Meine Mutter benimmt sich sooo komisch!

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Als Mutter zu erkennen, wie groß das eigene Kind geworden ist, was es für eigene Pläne entwickelt, dass es wegwill, dass es das Recht auf eigene Fehler und auch spaß hat, ist bei allem wissen, dass es irgendwann soweit sein wird, doch ein Schock. Da sieht man das niedliche kleine Mädchen, das nach der Hand gegriffen hat und sich über ein Geschenk gefreut hat, dem man die Schrecken der Nacht vertrieben hat, das die Mama als Superstar angesehen hat und Jahrelang ging nichts ohne Mama, da war ein Gebrauchtwerden, eine deutliche Liebe, und plötzlich scheint das mit einem Knall zu enden. Machs gut, Mama, ich geh dann mal! Auch meine Tochter lebt in england, genau, wie sie es wollte und immer ankündigte. Ich hab es nicht geglaubt, bis wir auf dem Flughafen standen und uns umarmten. Es war herzzerreißend. Für uns beide! Und doch richtig und wichtig. Wir haben uns arrangiert, sie dort, ich hier. Wir mailen, wir telefonieren, wir besuchen uns, jeder hat sein Leben und manchmal geschieht Familie noch ein kleines bisschen wie früher, wir teilen eine gemeinsame Zeit. Abschied und Einsicht tun erst mal weh. deine Mama hatte bereits erlebt, dass sie sehr krank war, was ja auch ein Abschied sein kann, zumindest rückt dieser Gedanke sehr viel näher. Da klammert man um so mehr am Leben, auch wenn es eingeschränkt sein sollte, das bisschen, was man hat, soll so bleiben! sie kam drüber weg, und muss nun lernen, mit einem Kind umzugehen, das sie immer noch braucht, aber selbstständig leben will. Das braucht Zeit, das erfordert Loslassen und ich habe es selbst erlebt, es regelt sich, jeder kommt gut zurecht und macht was aus seinem anderen Leben, das auch viele Möglichkeiten bietet, die man vorher nicht hatte. Gib ihr deine Liebe, unternimm was mit ihr, versuche, sachlich und fest deine Haltung zu vertreten. Sie muss sicher sein, dass sie noch eine wichtige Person in deinem Leben sein wird, auch wenn du nicht mehr an ihrer Hand über die strasse gehst !

Das Ding ist halt, dass meine Mutter diejenige ist, die mich so von sich stößt. Ich bin zwar schon fertig mit dem Abitur, hatte aber eigentlich vor, während des Studiums noch zu Hause zu wohnen. (Und mein Studium beginnt erst in einem Jahr). Sie hat zwar immer die Andeutungen gemacht, dass dann alles ganz schnell gehen kann und, schwupps, bin ich weg (also ist das mit Sicherheit in ihrem Kopf!), aber tatsächliche, konkrete Pläne, dass ich ganz bald ausziehen wollte, gab es noch nicht. Durch ihr Verhalten sorgt sie halt total dafür, dass ich beginne, plötzlich wieder voll an ihr zu klammern, weil es mir total Angst macht, dass sie mich soo extrem ablehnt!! Das ist vermutlich das Ziel meiner Mutter, vielleicht auch ein bisschen unbewusst. Aber für mich ist das alles sehr verstörend. So erwachsen fühle ich mich noch gar nicht. Ich hätte sehr gerne noch zu Hause gewohnt. Es ist alles sehr, sehr kompliziert. Generell sind wir sehr kompliziert, meine Mutter und ich. Meine Mutter meinte nur immer, dass sie wohl überhaupt nicht mehr an mich rankäme, mich gar nicht mehr wieder erkenne und sowas. Und sie meinte, dass ich sie gar nicht respektieren würde und wie meine Marionette behandele?? Stimmt aber gar nicht! :( Ach, das ist alles echt ganz komisch! :( Ich finde es schwer, ihr Verhalten richtig einzuschätzen. Dass sie mich plötzlich nicht mehr liebt, kann ja nun nicht sein. Aber manchmal bekomme ich richtig das Gefühl, denn sie geht schon extrem gegen mich. Auch den Rausschmiss finde ich eigentlich deutlich zu brutal.

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Deine Mutter braucht dringend Hilfe. Vielleicht kannst Du Dich mal mit ihrer Freundin unterhalten. Wichtig für Dich ist, gehe zu einer Beratungsstelle (Caritas, Diakonie oder AWO) und lass Dir helfen mit dieser schwierigen Situation fertig zu werden. Vielleicht bekommt die/der Berater/in euch an einem Tisch. Wichtig ist für Dich, dass Du im Moment an erster Stelle für Dich sorgst. Das heisst natürlich nicht, dass Du Deine Mutter vergessen sollst, aber Du musst schauen, dass Du Boden unter den Füssen bekommst, dann kannst Du mit dieser Situation auch wieder besser umgehen. Hier kannst Du Infos über Wohngeld erfahren: Ihttp://www.news.de/landing/wohngeld/?gclid=CMi_47il2bkCFYJd3godGjoA-w

Eigentlich hatten meine Mutter und ich einen Termin in einer Familienberatungsstelle, vor dem Rauswurf! Weil sie mich schon mal rausgeworfen hatte, während meines Abiturs, und ich das überhaupt nicht verarbeitet hatte, und wollte, dass unser Verhältnis wieder wie früher wird. Meine Mutter hatte mir auch fest versprochen, dass sie mich nicht noch mal rauswirft. Tja, zu dem Termin kam es ja dann nicht mal, eine Woche davor hat sie mich dann rausgeworfen! Der Termin war eigentlich gestern. Habe gestern nur mit ihr "telefoniert" und sie meinte, dass sie den Termin nur machen wollte, damit sie dort sagen kann, dass die mich aus der Wohnung entfernen sollen. O.O Als sie mich nach meinem Abitur wieder nach Hause gelassen hatte, meinte sie, dass alles wieder gut wird, und dass wir das zusammen aufarbeiten, und dass sie während des ersten Rauswurfs jeden Tag an mich gedacht hat und gebetet hat, dass ich mein Abi trotzdem schaffe und dass alles gut geht. Und dass sie mich auch die ganze Zeit wieder nach Hause lassen wollte, aber einfach soo sehr ihre Ruhe gebraucht hat. Tja, jetzt hat sie mich wieder rausgeworfen und sagt die krassesten Dinge.

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Hallo profissima,

das hört sich ja ganz furchtbar an :-/

Ich würde Dir raten, da Du ja grad erst volljährig geworden bist, wende Dich mit Deinem Problem ruhig mal ans Jugendamt! Die beraten auch junge Erwachsene. Vielleicht sehen die eine Möglichkeit, wie Du erst einmal vernünftig allein wohnen kannst!

Zum Verhalten Deiner Mutter finde ich eigentlich auch keine logische Erklärung. Sicher hat sie durch den Herzinfarkt auch selbst eine Art Schock erlitten. Das rechtfertigt allerdings nicht ihr jetziges Verhalten. Hier kann Euch ganz sicher nur Unterstützung von Außen helfen. Du allein wirst Dir den Mund fusselig reden und ganz bestimmt nicht zu ihr durchdringen!

Das Du Dir selbst schon therapeutische Unterstützung gesucht hast, ist ganz sicher für Dich der richtige Weg - geh ihn weiter. Es sind die menschlichen Enttäuschungen, die uns ein Leben lang verfolgen. Und die Zurückweisung, wie Du sie durch Deine Mutter z.Z. erlebst, sind wirklich sehr heftig!

Versuch erst mal ein wenig Abstand zu Deiner Mutter zu halten und versuche Dein Leben allein einzurichten. Und ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Deine Mutter sich wieder besinnen möge.....vielleicht kann ja auch die Freundin Deiner Mutter mal mit ihr reden und/oder Deine Mutter zu einem Therapeuten begleiten....

Alles Gute für Dich und hilfreiche Menschen an Deiner Seite ;-)

Erstmal finde ich mutig, so offen darüber zu sprechen, das ist auch ganz wichtig, damit du deine Sorgen nach und nach verarbeitest. Ich habe persönlich ähnliche Erfahrungen mit meiner Mutter gemacht (zwar nicht unter diesen Umständen, aber der Rahmen stimmt). Eine ältere Frau, die keinen Partner mehr hat braucht in jedem Fall jemanden oder etwas von dem sie "gebraucht" wird. Sie merkt einfach, dass du langsam deinen eigenen Weg bestreitest und das macht ihr wahrscheinlich Angst und vielleicht fühlt sie sich auch schon ein wenig "nutzlos". Vielleicht hilfst du ihr eine Aufgabe für sie zu finden, etwas an dem sie Spaß hat, was sie gerne macht, was sie ablenkt von ihren Sorgen. Eine ehrenamtliche Arbeit? Vielleicht mit Kindern?

Ich wünsch dir alles Gute.

Danke für deine Antwort. :- ) Soo alt ist meine Mama nun noch nicht, sie ist 51. Sie geht auch arbeiten, eine Beschäftigung hat sie schon.

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Zusammensetzen und alles mal besprechen.

Am besten, man setzt sich an einem neutralen Ort zusammen, dann bleiben die Emotionen übersichtlicher.

Deine Mutter hat Angst, Dich zu "verlieren". Es ist jetzt Dein Job ihr klarzumachen, daß Kinder nur geliehen sind, man muß sie gehenlassen - irgendwann.

Meine Kinder sind auch schon erwachsen und ausgezogen, ich habe das aber nicht schwergenommen, wir bleiben ja eine Familie, egal, wo der andere lebt.

Du kannst ihr versichern (wenn es denn so ist!), daß Du auch dann ihre Tochter bist, wenn Du auf dem Mond lebtest, und daß Du jede Gelegenheit wahrnehmen würdest, sie zu sehen.

Sie braucht einfach nur das Gefühl, Du liebst sie auch dann, wenn Du nicht morgens mit am Frühstückstisch sitzt.

Gib ihr Zeit, mit dem Gedanken zurechtzukommen. Das wird schon.

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