, entweder hat sie null Ahnung oder sie geht davon aus, dass die Käufer null Ahnung haben oder möchte verscherbeln an Ahnungslose, die auf diese Beschreibungen reinfallen. Dafür muss ich nicht 270 km fahren. Ich bin sogar weiter gefahren, aber eben zu Pferden, die deutlich besser inseriert waren.

Bzw. mich haben ständig andere Leute angeschrieben "schau mal, meine Freundin hat ein tolles Pferd für Dich zu verkaufen" - insgesamt hat sie scheinbar 20 Freunde, die aktiv Gesuche suchen, um für sie zu werben. Alles sehr seltsam.

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Suchen muss man in alle Richtungen:

Ein Pferd habe ich vorher bereits geritten und dann übernommen bei einer Aufgabe eines Schulbetriebs.

Ein anderes kannte ich, haben wir mal zum Reiten geliehen bekommen von dem Betrieb, in dem wir Einsteller mit dem ersten waren. Leider lief das Pferd nicht und wir haben es spazieren gehend aufgebaut. Als wir mit dem ersten Pferd auszogen, kauften wir das zweite und nahmen es mit. Der Betriebsleiter hat seinen Betrieb aufgegeben und verpachtet an eine Dame mit deren Haltung wir nicht einverstanden waren.

Irgendwann verstarben diese beiden älteren Pferde innerhalb von zwei Jahren nacheinander. Der Nachfolger des einen war auf ehorses inseriert. Wir hatten uns auf ehorses, Facebook, eBay Kleinanzeigen und pferde.de viele, viele Inserate angesehen, haben jedem, der einschätzen kann, was wir suchen, erzählt, dass wir suchen, viele Kontakte vermittelt bekommen: Der Wallach aus dem ehorses Inserat war's.

Das nächste Pferd habe ich auch auf diversen Plattformen gesucht, aber auch ein Gesuch auf Facebook gepostet. Was in den Kommentaren angeboten wurde, war's nicht. Aber eine ganz entfernte Bekannte las das Gesuch und hatte zufällig gerade in ihrem Betrieb einen Einsteller, der sein Pferd verkaufen wollte. Sie hatte Vollmacht, den Wallach zu verkaufen, wenn sie einen Käufer fände, weil der Eigentümer aus gesundheitlichen Gründen nicht konnte. Den Vertrag habe ich mit diesem gemacht, jedoch ihn vor ca. 30 Jahren das letzte Mal persönlich gesehen.

Du siehst: einfach alle Fühler ausstrecken und ansehen, ansehen, ansehen. Wenn Du nicht bis dahin extreme Kompetenz hast, natürlich jemanden mitnehmen. Ob das genau diese Reitlehrerin ist, wirst Du sehen, wenn es so weit ist. Hier habe ich erst beschrieben, warum: https://www.gutefrage.net/frage/erstes-eigenes-pferd-3#answer-477509553

Zum Thema Haltung ist "Offenstallkonzepte" von Tanja Romanazzi sehr aufschlussreich. Sie hat nämlich auf ihrer Anlage verschiedene Konzepte umgesetzt und stellt Vor- und Nachteile einander gegenüber - auch aus Betreibersicht, was ich sehr begrüße, denn es zeigt auf, dass auch der Betreiber ständig Kompromisse eingehen muss, sich die Welt nicht nach seinem Wunsch dreht.

Zur Fütterung kannst Dich durch DAS Lehrbuch durchackern: "Pferdefütterung" von Helnut Meyer und Manfred Coenen ist das Standardwerk. Für Hufe wird's schwierig, weil "Der Weg zum gesunden Huf" nicht neu aufgelegt wurde und die Lehre inzwischen viel weiter ist. Für Grundkenntnisse aber nicht verkehrt. Dann Webinare/Seminare/... zu Biomechanik, Theorie über Ausrüstung, Reiten, Bodenarbeit, ... und eben die praktische Ausbildung in der Zwischenzeit weitertreiben.

Und auch nach Reinschaufeln von Massen an Theorie wirst irgendwann da stehen und irgendwas wird Dir Rätsel aufgeben.

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Die Ösen für den Riemen haben schon recht viele Sättel. Das ist wahr. Aber nicht alle.

Ich finde den Riemen gut. Als Handschuhhalter, wenn ich unterwegs z. B. auf einer Wanderkarte etwas nachsehen muss. Man darf nur nicht in Versuchung kommen zu denken, man könne sich dran festhalten.

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Ich ziehe den Pferden nur das Stallhalfter an, sonst nichts.

Keine Gamaschen, da in der Regel auch an der Rampe keine Kratzer entstehen, Pferde, die an Gamaschen nicht gewöhnt sind, mit doch anders steigen und sich dann eher noch versteigen und weil schon nach der Verladezeit mehr als genug Wärme unter den Gamaschen ist.

Keine Decke. Insbesondere im Winter. Die Pferde heizen den Hänger so und so auf. Da ist man froh, wenn nicht gar so viel Kondensat am Hängerdach hängt, das dann runter tropft.

Einen unserer Wallache haben wir Anfang Dezember gekauft und 300 km gefahren. Der war beim Vorbesitzer eingedeckt. Seitdem der Vorbesitzer ihn zum Abholtermin geputzt hat, hat er keine Decke mehr getragen. Er stieg trocken und entspannt vom Hänger nach 4 Stunden Fahrt durch den Schneesturm. Heunetz hatte ich aufgrund der langen Fahrzeit, hatte er aber nicht angerührt.

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Ganz viele Betriebe/Vereine bieten z. B. Ferienkurse mit Abschluss Abzeichen, Reiterpass etc. an. Ob sie diese nur ihren Mitgliedern anbieten oder völlig offen, können sie natürlich selbst entscheiden. Aber ich schätze, bei mir im Umkreis von 20 km finde ich jederzeit 10 Betriebe, die die Kurse an alle ausschreiben, evtl. mit Vorrang für eigene Mitglieder, nicht dass sich fremde Teilnehmer anmelden und die eigenen keinen Platz mehr bekommen.

Ich würde einfach mal bei allen umliegenden Schulbetrieben anfragen bzw beim Landesverband, der zum einen auch solche Lehrgänge im Angebot hat, zum anderen weiß, welche Veranstalter eine Prüfungsabnahme beantragt haben.

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Ich bin klassisch englisch ausgebildet. Aber im Prinzip ist der Unterschied nicht groß. Reiten ist reiten. Keine Reitweise sitzt rückwärts auf dem Pferd. Man sieht deutlich, was die Profis alles zeigen können, wenn z. B. im Rahmen einer Show Dressurreiter und Westernreiter die Pferde tauschen. Würde nicht ein Pferd immer wie ein Pferd funktionieren, würde das nicht so einfach gehen.

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Angst hat schon eine Schutzfunktion. Angst hat man in Situationen, denen man nicht gewachsen ist - zumindest so weit nicht gewachsen, dass man sie locker und mit klarem Kopf meistert. Und Lockerheit und einen klaren Kopf braucht man, um so einem Pferd die Ruhe zu vermitteln. Ein Pferd, das in einer Schrecksituation mehr macht als einen kurzen Zucker, bis es erkennt, der Reiter hat die Sache im Griff, ist nicht als brav zu bezeichnen. Vielleicht ist es das im Umgang, das mag schon sein. Vielleicht auch an der Longe, kann sein. Ein braves Reitpferd ist es nicht.

Ist aber auch nicht verwunderlich, wenn es so gehalten wird, wie es wird. Mir könnte jemand mit einem Tausender vor der Nase wedeln, den ich bekomme, wenn ich 10 min Schritt reite - so lange ich von meinem Einkommen leben kann, würde ich mich nicht auf ein Pferd setzen, das so gehalten wird. Ich mag meine Gesundheit und selbst, wenn ich entspannt genug mit ihm arbeiten kann, dass es keine Eskapaden macht, kann es nicht so locker sein, dass seine Bewegungen meinen Bandscheiben und meinen Hüftgelenken gut tun. So nötig, dass ich mir mit einem Pferd, das nur stößig gehen kann, meine eigene Gesundheit ruinieren muss, habe ich es nicht. Dazu auch: https://tierschutz.hessen.de/nutztiere/pferde/zum-freien-auslauf-von-pferden - im uns beschriebenen Fall ist gerade mal die Zeit freier Bewegung eingehalten, die beim Urteil mit dem geringsten Maß an freier Bewegung gefordert wurde. Es gibt Gerichtsurteile, die deutlich mehr als dem Tierschutzgesetz entsprechend angemessen sehen. Die Urteile beruhen ja alle auf Bewertung der Aussagen Sachverständiger.

Dazu kommt noch, dass eine Besitzerin, die sich so zeigt wie Du beschreibst, also von "passiert noch öfter" redet und das quasi als "normal" für sich abgespeichert hat, sicherlich nicht so reitet, dass das Pferd angenehm zu reiten ist. Die hat nämlich nicht wirklich Ahnung von Pferden und Reiten. Sonst würde es die Konstellation von Besitzerin, Pferd und Haltung gar nicht geben. Aus so einer Konstellation heraus eine Reitbeteiligung zu vergeben, schießt den Vogel ab. Das kann, nein, muss man schon als grob fahrlässig bezeichnen.

Deine Angst ist also hier völlig korrekt und begründet. Selbst, wenn Deine Gesundheit nicht durch einen Sturz beeinträchtigt wird, kann das Pferd kaum so laufen, dass es sich nicht später rächt, wenn Du es länger reitest. Ich persönlich finde es gut, dass ich mit fast 50 Jahren noch mit gesundem Rücken am Pferd sitzen darf, mein "kleiner" ist jetzt 5 Jahre alt, seinen Vorgänger habe ich noch gut reiten können, als er 26 Jahre war, d. h. ich möchte schon mit 70 Jahren definitiv noch reiten können. Dafür muss ich eben im Sinne meiner Gesundheit entscheiden, welche Pferde ich freiwillig reite und welche nicht.

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Auch ein Barhuf kann sehr kantig sein. Wer Eisen abnehmen fordert, macht dies eher, weil in Eisen fast immer Stifte sind, die fies einschlagen könnten. Ich habe bei unseren die Eisen bei Kauf und vor der Integration runter, weil sie mit dem Barhuf viel sicherer auf den befestigten Böden sind und es auf der Koppel eh egal ist.

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Generell ist jede Methode nur so gut wie der Therapeut. Ich habe eine Tierärztin, die auf manuelle Therapien spezialisiert ist und fast alle Therapieansätze gelernt hat und sich regelmäßig in diesem Bereich fortbildet, auch Fortbildungen für Tierärzte leitet. Sie meinte malbei einer Problematik, das wäre was für Dorntherapie und wir suchten nach jemandem, der das macht. Ich bat sie, mir ein bisschen ihrer Zeit zu verkaufen, indem sie dabei ist - und wir brachen dann die Therapie ab. Die Therapeutin erzählte so viel blanken Unfug, dass auch ich durchschaut habe, das kann so nicht stimmen. Stallkollegen von mir haben immer noch diese Therapeutin am Pferd, weil sie nicht verstehen, dass sie nur kompetent tut, es aber nicht ist. Also generell gibt es tatsächlich Fälle, bei denen Dorntherapie angezeigt ist - wenn man eben einen Therapeuten findet, der kompetent ist.

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Pferd Fütterung?

Hier bin ich nochmal. xD

Also ich habe einen 17 jährigen De Sportpferd Wallach, aus schlechter Haltung übernommen, immerhin hatte er 24/7 Heu. Bei den Vorbesitzern hatte er anscheinend viel Stress wodurch er Anfang des Jahres auch recht stark Cushing hatte, mittlerweile sind die Symptome aber fast weg, außerdem hat er ein verknöchertes Karpalgelenk aber keinerlei Probleme damit & er hat hinten in den Sprunggelenken leichte Arthrose die sich bis jetzt zum Glück auch noch nicht sonderlich bemerkbar macht.

Trotzdem will ich etwas für Gelenke/Sehnen/Bänder/Knorpel füttern, damit sich nichts unnötig verschlechtert. Hat jemand Erfahrung mit bestimmten Produkten die er mir empfehlen könnte? Ich sehe viel mit Grünlippmuschel, bringt das was ?

Außerdem möchte ich Leinöl/Omega3 Öl bzw. Leinsamen dazu geben, was ist davon besser?

Als Grundlage würde ich jetzt erstmal den Hafer von Marstall nehmen, das ist eine Mischung aus Schwarz und Gelbhafer.

Habt ihr da eine Fütterungsempfehlung, bei leiche Arbeit, vorallem wegen der Verwertung von Stärke bei Pferden denn der Hafer hat 38% Stärke.

Mineralfutter würde ich entweder weiterhin das Seniormineral von Agrobs füttern oder auf das von Iwest umsteigen. Blutbild machen wir noch im Oktober da der TA da sowieso fürs impfen kommt.

Hagebutten gebe ich immer eine Hand voll dazu für das Immunsystem.

Kann ich im Winter die Heu/Wiesencobs von Agrobs mit dem Hafer vermischen, denn mein Pferd ist recht schwerfuttrig somit nimmt er im Winter eher ab.

Was haltet ihr von dem Gladiatoröl ?

Nochmal meine Fragen zusammengefasst:

Hafer: Welche Dosis?

Heucobs und Hafer vermischen?

Mineralfutter von Agrobs oder Iwest?

Öl oder Leinsamen?

Was für die Gelenke/Bänder ect ?

Wie ist das Gladiatoröl ?

Wenn ihr noch andere Vorschläge habt Freut mich das auch :)

Danke schonmal für eure Antworten ;)

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Grundsätzlich: was Pferde bis Klasse M "arbeiten", ist noch im Bereich Erhaltungsbedarf. Da sollte kein Kraftfutter nötig sein. Die Figur regelt man durch Erhöhen oder Kürzen der Heuration. Ein Pferd, das bereits Arthrosen hat, sollte kein Gramm Übergewicht mit sich herumschleppen. Das, was man so in den Ställen sieht, sind über 90 % übergewichtige Pferde, also am besten nicht daran orientieren, was das Auge zu sehen gewöhnt ist. Keinesfalls darf man bei einem Arthrosepatienten die Hüfthöcker und die Flanke nicht mehr erkennen oder grundsätzlich keine Rippen mehr sehen - in der richtigen Schrittstellung sieht man die Rippen auch bei richtig fetten Pferden mit 200 kg Übergewicht. Das erst mal einpendeln lassen.

Wenn dann wirklich Power fehlt, einen Teil vom Heu durch Hafer ersetzen. Der für 1,17 €/kg von Marstall ist aber im Vergleich nur teuer. Der aus dem Landhandel für 30 Cent pro kg ist dasselbe, nur eben nicht in bunte Tüten gepackt, auf denen Luxus steht. Für jede 100 g Hafer, die gefüttert werden, wird das Heu um 100 g gekürzt - sonst wird die Gesamtration wieder zu viel für das Pferd. In der Regel werden sie mit Kraftfutter schlanker, weil sie sich deutlich mehr bewegen. Unser einer Wallach ist mit Heu zu dick geworden, weshalb er jetzt wieder 800 g Hafer bekommt und wir Heu entsprechend gekürzt haben. Mit Kraftfutter dick füttern geht auch - indem man so viel gibt, dass sie sich vor lauter Magenschmerzen nicht bewegen wollen. Ist halt sehr unfair dem Pferd gegenüber.

Mineral nach Heuanalyse klingt immer so attraktiv, man muss aber wissen, dass jeder Ballen komplett andere Inhaltsstoffe haben kann, je nachdem, von welcher Stelle der Wiese er stammt (da, wo die Wiese geneigt ist und das Wasser abläuft oder da, wo es sich sammelt, da, wo eine wasserführende Schicht im Boden hoch oder tief liegt, da, wo ein Baum Schatten wirft oder die Sonne knallt, da, wo sich vom Wind her getragene Samen sammeln oder der Wind welche weg trägt). Und dann ist noch jede Saison, jeder Schnitt anders. Die repräsentative Mischung bekommt man eigentlich nicht zusammen. Dann kommt noch dazu, dass der Pferdestoffwechsel individuell ist und dein Pferd komplett anders verstoffwechselt wie sein Herdenkollege.

Daher ist es sinnvoller, mit einem Mineral mit einer guten Kombination aus überwiegend organischen, aber wo sinnvoll auch anorganischen Verbindungen und insbesondere einem vernünftigen Ca-P-Verhältnis anzufangen und nach einem Jahr das erste Blutbild auszuwerten, ob nachjustieren fällig ist und ansonsten einfach das Pferd zu betrachten. Ein guter Futtermeister füttert auch nach Auge gut.

Hagebutten bringen für das Immunsystem null - außer du gibst so viel davon, dass der Zucker dein Pferd, das ja eh schon Cushing Patient ist, umbringt. Die in den Hagebutten enthaltenen Galaktolipide könnten der Beweglichkeit der Gelenke ein wenig gut tun, aber da spricht wieder der Cushing Befund dagegen.

Für die Gelenke ist einfach wichtig, dass sich das Pferd nicht nur rund um die Uhr frei bewegen kann, sondern auch muss, sprich, dass es in einer Haltung lebt, wo eben nicht Heu 10 m neben der Tränke ist, sondern dazwischen gegangen werden muss. Die stehen sich nämlich genauso fest wie wir Menschen zu gehen vermeiden, wenn die alten Gräten nach dem Sitzen weh tun. Man kann nicht präventiv etwas für die Gelenke füttern, sondern bestenfalls einen Schub abmildern mit bestimmten Gaben - hängt aber davon ab, wie die Arthrosen genau aussehen. Da braucht jedes Pferd das Passende. Wer hier irgendetwas rät, will einfach nur ohne Rücksicht auf den Einzelfall verkaufen oder hat keine orthopädischen Kenntnisse.

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Es gibt Reitleggings und Reithosen aus ganz verschieden dicken Stoffen, es gibt auch beides mit der Smartphonetasche und ohne. Der einzige wirkliche Unterschied ist, dass die Reithose einen Hosenbund mit Verschluss hat (in der Regel Haken oder Knopf mit Reißverschluss) und die Leggings nur einen Gummibund.

Reithosen sind nur aus dem einen Grund vorzuziehen als ich ewig schon keine Reitleggings mehr mit Mikrofaserbesatz gesehen habe (gibt es, aber äußerst selten und dann muss einem genau dieses eine Modell erst mal passen - bei Hosen kommt der Mikrofaserbesatz häufiger vor) und dieser Silikonmist den Sätteln schadet.

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- Betriebsleitung hat Ahnung, z. B. Pferdewirt oder Landwirt gelernt. Ich möchte keinen Betriebsleiter, der beim Anblick einer nicht so häufigen Grassorte im Heu in Panik verfällt, wie man so oft mitbekommt. Genauso sind mir diese Fähnchen im Wind, die je nach Hype des Jahres ihr Konzept ändern unangenehm.

- Pferd hat 24/7 Luft, freie Bewegungsmöglichkeit, Bewegungsanreize, verteilte Fütterung, befestigte Boden, andere Pferde. Und zwar genug andere Pferde, dass sie Familien bilden, wo es sich aussuchen kann, mit wem es sich umgibt. Diese menschliche Romantik zu glauben, wenn vier Menschen miteinander auskommen, würden es auch deren Pferde, erweist sich immer wieder als Problem.

- für mich eine Toilette, eine trockene Sattelkammer und eine Halle ohne Sperrzeiten, vernünftigen Geländezugang (meine Pferde sind alle verkehrssicher und dennoch möchte ich nicht eine halbe Stunde nur Straße reiten ohne besonderen z. B. medizinischen Grund).

- freie Dienstleisterwahl.

Der Rest sind Annehmlichkeiten, die man gerne mitnimmt.

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Lernen, lernen, lernen. Jedes Buch lesen, das Du findest, Seminare besuchen, Reitlehrern ein Loch in den Bauch fragen, ... Themen sind:

  • Pferde vom Boden aus leiten, führen, ... bis hin zum Verladen, Trailaufgaben, Handarbeit auf Trense, Kappzaumarbeit
  • Haltung
  • Fütterung
  • Exterieur- und Hufbeurteilung
  • gesundheitliche Beeinträchtigungen erkennen und, soweit selbst möglich, behandeln (deshalb sollte bei krankem Pferd nicht die Reitstunde abgesagt werden, sondern der Schüler bekommt dann halt eine Lerneinheit, wie er dem Pferd helfen kann)
  • Ausrüstung anpassen und Wirkungsweisen kennenlernen, z. B. von Zäumungen
  • Reitlehre
  • Züchterwissen
  • ...

Ich lerne schon seit 41,5 Jahren und noch habe ich nichts gefunden, was mich langweilt, weil ich glaube, alles zu wissen. Es ist im Gegenteil so, dass ich inzwischen so viele Basiskenntnisse habe, dass ich bei einigen Themen ins Detail gehen kann, mir ansehen, was derzeit Stand der Wissenschaft ist.

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Da gibt es verschiedene. Je nach Region hat sich dieser oder jener durchgesetzt. Generell gehen aus der Knotenkunde alle Knoten, die mit einer Hand mit einem schnellen Griff lösbar sind und die das Pferd Dir nicht so fest ziehen kann, dass Du sie nie wieder auf bringst.

Hier sind mal drei in Deutschland häufiger verwendete in einem Video gezeigt: https://www.youtube.com/watch?v=58UP-ZnNO_g

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Generell ist es immer sinnvoll, denjenigen zu kontaktieren, bei dem das Pferd zuletzt aufgestallt war und mal zu fragen, was das Pferd bekommen hat. Auch, wenn man dieses Wissen nur benutzt, um eine Ahnung davon zu haben, wie unglücklich es gefüttert wurde, worauf man also achten sollte, weil das auch im Nachhinein noch Probleme machen könnte.

Unser eines Pferd hat z. B. beim Vorbesitzer Müsli bekommen - also habe ich ein Jahr lang genau im Auge behalten, ob der Zucker und die vielen unverdaulichen Kraftfutterkomponenten irgendwas angerichtet haben, ob er Anzeichen für Magengeschwüre zeigt, ob er Probleme hat, mit dem Zinkstoffwechsel, ob er sich mit Aufmuskeln schwer tut ... Natürlich kann man auf sowas auch achten, wenn man das nicht weiß, aber wenn man weiß, worauf man schaut, ist es doch einfacher.

Wenn ich neue Pferde bekomme, gibt's immer erst mal nur Heu und Koppelgang. Nach und nach gewöhne ich sie dann an Mineralfutter (an ein vernünftiges, nicht so einen Billigschrott, wie tausendfach auf dem Markt ist - etwa 2 bis 5 % der Produkte taugen was, da immer neues auf den Markt kommt und anderes wieder geht, schwankt die Rate). Kraftfutter bekommen sie nur, wenn bei der Arbeit deutlich Energie fehlt und dann auch nur Hafer, keinen "Schachtelwirt" (was andere sind diese Müslis aus den bunten Tüten nicht). Dann beobachte ich ein halbes Jahr bis Jahr, wie sie sich entwickeln. Ein Blutbild im ersten halben Jahr ohne dass es aus medizinischen Diagnosezwecken gebraucht wird ist Unfug. Bis sie sich auf neues Wasser, neues Heu, Weidegras von anderen Böden, ... komplett umgestellt haben, sagt es nichts aus. Später überprüfe ich an Blutbild und ständig an Symptomatik, ob ich mit meiner Mineralisierung richtig liege.

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Da bist Du Deiner Reitlehrerin voraus. Schade, dass sie das nicht leistet. Eigentlich solltest Du das Wort "aufstehen" gar nicht im Wortschatz haben, dann würde es nicht passieren dass Du untaktig reitest. Es ist nämlich kein Aufstehen, es ist ein Zulassen, dass einen der Schwung des Pferdes anhebt.

Erst später in der reiterlichen Ausbildung, wenn das Übernehmen des Takts des Pferdes wirklich super klappt und man an Schub und Versammlung arbeitet bzw den ersten Ansätzen dazu, beeinflusst man das Pferd, indem man "seinen Takt in den Sattel sitzt". Das muss ganz feinfühlig und weich passieren und benötigt deshalb eine angewöhnte Sitzroutine.

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Keine. Den Pferden ist mit ihrem Fell oberhalb - 10 °C meistens eh zu warm und die Decke brauche ich nur, wenn sie z. B. für einen Tierarzttermin trocken sein sollen und dieser Termin ausgerechnet auf einen Tag mit Niederschlag fällt. Dann bekommen sie ca. 3 Stunden vor dem Termin eine Decke drauf, damit sie trocken sind, wenn der Termin ist, sonst müsste ich diesen absagen.

Die älteste Decke habe ich 2008 gekauft, die für's zweite Pferd 2011. Weil das die Jahre waren, in denen ich die Pferde gekauft habe und ich sie mehrmals im Jahr einer Tierärztin zur manuellen Therapie vorstelle. Den Nachfolgern der ersten Pferde passen die Decken so weit, dass ich bisher keine neuen brauche.

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VOR der Stunde Kraftfutter? Möchtest du den direkten Weg in die Klinik? Kraftfuttergaben gehören so gut möglich aufgeteilt, wenn es geht, so, dass keine Einzelgabe mehr als 500 g hat. Nach mehr als 150 g hat das Pferd 2 Stunden Pause. Kein Training.

Das einzig sinnvolle Kraftfutter ist Hafer. Alles andere ist eine Mischung aus McDonald's und Süßigkeitenschublade.

Aber bei den meisten Ponys ist davon auszugehen, dass 24/7 Heu bzw Weide schon viel zu viel sind, sie nicht auch noch Kraftfutter brauchen.

Heu, Mineral anfangs gering dosiert, ankommen lassen. Nach 6 bis 12 Monaten Kontrollblutbild und Mineral nachsteuern. Vorher ist es nicht sinnvoll, da neue Pferde meist umgezogen sind und vorher mit Heu von anderen Wiesen ernährt wurden, Wasser aus anderen Quellen erhalten haben und der Umzugsstress seinen Teil dazu beiträgt, dass ein Blutbild nicht repräsentativ ist.

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Meistens ist es keine Frage dessen, was man jemandem zutraut, sondern man will nicht mit eine Bein in der Haftung sein, wenn man nicht permanent betreut und man möchte jemanden, der auch mal kurzfristig für etwas einspringen kann, also selbst mobil ist. Da bei den wenigsten Ställen Haltestellen sind und heutzutage Jugendliche kaum noch mehr als 2 bis 4 km Fahrrad fahren, fällt da halt jeder raus, der kein Auto permanent zur Verfügung hat.

Ich hatte seinerzeit die Möglichkeit, die Pferde des Nachbarn zu reiten, aber es war auch immer klar, sollte mir was passieren, bin ich dafür komplett alleine verantwortlich und niemand sonst. Das geht heute nicht mehr. Beim Ausreiten hatten meine Eltern immer große Sorgen, denn sollte dem Pferd oder Dritten etwas passieren ... uff. Das ist heutzutage noch um etliches schwieriger geworden.

Und auf eBay Kleinanzeigen schaffen es die wenigsten Reitbeteiligungen. Wenn ich da inseriere, muss ich schon arg verzweifelt suchen. Man kennt doch mehr als genug Reiter, die auf der Suche sind. Da muss man nicht Fremde her bestellen, um die ersten 6 aufgrund fehlender Eignung gleich mal aussortieren zu können. Im Umfeld kennt man die Leute und weiß, wer sich eignet.

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