Piercings bei den Zeugen Jehovas?

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6 Antworten

hi,

STilo779,

ich finde es gut, daß du die Bibel kennenlernen möchtest. Das wollen heutzutage nicht mehr viele Menschen, denn sie betrachten die Bibel häufig als "veraltetes Buch" mit dem man heutzutage nicht mehr viel anfangen kann.

Aber jemand, der sich mit der Bibel beschäftigt, der findet heraus, daß sie wertvolle Anleitung auch für unsere Zeit enthält.

Man kann jetzt noch nicht sagen, wohin dich dieses Studium führt, aber eines ist sicher: es kann dich sehr bereichern und wird deinem Leben Tiefe geben!

Auf keinen Fall solltest du dich verunsichern lassen in deinem Weg. Bilde dir deine eigene Meinung. Auch kritische Fragen sind erlaubt.

Es geht darum, daß du einen Zugang zu Gott findest, zu ihm Vertrauen aufbaust. Dahin möchte auch dein Bibellehrer dich bringen.

Zu deiner Frage:in dem Artikel den telemann2000  "freundlicherweise" schon angeführt hat, wird einiges dazu geschrieben. Aber du kannst doch auch auf "jw.org" forschen. Und du kannst deinen Bibellehrer fragen. Wenn du dich nicht traust, es im Bibelstudium zu besprechen, dann nutze - wie gesagt - den anderen Weg.

Alles gute für dich

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Kommentar von telemann2000
26.11.2016, 10:03

Sollte ein Christ nicht auch Vertrauen zu Jesus Christus aufbauen? Es ist doch schließlich sein Ziel, ein Teil des Leibes Christi zu werden. 

Ich hoffe, das wird durch eure 'Bibellehrer' ebenfalls vermittelt... 

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STilo, ich bin ein langjährige Zeugin Jehovas und mußte fast laut lachen, als ich deine Frage las. Was meinst du, was viele meiner Glaubensbrüder und -Schwestern früher waren oder welche Kleidung sie bevorzugten. Sehr viele haben früher geraucht. Ich darf da auf keinen Fall an mich denken. Deshalb rede ruhig mit deinem Bibellehrer darüber. Ich bin erstaunt, dass du "Angst!" hast - wovor? Hast du schon jemals erlebt, dass einer von uns ausrastete? Vielleicht muss er ja auch lachen! Du kannst ihn ja fragen, was er alles ablegen mußte, bevor er ein ZJ wurde.

Also kommen wir zum Punkt, kommen wir zu deinem Brustwarzen-Piercing! Mit seinem Äußeren zeigt man,  auf welche Dinge man Wert legt. Ich weiß nicht, ob ich da richtig liege, aber ich würde Piercing mit einem Irokesenschnitt gleichsetzen, der auch noch rot eingefärbt ist. Es sind bestimmt keine schlechten Menschen, die sich so schmücken, aber mit Bescheidenheit hat das nicht viel zu tun und die empfiehlt uns unser Herr Jesus Christus. Unsere Lebensweise soll  "vornehm" im Sinne von anständig, ehrwürdig, fein, bescheiden, grundanständig, gut, rechtschaffen sein.

Hast du schon einmal daran gedacht, wenn sich deine Brustwarzen entzünden? Ich glaube mal gehört zu haben, dass das nicht ungefährlich sein soll, auch bei Männern nicht.


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Die ganzen Sekten buhlen um neue Mitglieder, keine sorgen, der bleibt freundlich zu dir. Aber raus musst du sie nehmen.

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Kommentar von stefanbluemchen
03.12.2016, 17:48

Bei uns geht es nicht um Quantität, sondern um Qualität. Wenn es uns nur um Mitglieder ginge, würden wir einige biblische Grundsätze verwässern, wie die großen Kirchen. Doch uns ist es wichtig, biblische Grundsätze so anzuwenden, wie sie wirklich zu verstehen sind. 

Buhlen tun so manch andere. Und was bedeutet eigentlich buhlen? Wikipedia gibt die Antwort. 

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Ich an deine Stelle würde NICHT mit deinem Bibellehrer über deine  Brustwarzenpiecings reden. Es ist deine freie Entscheidung Piecings zu tragen, aber wenn das denen nicht passt ,wirst du so lange dazu "belehrt " bis du selbst denkst ,dass Piercings zu haben ,eine riesen "Sünde" ist. So läuft das in Sekten.

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Frag ihn doch einfach mal, ob er dir stichhaltige Gründe nennen kann, die dagegen sprechen.

Er wird dich möglicherweise auf die Wachtturm Literatur verweisen. Dort steht, dass es letztendlich deine Entscheidung ist.

*** Erwachet 2000 8. 8. S. 18-19 Körperschmuck — die nötige Vernunft walten lassen ***
Tätowierungen, Piercings und Gewebeschnitte kannte man schon in biblischen Zeiten. Heidnische Völker pflegten solche Bräuche häufig in Verbindung mit ihrer Religion. Jehova verbot seinem Volk, jene Heiden nachzuahmen.
Christen stehen nicht unter dem mosaischen Gesetz. So verbleibt Christen innerhalb der Grenzen der Schicklichkeit ein gewisser Spielraum, wenn sie vor der Frage stehen, für welche Art Schmuck sie sich entscheiden sollen . Diese Freiheit ist allerdings nicht grenzenlos.
Körperschmuck wie Piercings oder Tätowierungen mögen zwar bei einigen beliebt sein, doch ein Christ sollte sich fragen: Wie würde man in der Gegend, wo ich wohne, auf einen solchen Schmuck reagieren? Würde man mich mit gewissen Randgruppen der Gesellschaft in Verbindung bringen? Wie würden sich meine Piercings oder meine Tätowierungen auf andere in der Versammlung auswirken, auch wenn mein Gewissen so etwas zuließe? Würden sie darin einen Ausdruck des ‘Geistes der Welt’ sehen? Könnten Zweifel daran aufkommen, daß ich ‘gesunden Sinnes’ bin? 
Mit bestimmten Arten der „Body-modification“ sind ernste gesundheitliche Risiken verbunden.  Piercingwunden mögen monatelang nicht heilen und in dieser Zeit starke Schmerzen verursachen. Es kann auch zu Blutvergiftung, Blutungen, Blutgerinnseln, Nervenschädigungen oder schweren Infektionen kommen. Unter Umständen hinterläßt das Piercen irreparable Narben.
Ob jemand dieses Risiko auf sich nimmt oder nicht, ist eine persönliche Entscheidung. Doch wer Gott gefallen möchte, ist sich dessen bewußt, was mit dem Christsein verbunden ist, nämlich sich Gott zur Verfügung zu stellen. Unsere Leiber sind lebendige Schlachtopfer, über die Gott verfügen kann. Christen betrachten ihren Körper daher nicht als ihr persönliches Eigentum, das sie nach Belieben beschädigen oder verunstalten können.
Wenn Christen ihre Denkkraft von der Bibel prägen lassen und wenn sie ihre Denkkraft gebrauchen, ist es ihnen möglich, die extremen, masochistischen Praktiken der Welt von sich zu weisen.

Hast du gemerkt, dass hier mit Suggestivfragen gearbeitet wird?

Diese Fragen dienen dazu, jemanden auf ganz subtile Weise der Denkweise der Religionsgemeinschaft anzupassen die nicht notwendigerweiser der Heiligen Schrift entspricht, anstatt seine eigene Denkkraft zu benutzen.

Du siehst also, dass man dir zwar die 'freie' Wahl lässt aber dennoch bestrebt ist, dich in eine bestimmte Form zu pressen.


P.S.  Achte mal bei deinem Studium auf solche Suggestivfragen. Du wirst überrascht sein, wie oft man mit solchen Methoden arbeitet ...


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Kommentar von juste55
25.11.2016, 08:25

Ich finde nicht, daß dies "Suggestivfragen" sind.

Eine Suggestivfrage beinhaltet eine Wertung, und das kann ich hier nicht feststellen.

Die Fragen regen zum Nachdenken an, um einen Standpunkt herauszufinden  und dazu, um jemand darauf vorzubereiten, sich auf gewisse Umstände einzustellen.

Dazu gehört auch, daß man bespricht, wie man sich angemessen in einem Versammlungssaal der Zeugen Jehovas kleidet. In Kirchen/ Moscheen gibt es auch "No-Goes", Badebekleidung, schulterfreie Kleidung usw. Daher sehe ich es in diesem Rahmen hier auch als überhaupt nicht außergewöhnlich an.

Eine Suggestivrage würde lauten: "Würdest du es nicht auch besser finden, daß....." ....., also alles fragen, die am Anfang schon eine Wertung in sich tragen!

Alles Gute für dich

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Och, der Religionslehrer wird darauf hoffen, dass du auch ein Zeuge wirst.

Also behandelt er dich nett und freundlich und rät dir, die Dinger entfernen zu lassen.

Soviel Leute in der Warteschlange haben die nicht - also: keine Angst!

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Kommentar von stefanbluemchen
03.12.2016, 18:01

Da bist du aber falsch informiert. Mit Sicherheit kommt sie während des Studiums selbst drauf. Und so läuft das fast immer bei uns ab. Die Interessierten sollenselbst erkennen, was Gott von uns erwartet. 

Die Menschen sollen keiner Organisation gehorchen, sondern freiwillig die Gebote Gottes befolgen. Anders wäre es Heuchelei. 

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