Pferd wurde in der Box getreten was nun?

5 Antworten

ein völlig unbegründeter verdacht, den du erst mal beweisen musst.

wir haben am stall 3 pferde mit spezialverschlüssen, bzw. zusätzlichen türsicherungen, da die wissen, wie man aufmacht. stellt man sie hinter eine tür mit einem andern verschlusssystem, tüfteln sie solange, bis sie raushaben, wie die tür aufgeht.

meist sind es die besitzer selber, die mit den sicherungssystemen für die türen schlampig umgehen.

wie sind eure türen denn gesichert? haken mit splint? riegel? doppelriegel? federhaken? ringschloss mit schlüssel aussen und spezialfeder innen (die einzigen, die abschliessbar sind), federhebel...? ich kenne noch etwa 8 andere systeme, von daher ist es schon wichtig zu wissen, das verschlusssystem zu kennen und ob das pferd mit dem kopf über die tür in die stallgasse kann oder nicht.

dann die frage - wo bist DU gewesen?

weder kann eine solche tür geräuschlos geöffnet werden noch ein pferd geräuschlos über die stallgasse in die nachbarbox gelangen. wenn die tür nicht zu war, hättest du das im vorbeigehen sehen müssen. und als du wiedergekommen bist, hätte dir die offene boxentür auffallen müssen. eine schiebetür ist recht laut beim öffnen. und eine "normale" boxentür geht immer nach aussen auf und die offene tür ist dann deutlich zu sehen, wenn man sich in der stallgasse aufhält.

deinen "vitafloor" musste ich übrigens erst mal googlen.

lange rede kurzer sinn - tierarzt bestellen und mit dem stallbesitzer reden. mit "das gibt sicher einen bluterguss" ist keinem geholfen. der tierarzt stellt fest, ob was passiert ist und der stallbesitzer übernimmt die rechnung dafür und eventuelle behandlung. das läuft im normalfall über die betriebshaftpflicht.

jetz gibt es jedoch ein grosses aber: dich trifft nämlich eine teilschuld. wenn sich futter inn der futterkrippe befindet, musst du die tür der box schliessen, auch wenn du die box nur kurz unbeaufsichtigt lässt, um dein pferd zu holen.

egal, ob jetzt der lohnsklave (sorry - der muss jetzt sein) oder die besitzerin des andern pferdes die tür nicht richtig geschlossen hat, wäre der unfall vermeidbar gewesen. zum einen hättest du bemerken müssen, dass die tür des andern pferdes offen ist, als du mit deinem pferd wiedergekommen bist, bzw. was hören müssen, zum andern war die tür zu eurer box offen, während du nicht da warst.

das offenlassen von boxentüren ist wohl eine der unarten, die kaum einem pferdebesitzer abzugewöhnen ist, obwohl es wirklich übelst ausgehen kann.

wenn ich jetzt recht überlege, wirst du wohl den tierarzt selber zahlen müssen. sprich mal mit dem stallbesitzer. vielleicht ist er kulant.

und wenn eigentlich nix passiert ist - warum dann die frage.

rein interessenhalber: warum mistest du selber - und warum ist das bei euch im stall erlaubt?

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo,

also "unbegründet" finde ich meinen Verdacht nicht, da es wie gesagt schon sehr oft vorkommt das Pferde z.B. direkt nach dem misten auf einmal auf dem Hof rumspazieren. Und es sind nicht immer die selben! Das Pferd hat keinen Besitzer auf dem Hof es wurde dem Stallbesitzer vor dem Kauf zur Verfügung gestellt und der war den ganzen Tag unterwegs. Ich habe es nichts gehört da mein Pferd beim Vitafloor in einem anderen Stalltrakt war, zumal ist die Box des anderen Pferdes nicht mal in Sichtweite, sondern am anderen ende von unserem Stalltrakt. Es handelt sich um eine Schiebetür welche wenn Eintreu an der Tür liegt nicht richtig einrastet, der Stallhelfer zieht aber nur einmal dran und wenns nicht einrastet ist es anscheinend nicht sein Problem....Selbst wenn er Pferde sieht die ausbrechen ist es Ihm egal, er hat dann keine Zeit . Gut das mit dem Futter ist ein Argument, jedoch finde ich es nicht Ok das der Stallhelfer so fahrlässig ist. Oder meinst du es ist normal das so gehandelt wird?

Ich miste selbst, da ich zuvor mit der Stallhygiene nicht zufrieden war. Zumal wird auch sehr spärlich Heu gefüttert. Und das mit den Türen. Da für den Besitzer die Materialkosten (Heu/Späne...) egal sind mache ich es nun selbst da es wohl wieder am Stallhelfer liegt.....Und ich bin die einzige die es komplett selbst macht, die anderen misten/füttern abends aber noch mal in den eigenen Boxen nach.

LG

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Der Stallbursche ist nicht Dein Ansprechpartner in diesem Fall.

Hier musst Du mit dem Verantwortlichen des Stalles, dem Vorgesetzten des Stallburschen reden. In der Regel ist dieser Haftpflichtversichert und muss für verursachte Schäden auch aufkommen.

Mein Tipp: Bleibe so sachlich wie möglich. Hysterie ist in dem Fall meist kontraproduktiv.

es gibt keine stallburschen.

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@ponyfliege

Da hast Du natürlich Recht - es ist eine abwertende, sehr altmodische Formulierung, die leider immer noch geläufig ist. In dem Fall habe ich das Wort der Fragestellerin aufgegriffen. Selbstverständlich sind er ein Stallhelfer, oder Stallmitarbeiter.

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@Sallyvita

merci ;))

wir haben auch keinen vitafloor. wie du sicher in meinem profil gesehen hast, legen wir unsere pferde zum lüften auf den reitplatzˆˆ

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Du solltest den Stallbesitzer ansprechen, das ist wirklich ein NoGo! Natürlich für dein Pferd, aber auch für das bzw. jedes andere Pferd. Ein Glück, dass deiner nicht ernsthaft verletzt wurde und ein Glück, dass das andere Pferd "nur" Fressen gegangen ist, aber auch das kann ja schlimme Folgen haben... Wie sehen es denn die anderen Pferdebesitzer? Ich wäre an deiner Stelle stinksauer und ehrlich gesagt noch saurer an Stelle des Besi, dessen Pferd spazieren gegangen ist. Das geht echt gar nicht! Der Stallbesi hat dafür Sorge zu tragen, dass die Pferde vernünftig verwahrt sind. Und wenn sein Personal das nicht hinkriegt, muss er sich was einfallen lassen.

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister

Wie soll denn eine Lösung aussehen?

Die kannst den Stallburschen abmahnen oder entlassen, denn es hat ja eine Pflichtverletzung stattgefunden.

Die Frage ist natürlich, ob du einen schnellen Ersatz bekommen würdest, der auch noch zuverlässig arbeitet.

Insofern ist ein Gespräch immer die bessere Wahl!

Vielleicht kann man auch die Boxen mit besseren Riegeln versehen, die auch der nachlässigste Bediener nicht losen lassen kann.

nee. sie kann niemand abmahnen oder entlassen. ihr gehört der stall nicht. und die pflichtverletzung ist lediglich eine vermutung.

weder ist eine boxentür lautlos, noch ein über die stallgasse laufendes pferd. sie hätte das pferd hören müssen und die eigene boxentür nicht offenlassen dürfen, wenn futter in der krippe ist.

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Was stellst du dir denn vor? Willst du vor Gericht?

Ansonsten rede mit dem Verantwortlichen, dass da nicht richtig zugeschlossen wird.

Ansonsten rede mit dem Verantwortlichen, dass da nicht richtig zugeschlossen wird.

Das ist aber nur eine Vermutung der FSin. Pferde sind durchaus in der Lage, einfache Zuhaltungen zu öffnen. Insofern wäre dein empfohlenes Gespräch das Einzige, was in Frage kommt.

Evt. verbunden mit der Bitte, andere Riegel anzubauen.

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@soissesnunmal

Ja. Und genau darum gehts. Um die Vermutung zu äußern. Schließlich zahlt man auch für so eine Unterbringung.

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@qugart

Du hattest es nur als Tatsache hingestellt, dass nicht abgeschlossen wurde.

nicht richtig zugeschlossen wird

Daher meine Anmerkung mit der "Selbstöffnungskraft" der Pferde.

Bin schon so viele Jahre auf Reiterhöfen unterwegs um zu wissen, dass aus manch von der anderen Seite (meist Hofbetreiber) falsch wahrgenommener Kommunikation ein Riesenwirbel bis hin zu Kündigung, Klage, Anbinden des Pferdes vor dem Hof u.s.w. entstehen kann.

Ansprechen ja, Anschuldigungen nein.

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@soissesnunmal

Wenn das Pferd das öffnen kann, wird nicht richtig zugeschlossen. Da kann mans ich das dann auch sparen.

Es geht nicht darum, dass da einer einen Fehler macht, sondern dass das Zuschließen nicht passt.

Nichts reininterpretieren, sondern nur das Geschriebene nehmen.

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@qugart

unser spezial"houdini" kriegt türen mit federriegel auf, die aussen angebracht sind. und diese türen gehen schwer auf, weil man gleichzeitig mit dem ziehen des riegels die ganze tür anheben muss. nachdem er das dritte mal morgens schon auf der weide stand, wurde eine zusätzliche sicherungskette mit einem feuerwehrkarabiner angebroacht.

wenn der karabiner geschlossen ist, versucht das pferd gar nicht erst, rauszukommen.

ist der karabiner nicht eingehängt, braucht der wallach nicht ganz 15 sekunden, um rauszukommen.

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@ponyfliege

Ändert halt eben nix am "dass da nicht richtig zugeschlossen wird".

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