Muss ich Menschen gegenüber tolerant sein, die anderen Menschen gegenüber nicht tolerant sind?

21 Antworten

Das ist wieder einer dieser Fragen, die viel zu allgemein gehalten sind. Es gibt nicht "die Toleranz" oder die "Intoleranz", sondern es gibt sehr unterschiedliche Formen, Auswirkungen und Abstufungen einer "Intoleranz". Manche kann man großzügig übersehen oder widerwillig akzeptieren. Andere findest du vielleicht schon so unerträglich, dass du in Protest gerätst, dich aber nicht so recht traust, weil du befürchtest, mit deiner Meinung alleine zu stehen. Und es gibt Verhaltens- oder Denkweisen, die dermaßen deine Gefühlswelt und deine Ethik entgegenstehen, dass du sie in keiner Weise dulden möchtest. 

Es gibt ja die alte Regel, dass die Freiheit des Einzelnen dort aufhört, wo das (Fehl-)verhalten die Freiheit der anderen mindert oder beeinträchtig. So ist es ähnlich auch mit der Intoleranz. 

Jene Formen der Intoleranz, die unsere Gesellschaft beeinträchtigen oder bedrohen, sollten wir bekämpfen. Darunter fallen die permanente Vorwürfe von Muslimische Seite, von Hassprediger und religiöser Fanatiker aller Couleur. 

Toleranz wird leider viel zu häufig mit Ignoranz oder Gleichgültigkeit verwechselt. Soll ich einem Jugendlichen gegenüber "tolerant" sein, der nicht zur Schule geht? So unter dem Motto: "er wird schon irgendwann zur Einsicht kommen"? oder "Ist nicht mein Kind"? 

Soll ich wegschauen, wenn ein Vater sein Sohn verprügelt, unter dem Motto: "Der hat mir ja nichts getan, also tue ich ihm auch nichts?"

Viele berechtigte Kritik an Missstände in Politik und Gesellschaft wird mit "Intoleranz" gleichgestellt, und ist somit hinderlich für einen rationalen politischen Diskurs. Das ist natürlich ein Totschlagrargument, und das muss man nicht tolerieren. 

Ignoriert jemand unsere gesellschaftliche Gepflogenheiten dadurch, dass er auf dem Bahnsteig ausspuckt, kann man das eklig finden und wegschauen. Man kann auch ein wenig weiterdenken: Tuberkulose ist wieder auf dem Vormarsch. Gerade diese unhygienische Gewohnheiten von vielen Menschen (ohne Unterschied wo sie herkommen) begünstigt die Verbreitung. Soll man nun tolerant sein? Schließlich hat der Typ mich nicht angespuckt, sondern nur der Bahnsteig getroffen? Oder soll man Verantwortung zeigen und so einen Menschen einfach ansprechen, und darauf hinweisen dass man sowas nicht machen sollte?

Die Bereiche Toleranz, Verantwortung, Politische Korrektheit, Feigheit und Aggression sind alle miteinander verwoben.

Ich gehe nach einem ganz einfachen Prinzip vor: was ich für bedenklich halte, spreche ich an. In jeder Umgebung, und ohne Unterschied der Person, Hautfarbe, Umgebung oder Situation. Es hat sich gezeigt, dass viele Menschen gar nicht wissen, warum wir sie als Intolerant empfinden, und was sie anders machen sollten. Aber nichts ist falscher als einfach wegschauen oder weghören.

Toleranz ist immer ausgeprägter innerhalb einer gesellschaftlichen Schicht, oder innerhalb einer ethnischen Gruppierung. Das sollte man beachten, wenn man sich von jemanden "intolerant" behandelt fühlt. Vielleicht macht er nur das, was in seinen Kreisen als richtig und normal gesehen wird. Auch da lasse ich das nicht einfach stehen, sondern kläre die Leute darüber auf, wie ich behandelt werden möchte, warum, und warum ich finde, dass sie umdenken sollten, wenn sie in unserem Land Akzeptanz finden wollen.

Zusammenfassend bin ich intolerant den Intoleranten gegenüber, genau wie in dem Buch: "Keine Toleranz den Intoleranten" von Alexander Kissler.

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Das was es mir schwer macht ist wenn allgemein von dem Muslim gesprochen wird. So wie es unmöglich ist allgemein von dem Christen zu sprechen. Gibt es christliche Sekten, die alles andere als friedfertig sind? Sicherlich, aber deshalb käme ich nicht auf die Idee alle Christen über einen Kamm zu scheren. 

Der Großteil der muslimischen Bevölkerung, wie ich ihn kennengelernt habe ist nicht auf Mord und Totschlag aus. Das ist nur ein kleiner Prozentsatz. Ansonsten sind das halt eben auch nur Menschen, wie du und ich - im Schnitt nicht viel besser und viel schlechter. Natürlich muss und sollte man gegen Hassprediger vorgehen - keine Frage, aber das löst nicht die wesentlichen Probleme. Es ist kein einfaches Problem. Und eine einfache Lösung wie Grenzen dicht - ist Wasser auf die Mühlen vom IS. Was würdest du sagen, was passiert, wenn der IS mit dem Finger auf den Westen zeigen kann und dann zu Recht sagen darf, schaut her der Westen lässt euch im Stich. 

Der Terror ist schlimm keine Frage, aber ich denke im Schnitt sind durch die Aufnahme von Flüchtlingen mehr Menschen gerettet worden, andernfalls wären mehr gestorben und die Rechnung ein "deutsches" Menschenleben ist mehr wert als ein meinetwegen "syrisches" bin ich nicht bereit zu machen.

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@wadfsdfasdfa

"Der Muslim" kommt in der ganzen Antwort nicht vor. Wenn ich "von muslimischer Seite schreibe" ist das nicht deckungsgleich, sondern bezieht sich auf die vielen Sprecher der jeweiligen Moscheen, Islamverbänden, Jugendbetreuer etc. die sich permanent als Opfer gerieren, und nicht mit Vorwürfen und Intoleranz geizen. "Der Muslim" gibt es ebenso wenig wie "Der Russe", "Der Pole", "Der Jude" oder "Der Deutsche". Aber es gibt eine viele klar formulierte Stellungnahmen von Seiten der Imamen und andere Vertreter der Muslime die ständig Toleranz einfordern, während sie selber ihre Anhänger aufrufen, sich ja nicht "mit den Ungläubigen ein zu machen". Sie leben die Intoleranz, wollen aber mit Toleranz und Wohlwollen überschüttet werden.

Lese mal von Constantin Schreiber "Inside Islam", dann wirst du verstehen was ich meine. 

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@Schwervelke

Natürlich boomen in Zeiten der Flüchtlingskrise Bücher die den Angst vor dem Islam schüren und natürlich gibt es danach "aufgeklärte" Menschen, die wissen wie schlimm der Islam ist. 

Im Mittelalter hätten sich auch Bücher ganz gut verkauft mit dem Thema die Juden haben unsere Brunnen vergiftet - Rabbi stiftet Unfrieden an.

Aber ich war schon vor dem ganzen arabischen Frühling in z.B. Syrien und habe mit den Menschen dort gelebt und ich wurde freundlich aufgenommen und ich wurde auch nicht versuchst zu bekehren oder sonst etwas in die Richtung. Warum sollen Menschen die in ihrem Land friedlich leben, die froh sind wenn ein paar in der Familie Arbeit haben um den Rest der Familie versorgen können, plötzlich zu Ungeheuern werden, sobald sie die deutsche Grenze übertreten. Diese Menschen kommen nicht um Deutschland zu islamisieren, sondern sie fliehen vor dem Krieg, warum sonst sind sie denn vor dem islamischen Frühling nicht geflohen? 

Wie gesagt, ich sage nicht, dass man bei Hass-Predigern wegschauen sollte oder Straftaten tolerieren. Aber mit geschlossenen Armen und der Botschaft ihr seid hier nicht willkommen, treibst du Flüchtlinge sicherlich in eine Richtung. Stelle dir vor in ganz Europa wäre Krieg und wir würden in die Türkei fliehen müssen. Und dann würdest du in der Türkei allgemein als der kriminelle Deutsche gesehen, der die anderen Völker ausgebeutet hatte und die Hälfte der Bevölkerung gibt dir zu verstehen, "Ihr seid hier nicht willkommen.". Dazu werden noch fleißig Bücher geschrieben wie Deutschland mit seiner egoistischen Export Politik ganz Europa in die Knie gezwungen hat und wütende Türken, die solche Bücher lesen und danach ganz "aufgeklärt" sind.

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@wadfsdfasdfa

Wie gesagt, ich sage nicht, dass man bei Hass-Predigern wegschauen sollte oder Straftaten tolerieren.

Das ist der wesentliche Satz in dem ganzen Kommentar. Alles andere ist am Thema vorbei, es sei denn, du möchtest das Thema "Islam und Ausländer im Allgemeinen" besprechen, aber das ist ein weites Feld.

Das Buch von Schreiber schürt keine Angst vor dem Islam. Es beinhaltet die Predigte der Imame, und daraus kann man deutlich entnehmen dass in manchen Moscheen die Nähe zur deutschen Bevölkerung als "nicht wünschenswert" gesehen wird. Es gibt einfach weitere Indizien dafür, dass die Integration von vielen Muslime gar nicht erwünscht ist. Wer sich aber nicht integrieren und anpassen möchte, muss sich auch nicht wundern, wenn er nicht dauerhaft willkommen ist. 

Aber die Frage die du gestellt hast, war eine andere, und die habe ich beantwortet.

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@Schwervelke

 Wer sich aber nicht integrieren und anpassen möchte, muss sich auch nicht wundern, wenn er nicht dauerhaft willkommen ist. 

Woher weißt du das, weil es in deinem Buch steht? Und was genau heißt anpassen? Die deutsche Sprache lernen? Wer versteckt sich hinter diesem anonymen "wer" - na gut ich kann mir gut vorstellen 3% der Flüchtlinge - 97% haben erstmal andere Sorgen... Hast du mal persönlich mit den Menschen gesprochen und hast sie gefragt - ihr seid also die Menschen, die sich nicht integrieren wollen - ihr seid also nur die Menschen, die die Hand auf halten wollen? Die Menschen, die nicht arbeiten wollen? So ungefähr - und ach ja ihr wollt das so weil ihr das in den Moscheen gesagt bekommt?  

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@wadfsdfasdfa

"hast du mal persönlich... etc"  

Ja, habe ich, und zwar sehr oft. Angefangen bei meiner Libanesisch-Shiitischen Nachbarin, die meinem Mann nicht die Hand reichen darf, und ihre 11-jährige Tochter ein Kopftuch aufzwängt, über "meine" Flüchtlinge, die vieles berichten, bishin zu den Leuten die in der Deutsch-Arabischen Gesellschaft tätig sind, zu den viele Geschäftsleuten die in beiden Kulturen zu Hause sind, zu den Beamten von Polizei und Finanzbehörde, und den Sozialarbeiter in einige Großstädten.  Ich würde mich hier nicht äußern, wenn ich nicht weiss, wovon ich rede. 

Was "anpassen" heisst ist auch ganz einfach: so zu leben, zu reden, und sich zu benehmen, dass man kein Aufsehen erregt. 

Davon ist man was die Menschen mit Migrationshintergrund angeht, aus welchem Grund sie auch gekommen sind und egal wie lange sie in Deutschland verweilen, noch Lichtjahre entfernt.

Natürlich kenne ich viele "nicht-ethnische Deutsche" die perfekt assimiliert sind, und nur wenn man sie zu Hause besucht, kann man noch an einzelnen Einrichtungsgegenständen erkennen, dass sie mal aus Georgien, Iran, Marokko oder sonstwo gekommen sind, aber nicht am Verhalten, Lebenseinstellungen oder gar an der Sprache. Aber man kann nicht die eine mit der andere Gruppe verrechnen. Die gut integrierte Leute haben nichts mehr gemeinsam mit all jenen die hier nicht reinpassen, und sich nicht einfügen wollen. 

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@Schwervelke

Also sagst du das Kopftuch sollte verboten werden, oder sagst du jeder sollte selbst entscheiden dürfen ob er ein Kopftuch trägt?

Was "anpassen" heisst ist auch ganz einfach: so zu leben, zu reden, und sich zu benehmen, dass man kein Aufsehen erregt. 

Aber wie sollen denn Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen erstmal kein Aufsehen erregen? Natürlich erregt es aufsehen, wenn für eine Million Menschen Unterkünfte gefunden werden müssen, dass liegt doch auf der Hand. Natürlich wird es Problemfälle geben, auch das liegt ja auf der Hand.  

"Die meinem Mann nicht die Hand reichen darf, und ihre 11-jährige Tochter ein Kopftuch aufzwängt, über "meine" Flüchtlinge, die vieles berichten ..."

Streng religöse Menschen haben in meinen Augen häufig komische Ansichten, dennoch ist das nicht der z.B. Durchschnittsyrer, wo ich selbst mehr und mehr eine Lockerung in der Gesellschaft beobachten konnte (vor dem Krieg). Es war keineswegs so, dass selbst innerhalb Syriens alle Mädchen ein Kopftuch tragen mussten. Und ich kenne viele Menschen mit Migrationshintergrund die überhaupt kein Problem damit haben, wenn du einem ihrer Kinder die Hand reichst. 

Ich finde es gut wenn dank Deutschland wenigstens ein paar Menschen dem elend entfliehen konnten. Selbst etwas religiöseren Menschen mit etwas weltfremden Ansichten wünsche ich kein Kriegselend. Ich habe auch kein Problem damit wenn Menschen durch ein Kopftuch auffallen - d.h. für mich nichts erstmal mit Integration zu tun, sondern ist vollkommen ok, so lange diese Menschen keine Straftaten begehen und nicht die Intention haben jemanden zu schaden.

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@wadfsdfasdfa

Du hast die Frage falsch formuliert. Es hätte heißen sollen "Wollt Ihr euch mit mir über die Vorzüge der Normalbürger unterhalten die hier als Flüchtlinge hergekommen sind und kein bisschen anders sind als ich?" 

Aber du hast nach der Toleranz und der Intoleranz gefragt. Und ich finde nicht, dass wir Menschen in unserer Gesellschaft mit Freundlichkeit, Wohlwollen, Großzügigkeit und Respekt empfangen und unterstützen sollen, die durch ihr Verhalten oder auch direkt verbal kundtun, dass sie hier maximal in einer Parallelwelt leben wollen, und außer unsere "Goodies" nichts von uns wissen wollen. Und davon gibt es viel zu viele.

Ich habe viele Jahren in "Eliteschulen" (böses Wort für eine schöne Sache) gearbeitet. Als ich plötzlich Gewissensbisse bekam, weil ich meine Arbeit und Talente nur zur Förderung jener, die ohnehin auf der Sonnenseite leben, nutze, habe ich angefangen in Berlin in einer "Brennpunktschule" zu arbeiten. Das hat mein Weltbild sehr nachhaltig verändert. Gehe doch mal selber hin, und zähle, wie oft am Tage Deutsche Schüler von den ach so integrationsbereite Ausländer als "Schweinefresser" oder noch ein paar üblere Begriffe beschimpft werden. Wo bärtige Muslime sich beim Schulleiter beschweren weil eine Frau ihr Prinzensöhnchen unterrichtet, und kein beschnittener Mann. Wo Spenden an die Schule gemacht werden, mit dem Vermerk: "Nur für Allah's Knechten". Das nenne ich Intoleranz. Und das toleriere ich nicht. 

Wer sich hier anpasst, arbeitet, Steuern zahlt, und nicht weiter auffällt, dem soll es gut gehen, genauso wie es mir hier als Ausländer gut gegangen ist. 

Diesen ständigen Hinweis auf die Normalität der Bevölkerung in Syrien nützt hier wenig. Die Syrier sind ja in der Minderheit bei den Zugezogenen (eine Fakt übrigens, worüber sich meine Syrische Flüchtlinge am meisten empören, denn sie fragen sich was all die anderen hier wollen, die aus Gegenden kommen wo gar keinen Krieg ist). Aber frage doch mal ein einfacher Streifenpolizist auf der Straße, mit welchen Leuten er am Tage die meiste Plage hat.


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@Schwervelke

Du hast die Frage falsch formuliert. Es hätte heißen sollen "Wollt Ihr euch mit mir über die Vorzüge der Normalbürger unterhalten die hier als Flüchtlinge hergekommen sind und kein bisschen anders sind als ich?" 
 

Ist es so schlimm das unsere jetzige Diskussion etwas über die eigentliche Fragestellung hinausgeht - ich dachte das wäre ok und würde dir nicht soviel Probleme bereiten (deswegen bin ich nicht mehr weiter darauf eingegangen Sie Kleingeist :P )- aber nur um das hier mal ganz klar zu sagen - ich weiß, dass wir über die Fragestellung hinausgehen und zweitens wehre ich mich gegen deine ironische Umschreibung meiner Frage, so etwas habe ich nicht behauptet und wenn du genau liest, bist du diejenige die Integration so definiert hat - dass Bürger nur integriert werden können - wenn sie "genau gleich" sind was sonst heißt denn er oder sie hat in ihrer Wohnung ein oder zwei Gegenstände die aus ihrer Heimat sind und sonst sieht es dort genauso aus wie in einer guten bürgerlichen Wohnung.

Das hat mein Weltbild sehr nachhaltig verändert. Gehe doch mal selber hin, und zähle, wie oft am Tage Deutsche Schüler von den ach so integrationsbereite Ausländer als "Schweinefresser" oder noch ein paar üblere Begriffe beschimpft werden. Wo bärtige Muslime sich beim Schulleiter beschweren weil eine Frau ihr Prinzensöhnchen unterrichtet, und kein beschnittener Mann. Wo Spenden an die Schule gemacht werden, mit dem Vermerk: "Nur für Allah's Knechten". Das nenne ich Intoleranz. Und das toleriere ich nicht

Ja so etwas ist nicht zu tolerieren. Da gebe ich dir recht. Aber Brennpunktschulen waren schon oft vorher problematisch oder etwa nicht - ich habe schon von Erfahrungen gehört mit Drogen, Waffen etc. und das auch vor der Flüchtlingskrise. 

Woher beziehst du deine Fakten? Wir haben ziemlich viele Syrer https://de.statista.com/statistik/daten/studie/463384/umfrage/auslaender-aus-syrien-in-deutschland/

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Eine Toleranz hat jeder. Manche eine hohe, manche eine niedrige. Ob jemand als tolerant empfunden wird, hängt von der eigenen Toleranz ab.

Bei dem Thema gibt es kein Müssen.

Eine große Frage ist, wie sich die Intoleranz äußern würde. Jemanden ohne ihn zu beleidigen seine Meinung zu sagen ist denke ich immer in Ordnung. Optimal wäre natürlich eine Begründung.
Lästern, Gewalt, Intrige, usw. sind natürlich nicht in Ordnung, eigentlich sogar unabhängig vom Thema.

Du musst gar nichts. Du gehörst nur dir selbst. Demzufolge kann dir niemand vorschreiben wer oder was dir gefällt oder eben nicht.

Zumindest, wenn es darum geht, nicht das Gesetz zu brechen, anderen psychisch/physisch weh zu tun oder hetzerisch/verleumdend zu sein. Wobei hier, wie bei dem ganzen Thema "Toleranz", jeder seine eigenen Maßstäbe setzt. Ich bin ohnehin der Meinung, dass je offener diskutiert wird, desto eher kommt es zur Aufklärung. Egal in welchem Bereich. Doch solange Lügner und Heuchler auf Händen getragen werden und ehrliche und offene Menschen verachtet werden und solange es, ich nenne es immer "pseudotolerante" Menschen gibt, die anderen sofort etwas unterstellen, was vielleicht nicht einmal tatsächlich so ist, bzw. aggressiv ihre eigene Meinung durchsetzen wollen, sich eigentlich sogar selbst auf die Stufe des "Feindes" begeben und selbst nicht die Toleranz gegenüber anderen Meinungen aufbringen können, so lange bleibt vieles unaufgeklärt und Hetze - egal von welcher Seite aus, falsche Gedanken, uvm. bleibt weiterhin bestehen... Ich glaube, das war jetzt der längste Satz, den je einer sah. =D

Das größte Problem ist meiner Meinung nach die Offen- und Unvoreingenommenheit. Auch muss man nicht immer einer Meinung sein. Etwas, das Toleranz voraussetzt.

"Toleranz" ist ein Thema, das wie auch bei so vielen anderen Dingen im Leben, wie zum Beispiel Empathie, Loyalität, Respekt, uvm. Gegenseitigkeit voraussetzt, um zu funktionieren. Natürlich sollte nicht vergessen werden, dass niemand perfekt ist und auch mal Fehler begeht. Das Thema "Toleranz" erinnert mich irgendwie auch immer wieder an das Thema "gute Taten". Die einen tun Gutes, weil es ihnen Spaß macht, sie anderen wirklich helfen möchten und es genau dadurch für sie selbstverständlich ist und deshalb nicht darüber sprechen. Die anderen, um nach Lorbeeren zu suchen. Genau diese Menschen werden dann auch noch gefeiert. Dabei wird immer wieder vergessen: Nicht jeder Mensch ist wirklich das, was er vorgibt. 

Einen Menschen muss man immer erst richtig kennen, um wirklich urteilen zu können.

LG Hyäne :-)

Rassismus gegen Homosexuelle

In letzter Zeit ist mir wieder öfter aufgefallen dass es (Zumindest wo ich wohne) immer häufiger Menschen gibt die Homosexuelle abgöttisch hassen und die alles Tun würden um sie zu vertreiben.. Eigentlich sollte es genau andersrum sein - dass sie toleranter werden.. Solchen Leuten wie denen würde ich am liebsten eine Reinhauen.. Nicht weil ich was gegen die selber habe,sondern gegen deren Meinung.. Wie auch immer.. Meine Eigentliche Frage:

Gibt es bei euch auch solche Fälle? Zum Beispiel das Leute Schwul/Gay als Schimpfwort benutzen? Und wie tolerant seit ihr gegenüber Homosexuellen?

(Ich finde man muss keine extra Tolerant gegenüber Homosexuellen aufbringen - denn sie sind genauso Menschen wie du und ich.. Mir ist nur momentan kein Besseres Wort eingefallen..Und "Wie findet ihr Homosexuelle" wäre ja noch schlimmer gewesen.

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