Mein Hund beißt ohne Vorwarnung. Was soll ich tun?

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19 Antworten

Ich sehe da zwar vordergründig eher Verhaltensprobleme mangels Auslastung, würde den Hund jedoch trotzdem und quasi differentialdiagnostisch dem TA vorstellen, durchaus auch mit Überweisung in eine Tierklinik.

Wie kam es zu dieser Verhaltensweise, die Familienmitglieder zu beißen? Urplötzlich, oder schleichend?

Hat sich irgendwas verändert, hat jemand versucht, an ihm rumzuerziehen, gibt es überhaupt klare Regeln innerhalb der Familie?

Wer war zuerst von den Bissen betroffen und was war der Auslöser, falls das jetzt noch zu recherchieren ist.

Ganz häufig ist ein Verhaltensproblem an erster Stelle und das kann man als Halter durch positive Veränderungen selbst regulieren.

Nachrangig sind krankheitsbedingte Probleme, die aber durchaus und unbedingt abgeklärt werden sollten.

Ein guter TA hilft dabei mit, auch ohne sich bei jedem Telefonat, oder persönlichem Gespräch, die Taschen zu füllen.


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Hi,

Zunächst geht leider die Eigensicherung vor, beissen geht gar nicht, besorge erstmal einen Maulkorb und gewöhne den Hund daran. So ist die Arbeit für alle Beteiligten sicherer.

Und sorry Abends joggen gehen zum auspowern reicht da bei weitem nicht. Der braucht kein Sport, der braucht eine Lebensaufgabe, eine wo der Hund denken muss. Dazu sind die sehr sensibel, am Anfang wurde so wie ich lese noch viel gemacht, aber warum wurde damit aufgehört? Das ist als wenn man nach der Schule direkt in die Rente geht, um das mal zu vermenschlichen. Zusammen mit möglichen Fehlern im Umgang verunsichert das den Hund der daraufhin aufhört den Halter ganz zu vertrauen, was ein steuern des Hundes schwer macht. Dazu die Unterbeschäftigung dann kann das so schon mal aussehen, der Hund muss dafür nicht zwangsläufig Gewalt erfahren haben. Der ist quasi unter Dauerstrom, was sich zwischen durch dann so entlädt.

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Also das klingt für mich nicht nach einen typischen Langeweile-Problem, dass sich mit Beschäftigung lösen lässt. 

Der Hund scheint ja abgesehen von den Attacken keine Auffälligkeiten zu zeigen. 

Ohne die Körpersprache des Hundes zu sehen kann man da kaum eine Aussage treffen. Deswegen ist mein Rat leider der Hundetrainer. Alles andere was dir hier geraten wird, ist mit absoluter Vorsicht zu genießen, im Zweifelsfall verschlechtert es die Situation nur noch und das ist einfach zu gefährlich. 

Habt ihr ihn tierärztlich durchchecken lassen? Es kann gut sein, dass etwas nicht stimmt und er deshalb so seltsam reagiert. Genau sagen kann man das nie, aber bevor man anfängt effektiv zu arbeiten sollte man immer sicher sein, dass der Hund auch gesund ist. Bei gewöhnlichen Impfungen etc. wird ja kein kompletter Rundumcheck gemacht. 

Falls der Hundetrainer keine Option ist, würde ich dir raten ihn an einen Trainer zb abzugeben. Oft gibt es auch Trainer die den Hund zeitweilig übernehmen und mit dir zusammen arbeiten, wenn es ein tiefer sitzendes Problem ist. 

An eine Private Person solltest du ihn mMn nicht geben. Das ist erstens unverantwortlich der Person gegenüber und zweitens weißt du nicht mit welchen Methoden der Hund dann korrigiert wird.

Viel Erfolg auf jeden Fall! 

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Wurde die Schilddrüse gecheckt beim TA?
Eine Überfunktion ist oft ein Grund, warum Hunde unerwartet aggressiv reagieren können. Hat er evtl. Schmerzen irgendwo? Ist das geklärt worden? Medizinisch würde mir sonst spontan noch ein Hirntumor einfallen.

Wenn das alles negativ ist, könnte es noch ein Trauma sein.
War in letzter Zeit irgendwas? Hattet ihr einen Unfall? Oder einen anderen Vorfall, der ihn möglicherweise irgendwie verstört haben könnte?

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Hallo, das Tier muss zum Tierarzt und zwar sofort. Es kann eine Erkrankung im Gehirn sein, die zu einer Wesensveränderung führt. Ich hab das schon bei Pflegehunden erlebt.

Sollte der Hund gesund sein, was ich selber nicht glaube, da gerade Dobermänner an Zahlreichen Genitisch bedingeten Krankheiten leiden muss ein guter Hundetrainer her.

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Lass den Hund in einer Tierklinik von hinten bis vorne durch checken....ist gut möglich, dass er ein Problem mit der Schilddrüse hat.

Ein Hund ändert nicht einfach mal so sein Verhalten  und wird aggressiv, nur weil er unterbeschäftigt ist....dies hat meistens gesundheitliche Gründe.

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Ich denke nicht, das ein Hund sein Verhalten einfach so kippt.

Ich würde dir ebenfalls anraten zum Tierarzt zu gehen.

Das Beissen bei versuch von streicheln sieht für mich nach Schmerzen aus....

Dobermänner sind meines Wissens auch Angstbeisser...

Ebenfalls würde ich den TA fragen ob er einen Hirntumor ausschliessen kann. ( dies würde allerdings die rapide Wesensänderung erklähren).

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Ein Dobermann ist eine sehr sportliche Rasse der auch KÖRPERLICH und GEISTIG befördert werden will!Manche Hunde egal bei welcher Rasse die nicht genügend ausgelastet werden zeigen dann oft Verhaltensauffäligkeiten dass kann dazu führen das er durchs beißen seine Energie los werden will!!!!Andere wiederum zerstören die Möbel,Klammoten etc. und wiederum andere machen andere schrägen sachen die uns Menschen höchstwahrscheinlich garnicht gefallen werden😉

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aus der Ferne eine Diagnose zu stellen ist nicht möglich, weil ich seine Körperspannung bzw. die Situation nicht einschätzen kann. Es können durchaus gesundheitliche Probleme dahinter stecken, wenn sich in deinem näheren Umfeld nichts verändert hat. Manchmal kann es die Schilddrüse sein, aber wie gesagt unter diesen Umständen ist das raten ins blaue. Sorry wenn dir was an deinem Hund liegt, lasse ihm Blut entnehmen, sämtliche Gesundheitschecks durchlaufen. Wenn wirklich alles ausgeschlossen werden kann. dann bleibt nur der Weg des Trainers vor Ort.

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So ein sensibler Hund wie der Dobermann, speichert alles genau ab und verzeiht keine Fehler. Je älter er wird um so empfindlicher reagiert er. Seine Reizschwelle wird niedriger.

Da nützt Hundeschule, Trainer, regelmäßige Übungen usw. aus der Vergangenheit wenig, wenn damit irgendwann aufgehört wurde weiter mit ihm zu arbeiten. Ist nicht so, als wurde im ein Funktionsknopf implantiert.

Ohne ständige Wiederholung, Training, ausreichende Kopf- und Bewegungsarbeit, Auslauf mehr als einmal am Tag, vergisst so ein Arbeitsjunkie schnell seine gute Erziehung.

Auch Du scheinst verantwortungsmäßig nachgelassen zu haben. Die ersten Anzeichen hättest Du konsequent regulieren können. Nun reguliert der Bursche selbst.

Reset, alles auf Anfang. Bring ihn raus, aus für ihn nicht überschaubare Situationen. Schütze ihn vor dem, womit er sichtbar überfordert ist. Joggen ist für so einen Hund keine Forderung! Arbeite mit ihm und wenn Du das nicht mehr kannst, dann suche nach wirklich geeigneten Leuten für ihn.

Übrigens ist es Humbug zu glauben, dass ein Hund wärend der Abwesenheit seines Menschen seelig dahinpennt. Wer das so meint, hat seinen Hund nicht begriffen. Der wartet nämlich und ist alles andere als entspannt.

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ich würde dir gerne helfen,aber das kann hier keiner,den erstens muss man den hund/team vor ort sehn um zu sagen was die ursache ist...meist sitzt die ursache tiefer u.an einem andern ort als vermutet,deshalb muss man euch sehn...ich hab zwar eine vermutung...es würde das ganze hier sprengen zu schreiben...ein solches verhalten kommt nicht über nacht(ausser der hund ist krank,od.hat schmerzen)das schleicht sich ganz langsam ein u.braucht sehr viel zeit und geduld das wieder auszubügeln...wen du deinem hund helfen willst,kommst du nicht drum rum einen hundetrainer zu suchen, der sich mit dobis auskennt u.mit ruhe dir das führen beibringt,damit ihr zwei wieder stressfrei leben könnt...

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beißt immer an Engstellen.Vor kurzem ging ein Familienmitglied an ihm nur vorbei, die hebte nur kurz die Hand und mein Hund biß zu. 

vielleicht sieht er schlecht und reagiert deshalb so.

Ich würde daher zum Tierarzt gehen und die Augen checken lassen. 

dazu aber einen Augenarzt für Hunde aufsuchen. Diese kann man in Tierkliniken finden. Such deshalb nach einer entsprechenden Tierklinik.

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beißt immer an Engstellen.Vor kurzem ging ein Familienmitglied an ihm nur vorbei

Das ist ihm eben zu nahe. Die persönliche, innere Individualdistanz wird unterschritten. Wieso er das so schlecht verträgt, dass er gleich richtig beißt, ist eine andere Frage. 

Vielleicht ist er wirklich krank, wie hier schon vermutet wurde. Oder irgendwas aus der Vergangenheit, ist er evtl. ständig angetatscht oder zu was gezwungen worden, als er klein war?

Jedenfalls erstmal Arzt, und dann psychologisch geschulten Hundetrainer.

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Was du beschreibst, kann man ausschließlich in einer Verhaltensanalyse vor Ort klären. Und auch nur dann, wenn alle Beteiligten ehrlich sind.

Dir wird nichts anderes übrig bleiben, als einen "gewaltfrei arbeitenden" Hundetrainer zu beauftragen. Ich betone dies so, da ich vermute, dass hier entweder anders mit dem Hund trainiert wurde oder Familienmitglieder Dinge bewusst oder unbewusst getan haben, die den Hund komplett verunsichern.

Gerade bei Dobis schwirren diese unendlichen Märchen durch die Foren, dass die Hunde so vollkommen anders erzogen werden müssen. Man(n) eine starke Hand benötigt u.u.u. alles Quatsch! Im Gegenteil, es sind eigentlich extrem sensible Hunde, die bei zu starkem Stress schon mal austicken können.

Aber das ist "immer" selbstgemacht!

Und by the way, es gibt bestimmt eine Menge Hunde, die trotz bestandenem Wesenstest bereits zu Beginn schon falsch trainiert wurden und mit Sachverstand sich bereits zu diesem frühen Stadium ein späteres Problemverhalten sichtbar ist. Trotzdem dürfen sie nicht durchfallen.

Bleibe deinem Hund gegenüber fair, suche dir einen guten Trainer z.B. unter www.hundeschulen.de , frage zusätzlich dein Bauchgefühl und investiere das Geld für etwas, was "irgendjemand" außer deinem Hund verursacht hat.

Das bist du ihm schuldig!

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ein guter Hundetrainer sollte sich den Hund genau ansehen.

Dobermänner sind meist sehr sensibel und können schnell überreagieren, wenn man die Zeichen nicht erkennt.

Da Du als Bezugsperson und Rudelführer oft nicht da bist, wird der Dobermann die anderen Familienmitglieder anders behandeln, er reagiert misstrauisch und überreagiert mit Bissen.

Die Familienmitglieder sind ungeeignet für den Hund. Ihr müsst umdenken oder den Hund in eine geeignete Familie geben. Damit ist nicht zu spassen. Es gibt auch nichts zu beschönigen. Ihr habt ein ernsthaftes Problem, dass Ihr so einfach nicht lösen werdet.

Der Hund ist wahrscheinlich nur gut drauf und fühlt sich sicher bei Dir. Dies ist allerdings nur gut, wenn Du auch wirklich die Möglichkeit hast, Ihn immer und überrall zu kontrollieren.

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Könnte an der Erziehung ohne Konsequenz liegen. Das steigert sich, wenn man seinen Wuffi vor lauter Liebe alles durchgehn lässt.

Wenn er das vorher nicht gemacht hat, lasse ihm seine Augen mal checken. Es kann nur am falschen Verhalten von euch oder an einem medizinischen Problem liegen, nicht artgerechte Fütterung inbegriffen.

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Es liest sich so, als hätte Niemand tagsüber Zeit. Wie lange gehst Du am Abend mit ihm? Selbst wen's 2 Stunden sind, ist das DEFINITIV zu WENIG !!! Ein braucht viele Stunden Auslauf am Tag und auch geistige Beschäftigung und natürlich Kuscheleinheiten. Mein Hund würde es nicht mal wagen mich anzuknurren. Aber wir machen auch (meistens) sehr viel.

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Kommentar von skjonii
23.01.2017, 20:14

Mein Hund würde es nicht mal wagen mich anzuknurren.

Das ist eigentlich nichts positives. Das bedeutet, dein Hund traut sich nicht dir zu sagen, dass ihm eine Situation unangenehm ist. Knurren ist ein Mittel der Kommunikation - nicht mehr und nicht weniger. Warum sollte man seinem Hund verbieten zu kommunizieren? Genau aus dem Grund beißen viele Hund ohne Vorwarnung -> weil ihnen die Kommunikation, die vorher warnt, verboten wurde. 

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Hallo,

ein Hund verändert sich nicht ohne Grund von heute auf morgen, vielleicht ist er krank ?

Ich würde zunächst mal mit ihm zum Tierarzt gehen und ihn durchchecken lassen.

Sollte das kein Ergebnis bringen, dann muss ein Hundetrainer her.

Du kannst ihn doch nicht einfach abgeben, weisst nicht, was dann mit ihm passiert.

Und wo soll er denn hin ? Ins Tierheim ? Unmöglich !

Ich würde alles versuchen, um meinem Hund zu helfen, aber ihn nicht einfach abgeben, das würde mir das Herz brechen.

Liebe Grüße

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Der erste Weg führt zum Tierarzt.

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