Muss ich Menschen gegenüber tolerant sein, die anderen Menschen gegenüber nicht tolerant sind?

26 Antworten

Jetzt mehr Selbstliebe und Selbstakzeptanz du hast, desto mehr innere Stärke hast du entwickelt und desto leichter fällt es dir andere Menschen und ihr Verhalten zu tolerieren.

Solange du noch unverarbeitete (Eltern-) Konflikte in dir trägst, lässt du dich leicht du das Verhalten anderer triggern. Vielleicht hast du auch mal erlebt, dass einem anderen Menschen Schaden zugefügt wurde und hast dir geschworen, dass du so ein Verhalten rächen wirst (als Beispiel). Dann kann es sein, dass du jedes Mal, wenn du mit so einem Verhalten konfrontiert wirst, in Aktion trittst.

Da deine Frage recht kurz gehalten ist, werde ich meine Antwort nicht weiter ausführen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Sozialpädagogik - Berufserfahrung

Hallo,

Toleranz gegenüber Mitmenschen ist eine gute Einstellung, die aber ganz sicher auch Grenzen kennt. Die Ausgangssituation dürfte mit entscheidend sein um die eigene Toleranzgrenze dazu richtig bzw. entsprechend  einzuordnen.

Nicht immer fällt diese Eigenschaft auf fruchtbaren Boden!

Muss ich jemandem organe spenden, der seine organe selbst nicht spenden würde? Du sollt tolerant sein, von dir aus, weil du tolerant sein willst, wenn nicht, dann ist es auch deine sache, aber triff entscheidungen für dich persönlich! Stell dir vor du bist anderen gegenüber nicht tolerant, weil sie nicht tolerant sind, würden andere nach deiner logik handeln, würden sie auch intolerant dir gegenüber sein, weil du intolerant anderen gegenüber bist und es wäre auch zulässig! Denk drüber nach, was es für ein kreislauf wäre! Lg

Grüß Dich wadfsdfasdfa

Toleranz ist was Gutes und der Mensch sollte eher seine Toleranzgrenzen weit stecken als zu eng. Das muss von Fall zu Fall entschieden werden. Aber natürlich hat Toleranz auch seine Grenzen. Wenn Du etwas tolerierst das gegen die Freiheit, die Menschenrechte oder unser Grundgesetz gerichtet ist, dann ist das Gleichgültigkeit. Das fügt schwereen Schaden zu. Jedenfalls ist das bei einzelnen Menschen oder Menschengruppen oder innerhalb des Volkes so.

Auf politischer Ebene für das Ausland gilt selbstverständlich das Gleiche, aber es gibt einen Unterschied. Da wir alle voneinander abhängig sind und manches Verhaltens zwar beim Strafgerichtshof für Menschenrechte einklagbar aber eben noch lange nicht sanktionierbar ist, sind hier Grenzen gesetzt. Zusätzlich ist es so, das wir Handel untereinander brauchen und Handel ist eine Brücke zwischen Völkern, das war schon immer so und wird es bleiben.

Nicht jedes Volk hat die Ressourcen, um sich weiterzuentwickeln oder den Wohlstand zu wahren und daher Waren von woanderswo benötigt. Da kann man natürlich versuchen dort wo es geht das national zu ändern, um die Eigenständigkeit zu behalten, aber das geht eben nicht immer so. Bei manchen Waren sind wir untereinander sehr abhängig und wenn gerade dieses Land von dem wir die Waren dringend benötigen die Menschenrechte bricht, dann muss es selbstverständlich angesprochen werden. Nur wenn das beleidigt ist, obwohl man die diplomatischen Höflichkeiten wahrte, dann kann es geschehen, das die Waren nicht mehr geliefert werden. Insofern muss miteinander geredet werden und der Handel sollte, wenn es irgendwie geht, nicht unterbrochen werden.

Es ist wohlfeil zu sagen, mit Menschenrechtsunterdrückern und einen verbrecherischen System muss der Handel eingestellt werden, sollte nicht mehr geredet werden. Die Folgen sind schwer zu handhaben. Solange wir nicht abhängg sind, geht das. Andererseits ist es aber auch so, das wir alle untereinander abhängig sind und andere Völker sich dieselben Fragen stellen müssen auf Dauer.

Hier sind die Toleranzgrenzen doch anders zu interpretieren. Handel kann daher durchaus langfristig dazu führen, das solche Völker bzw. ihre Vertreter ihre Toleranzgrenzen zwangsweise erweitern oder zumindest ändern müssen und so innenpolitisch aufgeweicht werden.

Manchmal jedoch kann man über den Handel ein Regime sanktionieren, auch finanziell boykottieren, was natürlich auch für die Heimat Folgen hat und meist funktioniert das nicht richtig. Die anderen unterdrücken lieber das eigene Volk als sich zu beugen.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Wissenschftl. Buchstudium, Weiterbildung, Eigene Erfahrung

Ja, man sollte das zumindest versuchen. Man sollte selber als gutes Beispiel vorangehen. Wenn man möchte, dass sich Menschen ebenfalls auf eine bestimmte Art und Weise benehmen, muss man der erste sein, der sich selbst so benimmt.
Positives Benehmen kann auch auf andere abfärben.
Und wenn ich Toleranz für das eigene Benehmen oder Denken einfordere, muss ich auch anderen Toleranz für ihr Benehmen und Denken zugestehen. Sonst ist es Doppelmoral und verheuchelt.

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