Pferd steigt beim Longieren und beisst beim führen, wie kann ich das bestmöglich angewöhnen?

9 Antworten

Hey! Ich hatte ein ähnliches Problem. Meine Stute habe ich seit Mitte 2015. Sie hatte eine unschöne Vergangenheit. Wurde geschlagen & hatte eine wirklich dramatische Vergangenheit. Sie zeigte ihr Misstrauen in den Menschen indem Sie - wie dein Pony - schnappt, beißt und steigt. Aggressives Verhalten! Nun sind wir auf dem Weg der Besserung. Ich habe sowohl mit Homöopathie (Natrium Chloratum C30), als auch mit viel Freiarbeit gearbeitet. Homöopathie sollte nicht unterschätzt werden; du solltest jedoch wirklich einen Fachmann bzgl der Homöopathie hinzuziehen - wenn du mit diesem Gedanken spielst ;)

So aber nun zum anderen Punkt; Freiarbeit. Dein Pony hat meiner Meinung nach ein Dominanzproblem. Es sieht dich nicht wirklich als Chef an.... bzw. respektiert dich nicht. Meiner Meinung nach sollten Mensch und Pferd Partner sein && dennoch aufeinander achten und miteinander kommunizieren.

Ich begann mit Grundlagenarbeit. Hab sie auf unserem eingezäumten Reitplatz laufen lassen & mich mit der Longiergurt reingestellt. Sie ist sofort losgerannt, wollte sich mir widersetzen & weg von mir. Langsam habe ich begonnen Sie zu wenden (durch Körpersprache & Wechsel der Longiergerte). Viel Stimmlob & auch anderweitige Stimmkommando habe ich eingeführt. Wenn das klappt und du das Gefühl hast dei Pony hört dir zu (Beobachte das innere Ohr & seine Mimik und Gestik) kannst du dein Pony zu dir rufen. Oder aber du pariert dein Pony zum halten durch, streichelt es und holst es ab .... normal sollte dir dein Pony folgen. Wenn nicht, dann schick es wiedr weg. Irgendwann klappts!

Dann kannst du mit Bodenarbeit beginnen.

Bei meiner Stute habe ich sehr große Erfolge mit dieser Methode gemacht. Ich drück dir die Daumen, wenn du möchtest kannst Du dich gerne per Mail bei mir melden :)

mellimaus_@gmx.de

Viele grüße
Melli!

normal sollte dir dein Pony folgen. Wenn nicht, dann schick es wiedr weg. Irgendwann klappts!

Das nennt sich Join Up und ist psychischer Terror für ein Pferd.

Wenn das schief geht - und es wird schief gehen, weil du beim Hauspferd keinen Grund hast, sowas zu tun - dann wird dieses Pferd eine lange Zeit keinem Menschen mehr vertrauen. Willst du das?  

Diese Methode sagt dem Pferd "Entweder du ordnest dich mir bedingungslos unter oder du stirbst", denn das Pferd hat keinen Ausweg. Von wegen mit "das Pferd entscheidet selbst, ob es reinkommt", denn der Mensch hört ja nicht auf, wenn das Pferd sich dagegen entscheidet. Er schickt und scheucht so lange, bis es aufgibt.  

In der Natur machen Pferde sowas auch untereinander, das stimmt. Dann kannst du ja naturgetreu versuchen, sowas auf einer großen Weide zu machen. Da wirst du dann schon merken, dass wir keine Pferde sind und dass jedes Pferd einfach weggeht oder dich angreift, wenn du mit so einem Müll ankommst.  

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Huhu :) auf den Kommentar hin muss ich nochmals antworten, auch wenn die Diskussion schon länger her ist. Das sich das ganze Join-Up nennt weiß ich. vielen Dank ;) Allerdings achte ich auf meine Stute. hier kann ich nur meinen (!!!) Fall schildern. bei meiner Stute hat das wunderbar geklappt! Sie hatte anfangs überhaupt kein Vertrauen in den Menschen & das steigern wir von Tag zu Tag. Jeder Reiter/ Pferdemensch muss selbst wissen was für ihn und sein Pferd das Beste ist. und wir haben so den großen Durchbruch erzielt. die Stute schlägt nicht mehr, lässt sich longieren & akzeptiert mich im Umgang. sie lässt den Menschen an sich heran.... und das soll falsch sein??? :) es mag sein, dass es nicht richtig ist das Pferd bis in den Wahnsinn zu treiben - da stimme ich voll und ganz zu!! aber es kommt darauf an welche Grundeinstellung man zum PARTNER (!!) Pferd hat. &offensichtlich ist es nicht schief gelaufen.... ;) Gegenbeispiel - Das Problem bei der Reiterei ist: frag 10 Fachleute und du hörst 10 verschiedene Meinungen. Alle Methoden/ Techniken haben Vor-& Nachteile. Die Kunst ist sich das herauszuholen, was für einen selbst das Beste ist! :)

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&noch etwas :D in der Freibeuter (wie ich sie nenne) läuft sie mittlerweile um mich herum als hätte ich eine Longe in der Hand.... als wäre da eine unsichtbare Verbindung. sie reagiert prompt auf Stimmkommando & geht in alle 3 GGA. das allein ist ein Riesen Schritt! :) &ich bin froh, dass ich von einer Trainerin auf diesen Weg gebracht wurde :)

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Das mit dem Longieren.... ist schon ziemlich frech was dein Pony da macht. Ich hatte auch mal eine Zeit lang so ein Problemkind bei mir. Der wollte sich einfach nicht longieren lassen, hat aber dann auch des öfteren versucht nach mir und der Gerte zu treten, ist auch gestiegen und hat nur gebockt.. Ich hab dann kurzen Prozess gemacht, mir eine normale Gerte (Dressurgerte oder was auch immer, hauptsache nicht zu lang) geschnappt und an das Ende einfach ein paar Plastikmüllsäcke zurechtgeschnitten und daran befestigt.

Dann ging es ans Longieren. Wenn er brav gelaufen ist, habe ich ihn gelobt und mit ihm immer geredet. Hat er dann gebockt, getreten etc. habe ich mit dem Plastikfähnchen Druck gemacht - das ging dann ein paar mal so, bis er verstanden hat, dass er das nicht soll. Da hat er erstmal geschaut was das Ding denn ist und hatte keine Zeit mehr sich irgendeinen Blödsinn auszudenken.


Was das Führen und dabei schnappen angeht... ich würde sie da auch
mal ein klein wenig zurechtweisen. Das geht nicht und scheinbar machst
du nichts und sie schnappt grundlos. Klaps auf die Rübe und "Nein" o.Ä.
sagen.

Ich kann nur erzählen wie ich das gemacht habe und wie das Pony reagiert hat. Ob das bei deinem klappt weiß ich nicht oder ob du sowas überhaupt machen möchtest, da es ja nicht gerade sanft ist sag ich jetzt mal so, bleibt dir überlassen. Ich lasse meinen Pferden sowas nicht durchgehen, denn wenn man Pech hat, entwickelt sich in kürzester Zeit wirklich ein Problem, welches man nur schwer wieder gelöst bekommt. Mag evtl. für viele ziemlich hart oder falsch klingen, aber wenn mich ein Pferd schnappt, dann gibts sofort was auf die Rübe, das geht nicht und wird in keinster Weise toleriert. Würde das Pferd das bei einem anderen machen bekäme es auch sofort eine Ansage.



Huhu,

das Pony war schlicht weg völlig unerzogen und verzogen als es zu dir kam und du hast daran auch nichts geändert.

Ein Pferd dass gefährliche Unarten wie Treten, Beißen, Steigen etc entwickelt braucht in dem Moment sofort eine Zurechtweisung und eine angemessene Reaktion ohne dass der Mensch lange darüber nachdenken muss was er da tut. Da macht es KEINEN Unterschied ob es ein Shetty Wallach ist oder ein Andalusier Hengst.

Wenn du einfach das Feeling und die Erfahrung noch nicht hast, ist das Pony für sich noch einige Nummern zu hoch. Dann musst du entweder für euch beide das Kleine an jemand kompetentes abgeben, was bei Shettys aber immer schwierig und bestimmt auch nicht in deinem Wunsche ist, oder du suchst dir einen GUTEN Pferdemenschen, der euch beide unter die Arme greift und dir hilft dich berechenbar und konsequent zu verhalten. Wer selbst für das Pferd inkonsequent und unberechenbar ist (kuscheln - schlagen - anschreien als Reaktionen für quasi die selbe Handlung), kann auch nicht ein gut erzogenes berechenbares Pferd erwarten...

Es sind kaum Menschen von Anfang am mit dem richtigen Feeling ausgestattet, aber dafür gibt es Trainer und Stallkollegen, dessen Hilfe man dann suchen sollte.

Pferde erziehen kann man fast immer lernen, genau wie Longieren und Pferde korrigieren.

Liebe Grüße

Danke, keine Sorge wir haben seit 20 Jahren Pferde, und sie ist so, seit einem Unfall... ich habe das irgendwo auch in die Kommentare geschrieben... warte

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Meine Mutter kann auch longieren, (sie hat eine Trainer b Lizenz) und bei ihr ist es genau das selbe Theater!! Da läuft sie selbst bei mir besser! außerdem war sie schon immer sehr dominant und man müsste sich erstmal durchbeißen. Beim reiten ist ja alles gut, sie ist das liebste Pferd was ich bis jetzt unterm Sattel hatte, die Probleme sind am Boden, dort dominiert sie, wenn sie sich aufstellt. sie tritt nicht nach vorne, sondern stellt lediglich die Rangordnung in frage! Einen Trainer hatten wir mal hier, leider meinte dieser, er könne das Pferd longieren und alles gut und fein...
was ich vielleicht noch sagen sollte (ist mir grade eingefallen als ich unsere Nachbarin/ alte rl am Fenster vorbeilaufen sah):
sie hatte mal ein schlechtes Erlebnis an der Longe: erste reitstunde in der Halle, Pferd hat noch nie eine Halle gesehen, Rl meinte sie müsste das Pferd longieren, Pferd wurde nie longiert.
dann hat sie brutal mit der Gerte auf das Pferd eingeschlagen, bis ich unter Tränen dazwischen gerannt bin und die rl getreten habe (ich weiß, kein gutes Benehmen, aber die rl hat nicht aufgehört sie zu schlagen) ich bin dann mit dem Pony, welches sogar Striemen auf dem kompletten Körper hatte im strömenden Regen nach Hause (ca 5km) gelaufen.
Nun bin ich in einem anderen Reitverein und will mich langsam wieder an das Thema longieren antasten...
wegen dem führen: seit dem "Unfall" macht sie das erst... sie hasst es einfach am Strick oder Longe zu gehen... ich weiß echt nicht, was ich machen soll!!! Anderen Menschen gegenüber ist sie ja sogar noch aggressiver, wobei ich sage, dass sie aus Angst so aggressiv ist...

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@MissesMalfoy

Dann solltet ihr der Stute die Angst nehmen oder das Tier abgeben wenn´s gar nicht klappt. So, wie das jetzt läuft, obwohl deine Mutter RL ist, hat niemand einen Nutzen von der Sache.

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