Missonierung an der Haustür?

20 Antworten

Hallo itsgreat,

da die Frage nach der Legalität mehrmals beantwortet worden ist, möchte ich auf Deine erweiterte Frage eingehen, was wir davon halten und ob der Dienst der Zeugen Jehovas von Haus-zu-Haus verboten werden sollte.

Ich bin selbst ein Zeuge Jehovas und so erhältst Du Informationen aus erster Hand. Erst einmal möchte ich dazu grundsätzlich sagen, dass wir nicht den Eindruck erwecken wollen, irgendjemandem lästig zu sein. Wenn jemand seine ablehnende Haltung zum Ausdruck bringt und keine Unterhaltung wünscht, verabschieden wir uns schnell wieder. Auch respektieren wir die religiösen Anschauungen der anderen und versuchen in keiner Weise, ihnen die unsrigen aufzudrängen. Dass dennoch der Eindruck einer gewissen Hartnäckigkeit entsteht, liegt wohl daran, dass wir in gewissen Zeitabständen immer wieder kommen. Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum Jehovas Zeugen (JZ) so viel Ausdauer besitzen? Warum lassen sie die Leute nicht einfach in Frieden?

Dahinter stecken in der Hauptsache zwei Gründe: Zum einen sind wir an jedem Einzelnen persönlich interessiert und zum anderen kommen wir damit einem wichtigen Auftrag nach, den Jesus Christus seinen Jüngern gegeben hat. Er sagte zu ihnen: "In welche Stadt oder welches Dorf ihr auch hineingeht, da forscht nach, wer [es] darin verdient, und haltet euch dort auf, bis ihr weggeht. Wenn ihr in das Haus eintretet, so grüßt die Hausgenossen;   und wenn das Haus [es] verdient, so komme der Frieden darauf, den ihr ihm wünscht" (Matthäus 10:11-13). Wenn Jesus davon sprach, dass sie "danach forschen sollten", dann lässt das auf eine gewisse Gründlichkeit schließen. Mit der gleichen Gründlichkeit gehen auch JZ heute vor, wenn sie von Haus-zu-Haus gehen. Zwangsläufig stoßen sie dabei auf Menschen, die von der Botschaft, die sie ihnen überbringen wollen, absolut nichts wissen wollen. Das hält sie jedoch nicht davon ab, weiterhin nach Menschen zu suchen, die ernsthaft an der Bibel interessiert sind.

Dass der Dienst von Haus-zu-Haus biblisch ist und von den ersten Christen ebenfalls praktiziert wurde, zeigt auch folgende Aussage: "Und jeden Tag fuhren sie im Tempel und von Haus zu Haus ununterbrochen fort, zu lehren und die gute Botschaft über den Christus, Jesus, zu verkündigen (Apostelgeschichte 5:42). Ist es denn heutzutage überhaupt noch nötig, eine "gute Botschaft über den Christus" zu predigen, wenn doch Jesus schon so gut bekannt ist und viele an ihn glauben?

Es stimmt schon, Jesus ist für viele ein Begriff und viele erkennen ihn auch als den Sohn Gottes an. Doch frage Dich einmal: Schließt nicht echter christlicher Glaube mehr ein, als nur daran zu glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist und dass er für uns Menschen gestorben ist? Was sagte denn Jesus immer dann, wenn er einen neuen Jünger berief? Er sagte: "Komm, folge mir nach!". Es geht also um die echte Nachfolge Jesu. Jemand, der Jesus nachfolgt, bemüht sich im Grunde darum, ebenso wie Jesus, das Tun des Willens Gottes zum Mittelpunkt seines Lebens zu machen. Das schloss für ihn zum einen die Verkündigung der "Guten Botschaft" und zum anderen das echte Interesse am Wohl der Menschen ein. Der Apostel Petrus beschrieb einmal, wie wichtig es für einen Christen ist, Jesus genau nachzuahmen, als er schrieb: "  In der Tat, zu diesem [Lauf] wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt" (1. Petrus 2:21).

Wenn JZ also Besuche bei ihren Mitmenschen machen, dann dienen diese Besuche hauptsächlich zu dem Zweck, Menschen zu helfen zu verstehen, was die Nachfolge Jesu wirklich bedeutet und ihnen anhand des Wortes Gottes den Weg zu zeigen, ein echter Jünger Jesu Christi zu werden.

LG Philipp

Ich glaube hier versuchst du dich dafür zu rechtfertigen, dass du als Anhänger der WTG-Sekte deine Feldstunden erbringen musst, um dir den Einzug in die neue Welt zu verdienen. Und wenn du auf diese Weise viele von der IRRLEHRE der WTG überzeugst, dann sagt für die WTG, dass du auf dem besten Weg dazu bist.

Aber die Bibel, außer die NWÜ, sagt etwas anderes.

Und aus diesem Grunde tust du mir leid, weil am Ende deines irdischen Lebens, ist nicht alles aus, sondern es folgt die bittere Erkenntnis, "Ich habe geirrt um den Preis meiner Seele".

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Warum lassen sie die Leute nicht einfach in Frieden?

Das ist eine gute Frage von dir. Die stelle ich mir seit Jahrzehnten, als die ZJ das erste mal geklingelt haben. :-))

Ich bin ein friedfertiger Mensch und hasse Konfrontation. Ich habe sie mehrfach freundlich geben nicht mehr zu klingeln.

Wetten das sie in 4 Wochen wieder vor der Tür stehen? :-((

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@Gerhard040545

Wenn Du nicht besucht werden willst, dann bitte sie darum, sich Deine Adresse zu notieren, damit auch andere, die in Deiner Wohngegend unterwegs sind, darüber informiert werden und Deinen Wunsch beachten.

Nach meiner Erfahrung klappt das in der Regel sehr gut. Manchmal wird trotz einer Notiz, die in unseren Aufzeichnung ist, einfach vergessen, dass wir bei einer bestimmten Person nicht klingeln sollten. Das ist mir auch schon passiert, war aber nicht aus Absicht. Ich habe mich dann freundlich entschuldigt und bin gegangen.

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@Philipp59

Ich wohne hier seit dem 14. Januar 2017. Erstmalig habe ich sie um den 20. Januar gebeten nicht bei mir zu klingeln, danach bei jedem weiteren Besuch. :-((

GENAU DAS ist ja einer der Gründe weshalb die Zeugen einen schlechten Ruf haben. Sie sind penetrant und ignorant. Sie ignorieren einfach, daß ich kein Gespräch möchte. Das kann man schon Stalking nennen. :-)

Es gibt viel christiche, ich nenne sie einmal "Kleinkirchen" um den Begriff "Sekte" zu vermeiden. Neuapostolische, Baptisten usw. Warum ist deren Ruf nicht so schlecht?

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@Philipp59

Hallo Phillip.

An den dislikes zu meiner Frage, vermutlich von Zeugen, von wem sonst, kannst du die Einstellung erkennen. Sie akzektieren einfach nicht, daß ich nicht angesprochen werden möchte.

Es ist nicht so, daß ich etwas gegen die Zeugen hätte, doch ich habe einen gefestigten Glauben und möchte nicht angesprochen werden. Dabei ist es mir egal, ob die Zeugen, Apostolen, Baptisten oder Mormonen an meiner Haustür schellen. Ich habe einen gefestigten Glauben und möchte nicht missioniert werden. Das ist mein Wunsch, und den hat man zu akzeptieren. Meinen Wunsch mit einem dislike zu versehen empfinde ich als Unverschämtheit.

Es ist immer dasselbe "Pärchen" welches bei mir schellt. Irgendwann besorge ich mir die Adresse von denen und schelle alle paar Wochen bei denen an der Tür, mal sehen was sie dazu sagen. :-))

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Erstens: An der Haustüre klingeln ist nicht verboten, wenn man einen Gruind hat...

Zweitens: Wenn man an der Haustüre klingelt, befindet man sich noch lange nicht in einer Privatwohnung...

Drittens: Du brauchst sie ja nicht in Deine Privatwohnung einlassen und kannst sie höflich abweisen...

Víertens: Es sind in der Regel freundliche Menschen (ein ganz natürliches Vertreterverhalten) und man braucht keine Angst vor ihnen zu haben...

Fünftens: Es sind interessante Gespräche, die man mit ihnen führen kann. Man muss nur in seinem eigenen 'Glaubensbild', Weltbild gefestigt sein, damit man nicht 'über den Tisch geredet' wird...

Sechstens: Diese Verhaltensweise, welche du uns jetzt als Beispiel gibst, ist ein Ausdruck von Unsicherheit und Sorge, dass man gegen die ZJ nicht bestehen und von ihnen überredet werden könnte...

Gruß Fantho

Einmal haben die Zeugen Jehovas bei meinem Opa geläutet. Er hat gerade die Türen im Haus ausgetauscht und repariert. Er hat ihnen gesagt, er hat keine Zeit, weil er am Arbeiten ist. Sie haben gefragt ob sie helfen können und haben ihm dann wirklich viel geholfen. Sie kommen immer wieder zu ihm, obwohl er sagt, er sei katholisch und damit zufrieden. Zumindest nach Außen sind die ZJ also ganz lieb. Mich stört das nicht, wenn sie vorbeikommen. Und den Wachtturm lese ich auch gerne. 

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