Mit Realschulabschluss zu Havard?

13 Antworten

Das Ziel ist zwar ehrgeizig, aber ich möchte dich dazu ermutigen.

Ich habe nach meinem Realschulabschluss (2005, BaWü, 1,5) ebenfalls die allgemeine Hochschulreife an einem Wirtschaftsgymnasium (2008, BaWü, 1,3) gemacht - relativ gut für jene Zeiten. Mit etwas mehr Ehrgeiz wäre sicher noch was drin gewesen, aber da mein damaliger Berufswunsch der gehobene Dienst bei der Polizei war, reichte der Schnitt vollkommen aus (inzwischen habe ich mich über die Testfahrerei in der Automobilentwicklung zum Nanophysiker in der Computerchipindustrie durchgeschlängelt, so "schlecht" wie bei der mittleren Reife war mein Schnitt nie wieder. Die Polizei hat mich zu spät zum Aufnahmetest eingeladen, sodass andere Zusagen vorher da waren).

Soll heißen: Selbst mit relativ niedrig gesteckten Zielen ist es bei entsprechender Begabung möglich, sich beim Abi im Vergleich zum Realschulabschluss zu steigern. Behalte dein Ziel vor Augen, egal, was die anderen sagen und bleib flexibel, wenn's mit Harvard nicht klappt. Je nachdem, was du studieren willst, ist vielleicht eine Uni Heidelberg oder ein KIT gar nicht so viel schlechter.

Was die Empfehlungsschreiben angeht: Wichtig sind die Lehrer auf der Oberstufe. Häng' dich ins Zeug und zeige ihnen durch deine Leistung, dass du so eine Empfehlung verdienst. Da man für viele Unis oder Stipendien Empfehlungsschreiben braucht, sollte es die Lehrer nicht kümmern, ob dein Ziel die Studienstiftung des deutschen Volkes oder die Harvard University ist. Es wird garantiert Lehrer geben, die dich darin unterstützen, wenn sie merken, dass dein Ziel nicht einfach so eine Laune ist.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Noten sind in Harvard gar nicht das entscheidende. Der Großteil der Bewerbung (ich habe mich dieses Jahr erfolgreich beworben) sind Sachen die du über die Schule hinaus erreicht hast. Mit 1,0 Abi, volle Punktzahl in den amerikanischen SAT Tests und co , hatte ich nicht mal die halbe Bewerbung ausgefüllt. Du musst alle Erfolge in Wettbewerbe und Olympiaden, am besten internationale, aufzählen (hast du überhaupt welche?) , sportliche, künstlerische, oder musikalische Erfolge, ein paar Stipendien und grants gesammelt haben, Ehrenämter aufweisen können, komoetitive praktika , und für Naturwissenschaften am besten schon in Forschung involviert, publiziert haben.

viel Glück ;)

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Die Eingangsvoraussetzungen sind öffentlich. Da sieht es für Dich schlecht aus. https://www.thoughtco.com/harvard-university-admissions-787621

Zu sagen "Ich bin aber intelligenter als meine Noten!", das reicht da einfach nicht.

Du hast mit Deinem Lebenslauf am ehesten Chancen, wenn Du jetzt auf eine deutsche Uni gehst, die ein Partnerprogramm mit Harvard hat und Du auf dieser Uni dann voll überzeugst. Dann kannst Du vielleicht als Austauschstudent nach Harvard. Und eventuell kannst Du dabei dann sehen, ob es reicht, um in Harvard zu bleiben.

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